Ausgabe 
8.1.1896
 
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Ju bew gestrige» Berich« über den Verlauf der Volks-Versammlung bett. Errichtung eines Volks- Schwimmbades wurde in der Liste der Name des Herrn F. C. B. Koch vergessen, welchen wir hiermt nachtragen.

§ Srunberg, 6 Januar. Der Würgengel Diph- theritiS tritt zur Zeit in unserer Stadt auf und hat bereits zwei Opfer gefordert, ein Kind und den einzigen 16jährigen Sohn eines hiesigen Kaufmanns. Die gegenwärtige feucht­neblige Witterung ist dem Auftreten von Kinderkrankheiten überhaupt sehr günstig- sehr häufig berichtet man über vor­kommende KrankheiSfäÜe bei den Kindern.

Friedberg, 6. Januar. Der vor Jahresfrist hier unter dem Vorfitze von Lehrer Knaup von Heldenbergen inS Leben getreteneGeflügelzuchtverein Friedberg" hat fich in seiner letzten Generalversammlung zu einem Wetterauer Geflügelzuchtverein" umgestaltet. Präsident desselben ist nunmehr Geh. Regierungsrath Dr. Braden, Bicepräfident Kreisamtmann Schliephake, während Lehrer Knaup alS Secretär die Geschäfte des Vereins leitet. In den Vorstand find ferner der Dirigent der Ackerbauschule Dr. v. Peter und LandwirthschaftSlehrer K. Reichelt ein« getreten. Am 6., 7. und 8. März d. Js. wird der Verein hier eine größere Ausstellung aller Arten von Zier- und Nutzgeflügel, als Hühner, Gänse, Enten, Tauben, Pfauen usw. veranstalten, die nach den bis jetzt getroffenen Veranstalt­ungen recht intereffant zu werden verspricht.

§ Nieder Moos, 4. Januar. Dem Landwirth Paul Eifert auS Metzlos Gehaag ging heute oberhalb Metzlos daS Pferd durch. Eifert konnte das Thier nicht halten, der Schlitten fiel um, und wurde Eifert eine Strecke geschleift, da er unter den Schlitten kam. Eifert erlitt mehrere Verletzungen, u. A. einen Armbruch.

-e- Herbstein, 6. Januar. Einem hiesigen Fabrikanten wurde ein Stecken mit 10 bis 12 Wursten aus dem Schornsteine gestohlen.

§ Grebenhain, 4. Januar. Der Landwirth Hornung hier wollte gestern ein Pferd beschlagen laffcn. Unterwegs glitt daS Thier aus und brach ein Bein. Trotz sofort angewandter Hilfe wird daS Pferd (im Werthe von 800 Mk.) geschlachtet werden mÜffen.

§ AnS dem Kirchspiel Crainfeld, 5. Januar. In der evangelischen Kirche zu Crainfeld rourbe im vergangenen Herbst eine neue Orgel ausgestellt. An einem der letzten Sonntage versagte dieselbe nun während des Gottesdienstes den Dienst, sodaß ohne Orgel-Begleitung gesungen werden mußte. Allgemein ist nun in unserer ganzen Gegend daS Gerücht verbreitet, als ob dies die in einem Artikel im December 1895Aus Oberhessen" in dieser Zeitung er­wähnte Orgel sei, worin die Mäuse die Belederung abgesressen und ihr Heim aufgeschlageni hätten. Es ist dies jedoch nicht der Fall, sondern der Fehler liegt darin, daß durch die Feuchticckett die Lederklappen an den Stimmen erlahmten, weil die Orgel etwas nahe an der Wand steht, die der Feuchtigkeit ziemlich ausgesetzt ist.

D An» dem Kreise Alsfeld, 6. Januar. Gegenwärtig besucht die Schulen unseres Kreises, auch Gesang« und andere Vereine ein Besitzer eines Edison'schen Grammophons mit Namen Schlichteisen aus Erfurt. Die Vorführungen dieses Interpreten unterscheiden sich hauptjächlich von anderen Reisenden, die mit Meerschweinchen, GeschwindigkeitS- und anderen Kunstsrücken die Schulklaffen besuchen, dadurch, daß sie wirklich belehrend und intereffant find. Wer noch niemals ein Grammophon gesehen und gehört hat, der wird durch die Vorführungen auf demselben geradezu verblüfft. So einfach der Apparat an und für sich construirt ist, niinüch in der Hauptsache aus einer rottrenben Kautschuckscheibe, auf welcher bie Schallschwingungen in spiraligen Kreisen festgehalten worden find, einem auf diesen Kreislinien beweglichen Stift und einer Membranplatte, welche die Schallschwingungen reproducirt, sowie endlich aus Gehör­schläuchen, die mit der Membrane in Verbindung stehen und an das Ohr gebracht werden so Überraschend ist seine Wirkung. Man hört die menschliche Stimme klar und deutlich im Einzelvortrag, im Sologesang und im Duett ober Chor. Prächtig machen fich bie wiebergegebenen Tänze und Märsche von RegimentScapellen, und bie Wiedergabe eines Klavierstückes ist ganz besonders ansprechend. Aller­dings gehört zu jeder Wiedergabe eines anderen Stückes auch eine andere Kautschuckscheibe. Die Vorführungen auf einem solchen Erzeugnis modernen Erforschungs und Er« filldungsgeisteS sind namentlich für bie Volksschulen ein werthvoller Gegenstand bet grunblegenben Anschauung.

-11- AuS de» BogelSberge, 6. Januar. Folgender Vor­fall möge zur Characteristik eines Vogelsberger Han­delsmannes dienen: Eme Gesellschaft Landwirthe fuhr

auf einem Wagen vom Ulrichsteiner Markte nach Hause. Unterwegs begegneten ihnen eine Anzahl Handelsleute, von denen einer auS Crainfeld einen Ziegenbock an einer Seine führte. Aus Ulk rief einer der Landwirthe den Handels­leuten im Vorüberfahren zu:WaS wollt Ihr für den GaiSbock, ich geb Euch ein Schuck". Sofort lief der Handels­mann mit dem Ziegenbock an den Wagen und schrie:Wer hat lames Schuck geboten, der GaiSbock ist Euer, Ihr sollt ihn haben, ich werde Euch verklagen." Trotzdem ihm von den Leuten versichert wurde, es falle Niemand ein, den Ziegenbock zu kaufen, sie verständen gar nicht die Bedeutung des Worteslames, verklagte her Handelsmann einfach einen der Landwirthe auf Vertragserfüllung. Selbstverständ­lich ging der Proceß für den Handelsmann verloren. Wenn man nun erwägt, daß wegen dieser Lappalie die verschie­densten Eide geschworen wurden, so ist dies wahrlich ein trauriges Zeichen der Zeit.

A Mainz, 6. Januar. Unter der hiesigen Straßen­brücke iprang gestern Abend ein Soldat des 117. Regi­ments in den Rhein und verschwand sofort in den Wellen. Die Angst vor einer zu erwartenden kleinen Strafe soll das Motiv zu dem Selbstmord sein. Mit Rücksicht auf die allgemeinen Zeit« und Geldverhältnisse hat der große Carne- valsvereinNarrhalla" bekanntlich beschloffen, in diesem Jahr von einer Abhaltung vonSitzungen" und sonstigen carnevalistischen Veranstaltungen Umgang zu nehmen. Wer aus dieser Thatsache folgern wollte, daß in Mainz die Carne« valsluft und der Humor am Aussterben sei, befindet fich in einem sehr großen Jrrthum, denn infolge des Verhaltens der Narrhalla" sind die kleineren Carnevalsvereine geradezu wie Pilze aus der Erde gewachsen, und dürfte fich deren Zahl auf mehrere Dutzend belaufen. In diesen kleinen Vereinen kömmt häufig der Humor und die CarnevalSlust mehr zum Durchbruch als in den größeren Gesellschaften, indem hier manches CarnevalStalent hervortritt, dem für die Tribüne derNarrhalla" die nöthige Courage fehlt. Schon bie Namen einzelner bieser kleinen Vereine finb äußerst originell und gibt es, um nur einige Beispiele anzuführen,Rebläus", Dotzfl-cker",Krumbelbrüder",HumoristifcheDerke",Rhein- schoode",Luftschiffer" und ähnliche mehr, die ihre regel­mäßige Sitzungen in der ganzen Stadt vertheilt abhalten. Die Dtöcese Mainz umfaßt gegenwärtig in runder Zahl 300,000 Katholiken.

Lampertheim, 2. Januar. Ein bedauernSw?rthkr Unfall widerfuhr dieser Tage dem Landwirth Blank, einem be­jahrten Manne von hier. Derselbe wollte nach eingetretener Dunkelheit den Hof aufsuchen, that jedoch auf der unbeleuch­teten Treppe einen Fehltritt, infolge dessen er mehrere Stufen hoch abstürzte. Als feine Angehörigen herbeieilten, fanden sie den Verunglückten nur noch als Leiche vor.

Dermifcfcieso

Marburg, 4 Januar. Ein Viehhändler eigener Art hat in letzter Zett die hiesige Gegend bereist. In zahl­reichen Dörfern kaufte er große Mengen Vieh an, wofür er die höchsten Preise bewilligte. Die Bauern waren Über­glücklich ob des seltenen Geschäfts und luden den splendiden Händler zu dem landesüblichenWeinkaus" ein, mit dem derartige Geschäfte gefeiert zu werden pflegen. Die Wein« käufe, das sind eine Art bäuerlicher Festessen, fielen angesichts der hohen Preise besonders splendid ans und der Händler ließ sich die Kost gut munden. Leider stellte sich bald heraus, daß man von einem Schwindler dupirt war, den es nach den Weinkäufen, aber nicht nach des Nächsten Vieh gelüftete. Die Bauern warten noch heute auf die Abholung und Bezahlung der so vortheilhaft verkauften Thiere.

* Marburg, 3. Januar. Die diamantene Hochzeit feierte vor einigen Tagen in Erndtebrück das Ehepaar Kraft Menn. 1 Sohn, 3 Töchter, 29 Enkel und 14 Ur, enkel brachten ihre Glückwünsche dar. Der Kaiser hat den Eheleuten, die beide im Jahre 1813 geboren finb, bie silberne Jubiläumsmebaille verliehen.

Kaiser - Reifen. Eine Zufammenstellung der Reisen bes Kaisers für 1895 eigiebt, baß ber Kaiser im ver­flossenen Jahre während 159 Tagen fern von Berlin unb Potsbam weilte. Von ben zum Theil sehr strapaciösen Reisen verwandte er zu Jagben in den verschiedenen Revieren 52 Tage, zu Besuchen bei den fürstlichen Höfen in Wien, Schweben, Englanb, Oldenburg, Friedrichsruh, Weimar, Strehlen, Darmstadt unb Karlsruhe 38 Tage, für Militär- und Marinebefichtigen, Manöver rc. 27 Tage. Der Rest wurde in verschiedenen Städten unb Schlössern zugebracht.

Krefeld, 3. Januar. Auf einer überschwemmten Wiese in ber Umgebung von Gladbach brach ein Knabe auf dem Eise ein und ertrank. In Neuß wurde ein Commis aus Braunschweig verhaftet, als er einen postlagernden Brief

abholen wollte. Der junge Mann hat vor längerer Zeit in Braunschweig 6000 Mk. unterschlagen unb sich nach ben Rheinlanden geflüchtet.

* Ein General in Röthen. Währcnb beS Krieges 1870 kam ber General von Blumenthal burch bie Gewißen- haftigkeit eines Wachtpostens in eine recht komische Situation. Auf einem Gange durch die Borpostenkctte wurde der General plötzlich von einem polnischen Wachtposten angehalten unb nach der Loosung gefragt. Blumenthal, der die Loosung momentan vergessen hatte, sagte:Laß mich nur durch, mein Sohn, Du siehst, ich bin Offizier." DaS konnte aber dem Musketier nicht imponieren, unb er meinte lakonisch:Weißt Du Loosung nicht, schieß ich Dich tobt!"Aber so sieh' boch meine Treffen unb meine Orden." Daraus wieder kurz und bündig:Weißt Du Loosung nicht, schieß ich Dich tobt!" Und so ging eS fort ad infinitum, bis endlich zwei in der Nähe befindliche Offiziere herbeieilten, dem bedrängten General die Loosung ins Gebächtniß zurückriefen und ihn so aus ber fötalen Situation befreiten.

Wettbewerb. Für ben Bau des neuen Schlachthofe» in Gera waren die Schlofferarbeiten öffentlich ausgeschrieben worden. Im höchsten Anschlag wurden 21,000 Mk., im niedrigsten 10,000 Mk. gefordert. DaS Restaurant deS Thüringer Bahnhofs in Leipzig war zur neuerlichen Ver­pachtung ausgeschrieben worden. ES gingen 72 Pacht­angebote ein; bie angebotenen Preise schwankten zwischen 3000 und 28,000 Mk. jährlich.

DaS LotterielooS des Selbstmörders. Kürzlich wurde berichtet, daß sich in Nizza ein ehemaliger Berliner Gastwirth Krause, der zuletzt Hotelier in Genf war, erschossen und seine Familie in größtem Elend zurückgelaffen hat, da der ehemals so blühende Gasthof zur Zwangsversteigerung kam. Wie jetzt Genfer Zeitungen melden, hat die Frau des Selbst­mörders 300 000 Fr. auf ein Loos gewonnen, daS ber Gatte schon seit vielen Jahren spielte.

* Stallen ist, was man von vornherein nicht annehmen möchte, baS am meisten Wein bauenbe Laub, unb zwar beträgt bie Summe aller baselbst mit Wein bebauten Boden­flächen die beträchtliche Zahl von 34,275 Quadrat Kilometern, während bekanntlich ganz Italien 288,540 Qu.-Km. umfaßt; Frankreich dagegen, welchem man wohl nach ber Verbreitung und dem großen Consum feiner Weine den ersten Rang unter den Weinländern einzuräumen geneigt fein möchte, hat doch nur halb so viel Areal mit Wein bepflanzt, wie Italien. Nichts destoweniger liefert Frankreich in der That mehr gekelterten Wein wie Italien, da letzteres Land einen großen Theil ber Trauben anbertoeitig verwerthet. (Mit- getheilt vom Internationalen Patent«Bureau Carl Fr. R e i ch e lt, Berlin N.W. 6.)

Literatur unb Itanft

Katechismus der Psychologie von Fr ie dr i ch Ki r chner. Zweite, vermehrte unb verbesserte Auflage. VIII unb 297 Seiten. In Original - Leinenbanb 3 Mk. Verlags - Buchhanblung von I. I. Weber in Leipzig. Der Stanbpunkt, auf bem ber Ver­fasser bieses Buches steht, ist weder ber einseitig empirische, noch der rein spiritualistische. Jener will einePsychologie ohne Seele", bieser macht ben Leib zum bloßen Reflex bes Geistes. Im Gegen­satz zu jenem wirb über bas Wesen der Seele, ihre Entstehung und Zukunft ausführlich gehandelt; abweichend von diesem werden die Resultate der Anthropologie und Psychologie verwerthet. Bei der Schwierigkeit ber psychologischen Probleme war es nicht leicht, ste populär und doch nicht oberflächlich darzustellen. Wer sich noch eingehender damit beschäftigen will, findet in ben zahlreichen Literatur- nachweisen anregenbe Winke.

Verkehr, Canfc* unb

Gieße«, 7. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. -Ä 0,650.85, Hühnereier pr. St. 79 3i, 2 St. 00 H, Enteneier pr. St. 00 4, Gänse­eier pr. St. 00-00^, Käse pr. St. 5-8 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 15 X Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar JL 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. Stück JL 0,70-1,20, Enten pr. Stück 1,70-2,00, Gänse pr. Pfund JL 0,52-0,64, Ochsenfletsch pr. Pfd. 72-76 Kuh- unb Rindfleisch pr. Pfd. 66-68 Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 68 H, Schweine­fleisch, gesalzen, pr. Pfb. 72 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 6070 Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 bt8 0,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0-00 4, Zwiebeln pr. Gentner JL 6,007,50. Milch pr. Liter 16-18 ______________________

Verfälschte schwarze Seide.

Man verbrenne ein Mütterchen beS Stoffes, von bem man kaufe« will, unb bie etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Selbe kräuselt sofort zusammen, verloscht halb unb hinter­läßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Verfälschte Selbe (bie leicht speckig wirb unb bricht) brennt langsam fort, nament­lich glimmen bieSchußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff er­schwert), unb hinterläßt eine bunteibraune Asche, bie sich im Gegen­satz zur ächten Seibe nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man bie Asche ber ächten Seche, so'zerstäubt sie, bie ber verfälschte« nicht. Die Seidenfadriken G. Henneberg (k. u. k. Hoflieferant) Zurich oerfenbet gern Muster von ihren echten Seibenftoffen an Jebermann unb liefert einzelne Roben unb ganze Stücke perto- and steuerfrei in die Wohnung 24

Bekanntmachung.

Nachdem uns auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Verfügung gestellt worden ist, um im nächsten Sommer eine Anzahl armer, serophu- löser Kinder in der Kinderheilanstalt zu Bad-Nauheim unterbringen zu können, werden alle diejenigen Bewohner des Sparkaffen dezirks Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der An­meldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welchem die Nothwendig- keit einer Badekur bescheinigt sein muß. Es ist nicht ausgeschloffen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkaffe eine Badekur durch gemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis.längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen.

Gießen, am 10. December 1895.

Die Direetiou des Spar- und Leihkasse-Bereius. U3 I. E.: Wiener.

Bekaimrmachrmg.

In Gemäßheit Beschlusses der Stadtverordneten-Versammlung vom 15. Juni 1879, wonach zur dauernden Erinnerung an die goldene Hochzeit des Deutschen Kaiserpaares, Seiner Majestät des Kaiser Wilhelm I. und Ihrer Mäjestät der Kaiserin Augusta, von der Stadt Gießen eine Stiftung zu Gunsten bedürftiger Ehepaare, welche hier ihr goldenes Ehejubiläum erleben, errichtet worden ist, fordern wir alle Diejenigen, welche im lausenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Zuwendung der zu 150 Mark bemessenen Stiftungsgabe erheben wollen, auf, sich bei uns zu melden. 284

Gießen, den 3. Januar 1896.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth.

Pferde-Decken «I Buchweizengrütze, von 1 Mk. 30 Pfg. an frisch eingetroffem

empfiehlt Heinrich Wallach. 175 Je M. Schulhof.

Verdingung.

Die Schreiner- und Weitz- biuderarbeiteu zur Herstellung des früher Schmidt'schen Hauses im Tiefenweg sollen

Dienstag den 14. ds. Mts., Vormittags 11 Va Uhr, öffentltch verdungen werden. Arbeits- beschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular find bis zum genannten Termin einzu­reichen.

Gießen, 7. Januar 1896. Das Stadtbauamt.

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