Die Baterland«vertheidiger gehören sämmtlich der sächsischen Armee, zum Theil al« Uuterosfiziere an. Die« seltene Bor- kommniß veranlaßte die Brüder, jeden in der Uniform seine« Regiment«, die betagte Mutter in ihrer wendischen Bauerntracht in der Mitte, sich photographiren zu lassen. Die Mutter hat darauf ein Exemplar der gelungenen Gruppenaufnahme dem König Albert van Sachsen gewidmet. Der König nahm da« Bild nicht nur an, sondern erfreute auch die Wiitwe durch ein Bild von sich selbst in prachtvollem Rahmen. E« trägt die eigenhändige Namen«vnterschrift de« König«.
* Der turnende Pfarrer. Der jüngst im 97. Lebens- jahre verstorbene älteste Bürger der Stadt Zürich, Altdekan Diethelm Hirzel, war einer der Ersten, die in Zürich da« Turnen pflegten. Der junge Theologe hatte deshalb viel Spott zu erdulden. Einmal, al« er auf dem Turnplatz auf dem Kopfe stand, gingen eben zwei Landsleute vorüber. Entsetzt wandte sich der Eine zu dem Andern, mit den Fingern aus den jungen Hirzel weisend und sprechend: „Der, der da auf dem Kopf steht, hat am Sonntag bei und gepredigt!"
• Auch Freude kann tobten. Studiosus Faß: „Spund, sei doch so gut und gehe zu meinem Schneider!" Studiosus Spund: „Was soll ich denn dort?" Studiosus Faß: „Ihm
schonend mittheilen, daß ich ihm morgen 5 Mark bezahlen werde . . . weißt Du, der Mann neigt ein wenig zum Schlagfluß!"
titeroiur unb Kanft
— Die fttitil, Wochenschau des öffentlichen Leben«. HerauS- gepeben von Karl Schnetdt. 3. Jahrgang. Preis vierteljährlich 5 Mk. Einzelne Nummern 50 Pfg. Probenummern durch jede Buchhandlung zu beziehen. Kritik-Verlag, Berlin NW., Louisen« strotze 36. Nr. 75 vom 7. März 1896 enthält: Vom Recht der Mehrheit. Preußen in Süddeutschland, von Eduard Engels. Die christliche Kirche und die politischen Parteien, von Pastor Eduard Schall. Schule und Leben, von M Bernhardt. Die Elektrotechnik, die Reiterin deS Handwerks, von HanS Schreiber. Drei Wtlden- bruchiaden, von Dr. Rich. Wiede. Pharisäer, von Dr. Berth. Drochowntk. Büchersaal.
— Die Bedeutung der Electricität für den Weltverkehr finbet in der soeben erschienenen Nr. 11 der »Moder««« Kunst* (Verlag von Rich. Bong, Berlin A Heft 60 Pfennige) eine künstlerische Illustration durch die von der amerikanischen Bildhauerin MrS. Cadwallader - Guild modelltrte Bildsäule jde« Elcctron. Die anmulhige Künstlerin ist in ihrem Atelier dargestellt, ihr Meisterwerk modelltrend. — Unter den farbigen Illustrationen nimmt den ersten Rang ein M. Wunschs reizendes Gmrebtldchen „Ein wichtiges Gehetmniß." auf dem sich zwei prächtige Dorsjungen mit ernster Miene eine Mittheilung machen, die sicher mit einem
fri'ch endecklm Vogelnest zuiammenhängt. Dem Jäger wird ein vom >Zreih<rrn von Dtncklage geschiebener, von Ernst Clio farbis illustrirter Artikel über die „Schleppjagd* eine ächt watdmännische Freude bereitet. Ja derselben Nummer plaudert der bekannte Kunst- schriftsteller Georg Buß in sachverständiger und doch vopulärer Fon» über die phantastischen Bauten der Araber in Spanien. Unter den Kunstbeüaqen ist besonder- da- berühmte sociale Stttmblld M. Munckac-y „Bor dem Etrtke" hervor,uheben, dem sich in wohl- thuendem Gegensatz eine anmulhige Scene au« einer spanischen Stterkämpferkneipe „Tie H.lldtgung de« Espada* von E. Alvarez zur Seite stellt.
— Seit Menschengedenken wuchert unter den steinen bd garstigen Urals eine Pflanze Happolygum, welche von Niemand«« brachtet wurde, bis ein Etostedler, der sich mit Heilkunde befahl,, damit Versuche anstellte und die Entdeckung machte, daß der Absud dieser Pstanze bei vielen Krankheiten, besonder- LAugenleiden, 8<t schletmuna der Athmung-vrgane, chronischem Eatarrh der Lunge» und Luftröhren, Husten, Heiserkeit:c ein in seiner Wirksamkeit estlzix dastehendes Mittel ist. Tausende Atteste und Danksagungen bestätig«, d'es. Man schreibe an da« General Devot Emil Gördel m (Solberg, welche« fünf Packete für 4 Mk. franco verschickt, wenian wird nicht abgegeben. 1730
Kunst-Ausstellung, S» MS nähme de« Sam«tag«, von 11 bi« 1 Uhr, am Mittwoch ei* noch von 3 bi« 5 Uhr. Cen«i«H währe«» M Bintm vnunterdroche« »oa 11 H« 8 Uhr. — Eintrittspreis f«, SftchtmttgUeder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20
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Holzversteigerung
In den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lda. werden versteigert: 1 Freitag, 13. März l. Js., Vormittags 9 Uhr, anfangend in den Districten Kalkberg und Rödern
50 Eichenstämme mit 48,35 Fm 4 Buchenstämme mit 4,12 „ 7 Nadelstämme mit 4,58 „
50 Nadelderbstangen mit 3,50 „ 215 Nadelreisstangen mit 5,89 „ 171 Km Buchen Scheitholz
33 „ EicheN'Knüppel 2 „ Nadel-Knüppel
2025 Wellen Eichen-Reisholz
1200 „ Nadel'Neisholz
123 Km Buchen-Stock
35 „ Eichen-Stock.
Zusammenkunft an der Pflasterwiese. 2. Dienstag, 17. März l. Js., Vormittags 9 Uhr, anfangend in den Districten Kinnwald, Homberg rc.
6 Eichenstämme mit 2,25 Fm 7 Nadelstämme mit 2,38 „
130 Nadelderbstangen mit 8,16 Fm 464 Nadelreisstangen mit 9,06 „
6 Km Buchen-Scheitholz
2 „ Eichen-Scheitholz
49 „ Buchen-Knüppel
6 „ Eichen-Knüppel
4 „ Nadel-Knüppel
3 „ Erlen-Knüppel 25950 Wellen Buchen-Stammreis
10 „ Eichen-Reisholz
1500 „ Nadel-Reisholz
1050 „ Weichholz
8 Km Buchen-Stock
2 „ Eichen-Stock Zusammenkunft vor dem Kinnwald.
Allendorf a. d. Lda., 7. März 1896. Großh. Bürgermeisterei Allendorf an der Lumda.
2320 Rein.
Oaflöoerparfjtung
Freitag den 20 März, Nachmittags 2‘/a Uhr, soll auf dem Bureau des Unterzeichneten die der Gemeinde Ober - Widdersheim zustehende Feld- und Wald« jagd auf 6 Jahre öffentlich verpachtet werden.
Ober WidderSheim, 10. März 1896.
"Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Widdersheim.
2394 Wei«.
Merkimpchtiuig.
Dienstag den 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, werden in derTemmler'scheu Wirthschaft am Bahnhof (Ehringshausen die Domauialfischereien hiesiger Oberförsterei, und zwar: die Qhm in der Gemarkung Nieder- Ofleiden, Liyelbach, Haberts- häuserbach und HainertS Häuserbach auf weitere 12 Jahre verpachtet.
Bewerber, deren Qualisication nicht notorisch vorliegt, wollen sich bis zu diesem Termin bei dem Unterzeichneten genügend ausmeisen.
Maulbach, 10. März 1896.
Großh. Oberförfterei Maulbach. 2395 Ruth«.
Reinigung der Oefen in der Veterinäranstalt.
Die Reinigung und das Putzen der Oefen in der Veterinäranstalt in der Zeit vom 1. April 1896 bis Ende März 1897 soll an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Wir ersuchen um Angebote bis zum 30. März diese» Jahres.
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