Ausgabe 
13.3.1896 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Georgi in Steinbach bei Gießen. 4) Hardt au« Schlitz, 27 Dienstjahre bei . Gräfin Anna v. Schlitz genannt v. Görtz sabethe Endlein aus Rockenberg, Herrn Pfarrer MeeS in Rockenberg. < kkaunz aus Wohnbach, 25 Dienstjahre bei

Ihrer Erlaucht der in Schlitz. 5) Eli- 26 Dienstjahre bei 6) Margarethe i Herrn S. Wolf VI.

focokf rrnd protHttsielle* *,

Gießen, 12. März 1896.

* * Character Erlheiluug. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hoben Allergnädigst geruht, dem Redacteur derDarmstädter Zeitung" Karl Georg Becker zu Darm­stadt den Cbaracter alsHofrath" zu ertheilen.

* * Verleihung des goldenen Kreuzes. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin haben Allergnädigst geruht, am gestrigen Tage, als am Geburtstage Ihrer Großherzog lichen Hoheit der Prinzessin Elisabeth, dasGoldene Kreuz für langjährige treue Dienste in einundderselben Fa milie" an folgende Dienstboten u. A. in der Provinz Ober­hessen zu verleihen: 1) Juliane Becker auS Bad-Nau­heim, 26 Dienstjahre bet Fräulein Lina Nau in Friedberg.

Abmachungen der 21er Commission fügen. Jofolgedeffen Haden die meisten Mitglieder dieser Commission, sowie der Borfitzende ihre Aemter niedergelegt.

Berlin, 11. März. Die Fraktion der deutschen Reich«- Partei trat heute nochmals zur Berathung des von den Ab­geordneten Himburg und Freiherrn v. Maltzahu gestellten, auf Einführung der facultativen Civilehe ge- richteten Antrages zusammen. Nach eingehender DiScusfion wurde mit 16 gegen 2 Stimmen folgender Antrag zum Befchluß erhoben: Der Antrag Himburg ist geeignet, da» Zustandekommen deS bürgerlichen Gesetzbuches zu gesährden. Die Fraction spricht sich entschieden gegen besten Annahme auS und erwartet von ihren Mitgliedern, daß sie gegen Ab­schaffung der obligatorischen Civilehe stimmen werden.

Berlin, 11. März. DerVolkszeitung" wird von gut iuformirter Seite versichert, daß der Ober-Kircheorath sich bei den Verhandlungen über das bürgerliche Gesetzbuch nicht gegen die obligatorische Civilehe, sondern für Bei­behaltung derselben ausgesprochen habe.

Berlin, 11. März. DerReichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung deS UuterstaatSsecretärS Lohmann zum Vorsitzenden und des Direktors im ReichSamt deS Innern, vr. von Woedtke, zum Mitgsiede der Commission sür Arbeiterstatistik.

Berlin, 11. März. AuS Cannes meldet da»Kleine Journal": Hier wurde auf Eisenbahnschienen der furchtbar geviertheilte Körper eines Mannes gefunden, aus besten Papieren hervorging, daß er Ludwig Schnell heißt und aus Freiburg i. B. stammt. Er ist wahrscheinlich wegen Spielverlusten in Monaco in den Tod gegangen.

Preßbnrg, 11. März. Der Pionier RuczicSka sprang, angeblich wegen Mißhandlung durch einen Unter­offizier, auS dem zweiten Stockwerke der Kaserne auf die Straße und verletzte sich tödtlich. Der Unteroffizier ist ver- haftet worden.

Rom. 11. März. Die neuen Minister leisteten gestern dem König den Eid, welcher sich eingehend mit ihnen unterhielt, wobei er namentlich den Herzog von Sermonta auSzeichnete.

Rom, 11. März. Bon offiziöser Seite wird die Meldung bestritten, daß fich der Afrikareisende Franzoi und Dr. Jlg in besonderem Auftrage Rudini» zu Menelik be­geben hätten.

Rom, 11. März. Dem Vernehmen nach beabsichtigt CriSpi, demnächst eine Reihe von Artikeln zu veröffent- lichen. Crikpi verweigert jedes Interview.

Paris, 11. März. DerMatin" veröffentlicht einen Brief des Königs Menelik, auS welchem hervorgeht, daß derselbe bereits vor der Schlacht von Amda Aladschi die Intervention etncS Schiedsgerichts gewünscht habe.

Toulon, 11. März. Auf dem Mittelmeere herrscht großer Sturm. Man ist bis jetzt über mehrere vor einigen Tagen auSgefahrene Fischerboote noch ohne jede Nachricht.

sprechenden Ausgabeposten in den Hauptvorauschlag der I nächsten Badgerperiode einzustellen. Motivirt ist der An- trag txne folgt. Der Landtagsabgeordnete ist verpflichtet, Kenntniß zu nehmen von allen Zuständen, Berhältniffen und Vorgängen int öffentlichen Leben des Landes. In hervor- ragender Weise geschieht diese Kenntuißnahme durch die Preffe. In den meisten Fallen ist der Abgeordnete nicht in der Lage, ich die entsprechenden Veröffentlichungen verschaffen zu können, weil ihn entweder die Rücksichten auf seine eigene inanzielle Vermögenslage oder der Umstand verhindern, daß manche dieser Veröffentlichungen nicht leicht im öffentlichen Verkehr zu erlangen find. AuS diesen Gründen erscheint gerechtfertigt, daß das Land dem Abgeordneten diese Der- öffenrlichungen zur freien Verfügung stellt.

Militardienstnachrichten. Bei der diesjährigen Cadettenverthetlung kamen tn daß 1. Großh. Heff. I Inf. (Leibgerde-)Regt. Nr. US: Cad. Frhr. v. Schönau- Wehr, Cad. Keim und Cad. Frhr. GanS Edler Herr zu'Putlitz II. als charact. Port.-FäbnrS.; in daS Inf.- I Regt. Kaiser Wilhelm: die Port.-Unteroff. v. Pentz II. und v. Boeltzig II. als Sec.'Lt«.; in da» 3. Großh. Heff. Inf.-(Leib )Regt. Nr. 117: die Cad. Mehl bürg er II. und Griesel,- in daß 4. Großh. Heff. Inf. Regt. (Prinz Carl) Nr. 118: Cad. v. Wurmb als charact. Port.-Fähnr«.; in daß 1. Großh. Heff. Drag.-Regt. (Garde-Drag. Regt.) Nr. 23: Cad. v. Gorriffen und in daS 2. Großh. Heff. Drag.- Regt. (LeibDrag.-Regt.) Nr. 24: Cad. BopeliuS als charact. Port.-FähnrS.

Ständchen. Anläßlich der am 10. d. M. in Letpztg vollzogenen Vermählung deS Herrn Capellmeifter Polster mit Fräulein Ockhardt brachten gestern Abend die von Herrn Polster geleiteten VereineMännerzefangverein" und Bauer'scher Gesangverein" dem jungen Paar ein Ständchen, daß viele Zuhörer herbeilockte, die sich Über die Leistungen ehr besriedigt aussprachen.

Der gestern gemeldete Einbrnchsversnrh hat sich als nichtig erwiesen. Eine Anzahl junger Leute hatte sich vor der betreffenden LadevthÜre gebalgt und diese hierbei ein­gedrückt. I

* * Die Stadt Gießen steht ihrer Einwohnerzahl nach unter den deutschen Städten über 10,000 Einwohnern I an 142. Stelle. Dienächstgrößte" Stadt, die ihr mit 71 Einwohnern über ist, ist Meerane i. S., dienächstkleinste" Stadt mit 108 Einwohnern weniger ist Kattowitz i. Oberschl. Mit rund 23,000 Seelen steht Gießen noch nahe folgenden zwischen 22 000 und 23,000 Einwohner zählenden Städten : Viersen, Greifswald, Cannstatt, Neumünster, Lüneburg, Münden, Weiel, Greiz. Die erste Stadt, die die Einwohner- zahl von 10,000 überschreitet, ist Oschatz. Heber 100,00Q Ein­wohner haben nur 28 Städte, über 50,000 27 Städte.

* * Zur Liwesforfchuug wird denN. Hess. VolkSbl." von hier geschrieben: Bei dem außspringenden Winkel, welchen der Limeß, oder der Pfahlgraben, bei dem benachbarten Grüningen bildet und hierdurch dem Feinde einen gar günstigen Angriffspunkt darbietet, war von den Forschern stets ein entsprechend große» und starkes Castell vermuthet worden. Die seitherigen Untersuchungen hatten nur einen kleineren römischen Bau ergeben, der im Bolksmund das HainhauS heißt und von Herrn v. Cohausen als Villa bezeichnet wurde, da keinen Anspruch auf den Namen eines Castells machen konnte, indem ihm alle Eigenschaflen eines solchen fehlten. DaS Castell selbst hatte sich bisher hartnäckig den Blicken der Forscher entzogen, da all- Anhaltspunkte zu fehlen schienen. Der Streckencommiffar der ReichS-Lime« Forschung war deßhalb in Grüningen vor eine recht schwierige Ausgabe gestellt, die aber von Herrn Hofrath Kofler in kürzester Zeit gelöst wurde, da tym schon am zweiten Tage der Untersuchungen die ungemein schwierige Aufgabe gelang, in der Nähe deS HainhauseS da» Castell zu finden und da | die Mauern ouSgebrochen waren, in nicht» Anderem al» feinen UmwallungSgräben nachzuweisen. Es erstreckt fich zum Theil in die am Pfahlgraben gelegenen Wiesen und seine Größe wird fich erst bei ganz niederem Wafferstande nach­weisen laffen. Es entspricht in seinen Größenverhältniffen lange nicht den Erwartungen, die man an rin Castell ge­knüpft hatte, daS dem feindlichen Angriff fo sehr auSgesetzt war, denn seine Frontseite mißt nur 60 Meter. Die Um- wallungSgräben sind durchweg in den Fels gehauen, sehr steil, 6 Meter breit und 1,65 Meter tief, vom Urboden au» gerechnet. Die Durchsuchung de» Innern hat, de» außer­gewöhnlich hohen WasserstandeS wegen, noch nicht begonnen, doch ist bereit» ein EingangSthor gefunden. Das Castell ist auffällig nahe am Pfahlgraben gelegen; die kürzeste bi» jetzt gemeßene Entfernung beträgt nur 38 Meter. Die geringe Ausdehnung deffelben läßt annehmrn, daß fich weiter rück- wärt» noch ein größere» Castell befinden kann, nach welchem in späterer Zeit gesucht werden soll.

Kleinbahnen. ES ist eine bekannte Thatsache, daß nicht nur da» gesummte Verkehr»- und WirthschaftSleben auf dem platten Lande im Allgemeinen, sondern auch einige au»- gedehnte Provinzen, resp. LandeStheile in Deutschland ganz bedeutend an dem Mangel an Eisenbahnen leiden. Dabei kann man nicht sagen, daß in Deutschland an Eisenbahn- Hauptlinien fehlt. Diese find genug vorhanden, aber noth- wendig bleibt die vermehrte Bildung kleiner Eisenbahnnetze und bieß ist nur durch die allgemeine Einführung von billigen Kleinbahnen möglich. Bei dem jetzigen sehr niedrigen ZinS- süße und überschüssigen Capitale sollten sich daher die inter- essirten Ortschaften der betreffenden Kreise zu einem Verbände vereinigen und mit Hülfe der Regierung ihre Kleinbahnen bauen. Sehr practisch gestaltet sich die Anlage einer solchen Kleinbahn, w-nn sie ihre Triebkraft einem großen ElectricitätS- werke in der Nachbarschaft entnehmen kann und electrische Bahn wird, wie die» bereit» in mehreren Orten mit Erfolg durchgesetzt wurde. Sehr wichtig ist e» im Uebrigen, wenn die betreffenden Jntereffenten fich mit einer Firma in Ver­bindung setzen, die den Bau von Kleinbahnen betreibt. Da mehrere solcher Firmen gibt, so hat man je nach dem

Preisangebot usw. die Auswahl. Bei der Anlage von Klein- bahnen muß ferner überall al« Grundsatz aufgestellt werden, daß der zur Anlage nöthige Grund und Boden niemals den Bahubau unverhältnißmäßtg vertkeuern darf. ES müffen daher Landstraßen und Feiewege möglichst für die Kleinbahnen benutzt werden, am besten geschieht die» durch eine mäßige Verbreiterung dieser Straßen und Wege, welche meisten» ohne große Kosten dadurch erreicht wird, daß man einen Theil de» Straßengraben» oder der Böschung zur Verbreite- rung benutzt. Dadurch werden bei dem Bau von Klein- bahnen große Summen gespart und die Anlage derselben für viele kleine Städte und Dörfer ermöglicht. Unbedingt muh frrner der Grundsatz bei dem Bau der Kleinbahnen zur Geltung gebracht werden, daß möglichst jeder an der Linie liegende Ort die Kleinbahnverbindung empfängt.

F. Großeu Liaden, 11. März. Vom 1. Mai ab halt Zug 82, der Nacht« 2 Uhr 53 Min. von Gießen nach Frank- furt abgeht, um 3 Uhr 5 Min. Vormittag« nach Bedarf an hiesigem Haltepunkt an.

AuS Lbrrhrfieu, 10. März. Eine vielseitig ge- bildete Familie befindet fich in einem Orte Oberheffen», Krei« AtSfeld. Der Vater, ein Fleischbeschauer a. D., ver- sieht jetzt den Berus als Weder, Schafhirt, Flurschütz, Ge- meinbebaumroart, Wiesenwärter, Metzger, Bardier, Heirath». Vermittler, Canarienzüchter und Spazierftocksabrikant. Sein Sohn ist Weber, Landwirtb, Polizeidiener, Briefträger, Kuh­hirt, Kirchendiener, Glöckner, Nachtwächter und Metzger.

Darmstadt, 11. März. Die Erinnerung«feier de» 275jähngen Bestehen« de« Leibgarde-Regiment» Nr. 115 wurde gestern Abend durch einen Commer« des Offiziercorpß, welchem der Großherzog sowie die Prinzen Heinrich und Wilhelm beiwohnten, eingeleitet. An demselben nahmen auch die alten Herren de« Regiment» theil. Heute Vormittag 11 Uhr fand auf dem Paradeplatz vor cem Groß- Herzog Regimentßparade statt, welcher ebenfalls die Prinzen Heinrich und Wilhelm beiwohnten. Nach dem Parademarsch verlaß General-Adjutant Wernher den vom Großherzog er- laffenen Tageßbesehl und theilte sodann die vom Kaiser und vom Großherzog verliehenen AvSzeichuungen nut. Heute I Nachmittag findet ein Festessen und Abend» Festvorstellung im Hostheater statt.

in Wohnbach. 7) Margarethe Kimp el au« Bergheim, 31 Dienftiabre bei Herrn Bürgermeister Bolitsch in Aulen-. diebach. 8) Emilie Müller auß Samberg, 25 Dienst­jahre bei Frau Mathilde Schlapp in Gießen. 9) Elisa- bethe Nagel auß Waldenberg, 25 Dienstjahre bei Herrn Hofprediger Thhlmann in Büdingen. 10) Katharina Pauli II. auß Bad Nauheim, 31 Dienstjahre bei Familie Ortwein in Bad - Nauheim. 11) Gertrud Peter auß Kempten, 26 Dienstjahre bei Herrn Pfarrer Jenewein in Nieder - Mörlen. 12) Wilhelmine Ratz auß Gambach, 25 Dienstjahre bei Herrn Heinrich Mondigler in Friedberg. 13) Christine Weber auß Ebsdorf, 50 Dienstjahre bei Familie Wetter in Gießen (inzwischen verstorben. Red.). 14) Elisabethe Wolf auß Traiß - Horloff, 33 Dienst- jahre bei Herrn H. Ruppel in Kloppenheim.

Parlamentarisches. Der Abg. Köhler hat bei der Zweiten Kammer folgenden Antrag eingebracht:Hohe Kammer wolle die Großh. Regierung ersuchen: a. Jedem Mitglied der Zweiten Kammer der Stände während der Dauer de« Mandat» folgende Drucksachen kostenfrei zu- gehen zu laffen: 1) dieDarmstädter Zeitung-; 2) die- jenigen amtlichen K-.eißblätter, welche in dem Bezirk erscheinen, wo der Abgeordnete gewählt ist; 3) die Veröffentlichungen ber Oberen Landwirthschastlichen Behörde, de» Landeß-Auß- schuffe» der landwirthschaftlichen Vereine, der Centralstelle für die Gewerbe und der öffentlichen Schulen (Hochschulen und der höheren Schulen) deß Landeß, 4) die Berichte sämmtlicher Handelskammern de» Großherzogthum«; 5) die Regierungsblätter, b. Zu diesem Zweck einen ent­

Köln, 11. März. Da« Hochwasser de» Rheine« steigt weiter und wächst stündlich um 5 Centimeter. Der Pegel­stand Hierselbst ist gegenwärtig 6,80 Meter. Dom Oberrhein und von der Mosel wird weitere« Steigen gemeldet. Hier herrscht Regenwetter.

Eoblenz, 11. März. Der Rhein steht in den Straße» EhrenbrettsteinS. Pegelstand 6 06 Meter. Da» Saffet steigt noch stündlich 4 Ctm. Da» BeschrankungSverdot für die Dampfer ist eingetreten. Die Mosel steigt noch stark.

Bonn, 11. März. Der Traject Bonn Obercaffel hat wegen de« HochwaffetS den Betrieb ganz eingestellt.

* Trier, 11. März. Pegelstand der Mosel 5 Meter. Um 50 Ctm. bi« Vormittag gestiegen. In den niederen Stadttheilen geschieht der Verkehr durch Nachen.

WeißenftlS, 11. März. Die Saale steigt anhaltend. Bon der oberen Saale, Unstrut und Helme wird weitere» Steigen gemeldet.

* Würzburg, 11. März. Der Main steigt nur noch langsam; Pegelstand 3,30 Meter.

* Stuttgart. 11. März. Infolge de« Hochwasser» treffen die Züge mit ziemlicher Verspätung ein. Der Frühzug Hpn Heilbronn hatte 25 Minuten Verspätung.

Mannheim, 11. März. Der Rhein zeigt 7,64 Meter, der Neckar 7,94 Meter, beide Flüsse steigen. Der bot- jährige Höchststand ist bereit« überschritten.

Karlsruhe, 11. März. Dir Rheinbau - Inspektion Freiburg meldet: Drefiam - Waffeistand 140 Ctm., fällt langsam. Weitere gefährliche UscranbrÜche an der Papier­fabrik Flinsch und anderen Gebäuden. Städtische und mili- tärische Wafferwehr in Tätigkeit. Die Useranbrüche in der Stabt werden thunlichst glichen. Die im Fluß liegende Buchheimer Brücke wird zu entfernen gesucht. Da« in der Neuhauser Schleuse angeschwemmte Holz ist theilweise beseitigt. Aus der Rem St Hal bahn wird der Betrieb auf der Strecke Oberkirch - Hubacker heute Nachmittag wieder aufgenommen, so daß also die Züge zwischen Appenweier und Hubacker ver- kehren. WaffNstandSnachrichten vom 10. März Nach­mittag«. Waldshut, Rhein 460 Ctm., gestiegen 28 Ctm. Oberlauchringen, Wutach 175 Ctm., Stillstand. Lörrach, Wiese, 183 Ctm., gefallen 43 Ctm., Freiburg, Dreisa« 140 Ctm., gefallen 30 Ctm. Emmendingen, Slz 205 Ctm., gefallen 25 Ctm. Wolsach, Kinzig 228 Ctm., gefallen 15 Ctm. Schwaibach, Kinzig 287 Ctm., gefallen 48 Ctm. Oberkirch, Rench 112 Ctm., gefallen 48 Ctm. Rastatt, Murg 252 Ctm., gefallen 14 Ctm. Pforzheim, Enz 248 Ctm., gefallen 20 Ctm.

Zürich, 11. März. Die Ortschaften Rarow und Bätterdingen stehen vollständig unter Wasser. Biele Häuser find eingestürzt, wobei mehrere Bewohner getöbtet wurden.

Bern, 10. März. Die Nachrichten hinsichtlich der Ueberschwemmungen lauten heute günstiger; in Folge de« Nordwinde» hat der Regen ansgehört. In Racon (WalliS) wurde ein Bauernhof mit sieben Personen weg- geschwemmt; die Leichen wurden heute aufgefunden.

» Salzburg, 11. März. AuS mehreren Orten wird Hochwasser gemeldet, das theilweise wieder finkt. Der Schaden ist groß, der Eisenbahn- und Straßenverkehr theil­weise unterbrochen.

Amsterdam, 11. März. Die Insel Marken ist infolge | de» Unwetter» ganz überschwemmt. Im Innern der Insel ist der Verkehr nur mit Kähnen möglich. Da« Elend ist unbeschreiblich.

2) Martha Bökolh auß Herßfeld, 30 Dienstjahre bei Frau Actuar Rudolphy in Schlitz. 3) Elisabethe Die­gel auß Ehringshausen, 25 Dienstjahre bei Herrn Pfarrer Henriette Eck-

. ri- * Mkl ff"1"1 s-lt® u den

jitt ö3B an tSgS

®li. w1"1 e Bw». w9 Ä » »UM W* dtib li»"n-!

ßri-dev), SS®; üriffif vergifte ,0» Lode.

' BilepeS- , ffitigl plötzl^ 4 eröffneten neuen 1 ftrit »eiten «innmb ift UM

Sliltroodi b

Kachll-ittc |eQ «s bra hi-stk

Flur 1 wt.

Maili» SfiwiliL mttftbki (gieren, den 12 Sroib. Crt ___n Montag ' TicnstagI Nachmit wirb auf ,2on Partie feiner waareu, als. 1 Kochgeschirre, Lucheoformea firner rc., lot vauge Lte lampen, Lai kränze, Lchi Aquarium o verfieiflcrt.

ff. Hoffmaur Holzv 150 fm prg ^aicholi lind abzi 1,1 Karst unter tojpeb. ö. Bl Kftgciväf _____blütbewki "tbSeischigin "b ® luMdmltt.

«ablUo bettln, fttofe i'.

< (

JJJ8-*; ttanj ^8«, St io.

'/* ^chtwkibq ga*«« finden

'* Wompt a L ^uling, ubj c,

; ^ttUn9n,