Ausgabe 
10.5.1896 Drittes Blatt
 
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S 14. Die Abtrtttsgruben ftnb nach Vorschrift der allgemeinen Bauordnung vom 30 April 1881 und der Ausführungsverordnung vom 1. Februar 1882, soweit eS angängig ist, nördlich oder östlich von den WobngebLuden herzurichten und in Sohle und Wand wasierdtcht aufzumauern. Die Entfernung dieser Gruben von den Wohn- und Schlafröumen, sowie von etwa vorhandenen Brunnen muß mindesten» 8 Meter betragen. Ausnahmen hiervon können au» besonderen Gründen durch die Localpolizet- Verwaltungsbehörde (Kreisamt) gestattet werden.

Die Gruben müssen nach Bedarf, mindestens aber vierteljährlich, gänzlich entleert und aus etwaige Anordnung der Localpolizeibehörde deSÜificirt werden. _____

«ufrechlerhaltung der Ordn««« ««d SiMichkett.:

S 15. Der Bctrtedsunternehmer ist zur Aufrechterhaltung der Ordnung, Reinlichkeit und Sittlichkeit unter den von ihm beschäftigten Arbeitern verpflichtet. Wenn er nicht in Person auf der Betriebs- stätte wohnt, hat er zu diesem Behufe einen zuverlässigen Aufseher zu bestellen.

Ansteckende »rankheittn.

8 16. Der Arbeitgeber darf keinen Arbeiter annehmen, welcher ersichtlich an einer ansteckenden Krankheit, z. B. Krähe usw., leidet. Erkrankt eine zur Arbeit bereit» angenommene Person an einer derartigen Krankheit, so ist dieselbe sofort von dm übrigm Arbeitern zu isoliren und ungefäumt der Ortspolizeibehörde Anzeige zu erstatten.

verbot de» BranntweinausschankS.

S 17. Jeder Ausschank von Branntwein auf der Betrtebsstätte durch dm Unternehmer, oder mit dessen Erlaubntß durch Andere, ist untersagt.^ __

Betaunigabe der Polizeiverordnuug an die Arbeiter.

S 18. Diese Poltzeioerordnung in aut einer allgemein zugäng­lichen Stelle in jeder Betrtebsstätte der in Z 1 erwähnten Art und, wo mehrere Wohnräume vorhanden sind, tn einem jeden derselben anzuschlagen, aucb jedem neu eintretenden Arbeiter besonders bekannt zu machen, was durch NamenSunterschrtst derselbm in einem dazu bestimmten Buche zu bescheinigen ist.

Für die Befolgung der Vorschriften derselben ist der Betriebs­unternehmer, evmtuell der von ihm bestellte Aufseher verantwortlich.

«trafbesttmmuugen.«

S 19. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Ver­ordnung bezw. Rtchtbefolgung derselben werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder entsprechender Haft bestraft.!

Uebergangsbesttmmungeu.

S 20. Diese Poltzeioerordnung, mit Ausnahme der Bestimm­ungen in S 3, tritt mit dem 1. April b. I., die Bestimmungen des S 3 treten erst am 1. Juli 1894 tn Kraft.

Gießen, den 12. März 1894.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

Bekanntmachung.

Infolge Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 5. l. M. ist die Abhaltung deS für den 12. und 13. Mat l. Js. geplanten VrehmarkleS zu Hercheuhaiu unter der Bedingung genehmigt, daß nur Thtere aus unverseuchten Orten der Kreise Schotten, Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Büdingen und Friedberg, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in unverfeuchten Orten fraglicher Kreise in seuchenfreiem Zu« stand zugebracht haben, aufgetrieben werden dürfen.

Schotten, den 8. Mat 1896.

Großherzogliches KretSamt Schotten.

I. B.: Welcker, Großherzogl. Kreisamtmann.

Bekanntmachung,

betreffend die Abhaltung eines Friedens« bezw. JugendfefteS am 10. Mat 1896.

AuS Anlaß des am 10. l. Mts. stattfindenden ZugeS der Schulen werden dte nackbenannten Straßen und Platze während der betgefügten Zett für den Verkehr von Wagen, Radfahrern und Rettern polizetltch gesperrt:

a. Dte Neustadt, die Marktstraße, der Marktplatz, die Schutstraße, die Neuen Bäue und der Neuenweg, von 2 bis 21/a Uhr Nachmittag-,-

b. Dte Gartenstraße, von der Südanlage bis zur Grün«

Gustchen seufzte tief auf.

Ack, das ist's ja eben, er ist arm und Mutter würde ihn mit Schimpf und Schande aus dem Hause jagen, wenn er jetzt käme. Sie glauben gar nicht, was das für ein Elend ist mit dem Gelde. Früher war Mutter nicht so, aber seit sie ein paar Groschen hat, will sie hoch hinaus. Thät ich mich nicht so dagegen sperren, schickte sie mich noch jetzt in 'ne Pension und ließ mich'S Elavierspielen lernen. Ein braver Handwerker ist ihr jetzt lange nicht genug, und außerdem"

Nun, und außerdem?" sagte ermunternd Schellbaum, da Gustchen strickte.

Haben Sie noch nichts gehört?" fragte dagegen statt einer Antwort das Mädchen, indem es den Einjährigen forschend ansah.

Nicht das Geringste," betheuerte dieser.

Nun es ist noch einer da, der mich zur Frau haben möchte, Geld hat er zwar auch nicht, aber eine feine Stellung. Soldat daS zieht bei meiner Mutter. Er will auch das Zahlmeister-Examen machen. Na, Sie können sich denken, wie Mutter den aufnimmt. Dazu ist er aus einer feinen Familie, Sohn von einem Gymnasiallehrer oder so etwas."

Wer ist es?" fragte Schellbaum, den eine Ahnung beschlich.

Der Kratzmeyer, Ihr Feldwebel."

Schellbaum lachte laut auf.

Der ans einer feinen Familie? Er ist mein Lands­mann , wissen Sie. Sein Vater war bei uns Schuldiener, sein Onkel ein kleiner Käsekrämer, nebenbei Bauernfänger und Halsabschneider. Vor längerer Zeit schon wanderte er Wegen seiner Betrügereien in'S Zuchthaus. Es war eine stadtbekannte Persönlichkeit. Denken Sie sich ein kleines, krummes Männchen mit runzeligem, grauen Gesicht, fuchSrothem, struppigem Haar, in einem langen, abgeschabten, schwarzen Rock, mit buntem, schmutzigen Tuch um den Hals und mit abgetragenen Filzpantoffeln an den Füßen. Die übrige Bekleidung war nicht weniger elegant. So ging Onkel Kratzmeyer Sommer und Winter. Der sollte nur einmal

bergerstraße und die Grünbergerftraße bl» zum Aufgang auf den Trieb, von 21/, bi» 3 Uhr.

Gießeo, den 8. Mai 1896.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold.

CsceU» unb protHti$UUe$»

E. Echzell, 7. Mai. Seit gestern zeigen sich bei uns die Maikäfer in ziemlich bedeutender Anzahl. Der Zeit« unterschied im Maikäferflug betragt 10 bis 14 Tage gegen frühere Jahre, obgleich wir einen fehr gelinden Winter hatten. Da wir im Vorjahre ein sehr starkes Schwarmjahr hatten, werden wir dieses Jahr nur wenige Maikäfer er« halten. ES ist ganz auffallend, wie daS Jahr 1895 mit feinem guten Weine und feinem milden Winter, aber darauf­folgendem kalten Frühjahre, dem Jahre 1868 und dessen Nachfolger 1869 gleicht. Wie der Eifenbahnbau Geld in die Gegend bringt, zeigt die Verwendung der Basaltsteine bei Ueberfchotterung der Krone deS EisenbahndammeS. Wir haben in der Nähe kleine Bafaltsteinbrüche, die von den Bauunternehmern zum Theil gegen schöne Beträge Über­nommen werden. DaS bringt den Eigenthümern, die jetzt keinen Finger mehr krumm zu machen brauchen, ein gutes Stück Geld ein. Die Brüche werden mit Italienern besetzt, welche Meister im Steinbrechen find, und mit affenmäßiger Geschwindigkeit den trefflichen Basalt fördern, welcher mit schweren, starken Zugpferden und geräumigen Fuhrwerken an die BerbrauchSftellen gefördert wird. Man ist gespannt darauf, ob in unserem zum Theil angeschwemmten, zum Theil mit Torfmooren durchsetzten Boden nicht technische Bau« fchwierlgkeiten erscheinen werden. Die Ingenieure glauben nicht.

A Aus dem Ohmthal, 7. Mai. In reichem Blüthen- flor stehen unsere Obstbäume, besonders Pflaumen, Kirschen und Birnen. Die Aepfelblüthe hat sich noch nicht erschloffen. Die öoraußgepangenen Reifnächte haben glücklicher Weise den Blüthen nicht, wie man befürchtet, Schaden zugefügt. Wenn die dreiEisheiligen", die mit dem 11. d. Mts. beginnen, der Obstbaumblüthe nicht ungünstig sind, dann steht wiederum eine gute Obsternte zu erwarten. Auch die JohanniSbeer- und Stachelbeersträucher sind voll mit Blüthen behangen. Da diesen Blüthen viele Vögel gefährlich find, indem sie die­selben abpicken, so ist von Nutzen, hierbei eine Scheuche anzubringen. Den Bienen gestattet endlich daß wärmer ge­wordene Wetter den jetzt reich besetzten Tisch benutzen zu können.

n. Altenstadt, 8. Mai. Gegenwärtig kann man hier sehen, welch' große Mengen Brennholz aus den Wäldern deß Vogelsberges bi» weit in die Wetterau hinein geholt werden. Wohl an sechzig ein- und zweifpännige, hoch mit Scheitholz und Reisig beladene Wagen gingen gestern hier durch. Die sehr trockenen Wege und die Pause in den land- wlrthschaftlichcn Arbeiten veranlaffcn die Leute eben zum Fahren de» Holzes, das sie in den Oberförstereien beß Vogelsberges oft um weniger als die Hälfte beß hiesigen Holzpreiseß bekommen.

n. Ober Mörlen, 8. Mai. Kürzlich lief eine Nachricht burch ble Blätter, nach ber eine hiesige Spielgesellschaft von 21 Mltgllebern 50,000 Mark gewonnen hätte. Diese Melbung ist richtig unb verdient baß ganz besonbere Glück einrß Mitgliedeß wohl hervorgehoben zu werben. Einem hiesigen Wirth fallen nämlich hiervon zwei Theile zu. Außer- bem hat er in brei Pferbelotterien tn diesem Jahr an Ge Winnen bereits cingrheimst: ein Fohlen, zwei tmaiHlrte Eimer und eiu Dutzend Handtücher, sowie einen Bierkrug. Die Loose waren vom Wirth und seinen Familienangehörigen erworben.

Herkommen, er würde Ihrer Mutter schon ein Licht aufstecken über die feine Familie."

Gustchen lachte.

Ach, wenn er doch käme, morgen Nachmittag zum Kaffee, da ist der Feldwebel bei uns."

Schade, daß wir ihn nicht herzaubern können, aber ich glaube, er sitzt noch. Ich sage Ihnen, Gustchen, der Kerl ist eine gelungene Figur. Ich sehe ihn noch leibhaftig vor mir, höre feine dünne, verkniffene Stimme, so deutlich, so klar steht der Alte vor mir, ich glaube, ich könnte ihn copiren."

Von einer plötzlichen Idee ersaßt, sprang Gustel auf.

Thun Sie's, Herr Schellbaum, thun Sie's, Sie können's, Sie sind ja ein berühmter Schauspieler, kommen Sie morgen Nachmittag alß Onkel Kratzmeyer zu uns!"

Aber Gustchen, welche Tollheit."

Ach ja, bitte, Herr Schellbaum, thun Sie's! Wenn Mutter morgen Kratzmeyers Onkel so sieht, bann habe ich Ruhe, und eh' ich den Feldwebel nicht los bin, kann ich an das Andere gar nicht denken."

Es geht nicht, Mädchen."

O ja, es geht, Herr Schellbaum, es geht, Sie können es und Sie thun damit ein gutes Werk."

Und wenn man mich erkennt?"

Erkennt? Wozu sind Sie denn Schauspieler!"

Max Schellbaum lächelte und sah vor sich hin. Mit ihrer Frage: Wozu sind Sie denn Schauspieler? hatte Gust­chen eine monatelang ruhende Saite in ihm berührt. Der Schauspieler regte sich in ihm. Er dachte nicht an dasgute Werk", das er thun sollte, auch nicht daran, daß er seinem mißliebigen Vorgesetzten den gespielten Streich doppelt heim­zahlen könnte, ihn lockte und reizte der Gedanke, eine Kraft­probe seines Talentes oblegen zu können, und der trug den Sieg davon über alle Bedenklichkeiten, juft als Gustchen sich schmollend abwenden wollte.

Topp!" rief da Max aufspringend,es sei, ich erscheine morgen als Onkel Kratzmeyer, aber fügte er warnend hinzu,zu Niemandem ein Wort von der Geschichte, auch

B. «il bee Kresse Bübingen, 7. Mai. theilteu wir mit, daß einige Wagehälse, durch die drei Tage vom 22. biß 25. verleitet, Frühkartoiseln^^ gelegt hätten. Da» Wagestück kann als mißlungen ao°/^ werden. Die Kartoffeln liegen nunmehr fast sechz ^2? im Boden, zeigten in dieser Zeit fast keine Spur von thätigkeit und find glasig geworden. Man atbentt die Grundstücke um, und nimmt eine neue Pstanzunä Da» diesjährige rauhe Frühjahr bestätigt daß 6pnit1*n Eile mit Weile. Unsere Gärten sehen wenig erquicklich ~ Daß junge Gepflänze wird von den Erdflöden angeir? kann wegen der ganz verhärteten Bodenoderfläche ** wärtß, unb wird durch den trockenen, kalten Nordost^.» jeder Weiterentwickelung gehindert. Daß die Obhtz-^ blürhe in der ersten Maiwoche herzlich wenig gewonoq^ bedarf feine» Beweises. Die Futteraußfichten aus urb Kleeäckern gehen zurück, der Boden trocknet aai J kommt bereit» auf hohen, trockenen Lagen Gprüo^. \ jemgen Wetterpropheten, welche wieder ein uoitnu prophezeiten, haben biß jetzt recht behalten.

Permifdpte*»

Frankfurt a. M., 7. Mai. In den StoUcini Landwirthschaftlichen Halle stehen noch zwei 2Bagta;'>t.'t die bei der Frühjahrß Pferbelotterie gewonnen u. noch nicht abgetolt sind. Vom 24. April ab lehn Pferb täglich 5 Mk. Futtergeld und bei ber Adholuo, 9 Mk. Trinkgeld. Wenn beide Pferde binnen vier 8:^* nicht abgeholt find, so werden dieselben versteigm nai dafür gelöste Geld können die Gewinner noch m Wochen haben. Wird daß Geld bann noch nicht rtt^, so fällt dem Verein zu.

Zur Gesundheitspflege. Wie Staat unb $nndnb< - Aufwendung aller Mitiet unsere Straßen unb Plätze, unser, 'n lieben Gebäude und Anlagen gesundheitlich auf die tochile t bringen streben mittel» Zuführung von Quellwasser, uuia e durch peinliche Sauberkeit, so ist auch baß Lütten unb Nrtri* aller Privaträume: Wohn-, Speise-, Schlaf- und Kinbrrpee der Kücken, Corridore unb WirihschaitSgelafle eine wiLuz« ;e sr-uenpflicht im Jn eresse der Gesundheit. Nicht überall, »3 p* Wasser vorhanden ist unb der frischen Luft Zutritt genutet m schenkt man auch dem Zustand 6er Fußböden die r.öihige samkeit unb Pflege, und bennoch ist eS ganz ausailUch, 4® » gefügt^ gut gestrichene und lockerte Fußböden zu freien, barl ch liches nasses Aufwischen den gefährlichen, lästigen Glaub ,e ta tigen unb eine reine Zimmerluft zu beschatten, um Io btt tat tragung gefährlicher Pilzbildungen al» KrankheitSrrzeuzn aaM zu unterdrücken unb da» Wohlbefinden der Bewohner |u tfcta Unter den vielen im Handel befindlichen Fußbodenanftriche» d * Allem vor den feuergefährlichen Spiritus-Fußdodenglanzla^a 1 warnen; diese haben fast immer einen fuseligen Billerwaotzeiztrra trocknen sofort beim Anstreichen unter dem Pinsel, Mita t* einen spröden Ueberzug und werden dann auch in kürzester Z«ir A getreten und mit ausgefegt. Weit haltbarer und beßbalb teMel wohlfeiler ist dagegen der ächte, reine Bernsteinöllack mit #err<, ta geruchlos und streichfertig, ohne Voikcnntnisse vom DeMmbta verwendet werden kann, in 6 bi» 8 Stunden (während «tat Kos« hart auftrocknet und weder nochklebt, noch, wie der »itoiiMUd, abblättert. Nasses, kalte» Aufwischen erhöht Glanz unl häue Md vorzüglichen Lackes, den u. A. die seit 1833 bestehend« ritatai bekannte Hoflieferant Carl Tiedemann'fche lacklidn! 0 Dresden unter derHerkuleS"-Schutzmaike erzeugt und bin» *1 Niederlagen in den meisten Städten, wo solche nicht oubinta #t birect abgibt. Dieser i^ußbodenlack ist tn den vnschiedevst.n braun, gelb usw , vorräthig Angebote und Farbmeu'ltilchc grati», Postcolli genügend z"m Anstrich zweier mitt tg otz-r tisr für Mk. 8.40 portofrei ganz Deutschland. (Siehe ^n'erat 1 JW

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Kunst-Ansstellungj geöffnet tägltch^ ta^ fa» nehme de» SamStag», von 11 bi» 1 Uhr, am Vitras» «s noch von 3 bi» 5 Uhr. L-nwtag» w»tzre»d XI W**'1 onuntet»re<»e* 11 H» Utze. ®intriuhi'ii *' Nichtmiigliede» en Werktagen 50 Pfg., en Sonntega * vi

nicht, wenn sie glücklich vorüber ist, sonst liegen tot < Wurstkessel."

Der Sonntagnachmittag war da. Wie Guitcher. her gesagt, hatte sich gegen vier Uhr zur Kafieezeit ürahmrc in ber Wohnung ber Cantinenwirthin eingestellt, und nui *:r sie alle brei, Mutter, Tochter und der Gast, in ter lirja aber gemüthlichen Wohnstube unb thaten sich gütlich a« da braunen Getränk. Gustel war in einer entsetzlichen Au'rez» Würbe ihr Bunbesgenosse erscheinen? Fast wünichte sie, 1 möge ausbleiben, beim sie kriegte es mit ber Angn, * gewaltig pochte ihr daß Herz. Aber äußerlich >15 "t < nichts merken, und in dem Bestreben, den Aufruhr ideer W zu verbergen, war sie liebenßroürbiger und geschwatzißelE je zuvor.

Kratzmeyer zeigte sich von seiner schönsten ^.coe-__

hatte seine beste Uniform an, war frifirt und unb spielte gegen Gustel ben galanten Eourmacher u® H® bic Mutter ben unterrichteten Weltmann, so gut W seinen Borbilbern abgesehen hatte. Da Gustel si» nicht ganz so zurückhaltend zeigte, wie sonst, strahlte a Hoffnungsfreube. Die Mutter machte ein zum

Gesicht.

Da es war gegen halb fünf wuidc die liche Famil>enszene durch ein energisches Klopsen an der gestört. Auf ein unwilligesHerein" ber dicken 1 öffnete sich dieselbe und es erschien ein Soldat -7" wache, vor sich eine Gestalt eintreten lassend, die all ber Beschreibung entsprach, die Schellbaum Tag^ nortza dem Onkel des Feldwebels gemacht hatte. lhNf

Der Herr Onkel des Herrn Feldwebels,' Soldat in strammer Haltung unb verschwand nreber. dem er bic (Siuilpcrion in der Kaserne an die ri4ü»< abgeliefert, war er von seiner Escordepflicht entbum

(Schluß folgt.)

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