Ausgabe 
8.1.1896
 
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nur der Bestimmung unterworfen, daß kein Vertrag mit einem fremden Staate ohne Zustimmung Englands Geltung haben soll.

Berlin. 6. Januar. Die Abendblätter schreiben: Frau Major v. Wißmaun reist mit dem nächsten Dampfer nach Oftafrika ab. Man dürfe daraus schließen, daß die neueren Nachrichten über den bevorstehenden Rücktritt v. WißmannS der Begründung entbehren.

Berlin. 6. Januar. Bei der gestrigen Gedenkfeier an den Artillerieangriff von Paris lief an die dabei gewesenen Artillerie-Offiziere folgendes Kaiserliche Tele­gramm ein:Bei der 25jährig«r Wiederkehr der Gedenktage der Beschießung von Paris erinnere Ich Mich dankbar der von der braven Festungsartillerie sowohl als wie vor Straß­burg, La Före und Longwy unter schwierigen Berhältniffen und theilweise großen Verlusten erstrittenen Erfolge. Wilhelm R."

Brüssel, 6. Januar. Das Leichenbegängniß Frvre-OrbanS fand heute unter großer Betheiligung der Bevölkerung ftat. Der Leichenfeier im Hotel de Ville, wohin der Leichnam gebracht worden war, wohnten der Graf von Flandern und Prinz Albrecht bei. Alsdann wurde der Leichnam nach dem Nordbahnhof überführt. Die Beerdigung findet in Lüttich statt.

Paris. 6. Januar. Gelegentlich einer Manifestation der Socialisten am Grabe BlanquiS auf dem Pöre Lachaise kam es zu einer Schlägerei zwischen den Polizisten und den Demonstranten, denen die Mitnahme der rothen Fahne untersagt wurde. Der Polizeipräfcct erhielt Faustschläge Schließlich wurde e- den Socialisten aber doch gestattet, Kränze am Grabe niederzulegen.

Depeschen Del Bare» .Herold*.

Berlin, 6. Januar. Der Kaiser und die Kaiserin werden, wie dieNordd. Allg. Ztg." meldet, voraussichtlich am Mittwoch Abend vom Neuen Palais nach dem hiesigen königlichen Schlöffe Übersiedeln.

Berlin, 6. Januar. Nach amtlicher Bekanntmachung legt der königliche Hof für den verstorbenen Prinzen Alexander Trauer auf 4 Wochen an.

Berlin, 6. Januar. Mit großer Bestimmtheit tritt hier daS Gerücht auf, daß die Demission des Reichs­kanzlers Fürsten Hohenlohe unmittelbar bevorsteht.

Berlin, 6. Januar. Mit Rücksicht auf die bevorstehende Feier am 18. Januar im Weißen Saale des königlichen Schlöffe« ist in zahlreichen Fällen der Wunsch um Zu­lassung als Zuschauer geäußert worden. DerReichs­anzeiger" theilt nun mit, daß diesem Wunsche nicht wird entsprochen werden können, da nach den im Weißen Saale vorgenommenen Umbauten ein Raum zur Unterbringung von Zuschauern nicht vorhanden ist.

Berlin, 6. Januar. Der preußische Finanzminister Dr. Miquel ladet zu einem Diner am 11. Januar ein, zu dem außer den Ministern und BundeSrathS-Bevollmäch­tigten auch Reichstagsabgeordnete geladen find.

Berlin, 6. Januar. Die große Winterparade vor dem Kaiser, die am 18. Januar aus Anlaß der JubiläumS-Feierlichkeiten beim 25jährigen Bestehen des deutschen Reiche« auf dem Tempelhofer Felde stattfinden sollte, findet dort nicht statt. Dagegen soll nach Beendigung der parlameutarischen Feierlichkeiten im königlichen Schloß eine große Truppenrevue der zur Feierlichkeit hierher com- mandirtcn Regiments-Deputationen und sämmtlichen gedienten Mannschaften der Berliner, Potsdamer und Spandauer Garnison im Lustgarten stattfinden.

Berlin, 6. Januar. Gestern Nachmittag fand in Gegen- wari de« Ministers des königl. Hauses, des Justizministers uud des persönlichen Adjutanten, Majors Frhr. v. SÜß- kind die Eröffnung des Testaments des verstorbenen Prinzen Alexander von Preußen statt. Wie ver­lautet, spricht in demselben der Prinz den Wunsch auS, in Düffeldorf an der Sette seiner verstorbenen Eltern beigesetzt zu werden.

Frankfurt a. M.. 6. Januar. DerFrankfurter Zeitung" wird auS Berlin telegraphirt, der von Wien au« aufge­worfene Gedanke, ob Transvaal unter deutsches Protectorat gestellt werden soll, sei niemals erhoben worden. Weder denke die Transvaal-Regierung daran, noch würde die deutsche Regierung darauf eingehen. DaS Hauptbestreben der TranS- vaal-Regierung sei zweifellos, jeden Schein von Abhängigkeit unbedingt los zu werden und die selbständige Stellung der Republik international durch die Mächte anerkennen zu lassen. Diese jetzt günstige Situation würde durch daS Anerbieten von einer Protection an irgend eine Macht nur verschlechtert werden. Wahrscheinlich werde einem älteren, auch in Peti­tionen ausgesprochenen Wunsche der in Transvaal lebenden Deutschen entsprochen werden und ein Generalconsulat in Prätoria errichtet werden, daS auch die Geschäfte einer diplo­matischen Agentur Übernehmen könne.

Frankfurt a. M., 6. Januar. Nach den neuesten Nach­richten auS Transvaal haben die Engländer unter Jameson 30 Tobte und 37 Verwundete, die Buren 3 Tobte und 5 Verwundete verloren. Der Gouverneur der Cap colonie versichert, daß die Regierung von Transvaal alle Telegramme zurückgehalten, und willkürlich abgeändert habe.

Gueseu, 6. Januar. Unweit deS hiesigen Bahnhofes ist der von Thorn kommende Schnellzug mit dem Posener ge­mischten Zuge zusammengestsHen. Die Locomotiven beider Züge sind beschädigt, der Gepäckwagen deS Posener ZugeS ist zertrümmert. Drei darin btfindliche Jagdhunde wurden getödtet. Der Locomotivsührer del Posener ZugeS sprang von der Maschine und verletzte sich schwer. Wen die Schuld an dem Unfall trifft, konnte noch nicht festgestellt werden.

Wie», 6. Januar. Der Fürst Franz AuerSperg läßt durch seinen Rechtsvertreter die gestrige Meldung de« Wiener Tageblattes", wonach er Schulden halber geflüchtet

sein soll, alö unwahr erklären. Er hat gegen das genannte Blatt die Ehrenbeleidigungsklage angestrengt.

Nom, 6. Januar. Von allen römischen Blättern hat nur derDon ChiSciotte" von dem Telegramm Kaiser Wilhelms an den Präsidenten Krüger Notiz genommen. In eingehender Besprechung des Telegramms hebt das Blatt hervor, in welch' sonderbarer Lage sich nun Italien befinde, indem es nun zugleich Freund und Feind deS Verbündeten sein müffe.

Liffabs», 6. Januar. In dem Feldzuge gegen die Europäer in Gaza-Land haben die Portugiesen den König Gungunbana, dessen Sohn und den Oberbefehls­haber der Truppen zu Gefangenen gemacht, der Sieg der portugiefischen Truppen wird hier mit großem Enthusiasmus gefeiert.

Loudon, 6. Janudr. Die Blätter veröffentlichen eine officiöse Note, wonach England die Convention von 1884 aufr echt erhalten wird, welche die Oberherr­schaft England« über Transvaal anerkennt. Keine fremde Macht dürfte nach Transvaal Soldaten schicken, um die inneren Unruhen zu dämpfen. Wenn es nöthig sein sollte, so müßte sich Transvaal an'England wenden. Die Note fügt hinzu, daß die Absendung von zwei deutschen Kreuzern nach Lourenzo Marquez beunruhigend wirke und eine feind­liche Haltung der deutschen Regierung erkennen laffe. Die TimcL" antworten den deutschen Zeitungen, welche Eng­land den Rath gegeben haben, sich mit den Mächten zu ver­ständigen, welche in der Lage seien, Englands Pläne zu vereiteln: Wenn wir diesem Rathe folgen müßten, so wäre eS keineswegs Deutschland, dem wir uns näherten, sondern eine andere Macht und das würde Deutschland nicht ohne Furcht ansehen können.

Havavna, 6. Januar. Die Insurgenten warfen eine Dynamitbombe unter einen vorüberfahrendeu Eisenbahnzug. Eine Person wurde getödtet, mehrere schwer verletzt. Depeschen aus amerikanischen Quellen melden, die Insurgenten seien bis in die Nähe von Havanna vorgedrungen.

Johannesburg, 6. Januar. Zwischen Dannhausen und Glencon entgleiste ein Zug der Natal-Eisenbahn. Mehrere Wagen stürzten um und wurden zertrümmert. 13 Personen wurden getödtet und 20 schwrr verletzt.

Der Krieg von 1870,71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit (Nachdruck verboten.) 8. Januar.

Ricciotti Garibaldi hat folgendes Schreiben an den preußischen Commandanten in Chatillon gerichtet: Man setzt mich in Kenntniß, daß Sie die Bewohner der Stadt Chatillon mit Repreffalien wegen deS Angriffs der FranclireurS" bedrohen. Ich weiß nicht, daß je ein durch die Tapferkeit eines regelmäßigen Corps errungener Sieg zu solchen Maßregeln ermächtigen konnte. Ein für allemal: führen Sie doch in der Folge auf loyale Weise und nicht wie Vandalen, die nur von Plünderung träumen, Krieg. Drohung für Drohung, und wenn Sie doch die Infamie haben, Ihre gehässigen Pläne auszuführen, so gebe ich Ihnen die Versicherung, daß ich keinen der 200 Preußen, die Sie in meinen Händen wiffen, schonen werde. Der Oberst R. Garibaldi." Der preußische Commandant ant­wortete einsach, daß er, Da sich die Bewohner von Chatillon an keinem (Garibaldis) Handstreich bkihnligt, fie nach Kriegs« recht behandeln werde, und daß er die Drohung, die preußi^ scheu Gefangenen umzubringen, unmöglich für ernstlich halten könne, da Oberst Garibaldi wiffen müffe, daß er für jeden gefangenen Deutschen zwanzig Franzosen erschießen laffen könne.

totales «nd prootasitilts*

Gießen, 7. Januar 1896.

* * Tagesordnung für die Sitzung der Stadlverrrdueten- Verfammluug Donnerstag den 9. Januar 1896, Nachmittags 4 Uhr. 1. Diensteinführung und Verpflichtung der neugewählten Stadtverordneten. 2. Gesuch des Louis Becker um Erlaubniß zur Errichtung eines Gartenhauses auf dem von ihm erworbenen Grundstück am alten Steinbacher weg. 3. DeSgl. der Gebr. Röhrle zur Erbauung einer Eis­halle am Wismarerweg. 4. Fortsetzung Der Steinstraße. 5. Ausbau Der Landmannstraße, hier Bordsteinlieferung. 6. Ausbau der Lonystraße. 7. Aufstellung eines neuen Grundbuches.

* * Parlamentarisches. Der Bericht des ersten AuSschuffeS der zweiten Kammer über die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Erhöhung oer Gehalte der KreiSvetcrinärärzte bett., enthält lautDarmst. Tgl. Anz." den Antrag: Unter Ablehnung der RegierungS- Vorlage sich damit einverstanden zu erklären, daß vom 1. April 1896 ab die Gehalte der KreiSveterinärärzte wie folgt festgesetzt werden: 5 Beamte Gehn t von 2400 Mk., 5 von 2150 Mk., 5 von 1950 Mk. und 5 von 1600 Mk. Zu dem Antrag der Abgeordneten Köhler und Genoffen, den Ankauf der Burg Münzenberg für den Staat Hessen betr., beantragt der Ausschuß: Die Kommer wolle mit Be­zugnahme auf eine Erklärung Großh. Ministeriums der Finanzen (wonach die Regierung der Unterhaltung, E-Haltung und soweit möglich Wiederherstellung deS glänzenden Bau­denkmals ernste Ausmerksamkeit zuwenden und gegebenenfalls mit der Anforderung Der erforderlichen Mittel hervortreten werDe) den Antrag der Abgeordneten Köhler und Genoffen, betr. Den Ankauf Der Burg Münzenberg für Den Staat Hessen, zur Zeit für erledigt erklären. (Die Befitzveihältniffe bei Schloß Münzenberg bestehen heute derart, daß Htffen 18/48, SolmS-BraunfelS 10/48, SolmS Laubach 10/48 und Stol­berg 10/48 zusallen.) Zum Bericht über Den Antrag Der AdgeorDneten Köhler und Genoffen, Die Errichtung einer

staatlichen LanoeSviehversicheruLgSanstalt betr^. wirb beantragt in Hinsicht auf eine Mittheilung bet Großh. Regierung, Daß Demnächst ein Gesetzentwurf über das ViehversicherungSwesen fertiggestellt unb veröffentlicht werden wurde, den Antrag für vorerst erledigt zu erklären. Der Ausschuß beantragt ferner, den Antrag der Abgeordneten Köhler und Genoffen, die Anlage einer Güterstation bei der Haltestelle Langsdorf der Oberhessischen Eisenbahnen betr., für vorerst erledigt zu erklären. Der Ausschuß be­antragt weiter, zur Vorlage Großh. Ministeriums der Fi­nanzen, die Herstellung einer GlaShalle und damit zusammen­hängende Arbeiten am Kurhaus zu Bad-Nauheim betr.: Die Zweite Kammer wolle die Zustimmung dazu ertheilen, daß ein Betrag von 98,400 Mk. für die Ausführung der rnbri clrten Arbeiten zu Lasten des Curfond« verausgabt werde.

* * Ehrung. Nachdem Herr Geh. Hofrath Professor Dr. Heß im vorigen Jahre zum Ehrenmitgliede des Mährisch- Schlesischen ForstvereinS, welcher seinen Sitz in Brünn hat, ernannt worden ist, find wir in Der Lage, mittheilen zu können, daß der Oesterreichische ReichS-Forstverein zu Wien Herrn Profeffor Heß in Würdigung seiner hervorragenden Verdienste auf dem Gebiete der Forstwiffenfchaft kürzlich ebenfalls zu seinem Ehrenmitglied ernannt hat.

* * DaS 1. Graßherzogl. hessische Zufa>terie(Leib.«arde)Ne- ghnent Nr. 115, welche« sich zu einem großen Thetle auch aus Der Provinz Oberheffen recruticrt, begeht in diesem Jahre das 275jährige Jubiläum. Es ist da« zweit­älteste Infanterie-Regiment Der Deutschen Armee- DaS älteste Infanterie - Regiment, gegrünDet im Jahre 1619, ist das Grenadier-Regiment König FrieDrich III. (2. Ostpreußische«) Nr. 1. Wie verlautet, soll Der GründungStag desonDer« festlich begangen werden.

* * Die Gießener Ruder Gesellschaft hielt am vergangenen Samstag ihre erste diesjährige General-Versammlung im Saale des HotelEinhorn" ab, welche von nahezu sämmtlichen actiben Mitgliedern besucht war. Nach Er­ledigung einer Anzahl geschäftlicher Punkte wurde dem Herrn E. Doemling durch den Vorsitzenden Der vom Gesummt» vorstanD für Den eifrigsten Ruderer gest steteKilometer- PreiS für 1895" mit anerkennenden und Die übrigen actiben Mitglieder anspornenden Worten überreicht. AuS Dem Jahresbericht DeS Vorsitzenden ging herbor, daß Das abge- laufene VereinSjahr fast in jeder Hinsicht ein zusriebenftellenbeS Resultat ergeben hat; Der Mitglieberstanb ist wieber etwas gewachsen unb bi trägt zur Zeit inSgesammt 240, bie Ver­mögenslage ist eine burchauS günstige, wenn auch ber Kasfirer in seiner Rechnungsablage bon einem in daS neue Rechnung«- jahr zu übernehmenden Fehlbetrag berichten muß:e, Demzufolge bon größeren Veranstaltungen unb Anschaffungen vorerst ab­gesehen werben soll Nach sobann erfolgter Neuwahl bei Vorstandes setzt sich derselbe für daS Jahr 1896 auS fol­genden Herren zusammen: Jean Kirch, Ehrenvorsitzender, Chr. Reiber, Vorsitzender, Ernst Balser, zweiter Vorsitzender, I. Sauer, Kasfirer, C. Gerbobe und Rod. Jmheuser, Schriftführer, A. Scheel, Materialverwalter, A. Weigand, Hausverwalter, C- Rübs amen und Gg. Schminke, Jnsiructoren, Lou iS P e tr i III. und H. Fill- mann, Ruderälteste, Commerzienrath Wilh. Gail und Curt v. Münchow, Vertreter der passiven Mitglieder.

* * Kriegerkameradschaft Hasfia. Die Zinsen Der Ernst- Ludwig -Victoria-Meltta- Stiftung kommen am 19. Apr l d. IS. erstmalig zur Venheilung. Ansprüche hier auf finb bei den BezirkSvorstehcrn durch bie Shiegerbereine bis zum 15. Februar d. Js. anzumelden. Die Bezirks- Vorsteher haben diese Gesuche spätestens am 1. März an ben Herrn Major Beck in Darmstadt einzureichen. Die Kriegervereine derHasfia", welche sich durch Delcgirte bet der am 18. Juni b. IS. stattfinbenben Einweihung be« Kyffhäuser-Denkmals zu betheiligen wünschen, müffen ihre Anmelbungen bis zum 15. Januar b. I«. an baS Ber- banbSpräsidium gelangen laffen. Es stehen bem Landes- verband laut denN. H ff. VolkSbl." nur etwa 80 Plätze zur Verfügung d. h. auf dem Denkmalsplatz selbst sodaß bie Vertheilung unter ca. 40,000 Mitglieder Der Hafsia" keine leichte Arbeit fein Dürfte. Die Weih­nachtssammlung sür die KriegSveteran-nwittwen von 1813/15 ergab bis zum 30. December 10,500 Mk. und erhöht sich der Betrag noch täglich. An 135 WittweL. wurden 4050 Mk. zu Weihnachten vertheilt. Ueber die Art Der Vertheilung DeS noch übrig gebliebenen Fonds zu Gunsten Der Witwen wird Dafl Comit6 in einer Demnächst abzuhal- tenDen Sitzung Beschluß soffen. Die DankrSbriese Der Be­schenkten bieten ergreifenDe Schilderungen der Nöthe und traurigen Verhältnisse, in welchen d'e Deteranenwittwen leben,, und erbringen den Beweis, wie nötbig diese Weihnacht« sammlung war. Veteranen au« 1813/15 leben bekanntlich nur noch vier.

Sin Gießener Student al« Bühnen - Schriftßeller. Stud. med. Franz Xaver Wiedemann hat Herrn Di- rector Reiaerfl unter dem TitelFrühling" ein Theater­stück eingereicht, welches derselbe demnächst in Marburg zur Aufführung bringen wird.

Zu dem Billard Match des Pros. Franz Et sch er hatte sich gestern Abend ein zahlreiche« Publikum in Der Stabt Mainz" etngefunDen, welche« mit großem Jutereffe Den Kunststößen De« Meisterfl auf Dem BillarD zu'ah. Nicht« Desto weniger fand fich ein Gegner, welcher in zwei Parthiee« bei je 150 Point« Vorgabe 188 unb 191 von 200 Paukte« pro Porthie machte. Etscher« größte Serie betrug bei diesen Parthieen ca. 70 Point«, während sein Gegner e« in seiner höchsten Serie nur aus 15 Points brachte.

* * Durchgegaugeu Von der Wellerflburg au« gingen gestern Abend 11 Uhr zwei Pferde mit einem Flafchenbier- wagen durch. Dieselben jagten durch die Nordaniage über OSwaldSgarten in die Wetzsteingaffe, wo sie stehen blieben. Weder Wogen noch Pferde erlitten bei der tollen Fahrt Schaden.