Ausgabe 
11.10.1896 Erstes Blatt
 
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Schwurgericht.

W. Gieße», den 8. Oktober 1896. ^«frtznng der Verhandlung gegen Witt und Genossen wegen Landfrieden-bruch.

Die weiter vernommenen Zeugen Ehrhardt', Schade tri Zknieriem bekunden belastend gegen alle Angeklagte.

W. Gießen, den 9. October 1896.

Ja der heutigen Verhandlung werden al» Zeugen ver- nennen Karl Ludw. Pitz von Griedel und Sergeant Ifeiniab Stein vom 24. Dragoner-Regiment. Aus den IDilfafltn dieser Zeugen ergibt sich nichts von Belang- auf I litt NuSsagen weiterer Zeugen wird verzichtet. Nach Ver- llchng des UrtheilS deS Schöffengerichts Butzbach gegen SWHe'm Schade, woraus hervorgeht, daß derselbe wegen «8atb<schädtgung und Widerstand gegen die Staatsgewalt, Hängen am 12. Juli d. I. zu Ostheim, mit einem Monat iWngniß bestraft ist, nahm der Vertreter der Staatsbehörde z>« Fragestellung das Wort, um zu beantragen, daß als erste ; Stage zu formultren fei die wegen Aufruhrs aus §115 des !R«6tr.*@. Hiergegen wendeten sich die Vertheidiger I l>. I u h r, R o s e n b e r g II. und H i r s ch h o r n. Die beiden SSlstm beantragten Vertagung »der Verhandlung, damit es imlglii) sei, neue Entlastungszeugen zu laden. Der Gerichtshof ntjilo'fc eine Pause eintreten zu lasten, damit die Vertheidiger mit ihren Elienten über den veränderten Gesichtspunkt dm Anklage berathen können. Nach Wiedereintritt in die : Verhandlung erklärte Rechtsanwalt Metz, daß die Vertheidiger ffli in einer Zwangslage befinden, denn, wenn fie die beantragte IBnto|ttn| aufrecht erhalten, würden fie rtSkiren, daß die 'lligtklagten weitere 3 Monate in Haft behalten würden, iiwohll nach Anficht der Bertheidtgung hierzu keine Ber- »lckssvng vorliege- um dies zu verhindern, halten er und YW Kollegen gegen die Stellung der Frage wegen Aufruhr -ich» zn erinnern. DaS Gericht zog fich hierauf zur Frage- ssiellunD zurück.

Die an die Geschworenen gerichteten Schuldfragen lauten, stfÄjeien der Angeklagten einzeln formultrt:

L. Frage: Wegen Aufruhr. Hilfsfrage: Sind mildernde lliftüibe vorhanden? Im Fall der Verneinung der jtzlügi: 1:

2. Frage: Wegen Landfriedensbruchs. Hilfsfrage: Sind utallbtrnbe Umstände vorhanden? Im Fall der Verneinung 81« Fi agen 1 und 2:

3. Frage: a. Wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt. SMmstrage: Sind mildernde Umstände vorhanden? d. Wegen LSiloi'ßeaeubefreiung. Im Fall der Bejahung der Frage 3 $i anb b: c. Liegt eine einheitliche Handlung vor?

Nach Beendigung der Mittagspause nimmt der Vertreter dl« Z'taatSbehörde, Herr GertchtSasteffor Dr. Friedrich, dl« A-ort zur Begründung der Anklage. Er ist der Meinung, d lach fi» die That der Angeklagten als Aufruhr qualtficirt, tiued; n olle er von vornherein gestehen, daß die Staatsbehörde cinf Zubilligung mildernder Umstände plaidiren werde. Nach d Im Beweismomenten ist es zweifellos, daß die Angeklagten t «rBenmten angegriffen und geschlagen haben. Am wenigsten f-.itfr zwar die Angeklagten Stein und Habe belastet, aber r et haben die Zeugen erklärt, auch diese seien bei dem thät- l ijtn Ingriff dabei gewesen. Die Angeklagten hatten die SIM den Gefangenen zu befreien, fie scheuten vor dem rirchln Angriff gegen die bewaffaete Machte die nur ihre Hi-M thun wollte, nicht zurück, fie scheuten nicht den Angriff, ttüblti Gendarmen ihre Waffen zur Abwehr schon benutzt b-weu und erst nachdem die Beamten ihre Revolver schuß, bi teilt hielten, da ließen die Angeklagten von diesen ab. Mit e wm «ergehen gegen die Staatsgewalt habe die ganze Sache wWiamgen, so schloß der Redner, mit einem Verbrechen habe silegcendet, die Angeklagten sind des Aufruhrs schuldig.

Der Vertheidiger des Angeklagten Witt, Herr Rechts- Qinwli Dr. Fuhr, führte u. A. aus, daß wenn Mehrere e^ni Tlhat begehen, noch lauge keine Zusammenrottung von WM en vorhanden sei. Im gewöhnlichen Leben find fünf PiÄman noch lange keine Menge. ES gehe doch nicht an, d'iiiZu'schauer der Scene als Zusammenrottung von Menschen jy bezeichnen, denn diesen Menschen fehlte die gemeinsame Wil, verbrecherisch thätig fein zu wollen. ES fehle an di tu Nachweis, daß die Angeklagten und deren Collegen et in: ein Complott geschmiedet hatten- nur der Zufall h!»ck diie fünf Angeklagten zusammengesührt und eS liege mm nichts vor, al» ein Widerstand gegen die Staatsgewalt. Rbiiuad nimmer könnten die beiden ersten Fragen bejaht ttiitültn und daher bitte er, die wegen seines Clienten Witt o-nilie Geschworenen gerichteten beiden ersten Fragen auch jMP unreinen. Wenn sein Client schuldig, so bitte er, auch williirnbc Umstände zu bewilligen. Herr Rechtsanwalt Win berg II. erklärt, 'daß, wenn man fich frage, warum d'llisi Sache nicht vor das Schöffengericht Butzbach zur Ver- qÄmg gekommen fei, sondern zwei Tage das Schwur- geeist beschäftigen müfie, so finde man darauf nur die rt-iLxe Antwort, wenn man unter den Zeugen Umschau halte Uffirl bai müsse er doch sagen, unter diesen find solche, die sich fr'iitoltllig dazu verstanden haben, gegen die Angeklagten aus- jviihjtoi, um den Verdacht, der auch auf fie ruhte, von fich aU.jwLlzen. Sein Client hat fich erst dem Transport des Olijiugentn angeschloffen am Festplatz- er ist mitgegangen bitiJ jinr Wetnstraße, wo eS unwillkürlich eine Stauung ge- Hier entwickelte fich eine Situation, die doch nicht giiiütiflar fei tftib es sei doch nicht zu verkennen, daß nicht FMir hier der Drängende sondera der Gedrängte gewesen isti.iiiri gleich darauf gegriffen und an den Verhafteten Schade amP'hiloffen wurde. Der Vertheidiger bittet die Geschworenen, billeoa fie wegen des Ferd. Joh. Fischer gerichteten Fragen sSlwulllch zu verneinen. Herr Rechtsanwalt Htrschhorn ertfHu daß er den Ausführungen seines jCollegen Fuhr und bilai leiimnenbtn Ausführungen feines Collegen Metz gegen- ülmfiiih darauf beschränken könne, zu erklären, sein Client, Useiibeilch Fischer, sei unschuldig de» Aufruhrs, des Land­

frieden-brucheS, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der Gefangenenbefreiung-ßer müffe daher frei auSgehen. Herr Rechtsanwalt Metz weist darauf hin, daß sich die Gen­darmen nicht in berechtigter Ausübung ihre» Dienstes be- fanden, als fie den Schade als Arrestanten nach Butzbach schaffen wollten. Al» ihn die Beamten dem Bürgermeister des Orte» vorführten, da erkannte jener den Manu, den er einer anderen Sache wegen schon zur Anzeige gebracht hatte, da hätte man den Schade einfach wieder laufen laffen sollen und die Sache wäre erledigt gewesen. Nicht mit kalter Ueberlegung, wie der Staatsanwalt behauptet, hätten die Beamten gehandelt, die am 12. Juli den Schade geschloffen am Festplatz vorbei nach Butzbach schafften. Als besonnene überlegte Männer hätten dieselben da» Rencontre vorauö- sehen müffen und mit dem Gefangenentransport um das Dorf herum einen anderen Weg eiufchlagen sollen. Betreffs des Thatsächlichen beziehe er fich auf das, was seine Collegen gesagt. Aber so viel stehe doch fest, daß Beweise für die Schuld seines Clienten, Stein, nicht erbracht seien, weshalb er um deffen gänzliche Freisprechung bitte. Auch Herr Rechtsanwalt Kraft plaidirt um die Freisprechung des Habe, der als harmloser Zuschauer bei der ganzen Affaire dabei gewesen, von dem aber selbst die Beamten nicht be­hauptet hätten, er habe einen von diesen auch nur angerührt.

Nachdem nochmals Staatsanwalt wie Vertheidiger das Wort ergriffen, zogen fich die Geschworenen zur Berathuug zurück.

Nach fünfoiertelfiündiger Berathuug verkündete der Obmann, Herr Georg Steinhäuser von Friedberg, den Spruch der Geschworenen. Er lautete für sämmtltche fünf Angeklagte auf nichtschuldig weder deS Aufruhrs noch des Landfriedensbruchs, dagegen auf schuldig des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der Gesangenenbefreiung, begangen als eine einheitliche Handlung. Die Frage nach mildernden Umständen wurde für Witt und für Ferd. Joh. Fischer verneint, für die drei anderen Angeklagten bejaht.

Der StaatSanwalt beantragte darauf gegen Witt 1 Jahr, gegen Ferd. Joh. Fischer 8 Monat, gegen Friedr. Fischer 2 Monat, gegen Stein 3 Monat und gegen Hade 5 Monat Gefänguiß.

Die Vertheidiger traten für mildere Bestrafung und besonders für Anrechnung der Untersuchungshaft ein. Der Gerichtshof verurtheilte den Witt zu 9 Monaten, Ferd. Joh. F'scher zu 6 Monaten Gefängniß. Beiden werden 2 Monat der verbüßten Haft angerechnet. Die drei anderen Angeklagten wurden zu je 2 Monat Gefäogniß verurtheilt unter An­rechnung von einem Monat Untersuchungshaft für jeden An­geklagten und au» der Haft vorläufig eutlaffeu.

Dermifd?tes*

Marburg, 9. October. 30jähriger Erinnerungs- ta g. DaS Datum des gestrigen Tages, deS 8. October, ist für die kurheffische Geschichte sehr bedeutungsvoll. Am 8. October 1866 war es, alS Preußen von Kurheffen feier- lich Besitz nahm.

* Herrn Director v. Forell von der Pottlanb-Cement- Fabrik Karlstadt a. M., vormals Ludwig Roth, ist von der Kgl. serbischen Regierung daS Offizier-Kreuz des Takova-Ordens verliehen worden. Die genannte Fabrik lieftrt seit drei Jahren den gesammten Cemeutbedarf für fortficatortsche Bauten in Serbien und der Ausfall der Lieferungen hat das serbische Kriegsministerium veranlaßt, den genannten Herrn, welcher die bezüglichen Lieferungs- Verhandlungen persönlich geleitet hat, in gedachter Weise auszuzeichnen.

Die gerichtliche Eidesformel in Placatforw ist eine neue Erscheinung, die seit einiger Zeit im CrtmtnalgerichtS- gebäude zu Moabit zu beobachten ist. Während der Sitz' ungen der 146. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts erscheint seit einiger Zeit regelmäßig am Kopfe der TerminS- tafel ein auf Pappe geklebtes Placat, welches nichts weiter enthält, als die mit großen Buchstaben gedruckten Worte deS gerichtlichen Eides:Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, daß ich nach bestem Wissen die reine Wahr­heit sagen, nicht- verschweigen und nichts hinzusetzen werde. So wahr mir Gott helfe." Wenn nun auch mit diesem Placat wahrscheinlich eine erziehliche Wirkung beabsichtigt ist und bezweckt wird, die als Zeugen vorgeladenen Personen schon vor Eintritt in den GerichtSsaal mit dem Inhalt deS Eides bekannt zu machen, so macht es doch einen höchst be­fremdlichen Eindruck. Dasselbe Placat prangt im Gerichts- saale auf dem Zeugentische, und wenn ein Zeuge hier den Eid leisten soll, so geschieht es nicht, wie sonst in allen Sitzungszimmern des großen Gebäudes, durch Nachsprechen der Worte deS Vorsitzenden- der Amtsrichter hat vielmehr die Form gewählt, den Zeugen zu sagen:Erheben Sie die rechte Hand und lesen Sie laut ab, was dort gedruckt steht." In der betreffenden Abtheilung werden Polizeiübertretungen verhandelt, und in den durchschnittlich täglich anstehenden 25 bis 30 Terminen wird etwa 50 Mal geschworen. Da mag der Zeitersparniß wegen die neue Form der Eidesleistung vor Gericht vielleicht ganz practisch sein, zumal ihr der § 63 der Strasprozeßordnung nicht entgegensteht- eine andere Frage aber ist, ob der jetzt so vielfach in die öffentliche Debatte gezogene Eid vor Gericht hierdurch an Ansehen gewinnt.

Norddeutschrr Aoyd, in Gießm d er treten durch die Agenten Earl Loo» und I. M. Schulhof.

Bremen, 8. October. lPer ttansallantischen Telegraph.j Der Schnelldampfer Trave, Tapitän C. Thalenhorst, vom Nordd. Lloyd tn Bremen, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. , _

Bremen, 8.October. fPer ttansatlantischenTelegraph.j Der Postdampfer H. H. Meier, Capitän H. Mmtz. vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angenommen.

Bremen, 9. October. sPer tranSatlantifchen Telegraph.] Der Dampfer Halle, Capilän E. Nätz, vom Norddeutschen Aoyd

in Bremen, ist heute 9 ?hr Morgens wohlbehalten in Galveston angekommen.

Der Postdampfer .Switzerland" der .Red Star Line" tn Ant­werpen ist laut Telegramm am 8. October wohlbehaUen ta Philadelphia angekommen.

StzLszrrg aus

der Stadt Siehe».

OntoeBott.

October: 3. Johannes Peter Krauskopf, Bürstenmacher dahier, mit Maria Peter Hierselbst. 6. Heinrich Steuernagel, Sergeant dahier, mit Marie Gebauer hierselbst. 8 Emil Adolph ©Heber, Bieh- transporteur dahier, mit Katharine Elifabethe Frifchholz hierselbst. 8. Wilhelm Hoffmann, Schneider zu Gießen, mit Elifabethe Prophet hierselbst. 8. Ferdinand Theodor Rudolph Wilhelm Freiherr v. Kittlitz. Premier-Lieutenant zu Bernburg, mit Elisabeth Hedwig v. Madai hierselbst. 9. Julius Bär, Kaufmann dahier, mit Olga Walther zu Themarj

Gtzssidlisßrnaaan.

October: 3. Johannes Feußner, Schriftsetzer dahier, mit Emma Gertrude Elifc Christiane Heil hierselbst. 3. August Konrad Christian Lind, Schreiner dahier, mit Helene Margarethe Karbach hierselbst. 3. Wilhelm Balthasar Bergen, Schlosser dahier, mit Susanne Luise Katharine Henriette Weller hierselbst. 3. Ernst Fleck, Metzger hier- felbst, mit Maria Anna Zimmermann hierselbst. 3. Adam Zimmer­mann, Sergeant dahier, mit Luise Keiner hierselbst. 6. Hermann Georg Heinrich Erb, GutS-Jnspector zu Bernsfeld, mit Johanna Margarethe Dorothea Maria Spieß hierselbst. 6. Philipp Heinrich Meisenzahl, Trambahn-Conducteur zu Frankfurt a. M., mit Maria Luise Rühl daselbst. 7. Johannes Stock, Bremser bajier, mit Margarethe Wenzel hierselbst. 7. Heinrich Karl Jakob Saum, Omnibus-Kutscher dahier, mit Luise Horst hierselbst. 9. Adolf Bamberger, Kaufmann zu Neustadt a. H, mit Pauline Goldenberg hierselbst. 9. Ludwig Adam Schreher, Forstaffessor dahier, mit Elise Wilhelmine Rübsamen hierselbst.

OabotttMi

September: 23 Dem Professor Dr. Gustav Krüger etae Tochter, Helene Elisabeth Toni. 29. Dem Taglohner Konrad Bal er ein Sohn, Konrad. October: 3. Dem Gerichtsaccesflsten Dr. Nicolau» Reinhart ein Sohn, Nicolaus Andrea» Friedrich Joseph Hetarich. 3. Dem Schlosser Konrad Heisen eine Tochter, Martha Elise. 3. Dem Spengler Christian Arnold ein Sohn. 4. Dem Kellner Heinrich Grün eine Tochter, Emllie Antonie Marie.

SefttfrttiM

October: 4 Marie Kranz, 18 Jahre alt, ledig, von Friedberg. 4. Walter Karl Friedrich Philipp Johann Schäffer, 7 Monate alt, Sohn von Calculator Karl Schäffer dahier. 6. Wilhelm Fi», 2 Monate alt, von Linkenheim. 8. Barbara Opper, geb. Roth, 68 Jahre alt, Wittwe von Taglöhner Friedrich Opper N. aus Trebur.

Au»z«g aus den MrLhenbüchemn

der Stadt Sieben.

Evangelische Semeinde.

Astrante»

Matthäusgemeinde.

Den 3. October. August Konrad Christian Lind, Schreiner zu Gießen, und Helene Margarethe Karbach, Tochter deS verfiordenm Bergmann Joseph Karbach zu Braunfels.

Den 6. October. Philipp Heinrich Meisenzahl, Trambahn- Conducteur zu Frankfurt a. M., und Marie Luise Rühl zu Gießen.

MarkuSgemeinde.

Den 6. October. Hermann Georg Heinrich Erb, Guis Jnfpector zu Bernsdorf, und Johanna Margarethe Dorothea Maria Spietz, Tochter des Rentners Johannes Spieß.

Lukasgemeinde.

Den 4. October. Ernst Fleck, Metzger, und Marie Anna Zimmermann, Tochter des HofpSchters Andreas Zimmermann von Hof Kirchheimerborn.

JohanneSgemeinde. ,, .

Den 7. October. Heinrich Carl Jakob Baum, Omnibus- Kutscher zu Gießen, und Luise Horst, Tochter deS verstorbenen Maurers Johann Nikolaus Horst zu Groß-Eichen.

Militärgemeinde.

Den 3. October. Adam Zimmermann, Sergeant, und Luise Keiner, Tochter deS Bremsers Wilhelm Keiner zu Gießen.

»rtaottt

MatthäuSgemeinde.

Den 3 October. Dem StattonSgehilfen Paul Neumann eine Tochter, Pauline Auguste Else, geboten den 5. Juni.

Den 4. October. Dem Maurer Heinrich Lang eine Tochter, Wilhelmine Katharine Helene, geboren den 14. September.

Denselben. Dem Arbeiter Ludwig Seih eine Tochter, Anna Margarethe, geborm den 12. August.

Denselben. Ein unehelicher Sohn, Wilhelm, geboren den 23. August. ,

MarkuSgemeinde.

Den 4. October. Dem Bäcker Karl Fleischer eine Tochter, Marie Karoline Elisabeth, geboren den 3. September

Denselben. Dem Laternenwärter Jacob Rinderknecht eine Tochter, Anna Katharine Elisabeth, geboren den 3. August.

Denselben Dem Schirmmacher Andreas Kolb ein Sohn, Louis, geboten den 16. September.

Lukasgemeinde.

Den 4. October. Dem Handelsmann Heinrich Badutn ein Sohn, Otto, geboren den 6. September. q. ,

Denselben. Dem Fuhrknecht Johannes Hill eine Tochter, Auguste, geboren den 11. August. , ,

Denselben. Dem Bremser Georg George ein Sohn, Johann Adam Louis, geboren den 21. August.

Johannebgemeinde.

Den 4. October. Dem Metzger Franz Schmidt II. ein Sohn, Georg Wilhelm Alfred Franz, geboren den 4. September.

Airchliche Anzeigen der evang.Gemeind«.

Dienstag den 13. October, Nachmittags 6 Uhr: Versamm­lung her neuconstrmirten Mädchen der LucaSgemeinde im Schwestern­haus. Pfarrer Dingeldey _____

Verkehr, Land, «ud Uolt»u>irtb)d?aft.

10. October. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00-4,10, Wnereter pr St. OA, 2 St. 1315 4, Enteneier t H, 2 St G 4, Gänse­eier pr.St.GO00H, Käse pr. St. 57 Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 16 Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar X 0,50 biS 0,60, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. Stück X 0,50 -0,80, Enten pr. Stück X 1,602.0), Gänse pr. Pfund X 0,450,55, Ochsenfleisch pr. Pfd. 7074 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64-68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 A. Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 i, Kalbfleisch pr- Pfd. bO-54 Hammelfleisch pr. Pfd. 6070 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 bi« 6,00 X, Weißkraut pr. Stück 0--00 A- Zwiebeln pr. Gentner X 4,005,00, Milch pr. Liter 16 A. Zwetschen pr. Centner 8-1O.

Diehmarttdericht. Auf unserem diesjährigen zweitägigen Michaeli-Markt war nicht ein einziges Stück Rindvieh aufgetrieben. Die Zahl der Schweine war sehr gering; im Ganzen warm auf- getrieben 94 Stück, welche durch die große Nachfrage und Kauflust raschen Absatz sanden. Der Markt war infolge dessen sehr schnei geräumt. Nächster Markt Dienstag den 27. und Mittwoch de» 28. d. Mts., am letzten Tage auch Krämermarkt (Zwiebelmartt). DaS Beriefen der Krämerstände findet Morgens 8 Uhr statt.