Ausgabe 
10.4.1896 Erstes Blatt
 
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Freunde, indem ich sie bitte, für das wohlwollende Gedenke» »einen verbindlichsten Dank in dieser Form freundlichst tot» gegenzuoehmeu."

>tatigert, 8. April. Der König cowmandirte den dienst- rhnendeu General - Adjutanten General-Lieutenant Freiherr» von Falckenftein nach Preußen behufs Ver­wendung al» commandtrender General de» 16. Armeecorps. Der Comwaudeur der 52. Jnfanteriebrigade, Generalmajor von Bilfinger, wurde zum dteustthueuden General-Adjutanten ernannt.

Syraku», 7. April. Die Bevölkerung brachte dem deutschen Kaiserpaare begeisterte Huldigungen dar und versuchte sogar, die Pferde de» kaiserlichen Wagens aus« zuspauneu. Die Begeisterung war unbeschreiblich. Der Kaiser und die Kaiserin waren sichtlich bewegt durch die Kundgebungen der Menge, welche den kaiserlichen Wagen in achtungsvoller Haltung unter lauten Zurufen umgab.

Raffana, 8. April. (Mittelst PacketbooteS nach Perim befördert). Bet dem Angriff auf die befestigte Stellung der Derwische bei Tukruf durch die Colonne des Oberst Stevani am 3. d. M. wurden vou italienischen Osfizieren 4 Lieutenants getödtet, darunter Partini, welcher an der Berthetdigung MakalleS theiluahm und in bet Schlacht bei Adua eine noch nicht völlig verheilte Verwundung erhielt. Verwundet wurden ein Hauptmann und 5 Lieutenants. Die eingeborenen Tuppen hatten rtuen Verlust von etwa 300 Manu an Tobten und Verwundeten.

Taormina, 8. April. Die Ankunft des deutschen KatserpaareS erfolgte um 12*/zUhr. Unter nichtendeu« wollenden Jubelrufen und einem Regen von Blumen durch­fuhr daS Kaiserpaar die Stadt bis zum Thor von Catania und besuchte sodanu in Begleitung deS ProfefforS Balina» da» griechische Theater. Späterhin sollen noch einige Dillen auS der Zeit des Mittelalter» besichtigt werden. Sodann wird die Rückkehr an Bord derHoheuzollern" erfolgen.

Leprfch« M 8er mi .Herold".

Berlin, 8. April. An dem Galadtner, welches am 14. April aus Anlaß der Anwesenheit des Deutschen Kaiser» in der Wiener Hofburg stattfindet, wird auch der Reichskanzler Fürst Hohenlohe theilnehmen. Ein Be­amter der Reichskanzlei wird sich in diesen Tagen nach Wien begeben, um dem Reichskanzler während seines dortigen Aufenthalts, welcher genau mit demjenigen Kaiser Wilhelms zusammentrtfft, SecretärSdienste zu leisten.

Berlin, 8. April. Die Cooferenz zur Revision deS internationalen UebereinkommenS Uber den Eisen bahn- Frachtverkehr, die am 16. März in Paris zusammen­getreten war, hat ihre Arbeiten am 2. d. M. beendet und da» Ergebntß in einem Schlußprotocoll nicdergelegt, da» den vertragschließenden Regierungen zur Genehmigung unter­breitet werden soll. Die Beschlüffe der Couferenz enthalten durchweg Verbesserungen deS UebereinkommenS im Jntereffe von Handel und Verkehr und wenn auch nicht alle Anträge durchgesetzt werden konnten, so wird doch den Wünschen der deutschen Jntereffenten, wie derReichsanzeiger" hört, in verschiedenen wichtigen Punkten Rechnung getragen. Näheres kann erst mitgetheilt werden, wenn die BertrogSstaaten ihre Entschließung getroffen haben. Die Delegirten haben, wie derReichsanzeiger" hervorhebt, in Parts eine liebenswürdige und entgegenkommende Aufnahme gefunden.

verltu, 8. April, Der christlich-sociale Partei­tag für den Norden und Osten des Reiches wurde heute Vormittag um 10 Uhr im Saale desBrandenburger Hause»" mit dem GesängeEin' feste Burg ist unser Gott" eröffnet. ES find 80 Delegirte anwesend. Hofpredtger a. D. Stöcker führt deu Vorsitz. Nach einer längeren Ansprache deS Vorsitzenden reserirte Fabrikbefitzer Krüger auS Branden­burg a. H. über die christlich-socialen Aufgaben In der städti­schen Bevölkerung. Auf Antrag deS Pastors Roedenbeck spricht der Parteitag.Herrn Stöcker, dem verehrten und ge­liebten Vorsitzenden, in dankbarer Anerkennung seiner un­gebeugten Festigkeit auch gegenüber seinen neuen Gegnern auS dem conservativen Lager daS volle Vertrauen aus und gelobt ferner, der Fahne in unerschütterlicher Treue zu folgen. Auf Antrag des Fabrikbesitzer» Krügers beschließt die Versammlung, in erster Linie ihre in den Städten beab­sichtigte ruhige christlich-sociale Agitation aufzunehmen und mit geeigneten Mitteln zu fördern. Die Arbeiterfrage, Hand­werkerfrage, Frauenfrage find zunächst dem allgemeinen Der- ständntß in christlich socialem Sinne näherzubringen. E» ist dahin zu wirken, daß staatliche und wtffeuschaftliche In­stitutionen den Forderungen der verschiedenen, in besonderer Roth und Gefahr stehenden Werksgruppen gerecht werden. Superintendent Patrick-Frankfurt a. b. O. spricht hierauf über bte christlich-socialen Aufgaben auf dem Lanbe.

Wiesbaden, 8. April. Heute Vormittag würbe im Kur- Haussaale ber 14. Congreß für innere Mebtciu, welcher zahlreich besucht ist, burch den Vorsitzenden, Profeffor Dr. Bäumler Freiburg i. B., eröffnet. Unmittelbar nach der Eröffnung de» EongreffeS hielt Profeffor v. Leyden-Berlin eine Gedächtnißrede zur hundertjährigen Gedenkfeier der Ent­deckung der Schutzpockeu-Jmpfung durch Jenner. Mit dem Congreß ist eine Ausstellung von neuen ärztlichen Apparaten, Instrumenten, Präparaten :c. verbunden.

Wien, 8. April. Seit heute früh 2 Uhr herrscht un­unterbrochen starker Schneefall. Die Obst-Cultur tu der Umgegend von Wien, sowie in der Badener Gegend hat stark gelitten.

Prag, 8. April. Bei den gestrigen Verhandlungen de» socialtstischen Parteitages wurde der Antrag ange­nommen, die Partei solle, wenn ihr BadeniS Wahlreform- Entwurf ousgezwungen werden sollte, Sandidaten aufstellen. Die Gewählten sollen dann int Parlament da» allgemeine directe Wahlrecht reclamiren, so lange, bis ihre Forderungen erfüllt werden. Weiter wurde ein Antrag angenommen, nach welchem Versammlungen etnderufen werden sollen, welche die Festsetzung deS Sonntag- als Wahltag verlangen.

Meran, 8. April. Der in der hiesigen Umgegend wüthende Waldbraud ist infolge übermenschlicher An­strengungen localistrt, so daß für die Stadt keine Gefahr vorliegt.

Triest, 8. April. Blätter-Meldungen zufolge brach während der Osterfeiertage in Buje in Istrien ein Auf­stand von Feldarbeitern auS, der erst durch einge­troffene GenSdarmerie unterdrückt werden konnte.

Paris, 8. April. Die focialiftischePetite Republique", welche Liebknecht zu deffeu 70. Geburtstage ihre Glück­wünsche übersaudte, hat vou diesem eine Antwort erhalten, in der es u. A. heißt: Dem SocialiSmu» wird die Aufgabe zufallen, die schweren Wunden zu heilen, welche der Bruder­krieg von 1870/71 , dessen Folgen für Deutschland noch verhängnißvoller gewesen seien, al» für Frankreich, ge­schlagen hat.

nn. Darmstadt, 9. April. Bei Anwesenheit Seiner Excellenz deS StaatSminifterS Finger und der Spitzen der Behörden fand heute die Eröffnung de» Neu­baues der Centralstelle für die Gewerbe statt.

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Siebe», 9. April 1896.

** Kirchliche Dienstnachrichten. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgft geruht, den von den Frhrn. Schenck zu Schweinsberg-Rülfenrod auf die evange­lische Pfarrstelle zu Ehringshausen, Decanat Grünberg, prä­sentierten Pfarrer Friedrich Heinrich» zu Hitzkirchen für diese Stelle zu bestätigen.

* Stiftung. Au» Anlaß der Einweihung der Neu­bauten der Großherzoglichen Technischen Hochschule zu Darm­stadt hat der Verein Deutscher Ingenieure im Bezirke Frank­furt a. M. mit Unterstützung der Großindustriellen der Rhein-Maingegend, auf Anregung de» Herrn Fabrikanten WeiSmüller zu Frankfurt a. M. den Beschluß gefaßt, eine Stiftung zu gründen, au» deren Erträgniß Angehörigen der Technischen Hochschule zu Darmstadt Mittel zur Bear­beitung einzelner die Industrie besonders berührender Fragen bereit gestellt werden sollen. Zu dieser Stiftung sind bereit» namhafte Summen beigesteuert, deren Spender demnächst mitgetheilt werden sollen. Neuerdiug» hat die Direction der Maschinen-Actien-Gesellschaft Nürnberg Namen» ihrer Filiale Guftavsburg zwei sie treffende Preise sür Projecte zu einer Straßenbrücke über den Rhein bei WormS im Gesammt- betrage von 4333 Mk. 33 Pfg. sür die genannte Stiftung zur Verfügung gestellt.

Die Emser Kaisetregatta findet am 5. Juli statt. ES find neun Rennen ausgeschrieben, darunter der von Kaiser Wilhelm I. gestiftete Wanderpreis.

Friedberg, 7. April. Zu der heutigen Entlassungs­feier Von 14 Candidaten des PredigeramteS hatte sich Seiten» der obersten Kirchenbehörde Herr Oberconsistorialrath Walz eingefunden, wie auch die Betheiligung der Geistlichen selbst der weiteren Umgegend eine sehr rege war. Worte herzlicher Ermahnung richtete der Director de» Prediger­seminars, Herr Geh. Kirchenrath Dr. Diegel an die Ab­gehenden auf Grund von LucaS 12, 35, während Herr Kandidat Hanack über Jerm. 1, 6. 7. im Namen seiner Collegen sprach und der Anstalt und deren Lehrern Dank und Gelöbniß barbrachte. Nachdem hierauf noch Herr Ober- confistorialrath Walz sich auf Grund von 2. Tim. 2, 3 in bekannter beredter und geistreicher Weise an die Scheidenden gewandt, schloß die officielle Feier. An dem hierauf im Hotel ftattfindenden einfachen Mahle beteiligten sich 54 Theil- nehmet.

Dora-Afseuheim, 7. April. Am 1. Mai dS. IS. wird Herr Lehrer Brandt zu Dorn-Affenheim entstammend mütterlicher Seite einer alten Lehrerfamilie Wiesbadens sein 60jäh rigeS Jubiläum im Familienkreise feiern. 30 Jahre diente der Jubilar in Naffau, 30 Jahre in Hessen.

A Bo» der Ohm, 8. April. Ostern hat den erhofften Wechsel in der Witterung nicht nur nicht gebracht, sondern deren regnerischen Character noch verstärkt. Seit dem zweiten Osterfeiertage geht bis heute ununterbrochen ein feinet Rieselregen nieder, der die Wege grundloser macht, wie die stärksten Gewitterregen. Da die Temperatur ziem­lich warm ist, so herrscht wirkliches WachSwetter. DaS junge GraS und die Wintersaat wachsen zusehends, ebenso sprießen die Sämereien in den Gärten empor. Allein für den Landwirth ist eS kein Wetter zur Ausstellung der Frühjahrssaat- statt daß der Boden trocken werde, wird er immer näffer. Dazu ist die Zeit schon ziemlich weit vorgerückt; wir gehen der Mitte deS Aptil entgegen und noch ist keine Furche Land gepflügt. Eine späte Frühjahrsbestellung ist unausbleiblich. Eigenthümlich ist eS, daß das jetzige Regenwettet bei einem hohen Stand des Barometers auftritt.

O Groß-Felda, 8. April. Unser gestrigerO st et­wa rkt" litt ersichtlich unter ber ungünstigen Witterung, ging doch vom Morgen bis zum Abend fast ununterbrochen ein feinet Regen nieder. Der Schweinemarkt wat wohl Angesichts des schlechten WttterS stark befahren, allein der Handel stockte und viele Jungschweine wurden unverkauft wieder nach Hause gedacht. Schuld an dem matten Handel hatte aber die ungünstige Witterung nicht allein, sondern auch daS Fordern zu hoher Preise seitens der Verkäufer, die gerade auf diesem Markte meist sehr hohe Preise erzielten. Und doch muß der Preis von 40 Mk. für ein Paar guter Ferkel, wie er gestern hier bezahlt wurde, als keinesfalls niedrig bezeichnet werden. Geringere Ferkel galten per Paar im Durchschnitt 35 bis 38 Mk., Läufer galten per Paar 50 bis 60 und 60 bis 70 Mk. DaS waren die Preise, die man früher für die Ferkel zahlte. Der Krämermarkt erlitt gleichfalls starke Einbuße durch da- schlechte Wetter.

§§ AaS de» Kirchspiel Nieder Moe», 7. April. Ei» eigenartiger, bi» jetzt wohl einzig dastehender Derei» wnt demnächst hier gegründet werden, nämlich ein Eier-Verein. Derselbe soll alS Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht ins Leben treten und seinen Sitz in Nicder-MooS bekommen Die Laudwinhe, jedoch nur auS unserem Kirchspiel, welches auS neun Orten besteht, werden sich zusammenschließen, um ihren Borrath an Eiern gemeinsam an größere Geschästr, Fabriken, Händler, Hotels u. s. w. birect zu versenden uotz dadurch höhere Preise zu erzielen. Händler sind auSgeschlossro. Soviel bi» jetzt bekannt, soll daS Pfund Eier mit 50 P^. verkauft werden. Auf das Pfund gehen 7 bis 10 tzES, und wird sonach das Stück sich auf 5 bi» 7 Pfg. stellen. Für Verpackung sollen 5 Pfg. per Pfund berechnet werden, für etwaigen Schaden durch Bruch wollen die Mitglieder gemeinschaftlich aufkommen. Da» Bestreben de» Verein» geht dahin, die Eier ihrem wahren Werth, da» heißt der Größe nach, bezahlt zu erhalten, weil bekanntlich unsere klugen Hausfrauen stets nur die kleinsten Eier zum Verkauf bringen, während dem sie die größeren Eier in ihrem Han», halt verwenden. 4 Es ist wohl auf einen bedeutenden Mehr, erlös für die Landwirthe zu hoffen, wenn man in Betrach: zieht, daß gegenwärtig in unserer Gegend 2 Stück Eier au nur 7 Pfg. von den Händlern aufgekauft werden. Allgemein sieht man dem Unternehmen mit Jntereffe entgegen. Dee Vernehmen nach soll die Anregung vou Herrn Pfarrer Scribr in Nieder-MooS auSgehen, welcher sich in unserem Kirchspiel bereit» sehr verdient gemacht hat durch manche segensreiche und nützliche Einrichtung- sei hier nur der erst seit einigr Jahren bestehende Ziegenzucht Verein erwähnt, welcher ta der kurzen Zeit seines Bestehen» ansehnliche Resultate aufweisec kann, und deffen Fortschritte neben Herrn Veterinär-Ari: Dr. Nuß Herrn Pfarrer Scriba zu verdanken find.

"W. 0. Bom Obervald, 8. April. Unsere treffliche, Vogelsberger Hölzer bringen weiter in ber Welt r»r und erobern sich neue Märkte. In aller Nähe gehr:. Tausende von Ftchtenstangen nach Süden über Gelnhawr? unb Frankfurt nach Schwetzingen. Dort wirb betanmlit starker Hopfenbau getrieben, wozu man schlanke, glatte, nicht zu schwere Fichtenstangen braucht, an benen ber Hopfen haushoch emporklettert. Obgleich Schwetzingen ben Oden­wald und ben Schwarzwald sozusagen vor ber ThÜre hat und auf beiben Gebirgen Fichten sehr gut gebeihen, bezieht man boch die Stangen au» unserem viel weiter entfernten Vogelsberge sehr gerne, nachdem man die Schönheit unt außerordentliche Widerstandsfähigkeit der Vogelsberger Forst' producte hat kennen und schätzen lernen. Auch die Preise find wesentlich billiger- sie werden ober durch die nicht un­bedeutenden Frachtkosten fast ganz ausgeglichen.

A Mainz, 8. April. Gegen den au-führenden Bau melfter de» im vergangenen Spätjahr hier eingestürzten Neubaues ist nach mehrmonatlicher Voruntersuchung jttz Seitens ber Staatsanwalt Anklage wegen fahrlässiger Tödtung erhoben worden. Bei dem Hau-einsturz har, wie man sich erinnern wirb, bekanntlich ein Dachdecker bat Leben eingebüßt. Der au-führende Baumeister war bet Großbauunternehmer Sud er hier. Auf Veranlassung des DirectorS der höheren Mädchenschule hat die Deputation deS hiesigen Museum» angeordnet, daß das berühmte (Semälbc Albrecht Dürer»Adam unb Eva im Paradies" | eine» ber bedeutendsten Gemälde de» Mainzer Museum» mit einem Vorhang verhängt werden muß. Da.daSSe- mälde bereits während Menschenalter unbeanstandet Pla? im hiesigen Museum gefunden, spottet der größte Theil ber Localpreffe weidlich Über die Anordnung.

Brotterode, 7. April. Wie derTHÜr. HauSfreont" mittheilt, find sür die Abgebrannten in Brotterode« Ganzen 310,000 Mk. eingegangen - boch würben baten 90,000 Mk. allein für ben Bau von Baracken zur Unter- brtngung der Familien gebraucht unb von ber verblieben» Summe ist nur ein sehr kleiner Theil auf die einzelnen Familien entfallen. DaS Bürgermeisteramt von Brotte­rode nimmt daher auch weiterhin Gaden zum Besten der Nothleidenden an.

* Frankfurt a. M, 8. April. Drei Menschenlebeo durch GaSgift gefährdet. Al» heute Morgen bal Dienstmädchen einer in ber Schillerstraße wohnenden Witnre zu gewohnter Stunde in die Wohnung kam, fand sie die Räume mit GaS gefüllt unb bie Frau mit ihren beides 12 unb 10 Jahre alten Rinbern bewußtlos in ben Betten. Die von herbeigerufenen Schutzleuten angestellten Wieder- belebungSversuche hatten ben gewünschten Erfolg unb tl tft Hoffnung vorhanben, die drei Personen, die in da» Bürger- Hospital gebracht worden sind, am Leben zu erhalten. T{r Unglücksfall muß dadurch verursacht worden sein, daß «an mit dem Schließen de» GaSrohreS nicht vorsichtig genug gewesen ist. Rach dem Polizeibericht liegt anscheinend ei» Selbstmordversuch durch Gift und Einathmen von GaS cor.

Dem Vernehmen nach wurden in München sämmtlichen Kasernen - Lieferanten, von welchen anläßlich ke» MenageprocesseS gegen dieMünch. Post" bekannt würbe, daß sie den Versuch von Bestechungen gemacht haben, die Lieferungen entzogen.

Retz, 6. April. Im Walce bei MarS-la-Tour fing nach derLothr. Ztg." ein Mann einen etwa 14 Tage alten Wolf. I

Gottesdienst in der Synagoge.

SamStaa den 11. April. 1

Vorabend 6« Uhr, Morgen» 8* Uhr, Nachmittag» i «r, Sabbat hau» gang 8 Uhr.

Verkehr, CanO* unö Volksvirthschaf^

8. April. Frachtmarkt. Rocker

X 14,15, weißer Weizen A 14.10, Korn X 9 65, Gerste X Hafer X 6.50.

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