Ausgabe 
9.4.1896 Erstes Blatt
 
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Paris. 7. April.Libre Parole- will wissen, daß das englische Gold in dem Cooslict zwischen der französischen Kammer und in der heftigen Campagne gegen das Cabinet Bourgeois eine bedeutende Rolle gespielt habe. England strebe auf jeden Fall eine Schwächung des Ansehens Frankreichs an.

Pari». 7. April. Wie verlautet, wird demnächst eine heftige Preß-Campagne gegen den Präsidenten Faure eingeleitet worden, infolge deren Präsident Faure zur Abdankung gezwungen und Casimir Perrier zur Wieder- Uebernahme der Präsidentschaft veranlaßt werden soll.

Petersburg, 7. April. Einer Blättermeldung zufolge werde« zum Empfang des Fürsten von Bulgarien große Vorbereitungen getroffen. In Odessa soll der Fürst von einer Ehren-Abtheilung Soldaten und den Spitzen der Militär- und Civilbehörden empfangen werden.

Petersburg, 7. April. Nach den neuesten eiugetroffenen Meldungen hat sich die Lage auf Corea verschlimmert. Der König befindet fich noch immer iM russischen Gesandt- schastS'Hotel. Dieser Tage drang ein Japaner dortselbst ein, um den König zu ermorden. Er wurde von der Wache festgenommen.

Konstantinopel, 7. April. In der griechischen Kirche am BoSporuS-Ufer brach infolge angeblicher Erdstöße eine Panik aus. Fünf Kinder und zwei Frauen wurden im Gedränge erdrückt, zahlreiche andere Personen verwundet.

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Gießen. 8. April 1896.

Kirchliche Dienstnachrichteu. lieber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887, die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eines Kirchenamtes nothwendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der Candtdaten der evangelischen Theologie: Ludwig Georgi aus Stein­bach, Friedrich Germer aus Klein-Linden, Emil Grüne­wald auS WormS, Friedrich HeddäuS auS Alzey, Gustav Mahr auS Eberstadt, Ernst A. Müller aus Wallertheim, Wilhelm Schäfer aus Birkenfeld, Ernst Schrimpf auS Butzbach, Carl Simon auS Münster und Heinrich Weinel aus Büdingen.

** Schuldienst - Nachrichten. Am 10. März wurde der Schulverwalterin Louise Egly zu Roßdorf, Kreis Darm­stadt, eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule daselbst übertragen- am 21. März wurde der von dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-Wertheiw-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg auf die 2. Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Btelbrunn, Kreis Erbach, präsentirte Schulamtsaspirant Ferdinand Weyrauch aus Offenbach für diese Stelle bestätigt- an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten Abraham Weinberg auS Allen- dorf a. d. Lda. eine Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Bürgel, Kreis Offenbach, am 25. März wurde dem SchulamtSaSpiranten Georg Carl Kopp aus Reinheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bischofsheim, Kreis Groß-Gerau, übertragen.

** Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt find: Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rembrücken, Kreis Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- und Kirchendtenft verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Rohrbach, Kreis Erbach, mit einem jährlichen Ge­halte von 900 Mk. Dem Herrn Grafen von Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu derselben zu.

** Strohecker - Ensemble. Der am Donnerstag nun definitiv stattfindende Theater-Abend dürfte sich aller Wahrscheinlichkeit nach zu einem der heitersten gestalten, den die an Theatergenüffen gewiß nicht arme Wintersaison auf- zuwetsen hat. Der urwüchsige Humor StroheckerS, die mitwirkenden Kräfte, unter ihnen das reizende Fräulein Mühlbach versprechen zweifellos einen vollen Erfolg. Wer lange nicht gelacht hat, soll seinen Muskeln diese höchst gesunde Bewegung gönnen, denn bei dem Schwank von A. StoltzeVerspecultrt" muß selbst der grämlichste Melancholiker auS der Rolle fallen und lachen.

** Theaterootiz. Wie uns soeben mitgetheilt wird, gastirt in der nächsten Woche hier im Leib scheu Festsaale daS Baseler Operettenensemble und zwar an 4 Abenden. Die Gesellschaft bringt hier unter Anderem ZrllerSOber­steiger" mit großartiger Ausstattung und Sullivans originelle japanische Operette:Mtcado" zur Aufführung. DaS Ensemble weilt gegenwärtig in Speyer und schreibt dieSpeyerer Zeitung" über ihr dortiges Gastspiel am 6. dS. MtS. Folgen­des: In ausgezeichneter Weise führte fich am Ostersonntag hier daS Operettenensemble aus Basel ein.Der Ober­steiger" errang einen durchschlagenden Erfolg. In erster Linie war daS dem Träger derjenigen Rolle zu danken, die der Operette den Namen gegeben, Herrn Victor Horwitz. Trotzdem der Sänger von vornherein mit seinen Stimme Mitteln etwas verschwenderisch umging, hielt er mit gleicher Kraft bis zu Ende au». Neben ihm zeichneten sich die Herren Alfred Bömly und Joh. Sieben aus. Sehr gut wurde die Comteffe Fichtenau von Frl. Lina Heßberger ver- treten. Die Dame hat Stimme, Schule und, was bei Sängerinnen oftmals nur sehr mangelt, auch Spiel. Ihr schloß sich würdig Frl. Mathilde Durand an. Lebhaften Beifall fand auch Frl. Gustl Ströhl. Der Besuch war gut. Weniger zahlreich war daS Publikum gestern- die Auf­führung desDon Cesar" aber nicht minder vorzüglich als die desObersteiger". Zu erwähnen bleibt noch da» aus­gezeichnete Zusammenspiel aller Betheiligten. Man sah, daß eine wirklich geschickte Hand da» Ganze leitet.

* Zur Beachtung für Wirthe. Diejenigen Wirthe, welche dulden, daß in ihren Localitäten deS NachtS nach 12 Uhr noch durch Musiciren, Gesang oder auf andere Weise ruhestörender Lärm verursacht wird, haben e» fich selbst zu- zuschretben, wenn ihnen sofort Feierabend geboten wird.

Zusammenstoß. In der Grünbergerstraße collidtrte gestern Nachmittag ein Fuhrwerk mit einem Handkarren. Der Karrenführer erhielt einen heftigen Stoß gegen die Brust und wurde zur Erde geschleudert. Die Ursache deS Zusammenstoßes war, daß der Fuhrwerks- und auch der Karrrnleaker nicht nach rechts auSgewichen waren, wie solche» im Artikel 271 deS Polizeistrafgesetzes vorgeschrieben ist.

Wasserverkauf au den Eiseubahnzügen. Eine Neuerung wird mit Beginn der warmen Jahreszeit auf manchen Bahn­höfen getroffen werden. Der Deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke hat kürzlich an alle Eisenbahn- Directionen die Bitte gerichtet, daß im Sommer an den Zügen auch frisches Waffer tu Flaschen und Gläsern zum Verkauf angeboten werde. Die Eisenbahnbehörden find zum Theil auf die Anregung eingegangen und wollen aus geeig­neten Bahnhöfen frisches Trinkwaffer zu einem billigen Preise (2 bis lOPfg.) zum Verkauf bringen. Hier und da geschieht daS übrigens schon, auch in Deutschland, z. B. vielfach in Württemberg. Jetzt ist die vom Verein erbetene Einrichtung versprochen für Baden und Bayern, ferner für die Directions- bezirke Magdeburg, Frankfurt a. M., Bromberg, Stettin, Berlin, BreSlau, Kaffel und Kattowitz. Viele Reisende werden für die Neuerung gewiß dankbar sein.

* Einweihung des KyfshauserdeukmalS. Die Mitglieder der Hasfia, welche an der Einweihung deS KyffhäuserdenkmalS am 18. Juni d. I. theiloehmen wollen, haben sich eine Be­scheinigung der Zugehörigkeit zur Kriegerkameradschaft Hassia von ihrem DeretnSvorfitzenden auSfertigen zu laffen. Diese Bescheinigungen sind durch die Bezirksvorsitzenden an den Verbandsrechner, Herrn Hauptmann d. L. Waldecker in Darmstadt zur Abstempelung einzusenden mit Angabe der Station, von welcher die Reise angetreten wird. Meldungen für Quartier (mit oder ohne Bezahlung) und Meldungen der Mitglieder, welche auf Wagengestellung (der Platz zu 3 Mk.) rechnen, müssen ebenso wie die Bescheinigung bi» zum 15. April in den Händen des Herrn Waldecker sein. Für die Hasfia-Mitglieder, welche nach dem Kyffhäuser in der Zeit vom 15. bis 20. Juni reisen, werden bekanntlich Fahr­karten für die dritte Wagenklaffe zum MilitärsahrpretS auS- gegeben. ____________

n. Friedberg, 6. April. Um dem lästigen Betteln der Handwerksburschen entgegenzutreten, wurden vor einiger Zeit drei NaturalverpflegungSstationeu in unserem Kreis, nämlich in Friedberg, Butzbach und Groß-Karben errichtet. Mit jeder derselben ist nun vom 1. April ab eine ArbeitSvermittelungsstelle verbunden. Jede führt darum ein Derzeichniß von Arbeit- und Arbestersuchenden. Der vor­sprechende Arbeiter kann nur dann auf Verpflegung rechnen, wenn er bereit ist, eine Arbeit anzunehmeu. Will er dies, so wird er mit einem Coutrolschein versehen, welchen er dem Arbeitgeber bei seinem Eintritt überreicht. Dieser hat den Schein, der auf einer bereits frankirten Postkarte gedruckt ist, auSgefüllt der Station zurückzusenden und beim Austritt dem Arbeiter eine Arbeitsbescheinigung zu übergeben. DaS Arbeitsuchen ohne Controlschein ist dem Wanderer verboten. Die Bürgermeistereien find ausgefordert, die Poltzeiorgane zum strengen Einschreiten gegen die Wauderbettelei anzu­weisen. Wenn durch genügende Betheiligung sich ein Be- dürfniß nach vermehrtem, gewerblichem Unterricht zeigt, will der hiesige OrtSgewerbeverein einen SommercursuS an der erweiterten Handwerkerschule einrichten.

4- Büdingen, 7. April. Ihre Königliche Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin trafen heute Nachmittag mit Extrazug zum Besuche der Fürstlichen Familie hier ein. Die Stadt war auS dieser Veranlaffung mit Fichtenbäumen, Fahnen, Guirlanden, Kränzen rc. prachtvoll geschmückt und in der Bahnhofstraße eine Ehrenpforte er- richtet worden. Die Schulkinder, Schüler des hiesigen Gym­nasiums und die hiesigen Vereine bildeten Spalier von der Ehrenpforte bis zum Schlöffe. Der Stadtvorstand, die Ver­treter der hiesigen/Vereine sowie die Kriegervereine und die Reserve- und Landwehrosfiziere des Bezirks Büdingen hatten auf dem Bahnsteig Aufstellung genommen und Ihre König!. Hoheiten begrüßt. An der Ehrenpforte waren eine Anzahl weiß gekleideter Festjungfrauen versammelt und eine der­selben überreichte Ihrer König!. Hoheit der Großherzogin ein Bouquet. Heute Abend veranstalten die hiesigen Vereine einen Lampionzug in den Schloßhof, woselbst der hiesige Gesangverein Lieder vortragen und ein Festgenoffe eine An­sprache an die hohen Herrschaften halten wird. Auf morgen früh 10 Uhr sind die Spitzen der hiesigen Behörden zur Audienz bet Sr. König!. Hoheit befohlen. Die Rückreise deS Herrscherpaares wird morgen Nachmittag erfolgen.

Althrim, 30. März. Am gestrigen Sonntag wurden in unserem Orte zwei Kinder zur Taufe in die Kirche gebracht. Zwei Familien de» OrteS waren beide in der glücklichen Lage, je einem Sprößling die Taufe zu Theil werden zu laffen. Der Act wurde auch vorgenommen, und ruhig brachte man die Kleinen wieder nach Hause, um sich dann dem Kindtaufschmause hinzugeben. Wer beschreibt aber daS Erstaunen, als gegen Abend die eine der Frauen ent­deckte, daß auS ihrem Knaben ein Mädchen geworden! Sie wickelte es sofort, um eS auszutauschen, als auch schon von der anderen Seite ihr der verwechselte Sprößling mit Dank retournirt wurde.

Darmstadt, 7. April. Medicioalrath Küchler wollte heute in seinem Wagen einen- Schluck Sherry nehmen, ver­griff fich aber in der Flasche und nahm Carbol. Sein Zustand ist sehr gefährlich, aber nicht hoffnungslos. Herr Küchler ist einer der meistbeschäftigten hiesigen Aerzte und seit Jahren Stadtverordneter. F. Z.

Dillenburg, 7. April. Wir machen hiermit darauf aufmerksam, daß der nächste Vieh- und Krammarkt hier am Montag drn 20. April und nicht, wie in den Kalendern angegeben, am 9. d. M. stattfindrt.

Frankfurt i. M., 7. April. Ein Dienstmädchen hatte- mit seinem Geliebten gestern dis nach Mitternacht ein Tanz- local besucht, dann aber, so erzählt der Polizeibericht, geriech daS Paar in Streit, und infolgedeffen stürzte fich heute früh um vier Uhr das Mädchen auS dem zweiten Stockwerk feiner in der Eichwaldstraße belegeven Wohnung. Der hiozu, gerufene Arzt stellte schwere innere Verletzungen fest, und ließ da» Mädchen in da» Heiliggeistspital bringen.

Köln, 6. April. Gestern Nachmittag wurde im Rheinaa- Hafen die Leiche eines jungen Mannes an» Land gebracht, der seit CarnevalSdieoStag vermißt wurde. Der als Winzer verkleidete Mann war zuletzt i« Begleitung zweier Masken gesehen worden. Ein Arm der Leiche war verstümmelt. Die Behörde ist eifrig bemüht, den rärhselhaftev Vorfall aufzudecken.

Berliner Bewerbe - Ausstellung 1896. Entsprechend der hohen Bedeutung, welche die Berliner Maschinen. Industrie einnimmt, wird auch die Aurstellung dieser Gruppe auf der Berliner Gewerbe-AuSstellung 1896 hervor­ragend großartig und besonders intereffant sein. Die Gruppe Maschinenbau ist räumlich weitaus die bedeutendste der ge- sammten Ausstellung. Nicht weniger al» 17 000 Quadrat' meter Flächenraum find von der Gruppe in Anspruch ge­nommen worden. Davon entfallen allein 9400 Quadrat­meter auf die an da» Hauptgebäude angebaure große Maschinenhalle, 5000 Quadratmeter haben Aussteller i» Freien inne, 1000 Quadratmeter ist der Bodenraum b« für die Gas-Industrie bestimmten GaSpavillonS, 750 Quadrat- meter find mit au die große Maschinenhalle fich anschließeudw halboffeneu Hallen besetzt. DaS Keffelhaus mißt 600 Quadrat­meter, zwei Locomobilenhäuser endlich 200 Quadratmeter Die ca. 300 Aussteller der Gruppe, die fich auf sechs Untergruppen vertheilen, vertreten alle Zweige der Maschtnea- fabrikation - in jeder Branche betheiligen sich fast auSnahuS- loö die ersten Firmen an der AnSstelluno. Von der kleinster Schraube bis zum mächtigen Dampfkeffel und bis zur Dampfmaschine von mehreren hundert Pscrdekräften, von den gewöhnlichsten Apparaten bis zur vollständigsten Einrichtung von Betrieben aller Art, von der einfachen Eisenbahnschtevr bis zur pustenden Locomotive und zum eleganten Salon­wagen ist auf der Ausstellung alles zu finden, wa» zu» Maschinenbau gehört. 12 große Dampfkeffel zur Speisung der Betriebsmaschinen für die electrische Beleuchtung stehen als imposantestes Ausstellungsobject im Keffelhause. Nicht nur die ersten Berliner Firmen, auch Maschinenfabriken von außerhalb: auS Gumbinnen, Freiberg i. S., Sachsenhausea bei Frankfurt a. M. und Dürrn haben Keffel dort eingestellt Der größte Theil der in der Gruppe ausgestellten Fabrikate, Apparate, Maschinen rc. wird im Betriebe gezeigt werden, sodaß fich dem Besucher ein feffelnde» Bild von den Leistungen der Maschinen-Industrie darbieten und auch der Laie de» Jntereffanten genug zu sehen haben wird. Zwei grofct Maschinenfirmen bauen Dampfmühlen, die mit vollständiger Einrichtung im Betriebe vorgeführt werden. Bor den Augen deS Publikums wird in einer Dampfwäscheret und Plätterei schwarze Wäsche gewaschen und wieder gebrauchsfertig ge­macht. Eine Ztegelpreffe mit Walzwerk und Walzenspeist- apparat fabricirt mit größter Geschwindigkeit und Sicherheit Ziegelsteine. Einen Begriff von der Vervollkommnung der Bnchdruckkunft werden die in Thätigkeit gezeigten Buchdruck-, Steindruck- und RotationS - Schnellpreffen geben. Eine complette Brauerei-Einrichtung und eine Spiritus Brennerei werden das größte Jntereffe erregen. Die in der Maschinen Halle untergebrachten Betriebs - Dampfmaschinen für die Dynamos zur electrifchen Beleuchtung, Maschinen von ge­waltigen Dimenfionen und 100 bis 300 HP, werden einen HauMmztehungSpunkt für die Besucher bilden. Eine Anzahl speciellerer Betriebe und Einrichtungen, wie eine vollständige Schmiede, eine Molkerei-Anlage, Fabrikation von Silber waaren, ein Pulsomeler zum Betriebe deS Wafferfalle» und von Springbrunnen, ein Bohrthurm für Tiefbohrungen, eint Luftdruck - Wasserleitung u. a. m. bekunden ebenfalls die Leistungsfähigkeit der Maschinen - Industrie. Größere und kleinere Maschinen und Apparate jeden Genre» Nk alle Arten Industrien, für Metallfabrikation, Holzbearbeitung, Buch' druckeret, NahrungS- und Gcnußmittelsabrikation, GaS- uni Wasseranlagen, Textil- und Bekleidung»,ndustric, werden i» reicher Anzahl im Betriebe bezw. in Thätigkeit vorgesührr werden. Besonders reichhaltig ist die GaS-Industrie ver­treten, die ein eigenes Gebäude, den Gaspavillon, in An­spruch genommen hat, den sie mir ihren AuSstellungSobjectea großartig auSstattet. Allabendlich wird dieser Pavillon außen und innen durch GaS- und GaSglühlicht in hellstem Lichte erstrahlen.

Köstritz, 5. April. Die seit zwölf Jahren in Köstritz bestehende Gärtner-Lehranstalt ist im lausenden Winter- Semester von 92 Berufsgärtnern besucht worden und gehön demzufolge zu den stärkst besuchten gärtnerischen Fachscholev. Der Nationalität nach gehören 56 Preußen, 31 den übrige» Bundesstaaten und die übrigen dem Auslande an. Der Stand der Väter war bei 6 hohe Militär- und Staats­beamte, bei 13 Professoren, Directoren und Lehrer, bei 6 Pfarrer, bei 6 Aerzte und Apotheker, bei 13 Hofgärmer und Gärtnereibefitzer, bei 16 Kaufleute, bei 11 Fabrikanten und Techniker, bei 28 Verschieden. In Folge der zunehmen­den Bedeutung des Gartenbaues und de» in immer weiteren Kreisen eindringenden Sinne» für Gartenbau und Garten­kunst, entschließen fich bei der Ueberfüllung in allen Berufen immermehr Eltern dazu, ihren Sohn, sofern er Sinn für die Naturwissenschaft besitzt, sich der Gärtnerei zuwenden zu Ulten- Don Jahr zu Jahr wächst da» Bedürfniß an gärtnerischen Erzeugniffen und die Nothwendigkeir, den Boden auf die intensiveste Weise au»zuuutzen, wa» nur durch Gartenculrur möglich ist. Köstritz, an den AuSläufen de» Thüringer Walde» gelegen, ist seit dem Anfang de» Jahrhundert» Sitz aus­gedehnter Gartencultureu und besitzen seine Gärtnereien Weltruf. Wer vor der Frage steht:Wa» soll unser Sah"

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