Ausgabe 
10.9.1896 Erstes Blatt
 
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nicht einen Apfel mehr an dem Bäumchen fand! Laffrt d Euch alle eine Warnung sein. Wer zur Obstversteigerung geht, muh mit Letter und Korb kommen, sonst geht er fehl. Der Dieb ist noch nicht ermittelt.

Alzey, 6. September. Gestern fand in unserer Um­gegend das Scharfschießen der Artillerie statt. Der Geschützstand war ans der Anhöhe zwischen Sffelborn und Flomborn und das Ziel, resp. die Scheiben, an der Chaussee zwischen Flomborn und Ilbesheim, eine Entfernung von 2050 Meter. Die in Kettenheim einquartierte 3. Batterie soll, wie man hört, die besten Resultate erreicht haben und zwar 75 pCt. Bekanntlich erhält diejenige Batterie der Division den KatserpretS, welche die besten Schirhresultate erzielt, womit auch da- Tragen eines Abzeichens verbunden ist, das jeder Mann der Batterie auf dem Arme trägt. Im vergangenen Jahre hatte die 4. Batterie diese Auszeichnung.

Mitelpunkt zu sichern. Auf der Tagesordnung des TageS, mchem die 4. Generalversammlung des oben genannten Srdandes am SamStag, 19. September, vorauSgeht, stehen jolgenbe «orträg«: D .DI- Mate Bedeutung der gort. Htauglfcfolle und deren allgemeinste Berbreilung In Stabt nut Land". Referenten: Herr von Schenkendorff in Görlitz, Wtolted des preußischen Abgeordnetenhauses, und Herr Stuiralh P-lack in ffiorbi«. 2)L-Vsticher und Lehrstoffe". Si-serent' Herr Schuldirector Scharf in Leipzig. 3)Die werbliche Ausbildung der Mädchen in der FortbildungS- Referent: Herr Schuldirector Dr. Jahn in Leipzig. - Mit der Versammlung ist eine Ausstellung Leipziger Fortbildungsschulen für Knaben und Mädchen im Gebäude d-r drei Bürgerschulen verbunden. Am Montag, 21. Sep­tember, findet Besuch der Leipziger Fortbildungsschulen durch

bit Gäste statt.

Verband deutscher Gewerbegerichte. In Verbindung nit der Versammlung des deutschen Vereins für Armenpstege I uni Wohlthätigkeit wird am 23. September eine Der- sommlung des Verbands deutscher Gewerbegerichte in Straß, bürg abgehalten. Zur Besprechung kommt unter anderem In Entwurf der Abänderung der Gewerbe-Ordnung.

** Spinngewebe bei Wunden. Auf dem Lande findet (in altes Hausmittel, durch Auflegen von Spinngewebe auf Maden die Blutungen zu stillen, noch häufig Anwendung, «or dem Gebrauch dieses Mittels muh ernstlich gewarnt »nden, weil das mit Staub beschmutzte Spinngewebe die Kunde verunreinigt und recht schlimme Zufälle, ja Blut- I Vergiftung herbeisühren kann.

Briefmarkensammler dürste es interessiren, zu Horen, Nie die Organisation der Philatelisten immer größere Fortschritte macht. Während vor etwa 20 Jahren auf dem europäischen Continent noch kein Verein existtrte, dessen Zweck der Zusammenschluß von Brtefmarkenfreunden und der gegen« setlige Austausch der Markendoubletten war, gibt eS heute Hunderte von Briefmarkensammlerveretnen, die über den ganzen Erdball zerstreut find. Besonders die Bewohner der deutsch sprechenden Länder und ihrer Stammverwandten huldigen in au-giebigem Mähe dieser Liebhaberei. ES gibt kaum da eine Stadt, die nicht einen Philatelistenclub aus- »cift Seit 1889 werden jährlich Brtefmarkensammler-Con- grisse abgehalten, die eine immer steigende Frequenz auf- wrkn: in Mainz, Frankfurt a. M., Dresden, Prag, Berlin, »irl, Mannheim und Köln fanden die bisherigen deutschen sphilatelistentage statt- sür 1897 ist Hamburg gewählt. Auf dm letzten Kölner Philatelistentag vom 20. bis 23. Juni 1896 schloffen sich 73 Vereine mit 7120 Mitgliedern zu dem Lunde deutscher und österreichischer Phtletaltsten-Vereine zu­sammen. Den Gesammtvorstaad des Bundes bilden die Herren Hauptmann Wagner Heidelberg, RechnungSrath Steinbach «Karlsruhe, Fabrikant Weegmann-Bielefeld, Kaufmann Motz« Mannheim und Schriftsteller Gr et ml« Wen. Bekanntlich wird nirgends so viel gefälscht wie auf hm Gebiete der Briesmarkenkunde. Um diesem Uebel mög­lichst zu begegnen, ist die Organisation noch weiter ge« ga iren. ES haben sich 225 Briefmarken«Sammlerveretne aller Länder mit 15,000 Mitgliedern vereinigt, um gemein­sam daS -vertrauliche Correspondenz-Blatt philateltftischer Lrretne" herauszugeben. Die betheiligten Vereine find ver­pflichtet, dem verlegenden Verein (1896 Mannheim Ingenieur Kraft Poenicke, 1897 Pforzheim Fabrikant Ktehnle) genaue Aucaben zu machen über: Name, Gründungsdatum, Vereins- abreffe, Zeit und Ott der Sitzungen, BereinSorgan, Mit- aliköerzahl, Eintrittsgeld, jährlichen Beitrag, Vorstand und über alle durch Eintritt und Austritt von Mitgliedern vor- kommende Veränderungen. Ferner muß eine genaue Be«

Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemeffm em 9. Septbr., Mittags zwischen 11 und 12llhr: Wasser 12»/>, Luft 13°.

Rübsamen'sch« Badeanstalt.

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J. M. Schulhof.

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i?ge vergeben werden.

Die Bedingungen liegen an den Lochentagen, Vormittags von 10 bis

Schisssnachrrchte«.

Der PostdampferPennsylvania"' derRed Star Lin^ in> AM- werpm ist laut Telegramm am 7. September wohlbehalten m Philadelphia angekommen. m o. - .

Der PosidampferKensingtons d» ^Red Star Line W Arw werpen ist laut Telegramm am 7. September wohlbehalten w New-York angekommen. -

-n- GroßeuBuseck, 8. September. Am Sonntag feierte der K r i e g e r v e r e t nConcordia" dahier das Fest seines 25jährigen Bestehens. Eingeleitet wurde die Feier durch TageSreveille, später erfolgte Kirchgang und daran schloß sich die Schmückung der Gräber der verstorbenen Kame­raden. Mit Einbruch der Dämmerung bewegte sich ein imposanter Fackel- und LampionSzug unter Musikbegleitung nach dem Kriegerdenkmal, woselbst vom Vorsitzenden ein Kranz niedergelegt und drei Salven abgegeben wurden. Von hier aus bewegte sich der Zug nach dem im herrlichen Schloßpark befindlichen Monumente des verstorbenen Ehren- präfidenten, Herrn Baron v. Rabenau. Nach Abspielen eines Chorals legte der Vorsitzende im Namen des Vereins in dankbarer Erinnerung seines verdienstvollen Ehrenpräsidenten einen prachtvollen Kranz nieder. Nachdem der Präsentir^ marsch verklungen und eine Salve abgegeben war, setzte sich der Zug wieder in Bewegung nach dem VereinSlocal. Im festlich geschmückten Saale angekommen, begrüßte zunächst der Vorsitzende, Herr Dr. Gengnagel, die erschienenen Gäste und entwickelte sodann in kurzen Zügen die Ent­stehung der Kriegervrreine in Heffen, ging darauf auf die Geschichte des Vereins näher ein und schloß mit eine« drei« fachen Hoch auf den obersten Kriegsherrn, unseren Kaiser, und den Protector der KrtegerkameradschaftHaffia", unseren Großherzog. Hierauf wurde die zur Erinnerung an den , verstorbenen Ehrenpräsidenten, Herrn Oberstlieutenant Ferdi­nand Freiherr v. Nordeck zur Rabenau, gewidmete Fahnen­schleife von dem Ehrenmitglied Herrn Pfarrer Deichert mit markigen, zu Herzen gehenden Worten gewerht und vom Vorsitzenden an die Fahne befestigt. Freudige Ueberraschuug erregte die Auszeichnung von 14 Kameraden, welche Gründer | und 25 Jahre lang treue Mitglieder des Vereins find. Mit

einer kleinen Ansprache überreichte der Vorfitzende jedem

Einzelnen eine Jubiläums Medaille mit der Inschrift:Für 25jährige treue Mitgliedschaft". Manche zündende Rede wurde noch im Laufe des Abends gehalten und manche» patriotische Lied hallte durch den Saal. In vorgerückter Stunde wurde noch ein Tänzchen arrangirt, welches die Kameraden bis zum frühen Morgen zusammenhielt.

?? Garbenteich, 7. September. Gestern war hier Obst- verstetgerung. Der hiesige Flurschütz erstand ein Bäumchen Aepfel. Gleich nach der Versteigerung ging er nach Hause, holte sich eine Leiter und einen Korb und eilte I dann nach seinen Aepfeln. Aber welches Erstaunen, als er

@«ta, 8. September. Der Fußgendarm Otto wurde in einem Holz an der Straße Neustadt-Orla erschossen aufgefunden. Der That verdächtig find drei von ihm tranS- portirte Vagabunden.

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Jahre-, Mit hat. ® b» kchfpirliaea Über 11 Mül ? 99 Mill., per Mill., und das diese Eiurichtuogei! ®Q6 sie bieten, ih Nr Werth, dm bei Krankheit und arbeitenden Kiasst- :inen Geschäftsleute Hebung ist jedeih e nur den kranken jedoch von einer n. Die Sachlope Kaiser Wilhelms IL bturz des Kanzler; 1 Erlasses war die llin (1890). Wei­er GewerbeordvM der Gewerbegeriti! hrte den in Fabrikn cen Schutz- ei env rschriften zum Etzf tdlich Bestimmung der Ausstellung du Durchführung diesu en, die die Ergebch ntederzulegen habe:, uspectoren wäre W eiter erhöht werde, aogesteüe würden, eende Anfänge einer W M t\t\ zr u. Da^ man derer llricht auch die atisti!(28.Mail8SL. u berufen, eine Weil i zu werden, mennelt eine erhol Kinder eingetteten >l , wo eine junge, chlotzgch ein K JÄa ; nicht uuerheblit jat Slrasautrag W

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ftoffrtitr fitltt 'X" von Lorbeerbäumen per 1. October gesucht. Offerten sieht entgegen Friedrich Georg, Kunst« und Handelsgärtner,

R0Ttbitbung«f4utotfen ein« einseitigen I fdbreibung aller neu auftaudjenben gälftiungen unter Bei. 2l°e. " L Huf ber slge.orbnung be. Tage., | fügung eine. Exemplar, jur Hbbitbung eingereicht »erbem Daran schließen sich 200 Adressen aus fast allen Landern der Erde an, deren Inhaber bereit find, den Mitgliedern der betheiligten Vereine die coursirenden Postwerthzeichen ihre» Lande» zum Nominalwerth zuzüglich Porto zu besorgen, ebenso die Adreffen von 115 hervorragenden Philatelisten, die bereit sind, in schwierigen Fällen ihr Urtheil über die Echtheit von Briefmarken abzugeben. Auch der Kampf gegen bkSpecalationSmarken", die geldarme Staaten in raschem Wechsel zahlreich herauSgeben, nicht aus postalischem Bedürf« niß, sondern um durch Verkauf an Sammler ihre Finanzen aufzubeffern, wird durch Aufklärung und Warnung der Briefmarkensammler vor deren Erwerb mitgeführt. Mit« theilungen über Börsen, Museen. Congreffe, Ausstellungen, eine schwarze Liste unreeller Briefmarkenhändler vervoll­ständigen den Inhalt dieses Blattes, bei deffen Gründnng materielle Jntereflen ausgeschloffen wurden. Bisher find die Erfolge dieser philetalistisch allgemein nützlichen Bestrebungen außerordentlich groß gewesen und dringt die Erkenntniß von dem Nutzen des allgemeinen Zusammenschluffes zu Schutz und Trutz in immer weitere Kreise der Briefmarken-Liebhaber.

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DaS Hospttiren von Frauen in den Vorlesungen ist, laut ministeriellem Erlaß, auch für die Untversttät Bonn eingeführt worden. DaS Unioerfitäts-Curatorium hat die Genehmtgung zum Besuche der Vorlesungen durch Fraum auf Antrag der letzteren zu ertbetlen, nachdem zuvor durch den Rector dir Prüfung aller Erforder­nisse, namentlich auch einer genügenden Vorbildung, und daS Etn- verständniß der betreffenden Lehrer erfolgt ist. _

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Lungenentzündung 1

Lungenschwindsucht 1

Durchfall 1

Gehirnhauttuberkulose 1

Diphtheritis 1 (1) _________________________________

Summa: 6 (1) 3 1 (1)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Kraukhett auf von autzwärtv nach Gießen gebrachte Kranke komme». ,

8039] Die Gemüsehalle am Tiefenweg 4 ist auf den Abbruch zu verkaufen. Ar. Haiuer.

8040] Zwei «tück Land in meinem Garten am Nahrungsberg zu verkaufen. Näheres »aplaueigaste 11.

8020] Ein getragener Uedeezither preiSwerth zu verkaufen.

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' Eine eichene Waschdütte bMg zuoer- kaufen. 17717] PH. Stier, Schulstr. 5.

Geschäfts-Verlegung.

Meiner werthen Kundschaft zur gefl. Nachricht, daß ich meine Wohnung und Geschäft nach

Gießen, Afterweg 23, verlegt habe. Indem ich für das mir bis­her geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich, mir dasselbe auch für die Zu­kunft bewahren zu wollen.

Achtungsvoll

Heinr. Kleinhenn, Schuhmacher, __________Asterwea 23._______7803

Guter Mittagstisch I nebst Abendbrod wird von einem jungen Herrn in einem hiefigen Privathause ge­sucht. Offerten mtt Preisangabe unter Ch. E. M. sofort an die Exped. d. Bl.

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