geflüchtet.
Paris. 7. gram« kündet tember an.
Achen, 7. einen Stur m Besitz von den
Tagen in Stettin statt.
•• Hvvdestatistik. Nach einer Zusammenstellung in den „Statistischen Mtttheilungen" waren im Etatsjahr 1896—96
sächlich umkehren.
♦ Straßburg, 7. August. Gestern Abend gegen 7
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des kleinen Rheines tu den großen Rhein ein schwerer u- glücksfall. In Folge der starken Strömung kippte e» schwerer Dollenzweier, In dem sich drei Mitglieder de» Stratz'
Mailand, 7. August. Der Börseuseusal Spinelli ist nach Unterschlagung von Depots im Betrage von 450,000 Lire
♦ Aachen, 6. August. Der Polizei zu Eschwetler ist er gelungen, ein DiebeSpaar festzunehmen, da» in Köln vor einigen Wochen die RetchSbauk uw 20,000 Mark gc« schädigt hat.
* Halle, 7. August. Der Bundestag der Radfahrer wählte für den den Vorsitz ablehnenden V o g e l - Königsberg Ludwig H oltbuer-Leipzig zum ersten Bundesvorsitzenden und verlieh Erstei em die Ebrenmitgliedschaft, das go/toc Bundesehrenzrtchen und die BundeSehreuurkunde.
* Kiel, 5. August. Erstochen wurde in dem sttlleo, idyllisch gelegenen holsteinischeu Badeorte Albersdorf der Briefträger Siebcke. Die Blutlhat hat die Bewohner und Badegäste in große Aufregung versetzt. Wie die „Siel. Ztg/ berichtet, fand man gestern Morgen den Briefträger Siebcke als Leiche mit einer tiefen Stichwunde im Unterleib neben seinem Hause. Siebcke hatte in der Trunkenheit mit de« Arbeiter Köllner in der vorhergehenden Nacht Streit ange- sangen und sich thätlich au ihm vergriffen. Beim Nachhause- gehen hat Köllner Rache genommen und seinen Gegner tnw gebracht. Der Thäter ist geständig und bereit- ins Gericht»- gefängniß eingeliefert. Der Todte soll ein ruhiger, aber in der Trunkenheit äußerst streitsüchtiger und roher Meafch gewesen sein.
- Tilsit, 5. August. Ein Unteroffizier von der 7. Co»« pagnte des hiesigen Infanterie Regiments ließ der „KöuigSb. Allg. ßtg.* zufolge in seiner MavnschaftSstube die Soldattn mitten in der Nacht Hebungen auSführen und bedrohte fie, als diese endlich fich weigerten, mit dem geladenen Gewehr. ES gelang den Soldaten sich zu retten und den Unteroffizier in dem Zimmer etnzuschließen. Der offenbar geisteskrank Gewordene wurde zur Untersuchung seine« Geisteszustandes in das Garnisonlazareth gebracht.
♦ Den originellste« Bahnhof in ganz Deutschland besitzt unstreitig Oldenbrock im Oldenburgischen. Der Bahnhof liegt mitten im Moor und ist über eine halbe Stunde von der Ortschaft entfernt. Die Stelle deS Stationsgebäudes vertritt ein alter, weiß angestrichener Eisenbahnwagen, der die nothwendigsten StationSgeräthschasten beherbergt und die Reisenden gegen die Unbilden der Witterung schützt. Sine Fahrkartenausgabe scheint alS LuxuS angesehen zu werden, denn die Reisenden müffen sich die Fahrkarten erst im Gepäckwagen des betreffenden Zuges lösen.
♦ Am 1. August feierte in Leipzig das Bibliographische Institut sein 70jähr,geS Bestehen mit eine« I Sommerfest, an dem daS gesammte Personal des Instituts theilnabm. Während des Festes verkündete der Chef deS Hauses, daß Herr H. I. Meyer zur Feier de» TageS der Invaliden- und Waisenkaffe die Summe von 100 000 Mt. überwiesen habe.
• Chausseegeld wird in verschiedenen thüringischen Staaten noch erhoben. Jüngst wollte nun ein Bürger Nordhansen» mittels eines Motorwagen» nach dem Kyffhäuser fahr». Er wurde aber von dem Lhauffeegelderheber zurückgewiese-, da Wagen ohne Pferde nicht tarifirt feien- er mußte that-
liche Zeit!" Redner gedachte sodann de» Fürsten Bismarck und bedauerte, daß dieser durch seinen Gesundheitszustand verhindert sei, am heutigen Feste thrilzunehmen. Schließlich dankte Redner allen, die fich um die Entstehung deS Denkmal» verdient gemacht haben und übergab dasselbe der Stadt. Namens derselben übernahm Bürgermeister Bemme dasselbe und sprach den hohen Gästen ebenfalls den Dank für ihr Erscheinen au». Angeficht» de» Denkmals glaubt Redner Namens der Bürgerschaft Treue für Kaiser und Reich für alle Zeit aussprechen zu dürfen. Schon in den Freiheitskriegen habe die Bürgerschaft ihre Treue durch ruhmvolle Thaten bewährt, und so sei der Sinn der Bürgerschaft geblieben. Er dürfte stolz behaupten, daß staatsfeindliche Be- strebungen hier noch keinen Eingang gefunden haben. Und so soll c», so Gott will, auch in Zukunst sein. Redner schloß mit dem Ruf: Se. Majestät unser allergnädtgster Kaiser und König Wilhelm II. und Ihre Majestät unsere allergnädtgste Kaiserin und Königin Auguste Victoria fie leben immerdar hoch! „ ,
Ruhrort, 7. August. Das heute enthüllte Denkmal Kaiser Wilhelm» I. verdankt seine Entstehung der ur- eigensten Initiative von Ruhrorter Bürgern und ist auch au» deren Mitteln errichtet. Der Entwurf ist ein Werk Prof. Eberlein »- Berlin. Der Bronceguß der Figuren ist von der Acttengesellschaft vorm. Gladenbeck u. Sohn in Friedrich»- Hagen bei Berlin hergestellt, während die Steinhauerarbetten die Firma Gebr. Zeidler-Berlin ausführte. Das Denk- mal zeigt auf einem Postament von mächtigen Quadersteinen, aus deffen Mitte ein die Kaiserkrone und Aar tragender Obelisk gen Himmel strebt, die Gestalt Kaiser Wilhelms I. in Garde-Jnfanterie-Uniform, das Haupt entblößt, mit der Rechten den vorn wallenden Federbusch gezierten Helm haltend. Zur Linken vor dem Kaiser steht Fürst BiSmarck in Kürassier - Uniform, deffen linker Fuß auf dem Postament ruht, während der rechte auf die vorletzte der drei Stufen gesetzt ist. Beim Entwurf der Gruppe hat sich ihr Schöpfer die Kaiserproclamation in Versailles zum Vorbild genommen. Der Fürst hält mit beiden Händen das Document dieser Proclamation. Hebet den beiden Figuren schwebt ein Genius, die Palme in der Rechten, Jen Lorbeer in der Linken. Den Hintergrund bilden Fahnen und Helmzier- zu Füßen liegen Kanonenrohre. Von den Fahnen trägt die mittelste an der Spitze einen Kranz mit langen Schleifen. Recht» und links vom Denkmal auf einem Sockel de» Hnterbaue» befinden sich zwei Jdealgestalten: der Sieg und die Geschichte. Vor dem Unterbau ruht ein Löwe, welcher die rechte Pranke auf eine feindliche Fahne gesetzt hat. Die Inschrift des Denkmals lautet: „Dem Heldenkaiser Wilhelm I. und seinem großen Kanzler. Die dankbare Stadt Ruhrort."
Ruhrort, 7. August. Anläßlich der heutigen Denkmalsfeier wurde dem Generaldirector Thielen der Rothe Adlerorden dritter Klaffe, dem Bürgermeister Bemme1, dem Landrath Hammacher, dem Baumeister StelkeuS und dem AmtSgerichtSrath a. D. Carp der Rothe Adler- orden vierter Klaffe verliehen.
Leipzig, 7. August. Die „Leipz. Neuesten Nachrichten" melden au» Berlin: Wir haben schon vor Monaten auf die Absicht deS Fürsten Hohenlohe hingewiesen, nach Erledigung des Bürgerlichen Gesetzbuches die Gelegenheit zu einem glänzenden Abgänge zu benutzen und seinen Abschied zu nehmen. Wir haben damals einen heftigen Sturm gegen unS entfesselt, jetzt Ist die Zeit der Entscheidung nähergerückt, tote wir ja von vornherein annahmen, daß erst die Sommerserien zu Ende gehen müßten, ehe der Wechsel eintreten würde. Jetzt erhalten wir von einer Seite, bei der wohl eine genaue Kenntnlß der Vorgänge als natürlich vorausgesetzt werden kann, die Mittheilung, daß die Demission deö Reichskanzlers unmittelbar bevorsteht. Fürst Hohenlohe werde in Wilhelms- höhe seine Entlastung fordern. Al» Nachfolger werden Graf Hatzfeld und Freiherr v. Marschall genannt. Auch weitere Wandlungen seien nicht auSgeschlosten, so namentlich in der Leitung der Finanzen.
Wien, 7. August. Heber Mittel-Steiermark, sowie über Hngarlsch-Hradisch gingen gestern Nacht wieder heftige Unwetter nieder. Saaten und Ernte wurden vielfach vollständig vernichtet und viele Ortschaften theilweise zerstört. Der Blitz zündete vielfach und äscherte eine größere Anzahl Bauerngüter ein. Mehrere Flüsse traten au» und über- schwemmten d e Gegend.
Budapest, 7. August. Im Toronthaler Comltat werden seit dem 27. Juli ununterbrochen heftige Erdstöße ver- spürt. Viele Häuser sind dem Einsturz nahe. Die Bevölkerung campirt im Freien.
Brüx, 7. August. Zu den in der letzten Nacht hier stattgefundenen Erdsenkungen wird gemeldet, daß die An* * zelchen der Katastrophe gegen 1 Uhr plötzlich so drohend wurden, daß die Bewohner im Parterre de» Glaser'schen Hauses unter Zurücklassung aller Habseligkeiten in» Freie flüchteten. Bald darauf stürzte daS Hau» ein. Die noch im Hause befindlichen Personen wurden mit größter Mühe von 6er Feuerwehr gerettet. Die Trümmer deS Hause» gerieten hierauf in Braud. Fast zur selben Zeit stürzte auch daS HauS de» Baumeisters OpocenSky ein. Dämmt- liche umliegenden Häuser zeigen Riffe und Sprünge. Auch der westliche Thell deS Bahnhofs der Ausfig-Teplitzer Eisen- bahn hat sich gesenkt. Die Bahn mußte den Verkehr ein- stellen. Verluste an Menschenleben find nicht zu beklagen. Die Ursache der Katastrophe ist der Abfluß von Schwimmsand. Die umliegenden Schächte sind intact geblieben.
Triest, 7. August. Hier wurde eine Diebesbande verhaftet. Dieselbe hatte seit langer Zeit aus den Freihafenlagern große Mengen Colonialwaaren, besonder» Kaffee, gestohlen und damit einen schwnnghasten Handel getrieben.
Rom, 7. August. Gerüchtweise verlautet, der Minister de» Aeußeren habe diplomatische Verhandlungen mit Petersburg eingeleitet, um den Zaren zu bestimmen, dem König Humbert einen Besuch abzustatten.
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Sießen, den 8. August.
Für Forstwartaspirauten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog genehmigte eine zwischen dem hessischen Finanzministerium und der 25. Division für den Aushebungsbezirk de» Großherzogthum» getroffene Vereinbarung über die Einstellung und Ausbildung von Forstwartaspiranten beim ersten Großherzogl. Infanterie-Regiment Nr. 115. Die „Darmst. Ztg." veröffentlicht die Vereinbarung mit dem Hin zufügen, daß fie am 1. October d. I. in Kraft tritt, und daß auch Nlchlmilitärpersonen in die zu errichtende Forstwartschule eintreten können.
♦♦ Turnverein. Wie wir erfahren, hat der Turnverein in feiner letzten VorftandSfitzung beschlossen, die am vorigen Sonntag wegen regnerischem Wetter ausgefallenen Aufführungen im Laufe der nächsten Woche abzuhalten, um sämmtlicheu Festkartenbesitzern Gelegenheit zu geben, ihre Karren auSzunützen. Die vorgesehenen Pyramiden, lebenden Bilder, Fack.lreigen, verbunden mit Concert, Feuerwerk und | Tanz sollen alsdann in Stein» Garten zur Ausführung kommen. Nähere» wird noch durch Annoncen in nächster Woche bekannt gegeben.
Französischer Deserteur? In eine unerwartete Sltua* tlon ist kürzlich ein junger Oeconomie-Verwalter aus dem Rheinland im benachbarten Dutenhofen, Kreis Wetzlar, gekommen. Demselben wurde von einem hiesigen Stellen- Vermittler in Dutenhofen bei einem dortigen Landwlrth eine Stellung nachgewiesen. In einer Wirthschaft daselbst unter- hielt er sich mit einem zufällig anwesenden Herrn in franzö- sischer Sprache, was zur Folge hatte, daß alsbald derWirthschaftS- raum mit Neugierigen besetzt wurde. Der junge Mann begab fich nun zu dem ihn erwartenden Landwlrth, woselbst er alsbald von dem Ortspolizeidiener überwacht wurde. Eine Anzahl Bauern umzingelten das Gehöft und nun trat der Ortsvorsteher ein und frug den jungen Mann nach seinen Legitimation-papieren. Besondere LegitlmationSpopiere hatte derselbe leider in Gießen bei seinem seitherigen Principal liegen und ein Papier, daS er bet fich führte, wurde zu Un- recht als falsch beschlagnahmt. Hierauf wurde nun der arme Teufel verhaftet und in die nächste Wirthschaft abgeführt, von wo aus derselbe in Gewahrsam kommen sollte. Der Mann hatte also weiter nichts gethan, als mit einem Herrn fich französisch zu unterhalten, was schon genügte, um ihn als französischen Deserteur, Spion oder bergt, zu behandeln. Gegen baß Etnstecken hatte ber Stellungsuchende energisch protestirt unb so gelang es ihm schließlich, mit bem nächsten Zuge toteber nach Gießen zu gelangen. Anzeige wegen wlber- rechtlicher Freiheitsberaubung unb Beschlagnahme seines PapiereS hat der junge Mann bereits erhoben.
•• Für Gastwirthe. Die Bezeichnung „Zum Kaiser Wilhelm" barf neueren Bestimmungen zufolge ein Hotel nicht mehr ohne Weiteres tragen, vielmehr ist hierzu bie Erlaubnlß bes Kaiser» zu erbitten. Da» Clvilcabinet zieht, bevor bie Genehmigung erthellt wird, genaue Erkundigungen über die Person deS Eigenthümer» bei ber Polizei bes be-
in Darmstadt 2274 Hunde. Mainz hatte 2544, Offenbach 1369, Worm» 876, Gießen 753 Hunde.
= Lich, 7. August. Gestern sollte ein Bulle von hier nach Hattenrod verbracht werden. Unterwegs wußte sich der- selbe feiner Fesseln zu entledigen und eilte nun in wüthen- ber Welse im gelbe umher. Seine Führer unb andere in ber Nähe weilende Leute eilten erschreckt davon, einige Heb letten sogar auf Bäume. Nur ber inzwischen herbeigeholte Beterinärarzt Herr Dr. Rreuber von hier behielt kalte» Blut. Derselbe schoß nämlich mit seiner Büchse mit de« ersten Schuß ba» Thier nieber.
-o- Ostheim bei Butzbach, 7. August. Die hiesige Einwohnerschaft wurde heute Mittag zwischen 11 und 12 Uhr durch Feu erlärm in Aufregung versetzt. Ein sechsjähriger Knabe hatte den Holzstoß des BäckerS Stenger in Brand gesetzt, wodurch alsbald auch die angrenzenden Gebäude, ei, Holzschuppen und eine Scheuer entzündet wurden. Dieselbe, boten dem Feuer so viel Nahrung, baß fie in kürzester Zeit in hellen Flammen aufloberten. Obwohl bie hiesige Feuerwehr rasch zur Stelle unb ebenso btejenige au6 den umliegenden Orten Butzbach, Niederweisel, Hochweisel und Fauerbach so schnell als möglich herbeigeeilt war, gelang es nicht, deS Elementes Herr zu werden, und bald verkündigten auf- steigende Rauchwolken, daß auch die erst vor wenigen Jahre, erbaute stattliche Nachbarfcheuet des LandwirthS Steiner ii Flammen stand. Bon letzterer sind nur noch die massive, Steinmauern stehen geblieben, während bie oben angeführte» Gebäude vollständig nieberbrannten.
Seligenstadt, 6. August. Kürzlich wurde in einer kleine» Gemeinde ein merkwürdiges Pärchen unter außergewöhnliche» Umständen getraut. Der protestantische Bräutigam zählt 65, seine katholische Braut 58 Jahre. Er, Vater von 7 Kmder», tritt in seine fünfte, fie, Mutter von 6 Kadern, in ihre vierte Ehe. Die Civiltrauung vollzog ein katholischer Standesbeamter, die kirchliche Einsegnung ein evangelischer Geistlicher. Al» Organist fuagirte ein katholischer Lehrer und als Balgtreter ein israelitischer Bursche. Beim Einzuge deS Braut- Pärchens intonirte die Orgel daS holde Liedchen: „Stehst Du wohl, da ktmmt er" rc. und nach der Trauung: „Schier 30 Jahre bist Du alt!» N. H. B.
An» Rheinhessen, 7. August. Die Verwaltungsorgane unserer Provinz haben die generelle Weisung erhalten, ber fich bemerkbar machenden Vermehrung ber Wirtschaften auf bem Lande energisch entgegen zu treten.
August. Ein officielle» Petersburger Tele- ben Besuch be« Zaren für Enbe Sep-
Heraklion abgefahren.
Konstantinopel, 7. August. Der englische Botschafter forberte nochmals bie Pforte zur sofortigen Einstellung der Feindseligkeiten und strengen Einhaltung de» Waffenstillstände» auf Kreta auf und drohte mit einer Flotten- demonstration im Bosporus.
Wien, 8. August. Bel dem gestrigen Unwetter in Goeding (Mähren) kamen fünf Menschen um das Leben.
Lüttich, 8. August. Aus der hiesigen Filiale der bei- gischen Nationalbank wurden 2600 goldene 20 Frankenstücke gestohlen. Der Thäter ist ermittelt.
Rom, 8. August. Ueber das Befinden deS Papste» werden abermals ungünstige Nachrichten verbreitet. 4^3©
Pari-, 8. August. Hier cursirt da» Gerücht, Präsident Faure habe mit Kaiser Wilhelm ein Zusammen- treffen in OSborne bei der Königin Victoria.
Paris, 8. August. Von der französischen Münze sind 625 000 für bie russische Regierung geprägte Silber- rubel abgegangen.
H. Athen, 8. August. In Janina brach eine Misst- tarnt enteret au». Zwei Regimenter verweigerten ben Abmarsch nach Makedonien, zahlreiche Offiziere und Soldaten wurden verhaftet. Der Gouverneur erhielt mit Hilfe der treugebliebenen Garnison die Ordnung aufrecht.
August. Gestern haben 10,000 Muhamedaner auf Heraklion auSgeführt. Sie nahmen Christenhäusern und trieben deren Bewohner auf bie Straßen. Furchtbare ©eenen ereigneten fich habet, viele Personen find umgekommen. Selbst ba» russische Con- fulat wurde nicht verschont. Der Viceconsul Sarro» erlitt schwere Verletzungen. Der Bischof von Heraklion veröffentlicht einen Aufruf an baß Christentum, gegen ben fanatischen J-lam energisch einzuschreiten. Daß britische Krtegßschtff „Hoob" unb der französische Panzer „LinviS" find nach
treffenden Ortes ein.
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