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Neu! l besitzt vor solchen ^brauch den ver- n. Nach Mafien gung des Wafin» bewirkt.
1806
Dienstag den 11. August
Erstes Blatt.
ft. 187
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
Rebacticm, LxpedNt«» und Druckerei:
AchutstrateNr.,«
Fernsprecher 51.
Die Gießener
►erben dem Anzeiger tzdchmtlich dreimal beigelegt.
Der fHeaet Zazeiger erscheint täglich, M Ausnahme deS Montag».
Biertefjähriger Aöonnementsprel» x 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlobn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg.
Amts» und Anzeigeblatt ffir den Kreis Gieren.
s
Hratisöeitage: chießener Jamitienökätter.
feiern zu lasten.
v. Gagern.
1.
3.
2.
1.
v. Gagern.
Imnahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr.
Geltung Ibet Jettriebe.
Bedingungen, unter welchen die Arbeiten gestattet werden.
Bezeichnung der nach 8 105 d zugelasftnen Arbeiten.
Den Arbeitern ist mindestens an jedem dritten Sonntag die zum Besuch des Gottesdienstes erforderliche Zeit freizugeben
Den Arbeitern sind mindestens Ruhezeiten gemäß 8 105c Absatz 3 der Gewerbeordnung oder für jeden dritten Sonntag eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 30 Stunden zu gewähren.
die Kessel-Explofionen mit jedem Tage zunehmen. DaS Bl^t befürchtet, daß auch in anderer Beziehung die französische Marine nicht auf der Höhe der Zeit steht.
Pari», 8. August. Der „Figaro" bespricht das gestrige Petersburger Telegramm bezüglich der Ankunft des Zaren in Paris und meint, der Text desselben sei jedenfalls nicht richtig verstanden worden. Mit der Bezeichnung Ende September sei wohl der alte Styl gemeint und bedeute in Wirklichkeit den 12. oder 13. October.
Athen, 8. August. In Macedonien wurde eine griechische, au» 22 Mann bestehende Freischaar vollständig vernichtet. „ , r ,
Athen, 8. August. In Jamina in der Türkei brach eine Militär»Revolte aus. Zwei Regimenter verweigerten den Abmarsch nach Macedonien. Zahlreiche Offiziere und Soldaten wurden verhaftet. Der Gouverneur hielt mit Hilfe der treu gebliebenen Garnison die Ordnung aufrecht.
2. Die vorstehenden Bestimmungen treten mit dem Tage der Verkündung in Kraft.
Berlin, den 26. Juni 1896.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers.
von Boetticher.
^schlossen:
In der Tabelle, welche der Bekanntmachung vom 5. Februar 1895 (ReichS-Gesetzbl. S. 12), betreffend Ausnahmen von dem Verbote der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe, beigefügt ist, find in dem Abschnitt G (Nahrung«» und Genußmittel) hinter den Bestimmungen zu Ziffer 6 folgende Bestimmungen einzufügen:
ZUuefie
Wolff, telegraphische, Correspondenz-Bnrea».
Verliu, 9. August. Vergangene Nacht wurde auf der Oberspree in der Nähe deS Restaurants „EterhäuSchen" daS Motorboot „Toni" mit zehn Jufaffen von dem Personen» Kämpfer „NeptunShatn" überrannt. Vier Personen ertranken, die übrigen wurden theilweise von dem Dampfer ausgenommen, theilweise konnten fie sich durch Schwimmen retten. Die Ertrunkenen find die Ehefrau deS Bureau» Vorstehers Frtschgesell, Johanna, geborene Schwenket, auS RummelSburg, der Geschäftsführer OSkar Querbach aus RummelSburg, der Maschinist Paul Janeke, der Eigenthümer des Bootes, Berlin, MarkuSstraße 26, und der Buffetier Paul Tappert aus RummelSburg.
Crouberg i. T., 9. August. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland, sowie der Prinz Nikolaus von Griechenland find zu achttägigem Besuche bei Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich auf Schloß FriedrichShof eingetroffen.
Wilhelmshaven, 9. August. Der commandtrende Admiral, Admiral von Knorr, setzte heute früh bei der Flaggen» Parade seine Flagge an Bord deS „Blücher". Die Flagge wurde von der Rhede aus salutirt. Gleichzeitig übernahm Admiral v. Knorr den Oberbefehl über die jetzt formirte HerbstübungSflotte.
Petersburg, 9.August. Die heutige Bounenftnsterniß konnte hier nicht beobachtet werden, da der Himmel vollständig bedeckt war und Regenwetter herrschte. — Die Telegramme von der zur Beobachtung der Sonnenfinsterniß nach dem Amur entsandten astronomischen Expedition können erst tu einigen Tagen eintreffen, da die Expedition sich 300 Werst von der nächsten Telegraphenftation befindet.
Molkereien mtt AuS- tthnne der betriebe jur Herstellung srstcr Hartkäse.
Betriebe tue Herstellung srltarHart- läsc.
AusUrud.
Pest, 8. August. Während deS Sturmes, der aus ganz Ungarn gemeldet wird, ist auch der nach Pest fahrende Personeuzug auS denSchienen geworfen worden und zwar in der Nähe von Szabadka. Mehrere Paffagiere, die heraussprangen, find verletzt worden. — In Szalobtna wurden 41 Häuser durch Blitzschlag eingräschert. In Solt stürzten der Ktrchthurm und viele Häuser ein.
No», 8. August. Die „Italia" meldet auS Konstantinopel, baß die Pforte entschloffen sei, die Blockade KandiaS auf eigene Faust zu unternehmen, falls die Großmächte sich darüber nicht einigen sollten.
Beuedig, 8. August. HtobSpoften über Wetter- kataftrophen laufen aus den Provinzen Rimini, Bergamo, Reggia, Bologna, Ferrara, BreScta, Emilio und Varese ein. Die gesammte Wein-, Obst- und Hanfernte ist vernichtet.
Pari», 8. August. In dem Trapptstenkloster zu Staueli in Algier stürzte beim Bau eines Brunnens die Capelle eia, wobei acht Arbeiter verschüttet wurden. Nur drei von ihnen find bisher als Leichen zu Tage gesördert.
Paris, 8. August. Die „AutoritL" bedauert in einem Artikel den kläglichen Zustand der französischen Marine und sagt, daß auf den franzöfischeu Kriegsschiffen
Deutsche» Reich.
Darmstadt, 8. August. Der „Darmstädter Ztg." zufolge wird daS russische Kaiserpaar Anfang October, der Großfürst und die Großfürstin Sergius bereits Ende September zum Besuch am Großherzoglichen Hofe eintreffen.
Berlin, 8. August. Wie aus Petersburg gemeldet ’ wird, hat der Zar Kaiser Wilhelm mitgetheilt, daß er mit tur Zarin au den schlesischen Manövern theilnehmen wird.
München, 8. August. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" schreiben in ihrem heutigen Abendblatt: Diejenigen Persönlichkeiten, welche die Ehre hatten, mit dem Reichs- kanzler Fürsten Hohenlohe während seines kurzen Aufenthaltes in München zusammen zu sein, waren hocherfreut über die außerordentliche Frische und Arbettsfreudigkeit deS hohen Herrn, obwohl sein diesjähriger Aufenthalt auf seinem Sommerfitze in Auffee nichts weniger als eine Erholung von den Geschäften war. Die außerordentlich verwickelte politische Lage hat dem Reichskanzler in seiner Sommerfrische vielmehr eine große Arbeitslast aufgebürdet, sodaß er, nach seinem eigenen Ausdruck, kaum Zeit zu einem kleinen Spaziergang fand. Die orientalischen Angelegenheiten sind auch die einzige Veranlaffung zu der Reise nach Wilhelmshöhe, wo der Kanzler seinem Kaiserlichen Herrn persönlich Vortrag über die Lage erstatten wird. Mit Rücksicht auf diese Thatsachen ist die Version der „Leipziger Neuesten Nachrichten" über die Ver- anlaffung zur Reise des Kanzlers vollkommen unzutreffend, j Wie wir aus bester und vollständig einwandsfreier Quelle zu erklären ermächtigt find, denkt Fürst Hohenlohe gerade unter diesen Umständen nicht an einen Rücktritt. JeneS patriotische Gefühl, daS den Fürsten seiner Zeit dazu bewogen, trotz seines hohen Alters die Bürde der Reichsregierung zu übernehmen, wirkt in ihm auch heute noch fort und hat in ihm den Entschluß gereist, dem Reich und dem Kaiser seine Dienste zu weihen, so lange es ihm seine Kräfte I gestatten.
Alle Ännoncen-Burcau?: de» In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Dapsschim beS #wre«e .HereLb'.
Berlin, 9. August. Zu Ehren des russischen Kaisers soll dem „Berl. Tagebl." zufolge auf Befchl Kaiser Wilhelms daS Kaiser Alexander-Garde-Greuadier Regi» ment sich zum feierlichen Empfang seines hohen Chefs nach Breslau begeben.
Kaffel, 9. August. Der Kaiser holte in Civilkleidung persönlich den Reichskanzler am Bahnhofe Wilhelmshöhe im offenen Zweispänner ab und geleitete ihn nach dem Schlöffe. Der Monarch unterhielt sich lebhaft mit dem Fürsten Hohen« lohe. Nachmittags 4 Uhr fuhr der Kaiser mit dem Reichskanzler allein in einem Zweispänner nach dem zwei Stunden entfernten Schlöffe Wilhelmsthal, von wo fie um 7 Uhr in lebhaftester Unterhaltung zurückgekehrt find.
Eßen, 9. August. Die Kaiserin und Prinz Heinrich wurden bei ihrer Einfahrt in die Stadt, welche festlich geschmückt war, von der zahlreichen Menge lebhaft begrüßt. Vor dem Rathhaufe überreichte der Oberbürgermeister den Ehrentrunk mit einer Ansprache, in welcher er seinen Dank für den Besuch ausdrückte und gleichzeitig bedauerte, daß der Kaiser durch Erkrankung am Erscheinen verhindert sei. Weiter wies dec Oberbürgermeister auf die Bedeutung deS Krupp'schen Unternehmens hin und hieß die Kaiserin und Prinz Heinrich RameuS der Stadt willkommen. Prinz Heinrich erwtederte, er werde nicht verfehlen, über den herzlichen Empfang dem Kaiser Mittheilung zu machen, der sicher hocherfreut sei über die Gesinnung der Stadt Effen. Er leere den Becher auf das Wohl des Oberbürgermeisters und damit auf daS Wohl der übrigen Bürger der Stadt. Ein junges Mädchen überreichte der Kaiserin einen Blumenstrauß, welchen die hohe Frau dankend entgegennahm. Nach der Feier besuchten die Kaiserin und Prinz Heinrich daS Logir-
Gteßen, den 10. August 1896.
Bett.: Die Herausgabe der 2. Fortsetzung deS Sachregisters zum Großh. Regierungsblatt Jahrgang 1890 bis inclusive 1895.
DaS Großherzogliche KrriSamt Gieße» m die Großh. Bürgermeistereien «ud Kirchen- Vorstände des Kreises.
In der Verlagsbuchhandlung von I. Diemer zu Mainz ist eine Fortsetzung deS Sachregisters zum Großh. Regie- »»gSblatt für die Jahre 1890 bis inclusive 1895 erschienen « b bis zum 1. October l. I. zum herabgesetzten Preise von i Mk. 80 Pfg. daselbst erhältlich. Wir empfehlen Ihnen biet Anschaffung desselben für ihr Bureau und find bereit, bl» zum 15. September bei uuS eingehende Bestellungen zu ttrmritteln.
Bet täglich einmaliger Milchlieferung der Betrieb während fünf Stunden bis 12 Uhr Mittags, bei täglich zweimaliger Milchlieferung der Betrieb während fünf Stunden bis 12 Uhr Mittags und während einer Nach- mittagSstunde.
Der Betrieb während der Zeit vom 1. März bis 31. October.
Gießen, den 10. August 1896.
Betr.: Die Feier deS 2. September.
Die
Großh- Kreis-Schuicommisfiou Gieße» au die Schulvorstände des Kreises.
Wir beauftragen Sie, rubr. Fest wie seither in den Ihnen unterstehenden Schulen feiern zu lasten.
v. Gagern.
Gießen, den 10. August 1896.
Betr.: Feier des Namenstags Seiner Köntgl. Hoheit des Großherzogs.
Die
Großh- Kreis-Schulcommisßou Gieße» au die Schulvorstände des Kreises.
Wir beauftragen Sie, rubr. Fest am 25. d. M. in der seither üblichen Weise in den Ihnen unterstehenden Schulen
Hmtiidyer Theil.
Gießen, den 7. August 1896.
Hetr.: Den Abverdienst uneinbringlicher Feldstrafen vom Jahre 1895/96.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
tu die Groß-. Bürgermeistereien M Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Vollstreckung --er Nbverdienstes aus der ersten bis sechsten Feldrügegerichts- zierio-de 1895/96 im Rückstände find, werden hiermit an die ki ledigurig binnen acht Tagen erinnert.
v. Gagern.
Bekanntmachung,
betr.: Betrieb der Molkereien an Sonn- und Festtagen.
Im Anschluß an unsere Bekanntmachung vom 1. März 1895 (Gießener Anzeiger Nr. 57, 2. Blatt) bringen wir bie ergänzende nachstehende Bekanntmachung des Reichs- kanLers zur öffentlichen Kenntniß.
Gießen, den 7. August 1896.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
(Nr. 2312.) Bekanntmachung, betreffend Ausnahmen von dem Verbote der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe. Vom 26. Juli 1896.
Auf Grund de« § 105 d der Gewerbeordnung hat der vu»deSrath nachstehende Bestimmungen, betreffend Ausnahmen tzgn dem Verbote der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe,


