Ausgabe 
7.3.1896 Erstes Blatt
 
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Technische Fortschritte.

Da» «eue LtcherhettSveutU für Dampfarrlage«. Wie daSB. T." meldet, ist derRheintfLen Mafchtnen' und Dampfkessel-Armaturen-Fabrik in M.-Gladbach" eine Neuerung ge­schützt worden, die geeignet ist, das lebhafteste Interesse aller Dampf- anlagenbefitzer zu erwecken. Es ist dies ein Sicherheitsventil, welche- im Falle eines Rohrbruchs oder einer sonstigen unerwarteten spontanen Ausströmung stch sofort felbstthätig schließt und somit alle diejenigen Gefahren für Leben und Eigenlhum befeitigt, welche bisher durch das Ausströmen großer Massen hochgespannten Dampfes entstanden. Wer sich deS beklagenswerthen Unglückes auf dem deutschen PanzerschiffBrandenburg" erinnert, ferner der traurigen Wirkung, die die Dampsrohrbrüche auf den Zechen Herminenglück, LiboriuS, Shamrock, Erin rc. hatten, des Unglücks im Central-Hotel zu Berlin, das dem Heizer daS Leben kostete, der Tödtung von sieben Personen auf einem Schraubendampser in Ruhrort durch Platzen deS Schieberkastens, dem wird die Rothwendigkett keinen Augenblick zweifelhaft fein, stch gegen solche unglückliche Zufälle zu schützen, die auch bei peinlichster Sorgfalt jeden Augenblick eintreten können. Kein Dampskesselbesiher sollte es daher unterlasten, sowohl im eigenen als im Jnter-sse seiner Bediensteten, solchen Gefahren durch Anschaffung dieses Sicherheitsventiles vorzubeugen, namentlich wenn dieser Zweck, wie im vorliegenden Falle, mit nur geringen Gcldausgaben zuverlässig zu erreichen ist. Es zeichnet sich dieses Ventil durch außerordentliche Einfachheit aus, die auch dem Laien ohne Weiteres verständlich ist. ES stnd keinerlei complicirte und difficile Construclionstheile, keinerlei Reibungen durch Stopfbüchsen rc. vorhanden, und es bedarf keinerlei Aufmerksamkeit deS Heizers, da eS wie ein gewöhnliches Absperrventil behandelt wird. Königliche und städtische Behörden, sowie eine Reihe hervorragender Firmen haben das Ventil im Gebrauch, und dies dürfte wohl der beste Beweis für feine Güte und Zuverlässigkeit fein, die in der Hauptsache in seiner großen Einfachheit zu suchm ist.

^kirchliche Anzeige« der Stadt Gletzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag, den 8. März Ocult.

I« der Gtndttirch«.

Vormittags 9'/g Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottetzdienst. Pfarrer Dingeldey.

Nachmittags 2'/, Uhr: Ktnderkirche. Pfarrer Dr. Grein.

Abends 6 Uhr: siehe Johanneskirche.

Mittwoch, den 11. März, Abends 6 Uhr: 4. PasfionSattdncht in der Stadtkirche. Pfarrer Dr. Grein.

In der Ioha«nettirche.

Vormittags 9Ve Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Nachmittags 2'/, Uhr: Kinderkirche für die LucaSgemeinde: Pfarrer Dingeldey.

Abends OUbr: Pfarrer D. Naumann.

Beichte und heil. Abendmahl für die Johannesgemeinde.

Montag, den 9. März, Abend« 8 Ubr, Bwetftunde im Confirmandensaal der Johanneskirche: 1. Petrusbrief Capttel 5. Mancherlei heilsame Mahnungen an Alt und Jung. Pfarrer Dr. Naumann. , m a . x.

Mittwoch den 11. März, Abends 6 Uhr: 4. Passtonsandacht: stehe Stadtkirche.

Künftigen Sonntag, den 15. März, wird int Abendgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Lucasgemeinde gefeiert werden.

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 8. März. 3. Fastensonntag.

Samstag:

Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag:

Vormittags von 6M/2 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;

, um 6Vi Uhr erste hl. Meste;

um 7'/, Uhr Austbeilung der hl. Communion;

um 8 Uhr zweit: hl. Meste;

um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt;

Nachmittag? um 5^2 Uhr Christenlehre; darauf Fastenandacht.

Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fastenandacht.

Witterungsbericht vom 6. März.

Ganz Europa, mit Ausnahme des äußersten Osten, gehört noch immer einem ausgedehnten DepresstonSgebiet an, dessen Centrum sich heute unter weiterer Verflachung etwas südwärts über die Nordsee vorgelegt hat. Ein zweites flaches Theilmintmum bat sich am Sud­fuße der Alpen ausgebildet. Im Westen deS Erdtheils ist indessen das Barometer wieder bettächllich gestiegen und auch in den conti- nentalen Lagen scheint der Luftdruck neuerdings zuzunehmen. Die Witterung ist meist trübe und sind gestern und Nachts in ganz Süd­deutschland Niederschläge gefallen, welche ß ellenweise auch am Morgen noch anhielten. Die Temperaturen in Central-Europa sind wieder etwas gesunken und war die Vertheilung des Luftdruckes daselbst am Morgen sehr gleichmäßig.

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alsdann einen anderen Verdienst zu verschaffen, läßt die Gräfliche Bergverwaltung soeben den im südlichen Theile unserer Gemarkung, nahe dem Zusammenfluß von Usa und Wetter gelegenen, durch seine Kiefernpflanzung weithin ficht» baren Hügel, Holzbügel genannt, nach Basaltsteinen unter- suchen, um günstigen Falls dort einen Basaltsteinbruch zu errichten.

Rotzgen (Kreis Friedberg), 5. März Hier wurde vor einigen Tagen ein junges Mädchen, das auswärts in Diensten steht, wegen Verdachts deS Kindsmords verhaftet vnd nach Gießen gebracht. Sie soll heimlich geboren und daS Kind dann befeitigt haben.

Nidda, 4. März. Unter dem NamenKrankenpflege" hat stch dahier ein gemeinnütziger Verein gebildet, welcher stch die Aufgabe stellen wird, die Mittel für ein Krankenhaus zu beschaffen und solches demnächst zu bauen. Die alsdann anzunehmende Schwester soll auch in den Fa- milten bet Krankheitsfällen auf Wunsch HÜlsreich zur Hand gehen.

§§ Au« der Obersörsterei Grebenhain, 3. März. In nnferrr Obersörsterei stnd in diesem Winter die Holzhauer« arbeiten frühzeitig beendet worden, weil infolge des gelinden Winters fast ununterbrochen gearbeitet werden konnte,- dennoch werden die Holzhauer hier den Holzbedarf erst in etwa vier Wochen fertigftellen können. Auch die Holzversteiger- ungen haben zeitiger wie sonst ihren.Anfang genommen; die ersten Versteigerungen fanden vor acht Tagen in Ilbes­hausen und Bermuthshain statt. Es wurden durchschnittlich solgende Preise erzielt: Buchen-Scheitholz 1. Klaffe 5.50 bis 6 Mk. (mitunter 7 Mk.), 2. Klaffe 4 bi- 4.50 Mk., Buchen- KnÜppel 1. Klaffe 4.50 bis 4.80 Mk, Buchen-Knüppel 2. Klaffe 3 bis 3.50 Mk , Buchen-Reifig 1.30 bis 1.50 Mk. pr. Raum­meter. Kleine Eichenstämme kosteten 18 bis 20 Mk., gute Ftchtenstämme 18 bis 20 Mk. pr. Festmeter, etwas dürre und angestoßene Fichtenftämme 12 bis 14 Mk., dünne Fichten iv Schtchthaufen 1.50 bis 2 Mk., BuchenStöcke 3.50 bis 4 Mk. das Raummeter. Durchschnittlich waren die Preise 1 Mk. pro Raummeter höher als seither- die Preissteigerung ist die Folge der Abholzung der Wälder. Auch werden all- jährlich größere Quantitäten Fichtenholz auf dem Submisstons- wege an größere Händler, Zellstofffabriken usw. abgegeben, sodaß immer weniger Holz zur Versteigerung kommt, wodurch die Preise sich erhöhen. 13^^? E

A Mainz, 5. März. Um dem Ueberhandnehmen tbe6 Handels mit Geheimmitte ln thunlichst entgegen zu arbeiten, hat daS hiesige KreiSamt mit Genehmigung deS Ministeriums, die öffentliche Ankündigung von Geheimmitteln, die dazu bestimmt sind, als Heilmittel zu dienen, verboten. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark belegt. Für den im vorigen Jahre verstorbenen, olS berühmter Kanzelredner weiteren Kreisen bekannten Quardian des hiesigen Kapuzinerklosters, Pater AlfonS, ist eben auf dem Mainzer Friedhof ein künstlerisches Denkmal vollendet worden. Die auf dem Kopftheil deS Grabes des Verstorbenen aufgestellte DenkmalSgruppe stellt die Mutter GoiteS dar. Der dem Grabe entnommene Körper des Erlösers ruht vor der heiligen Mutter, sie hat den Ober­körper halb emporgehoben und stützt ihn mit dem rechten Knie, schmerzerfüllt blickt die Mutter in daS verklärte Antlitz deS Sohnes, als wollte sie sich noch einmal deffen Züge einprägen, Die Gruppe, in grauem Sandstein ausgeführt, ist von einem Mainzer Bildhauer frei nach der PietaS von Achtermann entworfen.

A Bom Rhein, 5. März. Die Hebung des am ver- floffenen Sonntag bei Boppard gesunkenen großen Disch'schen SchleppdampfersLudwig IV." ist bei dem steigenden Wasser mit großen Schwierigkeiten verknüpft und müssen die größten Vorsichtsmaßregeln angewendet werden, um das Schiff ganz über Waffer zu bringen. Die Hebuugsarbeiten werden von der bekannten Schiffbaufirma Ruthof in Kastel bewerk­stelligt. DerLudwig IV.", ein noch neues Schiff, ist zu 275000 Mark versichert.

Vermischtes

Ms. Ans Kurhefsen, 5. März. Die städtischen Behörden zu Gudensberg haben den bedeutsamen Beschluß gefaßt, und zwar einstimmig, auf Kosten der Stadt rc. eine normal» spurige Eisenbahn von Gudensberg nach Grifte, zum directen Anschluß an die Main Weser Bahn zu erbauen. Die Kosten für diese 7 Kilometer lange Bahn, für welche etu Project bereits ausgearbeitet ist, find auf 400000 Mark veranschlagt. Eine mit den weiteren vorberathenden Schritten betraute Commission ist bereits bei dem RegierungSpräfidenten und dem Präsidenten der Eisenbahndirection Kaffel, Herrn Ulrich, persönlich vorstellig geworden und hat möglichstes Entgegenkommen gefunden.

» Frankfurt a. M., 5. März. Don einem seltsamen Rache- oct melden dieFr. 91.": Ende voriger Woche feierte ein hiesiger Handwerksmeister seinen 40. Geburtstag, zu welchem tr 14 seiner Freunde zu einem Essen nach einem Nachbar­orte, woselbst er kürzlich Arbeiten angefertigt hatte, einlud. Durch ein Versehen hatte er jedoch einen seiner Freunde bei btt Einladung vergessen, und dieser beschloß, sich zu rächen. Ec lud im Namen deS Gastgeber« noch mehrere Personen rin, so daß die Tafel für 40 Gäste gedeckt war. Der Ge- täuschte machte gute Miene zum bösen Spiel, und bezahlte ble ganze Zeche7

Crouberg i. X., 5. März. Bei dem hier stattgehabten Kekrutirungsgeschäft wurde der 21 Jahre alte Andreas Gernhardt im Streite erstochen. Mehrere der That verdächtige Personen wurden verhaftet.

Ms. Hanau, 5. März. Der Goldarbeiter Heinrich Spahn, welcher die Gelder des GewerkschaftScartells in Verwaltung und Verwahrung hatte, hat sich einen schändlichen Dertrauensbruch zu Schulden kommen lasten, indem er von diesen Geldern erhebliche Beträge unterschlagen hat.

Düsseldorf, 4. März. Die Strafkammer hat eS ab­

gelebt, den Homöopathen Dr. Volbedin g gegen eine I Caution von hunderttausend Mark aus der Untersuchungshaft zu entlaffen.

* Düffkldorf, 3. März. Lebendig verbrannt ist hier ein Schulmädchen. Eine Anzahl Kinder beschäftigte sich auf einem Müllabladefelde bet der Stadt mit dem An- zünden allerlei brennbarer Ueberreste. Jenes Mädchen kam dabei der Flamme zu nahe, die Kleider fingen Feuer und da keine Hülfe zur Stelle .war) denn die anderen Kinder ergriffen die Flucht, ist da- unglückliche Kind buchstäblich lebendig verbrannt. Die erhaltenen furchtbaren Wunden führten alsbald den Tod herbei.

* Köln, 5. März. Heute Nachmittag stürzte in der Neustadt die Giebelmauer deS Neubaues der Rennbahn ein. Sieben Arbeiter wurden verletzt.

* » Trier, 2. März. Ein Muttermörder stand gestern und vorgestern vor den Schranken des hiesigen Schwur­gerichtes. Der Unmensch, Maurer Franz Blaes au8 dem Hochwalddörfchen Michelbach, hatte seine 73 jährige Mutter in wahrhaft bestialischer Weise vorsätzlich und mit Ueberlegung ermordet und, um den Verdacht deS Selbstmordes auf die Unglückliche zu lenken, die Leiche aufgehängt. Man fand die Ermordete erst neun Tage nach der That. Am Halse und der linken Brustseite zeigten sich etwa 13 Stichwunden, der ganze Unterleib war vollständig aufgeschl-tzt.

* Zweibrucken, 4. März. Die Ehefrau Appolonia Obermann von Diedesfeld und deren Mutter, die gemein­schaftlich den Ehemann der ersteren im Schlafe mittelst eines Strickes erwürgten, wurden vom Schwurgericht zum Tode v erur th eilt.

* Metz, 4. März. Hauptmann Fischer, der vor einiger Zeit den Premierlieutenant Kühne im Duell erschoß und zu zweijähriger Festungsstrafe verurtheilt wurde, ist, nachdem er elf Wochen der Strafe verbüßt hatte, vom Kaiser begnadigt worden. Wie es heißt, haben die Verwandten des Getödteten sich für die Begnadigung Fischers verwandt.

* Paris, 3. März. Das Geräthemagazin des Theatre comique ambigue steht in Flammen. Das Feuer nimmt große Ausdehnung an und bedroht die Nachbarhäuser. Verluste an Menschenleben sind bisher nicht gemeldet.

* Der letzte Schuß im Kriege 1870/71 fiel von fravzö- sischer Sette am 13. Februar 1871 aus der Festung Belfort kurz vor 6 Uhr Abends. Von einem Augenzeugen, der an dem Feldzuge beim Besatzungsbataillon Liegnitz (Landw.- Regt. Nr. 7) Theil genommen hat, werden hierzu die nach­folgenden Erinnerungen rnitgetheilt. DaS Hirschberger Batail­lon hatte am 13. Februar die Wache in den Laufgräben. ES war streng befohlen, jede Abgabe eines SchuffeS zu ver­meiden. Auch aus den Werken von Belfort war den ganzen Tag über kein Schuß gefallen. Die ungewohnte Stille machte ordentlich einen unheimlichen Eindruck. Es war eine Viertelstunde vor unserer Ablösung um 6 Uhr Abends einzelne meiner Kameraden hatten sich außerhalb deS schützenden Laufgrabens begeben, als man plötzlich ein Auf­leuchten aus der Festung wahrnahm, dem der Knall eines Granatschusses folgte. Das Geschoß crepierte in un­serer unmittelbaren Nähe, und ein Splitter zerriß unsrem Kameraden Gustav Gotsch Brustkorb und Eingeweide, so daß der Tod unmittelbar eintrat. Dieser Schuß, deffen Ursache nicht aufgeklärt, war der einzige an diesem Tage, und zu- gleich der letzte im deutsch-französischen Kriege. Am 14. Februar 1871 bestatteten wir unsren dahingegangenen Kameraden, das letzte Opfer vor Belfort, aus dem Fried- Hofe zu Msroux.

Der als Edelstein so geschätzte Opal, welcher besonder- in letzter Zeit wieder recht modern geworden ist und mit Diamanten und Perlen garnirt in der That wundervolle Effecte ergibt, ist in der Natur ziemlich weit verbreitet, und wird in verschiedenen Qualitäten an den verschiedensten Stellen der Erde gesunden,- die werthvollsten find jedoch die bei Czerwenitza, unweit Kaschau in Ungarn, vorkommen­den, denen sich die mexikanischen und californischen zunächst aureihen. Der Opal kommt fast stets in Granit eingesprengt vor und besteht aus amorpher Kieselsäure, welche früher flüssig, gallertartig gewesen und später erhärtet sein dürste. Neuerdings hat man nun, nach einer dem Internationalen Patent-Büreau von Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, zu­gegangenen Nachricht, in Amerika und zwar zu Idaho durch Zufall ein reiches Lager von Opalen gefunden, die an Größe und Schönheit den berühmten und besten ungarischen nicht nachstehen sollen. Idaho ist bekanntlich jenes westlich von den Rock Mountains liegende Territorium, welches an Britisch Columbia grenzt und auch durch Vorkommen von Gold bekannt ist.

* Die Feuerspritze. Ein Bäuerlein, der Bürger­meister von N., klopft an die Bureauthür deS Bezirksamt- manneS in H. und ersucht ihn um eine Feuerspritze für feine Gemeinde. Der Bezirksamtmann erklärt ihm, er wolle stch dafür verwenden, habe aber jetzt gerade keine Zeit, da heute AmtStag' wäre. DaS Bürgermeisterlein empfiehlt fich grinsend, packt seinen Hut und geht. Nach einer Viertel­stunde klopftS wieder an des AmtSmannS Schreibstube. Wer tritt herein? Wieder daS Bäuerlein. Auf Befragen was er dennjetztwolle, meint er,o Feuerfpritz n brauchat t halt!" Der Amtmann bedeutet ihm zum zweitenmal, er werde dafür sorgen, habe aber heute keine Zeit ... und der Bauer geht. Keine Viertelstunde ist vorbei, kommt er aber wieder und sagt:Herr Bezirksamtmann, a Feuerspritz'n!" Dieser eröffnet ihm in etwas erregtem Ton:Haben Sie denn nicht gehört, daß Sie schon eine bekommen? Aber heut' habe ich keine Zeit!" Der Bauer:Woaßt, ich branchat's halt glei, eS brinnt schon zwoa Stund! Woaßt!"

* Aus denFliegenden". Kleines Mißverständ- ni ß. Richter (zum Vater, deffen Sohn auf der Anklage- bank wegen wiederholten Diebstahls sitzt):Sie hätten Ihren Sohn auch warnen sollen!" Vater:Hab'S auch gethan, Herr Gerichtshof- ich hab' ihm auSdrückttch gesagt: Karl, fei diese- Mal recht vorsichtig!"Ein gute-Ge-

schäft. Prinzipal:Herr Müller, was fällt Ihnen denn ein, den Schlüssel an der Kaffe stecken zu taffen?" CommiS: Aber, Herr Prinzipals wenn eingcbrochen wird, rutniren die Dieb' ja mehr an der Raffe, als drin ist!" DaS schlechte Zeugniß.Du hast heute Dein Zeugniß be­kommen, Xaverl! Laff' eS mal sehen!Willst Du nicht lieber zuerst offen, Papa?!"