Ist ein abschlägiger Bescheid seitens der General-Direction der See Handlung! Soeietät etogegavgen.
Berlin. 9. Juli. Wie das „ßL Journ." aus Parts meld«, lebt Dr. Fritz Friedmann augenblicklich wieder mit Anna MertenS vereint.
Frankfurt M.. 9. Juli. Heute Mittag zwischen 12 und 1 Uhr erhängte sich in seinem Atelier im Städel scheu Kunstinstitut der bekannte Maler und Lehrer am Städel'schen Kunstinstitut Professor Eugen Klimsch. Die Gründe zum Selbstmord des hochaugeseheueu Küastlerß find vollständig unbekannt.
Breslau, 9. Juli. Hier traf gestern ein auS eine« Offizier und 37 Mann bestehendes österreichisches Martne-Commando ein, welches den Auftrag hat, das aus der Schichauer Werst In Elbing umgebaute österreichische Kriegsschiff „Meteor" abzuholen und nach dem KrtegShafeu Pola zu bringen.
Alienstein, 9. Juli. Der achtjährige Knabe Richard DimanSki wurde mit aufgeschlttztem Bauche in seinem Bette gefunden. Der Knabe ist dieser gräßlichen Verwundung bereits erlegen. Der die Untersuchung leitende Gerichts- affeffor wurde beim Anblick der Leiche ohnmächtig.
Wie«. 9. Juli. Bei den gestrigen GemeinderathS- wählen in FlortSdorf bet Wien erhielten die Auti- semtren mit je 50 bis 60 Stimmen die Majorität.
Wien. 9.Juli. Der 21jährige Correspondent Hubert Fingerhut, Sohn einer SraatSanwaltS - Wittwe auS München, wurde gestern Nacht hier verhaftet, weil er in Gmunden den Privatier Osterfitzer aus Wien ermordet und beraubt hat.
Ostende. 9. Juli. Gestern Abend entstand zwischen Offi- zieren deS englischen PacketbooteS „Prince of Wales" und zwischen Beamten der Haseopolizei ein heftiger Streit. Die Offiziere wollten mit dem Schiffe ausfahren, obgleich dasselbe von der Behörde angekettet war. Die Offiziere bedrohten die Beamten mit Revolvern, worauf die Offiziere sofort verhaftet wurden. Die Hafenpolizei überwachr daS Schiff, bis die Angelegenheit geregelt ist.
Paris, 9. Juli. Der „Matin" veröffentlicht heute einen längeren Artikel seines nach Malmedy entsandten Bericht- erstattrrS über den deutschen Truppenübungsplatz in Elsenborn. Der Correspondent hebt darin hervor, Belgien habe mit vollem Recht seine Position in Lüttich gegenüber Deutschland verstärkt, da die Neutralität Belgiens durch das Feldlager Elsenborn bedenklich bedroht wäre.
Pari-, 9. Juli. Das ComitL für daS National- Denkmal für Jules Simon hat beschlossen, in allen französischen Zeitungen eine Subseription zur Errichtung dieses Denkmals in Lorient zu veröffentlichen.
Paris. 9. Juli. Allgemein herrscht hier die Ansicht, daß das Princtp der Reutensteuer von der Kammer angenommen werden wird, daß jedoch die einzelnen Bestimmungen, betreffend die Durchführung der Steuer, auf ein späteres Datum verschoben werden sollen.
London. 9. Juli. „Daily Telegraph" meldet aus Präroria, die Unzufriedenheit in Buluwayo sei infolge der rheuren Lebensrnittel allgemein. DaS Blatt verlangt energüche Maßregeln, um die Interessen und die Ehre Englands zu retten.
Athen, 9. Juli. Einer Blättermeldung zufolge sollen die kretensischen Türken über die Nachgiebigkeit deS Sultans sehr erbittert und entschlossen sein, die Inkraftsetzung der Zugeständnisse durch Erregung neuer Unruhen zu verhindern. __
venthen, 10. Juli. In BiSmarckShütte steht in der Abtheilung für Feinwalzwerk ein Glühofen in Flammen. DaS ganze Werk ist gefährdet.
Schwetz, 10. Juli. Bei der gestrigen Stichwahl sind bis jetzt gezählt für Holtz (frc.) 2198, für den Polen 1970 Stimmen.
Lübeck, 10. Juli. Zwischen Winsen und Radbruch find gestern Abend sechs Wagen in Folge Schienen- Erweiterung entgleist. Mehrere Personen wurden getödtet, 15 schwer verwundet.
Wien, 10. Juli. Einer Meldung auS Ausse zufolge stürzte ein Sommergast, der sich in die Kurliste als Kaufmannn I. N. aus Genf eingetragen hatte, vom Loser ab. Er wurde mit zertrümmertem Schädel aufgefunden. Den aufgefundenen Papieren nach ist derselbe 26 Jahre alt und auS Berlin gebürtig.
Brüssel. 10. Juli. Li-Hung-Tschaugs Secretär äußerte gegenüber Vertretern der Presse, die wichtigsten Erfolge der Europareise des BicekönigS werde die Oeffnung nicht bloS aller chinesischen Häfen, sondern auch deS chinesischen Binnenlandes sein. China werde mit den nothwen- bißen völligen Modifikationen der Cultur Europas Eingang verschaffen. — Der Bteekönig unterhandelt hier über einen belgisch-chinesischen Handelsvertrag.
Warschau, 19. Juli. Die Kreisstadt Kobryn, welche letzte- Jahr fast zur Hälfte abbrannte, ist gestern durch eine furchtbare Feuersbrunst fast vollständig eingeäschert worden. 9000 Personen campirev unter freiem Himmel. 18 Menschen werden vermißt. Der Schaden ist enorm.
Darmstadt, 10. Juli. Die Zweite Kammer der Stände wird DieuStag den 21. Juli zusammeutreten.
Hamburg, 10. Juli. Ueber daS Eisenbahnunglück bei Winsen erfährt der „Hamburgische Correspondent": Niemand ist getödtet, sieben Personen find schwer verletzt. Die Gesammtzahl der Verletzten wird auf zwanzig angegeben, welche mittelst Extrazuge» Abends 8 Uhr hier eintrafen.
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Gießen, den 10. Juli.
•• Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog empfingen heute Vormittag iu Jagdschloß Wolf»-
ijttttcn den KreiSrath Haas von Offenbach und den Oberförster Klump von Langen zur Meldung.
*• Steinl Satten. In dem Reigen der Concert-Ber- anstaltungen, welche diesen Sommer durch daS rührige und anerkeunenSwerthe Bestreben des Herrn Stein unS geboten werden, fügte sich daS gestrige Coueert der Capelle des Feldartillerie-Regiments Rr. 25 würdig ein. Unter der tüchtigen Leitung des Herrn MufikdirectorS Stützet wurde ein abwechslungsreich zusammengestelltes Programm absolvirt, deffen Ausführung von schönem Erfolg begleitet war. DaS zahlreich erschienene Publikum folgte ehr befriedigt dem Gebotenen und spendete jeder Nummer reichen Applaus, dem durch mehrere als Einlagen gebrachte Märsche Seitens der Direction gedankt wurde.
♦* Berichtigung. Bei der in gestriger Nummer stehenden Todesanzeige von Frau Magdalene Wahl ist bei den aufgeführten Hinterbliebenen der Name Henriette Kolbe statt HenrietteBoller, geb. Noll, infolge undeutlicher Schreibweise gesetzt worden.
W. Sich, 9. Juli. Seine Durchlaucht der Fürst zu SolmS-Lich hat das Ehrenpräsidium über da! 21. Sängerfest des Lahnthal - Sängerbundes übernommen. An dem Wettstreit im Gesang werden außer den zehn Vereinen des Bundes weitere acht Sänger-Vereinigungen der Umgegend sich betheiligen. Von Gießen gehören bekanntlich der „Bauer'sche Gesangverein" und die „Harmonie" zum Lahnthal-Sängerbund,- beide Vereine werden, wie wir hören, fast vollzählig nach dem Festorte gehen.
x Nidda, 9. Juli. Heute Morgen zeigte unser Fluß wieder eine intensiv rothe Färbung, welche durch mit Anilin-Farbstoffen geschwängerte Abwasser auS nordöstlich von hier gelegenen Fabriken hervorgerufen worden und den Fischen schädlich sein soll. Thatsächlich wurden die Waschfrauen infolge dieser Wafferverunreinigung an der Thätigkeit >es AuSwaschenS an der Nidda für heute gehindert.
x Echzell, 9. Juli. Nach der nun offengelegten Vermög en Sbil anz unserer Spar- und Darlehnskasse, e. G. m. u. H., für daS abgelaufeue Rechnungsjahr 1895 hatte olche einen Gesammtumsatz von 238 072 Mk. 95 Pf. und einen Reingewinn von 800 Mk. 25 Pf. — Die Mitglieder- ,ahl betrug am Jahresschlüsse 236. Diese Thatsachrn bedeuten einen Aufschwung unserer Genossenschaft.
D. Bersrod, 8. Juli. Wenn im Sommer der Städter sich erholen und erheitern will, geht er hinaus in Wälder und Dörfer, dahin, wo er wieder gesellige Menschen trifft. Willkommenen Anlaß bieten ihm die Dorskirchweihen und Dorffestlichkeiten, wenn die Entfernung von der Stadt nicht zu wett ist, daS zeigte letzten Sonntag das Fahneuweihefeft in Flensungen. Ein gleiches Fest feiert nächsten Sonntag und Montag den 12. und 13. d. MtS. der Krieger - Verein BerSrod, Fahnenweihe mit Bezirksfest derHassia verbunden, und haben sich 26 Vereine, darunter auch der Radfahrer-Verein Lollar, angemeldet. Die Vorbereitungen reifen ihrer Vollendung entgegen und hoffen wir, bei günstiger Witterung die freundlichen Besucher in jeder Hinsicht zufrieden zu stellen. Die Entfernung von Station Reiskirchen ist durch schattigen Wald 30 Minuten.
Laubach, 6. Juli. Heute Nachmittag trafen die Feri en- colonisten auS Frankfurt hier ein. Leider ist in diesem Jahre nur eine Schülercolonie hierher gekommen, da der neue Besitzer deS Gasthauses „zum Schützenhofe" nicht in der Lage war, einer derartigen Colonie ferne Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. — Wie alljährlich, so werden in den nächsten Tagen noch eine Reihe von Fremden zur Luft- cur und Erholung hier eiutreffen, da an allen Schulen Frankfurts jetzt die vierwöchentlichen Sommerferien begonnen haben.
§ Aus dem Kreis Lauterbach, 8. Juli. Eine eigen- thümlich oentenbe Frau befindet sich in dem Orte S., dieselbe in Anfangs der 50er Jahre stehend, mit ziemlichem Vermögen, hat sich dieser Tage schon ihren eigenen Grabstein gekauft und ist derselbe auch bereits in daS HauS verbracht worden. Dieses Grabdenkmal soll dem Vernehmen nach die Summe von 400 Mk. kosten, wovon die Frau schon alSbald 200 Mk. bezahlt hat, die andere Hälfte ist dagegen erst bei ihrem Tode zahlbar. ES ist wohl doch fraglich, ob diese sonderbare Frau daS Denkmal nach ihrem Tode gesetzt bekommt!
Schwalheim, 9. Juli. Heute wurde hier auf zwei Aeckern daS erste Korn geschnitten. Auch sonst in der Wetterau ist daS Korn fast überall zum Schnitt reif.
Ober Rosbach, 8. Juli. Gestern Abend spielten zwei Geschwister von 3 und V/2 Jahren auf dem Hofe mit einem kleinen Beil, wobei daS ältere Kind dem jüngeren zwei Finger ab hieb. Der eine Finger konnte wieder angenäht werden, der andere aber ist ganz ab. O. A.
Büdingen, 10. Juli. Ein Bewohner unseres Kreises, der in Monte-Carlo beträchtliche Verluste erlitten, erschoß fich daselbst. Wann endlich wird diese Spielhölle, die so viele Opfer fordert, geschloffen werden?
C Rieder SemLudeu, 9. Juli. Gestern fand dahier im Södler'schen Gasthause die erste diesjährige Bezirks- conferenz der Lehrer des Bezirks Nieder-Gemünden unter dem Vorsitz des Herrn KreiSschulinspector Mathes statt. An derselben nahmen die vollzählig erschienenen Lehrer deS Bezirks Nieder-Gemünden Theil. Der Vorsitzende eröffnete zur festgesetzten Stunde die Conferenz mit kurzer, herzlicher Begrüßung der Erschienenen und übergab dem Referenten, Herrn Lehrer Södler auS Atzenhain, daS Wort zu seinem auf der Tagesordnung stehenden Vortrage: „Selbftthätig- fett im geographischen Unterrichte." Der Referent entwickelte auf Grund mehrerer Hauptthesen in fleißiger Arbeit, wie die Selbstthätigkeit den geographischen Unterricht begleiten müsse und wie dieser durch erstere fruchtbringend fich gestalte. Nachdem der Vorsitzende dem Referenten für seinen Vortrag gedankt, wußte derselbe eine äußerst anregende Debatte • hervorzurufen, in der manche für den geographischen Unter
richt in der Volksschule heilsame Klarheit geschaffen wurde. Nach Mittheilung einiger schuldienstlicher Punkte und Fest- rtzung der Tagesordnung für die nächste Bezirkßconfereu- chloß der Vorsitzende den amtlichen Theil der Conferenz mit )em Wunsche, daß ihre Ergebnisse zum Besten der Volks- chule dienen möchten. Eine gemeinsame Mittagstafel folgte alSbald der amtlichen Konferenz. Herr KreiSschulinspector MatheS brachte ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Seine König!. Hoheft den Großherzog, den hohen Förderer beß- hessischen Schulwesens, aus. Herr Lehrer Strack aus Ruppertenrod toastirte auf den neuen KreiSschulinspector^ wünschend, daß daS schöne, heilsame Einvernehmen, daS früher unter dem Vorgänger de- Herrn MatheS die Lehrer mit ihrer Behörde verknüpfte, auch fernerhin bestehen bleibew möge und wozu alle Hoffnung vorhanden fei. In schönster Weise nahm dann der Conferevztag seinen weiteren Verlauf.
□ AuS dem Bogelsberg, 9. Juli. Die Erdbeeren in den Wäldern find in diesem Jahre schlecht gediehen. Dir lange Trockenheit hinderte ihre Entwickelung. Die Beeren, welche zur Reife gelangt, find meist kleiner und unvollkommen. Den armen Kindern, die bei reichen Erdbeererttägen fich ein paar Pfennig verdienen konnten, entgeht hierdurch dieser Verdienst. Auch in den Haushaltungen vermißt man die Erdbeeren ungern, da der aus ihnen bereitete Gelee sehr beliebt ist. Die Himbeeren zeigen dagegen reichhaltigen Fruchtansatz, so daß hierbei ein besserer Ertrag zu erwarten steht.
x Bom höheren Bogelsberg, 7. Juli. In fast allen Orten unseres höheren GebirgS bestehen Gemeinde- Schafherden. ES werden nämlich sämmtliche Schafe von den Befitzern im Sommer über von dem Schäfer, welcher aus der Gemeindekasse bezahlt wird, gehütet, wobei die Schafe Nachts über in einem Pferch bleiben. Dieser Pserch- dünger wird dann von Seiten der Gemeinden öffentlich versteigert, wodurch den Gemeinden ein schöner Erlös vom Frühjahr bis Herbst sicher ist. Die Nacht Pferch kostet hier gewöhnlich durchschnittlich 2 bis 6 Mk. In dem Orte B. kostet nun seit einigen Tagen die Nacht Pferch nur 30 biß 40 Psg., ja sogar sollen kürzlich die Schafe eine Woche hindurch Abends nach Haus getrieben worden sein, indem Niemand mehr den Pferch haben wollte. Dieses Borkommniß ist in hiesiger Gegend noch nicht da gewesen.
Darmstadt, 9. Juli. Die „Darmstädter Zeitung" bezeichnet die Angaben der „Neuen Hessischen DolkSblätter" über die Umwandlung des hessischen Eisenbahnwesens als durchaus ungenau und betont, daß die Aufhebung der Main Neckar-Bahn Direction zunächst gar nicht in Frage komme. Eine Veröffentlichung des Staatsvertrags zwischen Hessen und Preußen über die künftige Gestaltung des hessischen Eisenbahnwesens stehe unmittelbar bevor.
□ Darmstadt, im Juli. Unsere Stadt wird auch in diesem Jahre einen für ganz Deutschland (soweit eß evangelisch ist) Bedeutung habenden Congreß beherbergen, nachdem sie vor wenigen Jahren die Hauptversammlung bei Gustav Adolf-DereinS und den deutschen KirchengesangvereinS- tag bei sich sah : die G eneralversammlung bei (jetzt über 100000 Mitglieder zählenden) evangelischen Bundes vom 29. September bis einschließlich 1. October. Marr erwartet zu den im städtischen Saalbau stattfindenden Verhandlungen, den Gottesdiensten, sowie zu dem Ausflug noch Worms 3—400 Theilnehmer au6 allen Theilen des Reiches, die zum Theil in Privatquartieren untergebracht werden sollen. Der hiesige rührige Zweigverein des Bundes, an dessen Spitze fein Vorsitzender LandgerichtSrath Küchler, hat mit den Vorbereitungen durch Festlegung des LocalS, vorläufige Programmaufstellung, Bildung verschiedener Ausschüsse zur Erledigung der in Aussicht stehenden Arbeiten u. f. w. unlängst begonnen und gehören diesen Ausschüssen angesehene evangelische Männer verschiedener Berufskreise unserer Stadt an. Gelegentlich der Generalversammlung wird auch, und zwar am 30. September, baß Luther-Festfpiel von dem verstorbenen Dichter und Dramaturgen Or. Eduard Devrient, daS erstmalig 1883 erschien und seitdem viele Auflagen und auch Aufführungen erlebte, mit dem. früheren Hofschauspieler Hugo Edward in der Titelrolle und Frau Hanse-Busche von Berlin als „Käthe" (Luthers Weib), im Uebrtgen von hiesigen Dilettanten gespielt — deren frühere Aufführungen von Herig'S „Luther" und Devrient'S „Gustav Adolf" einen „Stamm" herangezogen haben — in Scene gehen. Im Ganzen soll das Festspiel in zehn Aufführungen in der Zeit vom 25. September bis 10. October vorgeführt werden, darnach Volks-, Schüler-, Militär- rc. Vorstellungen. Einen Garantiefonds von 5000 Mk. für das Unternehmen, dem Prinz Wilhelm sein Protectorat gütigst geliehen hat, hielt man aufzubringen für räthlich. Auch diese Aufführungen werden wie die früheren zur Stärkung deS evangelischen Bewußtsein! unserer Bewohnerschaft erheblich beitragen. Ueber die Generalversammlung, zu der man auch einen Vortrag deS früheren Jesuiten Grafen HoenSbroich über den UltramontaniSmuS in Deutschland erwartet und auf der eine weitere Reihe bedeutender Redner sprechen werden, sowie über daS Festspiel gedenken wir demnächst näher zu berichten.
Bensheim, 8. Juli. In einem hiesigen größeren Manu- sacturwaarengeschäft entstand heute dadurch ein erheblicher Schaden, daß von dem neunjährigen Söhnchen deS Besitzer! in der über den Ladenräumeu belegenen Badeftnbe der Wasserleitunglhahn geöffnet wurde und daS Kintz sich ahnungslos entfernte. Zum größten Schrecken de! Ladenpersonals drangen plötzlich die Wassermassen durch die Decke und ergossen fich blrect über ein Regal mit Kleiderstoffen. Durch schnelles Eingreifen des gesammten Personal» konnte durch Abräumen bei Gestelle! ein sehr großer Schaden abgewendet werden. N.H.B.
Birkenau, 7. Juli. Wie weit die Zutraulichkeit der Singvögel mitunter geht, beweist der Fall, daß ein Rothschwänzchenpaar in einem an der Bahn gelegenen Schulsaale auf dem Ofen genistet und fünf Jungen außgebrütet
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