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6. August. Nach ch« lutherischer Semei
daß Kind ansehen zu dürfen. Hierauf großer Protest. DaS Sind sei krank und dürfe nicht gestört werden,- die klugen Finanzer aber ließen sich kein L für ein U vormachen, und zogen den Vorhang zurück, der bestimmt war, daS Kind vor ben Sonnenstrahlen zu schützen. Zu ihrem Erstaunen fanden sie auf den Kiffen eine prächtige — Puppe, der Wagen selbst ober enthielt, wie sich bet näherer Besichtigung ergab, in verschiedenen Blechcaffetten ein halbes Hectoliter Spiritus. Shin wurden Wagen, Mama und Kindermädchen zum Magi- frat geführt, von wo die Mama" nach erfolgter Einver- »ahme entlasten, während daS Kindermädchen dem Gefangenen- Haufe eingeliefert wurde.
* Deutsche Schulen in Pari«. Die deutsche Zeitschrift für ausländisches Unterrichtswesen gibt interestante Aufschlüste über deutsche Schulen in Paris. Seit 1855 entstanden in ben verschiedenen Stadttheileu eine Reihe deutscher Elementar- schulen für die, meist der armen Arbeiterklaste angehörigen «Inder. Mit dem AuSbruche des Krieges von 1870 wurden tiefe mit so großen Opfern unterhaltenen Anstalten aufgehoben. Doch entstand 1876 im Stadttheil La Vilette eine Armenschule mit 90 Schülern, welche schon 1882 die Zahl von 360 Schülern erreichte. Eine andere Schule in St. Marcel (Quartier Mouffetard) sollte aus Mangel an Schülern etu- gehen, blühte aber neuerdings wieder auf. Da die Eltern bft Kinder meist nur ganz mangelhaft französisch sprechen, unb fast nur mit Landsleuten verkehren, so wird der Zu- sammenhang mit dem alten Vaterlande durch die Schule auf. rechterhalten. Belm Besuche französischer Schulen würden die Kinder der armen Arbeiter, überwiegend Hessen und Pfalzer, die Muttersprache verlernen, und die elterliche Er- ziehmog würde wenig wirkfam sein. Auch pflegen die Eltern sehr häufig nach 8—10 Jahren wieder in die Hetmath zurückzu- , kehren, um ihr verpfändetes Elgenthum einzulösen, oder einen kleinen Besitz zu erwerben. Für die Militärpflicht der Söhne in Deutschland würde die in französischen Volksschulen erlangte rein französische Bildung wenig zweckentsprechend sein. Die Pariser deutschen Ärmenschulen, für Angehörige jeder tzousefsion zugänglich, find nach dem Muster unserer 1- bis Lklusfigen Volksschulen eingerichtet- natürlich bleibt die fran- Mche Sprache nicht unberücksichtigt Die deutschen Arbeiter- slwtlten halten viel auf diese Schulen, welche selbst von Kindern aus den entlegensten Vierteln (Batignolles, Clichy) besucht werden. Auch Frauzosen suchen um Aufnahme für ihre Kinder nach. Weit entfernt wohnende Kinder erhalten im Schulgebäude ein Mittagbrod, bestehend auö einem Teller Suppe, einer Düte gerösteter Kartoffeln und einem Stück vrod, — Alles für 5 Centimes. Auch besteht in dec viel von armen Deutschen bewohnten Rue de Crimee neben der Schule noch eine Kleinktnderbewahranstalt. Die Aufgabe der Leh-rer ist oft sehr erschwert, da eß gilt, den schlimmsten Elvflüffen im Hause entgegeuzuarbeiten. Von den Eltern tuhib ein kleines Schulgeld von 1 Fr. für jedes Kind monatlich (für ein zweites Kind 50 Cent.) erhoben. Der deutsche Kaiser gewährt eine Spende von jährlich 8000 Fr. und bei Großherzo g von Hessen von 2000 Fr. Die übrigen Kosten werden durch Sammlungen in Deutschland vnd aus Beiträgen der deutschen Colonie aufgebracht. Die französische Regierung stellt sich freundlich und wohlwollend za diesem Werke. Eine höhere deutsche Knabenschule existirt in Paris nicht- eine höhere Töchterschule ist im Entstehen begriffen. Alle diese Schulen wurden oder werden von Protestanten ins Leben gerufen. Für die Schulbedürfniffe deutscher katholischer Kinder sorgt die Jesuttenmisfion (Rue La- fayette). Der Unterricht wird durch Schulbrüder und Schul- schweftern ertheilt. DaS Unternehmen steht unter österreichischem Schutze.
♦ Die Fahrradsteuer brachte im Jahre 1895 in Paris 2436770 Fcancs ein. Für dieses Jahr erwartet man eine Steigerung um 800000 Francs. Jedes Rad wird m.t 10 Francs eingeschätzt.
* Ein kleines 18 Fuß langes Ruderboot, in welchem z«et Leute die Fahrt über den Atlantischen Oceau
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i» rlieutevant v. ®oeU’ IU Rastatt,
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ton Newyork aus antraten, ist glücklich in Sctlly eingetroffen. l)le Fahrt hat 55 Tage gedauert.
* Keine Pferde in Washington. Jüngst wandte sich ein Pferdehändler in Nebraska brieflich an einen in der LanLeShauptstadt Washington wohnenden Geschäftsfreund mit itr Anfrage, ob er dort Pferde verkaufen könne. Letzterer irtheilte hierauf folgende Antwort: „Die Leute iu Washtngtou fahren auf Zweirädern, die Straßenbahnen werden durch tzlectricität betrieben und bet der Regierung werden Esel irrwendet. Wir brauchen demnach keine Pferde.
* Meeresströme und Flaschenposten. ES dürste im Binnen- tnbe wenig bekannt sein, daß die Erforschung der MeereS- fiömungen nur durch die ausgiebige und planmäßig an- ^ordnete Verwendung von sogenannten Flaschenposten möglich Wacht wird. Die hydrographischen Institute, wie in Deutsch 'M die Seewarte, vertheilen an die SchiffScapitäne Zettel Bit der Weisung, sie an bestimmten Stellen der Oceane, in Aschen gesteckt über Bord zu werfen. Die Zeit und der
der Aussetzung, sowie der Name des Schiffes, von dem it über Bord geworfen worden find, werden auf dem Zettel bemerkt, ferner eine Aufforderung an den Finder, den Zettel ivler Angabe des OrtS und des Datums der Auffindung an t»r nächste Confulat oder die erste beste Hafenbehörde ein- Duden. Gelangt nun eine solche Flasche irgendwo an den Strand und wird dort aufgefunden, so läßt sich aus dem Hltanterschiede ein Hinweis auf die Richtung und Stärke -irr Strömungen gewinnen, die in dem in Betracht kommenden MereStheike herrschen. Die Methode kann natürlich auf ßtMdwelche Genauigkeit keinerlei Anspruch machen, da nicht angenommen werden darf, daß jede Flasche sofort nach dem AnlandspÜlen aufgefunden wird. Ferner kommt in Betracht, tiB Wind und Seegang, ganz unabhängig vom Strom, den Leg der Flasche beeinflussen können. Immerhin giebt es aber bislang kein zuverlässigeres Mittel zur Feststellung der Suvmungen, und so unvollkommen auch die auf vorstehend Si'h riebeue Weife erlangten Resultate sein mögen, sind sie
>och noch immer das Beste, was nach Lage unsrer heutigen HülfSmittel erlangt werden kann. Freilich muß bei den Schlußfolgerungen aus den diesbezüglichen Daten äußerste Vorsicht angewandt und allen mitwirkenden Faktoren Rechnung getragen werden, da man sonst leicht zu Trugschlüffen gelangen kann. Ein in dieser Hinsicht intereffantes und lehrreiches Beispiel lieferte eine am 15. Juni am Strande von Watling Island, der Insel, auf der ColombuS auf seiner WelteutdeckungSreise zuerst landete, aufgefundene Flaschenpost. Sie war, wie der Zettel auSwieS, am 30. Juli 1892 in 40® N. und 62° W., also etwa 600 Meilen östlich von New-Aork, von dem Schiffe „Sapolio" über Bord geworfen. Die Annahme, daß sie auf mehr oder weniger geradem Kurse nach dem Ausfindungsorte gelangt ist, würde aber allen physikalischen Gesetzen widersprechen. Die von der Flasche zurückgelegte Reise kann daher nur in der Weise erklärt werden, daß der Findling sich zunächst mit den vorherrschenden Strömungen nach Europa zugewendet, dann an der spanischportugiesischen Küste entlang nach Süden versetzt worden ist, bis er an der afrikanischen Küste nahe dem Aequator in den auf die brasilianische Küste zu setzenden äquatorialen Rückstrom gelangt ist, und dann weiter an den Antillen vorbei nach der AusfindungSstelle getragen wurde. Zu dieser Rundreise durch den Atlantik hat die Flasche rund vier Jahre gebraucht, vorausgesetzt, daß sie sofort nach dem Anspülen an den Strand aufgefunden worden. Ein merkwürdiger Zufall ist es übrigens, daß das Schiff „Sapolio", von dem aus die Flasche ausgesetzt wurde, nach PaloS, dem Hafen, von dem Columbus feine Reife angetreten hatte, bestimmt war, während die Flasche selbst an der Westküste von Watling Island angetrieben ist, wo der große Entdecker bekanntlich gelandet sein soll.
* Leuchtende Abendgesellschaften find jetzt baß Neueste in den französischen feineren Kreisen, und Sucher nach neuen Excentricitäten werden sich beeilen müffen, die Abendgesellschaft zu imitiren, welche kürzlich in Parts gegeben wurde. Bet derselben war nämlich keine regelrechte Beleuchtung vorgesehen, sondern die Decke, Wände, Gardinen, Möbel, Geschirr, kurz all ß nur Mögliche strahlte und leuchtete auf ge- heiwntßvolle Weife. Die Gegenstände waren zu diesem Zwecke mit einem leuchtenden Pulver bestreut, welcheß von einem Profeffor der französischen Akademie der Wlffenschaften erfunden worden ist und selbst die Gesichter, Arme und Schultern, sowie die Costüme der Damen in Hellem Lichte erstrahlen läßt, wenn man dieselben damit einpudert.s
* Rosen Automaten. Der Zehnpfennig - Automat, der anfänglich nur darauf ausging, Genüffe für den Gaumen und den Magen, wie Chocolade, Bonbons, Cognac, Cigarren und Ctgaretten u. dergl. m. zu spenden, gewinnt mit der Zeit poetischere Züge und hat sich neuerdings auch auf die Abgabe feinerer Freuden dieses Daseins verlegt. In Paris kannte man schon vor wenig Jahren einen automatischen Apparat, der Einem gegen den festgesetzten Obolus ein kleines Quantum Parfum inß Taschentasch tröpfeln ließ- in der Berliner Gewerbe-Ausstellung, Abtheilung für Gartenbau, macht die gefühllose Maschinerie bereits den Blumenmädchen Concurrenz und verkauft „Rosen, die blendenden, balsamverschwendenden". Der von einem Berliner erfundene Apparat ist sehr sinnreich und praktisch gebaut. Er sunktiouirt mittelst einer Trommel. In dem vollständig gefüllten Apparat find 60 Rosen enthalten, die sich in ebensoviel Gläschen mit Waffer befinden. Nach Einwurf eines Zehnpfennigstückes rückt ein mit der Trommel verbundenes Zahnrad um einen Zahn weiter- eine Klappe öffnet fich unb der Käufer hat ein Gläschen Wasser mit einer Rose vor sich. Der Betreff nde nimmt fich die Rose auS dem Glaß und die K'appe schließt fich wieder.
♦ Ein praktischer Arzt. Wie die „Presse Medicale Belge" erzählt, lebt in Ecoffe (Belgien) ein praktischer Arzt NamenS Harrey, dessen Clientel sehr ausgebreitet ist. Ganze Tage verbringt er auf feinem zweträdigen Wägelchen, um feine Kranken zu besuchen, deren Wohnort von dem seinigen oft sehr entfernt ist. Er hat dabei die Gewohnheit, stets einige Brieftauben mit fich zu führen- im dringenden Falle läßt er eine Taube als Träger feiner Recepte los. Sobald der geflügelte Bote im Taubenschlage eintrifft, untersucht ein Diener deS Arztes das Thierchen, schaut unter die Flügel, nimmt daS darunter befindliche Recept heraus, trägt es sogleich zum Apotheker und begibt sich dann ungesäumt mit dem Medikament zum Kranken zurück. Dr. Harrey pflegt noch bet Kranken, deren Zustand eine Verschlimmerung besorgen läßt, eine oder mehrere Tauben zurückzulassen, die ihm im Fall der Dringlichkeit Nachricht geben, worauf er sich sofort zum Kranken begibt.
* Wer ist der Lump? Inhaber eines KleiderladenS: „Hier wird nichts gegeben!" Fremder: „Sie halten mich für einen Bettler?" — „Na, so sehen Sie doch aus ! — „Sckurke, das wollte ich ja eben hören — das ist nämlich der Anzug, den ick vor vierzehn Tagen bei Ihnen gekauft habe.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos unb I. 3JL Schulhof.
Bremen 6 August. (Per transatlantischen Telegraph., Der Schnelldampfer Havel, Capl. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten m Newyork angekommen.
Bremen, 6. August. Mer wmsallantNchen T-Iegr-A Der Postdampfer Bonn, C-pt. A. WMckel, vom Norddeutichm Llopd in Bremen, ist heute 1 Uhr Morgens wobld-hallen in Newyork angekommen. r n _
Bremen, 6 August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Dresden, Capitän H. Langgüter vom Nordd. Aoyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten in Baltimore angekommen. ______
— Der Postdampfer „Nederland" Antwerpen ist laut Telegramm am Philadelphia angekommen.
der „Red Star State" in
5. August wohlbehalten in
Citeratur und Xanft /
Im (5. H. Beck'scben Verlag (CScar Beck) in München beginnt oeben eine illustrirte Packtausgade des bekannten Meisterwerkes des Pfarrers Karl Klein von Fröschmetler: r9ftdf<6h>tilet Chronik. Kriegs- und Friedensbilder aus dem Jahr 1870/71" zu erscheinen. Der Illustrator des Werkes ist Ernst Zimmer, derselbe, der sich durch seine Illustration von Hauptmann Tanera's „Ernsten und heiteren Erinnerungen eines Ordonnanzoffiziers im Jahre 1870 71", welches Werk im vorigen Jahre im gleichen Verlag erschienen ist, einen hochgeachteten Namen gemacht hat. Der große Kreis derer, die die „Fröschweilkr Chronik" schon kennen, wird die Miltheilung von dem Erscheinen einer illufirirten Autzgabe mit ungethetltem Beifall begrüßen. Diejenigen, die dieses prächtige nationale Volksbuch noch nicht kennen, werden dankbar sein, wenn sie sich durch dleseZeilen bestimmen lassen, seine Bekanntschaft zu suchen. Im Gegensatz zu dem kampfesfrohen jungen Soldaten, der unS in Tanera's Erinnerungen seine persönlichen Erlebnifie und Abenteuer während des großen Krieges in mehr als einem Dutzend größerer und kleinerer Schlachten und Gefechte erzählt, berichtet uns in der „Fröschweiler Chronik" der Ortspsarrer von Fröschweiler, jenem heitzumstrittenen Mittelpunkt der blutigen Schlacht von Wörth, in der im Jahre 1870 die erste große Entscheidung fiel, zunächst von den Leiden, welche die bürgerliche Bevölkerung einer mit dem Krieg überzogenen Landschaft Heimsuchen, und zwar thut er dies mit voller geschichtlicher Treue, zugleich aber mit wunderbarer Anschaulichkeit unb fesselnder Lebendigkeit Die „Fröschweiler Chronik" zeigt den Krieg mit allen seinen Schrecken, wie er in der unmittelbar von seinen Schlägen getroffenen Gegend mit elementarer Gewalt das tägliche Leben erschüttert und die Volksseele in ihren tiefsten Tiefen aufwühlt. — Wie wir der uns vorliegenden ersten Lieferung des neuen Prachtwerkes entnehmen, hat der Illustrator von Kleins berühmtem Bucke, das (nebenbei bemerkt) in ntcht- illustrirter Gestalt schon 13 Auflagen erlebt hat, auf dem Schlachtfeld von Wörth und in der wetteren Umgegend ausgedehnte Localstudien gemacht. Seine Zeichnungen stehen denn auch an Wahrheitstreue nicht hinter dem T«xle zurück. Das geschriebene Wort ergänzt und belebt er durch seinen Stift, fo daß auch, wer das Buch längst kennt, durch die Illustration neue Eindrücke und Anschauungen empfängt. Die erste Lieferung ist außer mit 25 lebensvollen Text- bildern mit 2 prächtigen doppelseitigen Vollbildern („Der Wörther Hohl am Abend beS 22. Juli 1870" und „Der Ueberfall der Abtheilung des Grafen Zeppelin im Schirlenhof — 25. Juli 1870") und einem Vollbild („Graf Zeppelin und der Wendltngpeter") geschmückt. — Das Werk erscheint in 14 Lieferungen zum Preise pon 50 Psg. und soll bis Weihnachten vollständig vorliegen. ES fei mit dem Bemerken von uns empfohlen, daß es, wenn vollständig geworden — zum Schluß wird eine elegante Einbanddecke in Aussicht gestellt — ein prächtiger Schmuck auch für den Weihnachtstisch dieses Jahres zumal der deutschen Jugend zu werden verspricht. Wir gedenken beim Fortschreilen darauf zurückzukommen.
^cr^ehliche Anzeigerr öet Stabt Gietzeir.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
Sonntag, den 9. August. 10. Sonntag nach Trinitatis.
I« der Gtadtkirche.
Vormittags 7°/« Uhr: Pfarrer Schlosser.
Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten der Matthäus- gemeinde.
Vormittags 9>/« Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. PfarrerDingeldey.
I« der Joha««eSkirche.
Vormittags 7°/« Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten der JohanneS- gemeinde.
Vormittags 9*/s Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Katholische Gemeinde.
(Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.)
SamStag den 8. August.
StachmittagS um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag den 9. August. 11. Sonntag nach Pfingsten.
Dornrttra^s von t>’/> Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;
„ um 6i/i Uhr erste hl. Meffe;
„ um 7*/i Uhr AuStheilung der hl. Communion;
„ um 8 Uhr zweite hl. Meffe;
„ um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt;
Nachmittags um 2 Uhr: Herz Jesu Andacht.
GotteSdimst der israelittschen ReligionsaeseMchaft-
Freitag Abend 730 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Predigt, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang S46 Uhr.
Nachmittag 3" Uhr SchrifierklLrnng. Wetzsteingaffe 8.
Wochengottesdienst Morgens 6” Uhr, Abends 7 Uhr.
Witter«rrgsbericht vom 6, August.
Während das Maximum über dem Nordwesten fortwährend an Intensität gewinnt, tft gleichzeitig der hohe Druck von dorther weiter ostwärts vorgeschritten, lieber Süd- unb Ost-Europa lagert nieberer Druck. Die beiden Depresfions-Centren im Norbosten beß Erbtheils unb über Ober-Italien stnb durch eine über bas Alpengebiet, Süd-Bayern unb bte österreichischen Länber verlaufenbe Furche mit einanber oerbunben. Bei bieser Druckoertheilung bauert ta Sübbeutschlanb das unbeständige Wetter fort. Nur in der Pfalz war am Morgen die Bewölkung etwas geringer. Sehr bedeutende Niederschl-gsmengen fielen in der Südschweiz (in Lugano seit gestern 98 Mm.).
Zunächst noch Fortdauer des unbeständigen Wetters.
Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 7. August, Mittags zwischen 11 und 12 llhrr Waffer 15, Luft 13°.
Rübsamen'fche Badeanstalt.
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Hüttenarbeiter, Schlaffer, Eisenarbeiter rc. beschmutzen bei der Arbeit ihre Kleider — das theuerste Material deS ArbeitSmannes — am meisten, und muß deshalb jede sparsame Frau ein Waschmittel Taufen, das die Wäsche schont, und doch gut reinigt. Wenn sie Luhn’s Wasch-Extraet D.B.P. 82424 kauft, halten die Arbeitskletber doppelt so lange; bieS kann sie burch einen Versuch bald herausfinden.


