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Nr. 288 Zweites Blatt
Sonntaq den 6. December
1S96
Aints- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren
Hratisöeitage: Gießener, Kamitienötätter.
unzwetfel- HeirathS- würde es ihr ein diese dem
»«nähme von Anzeigen zu der Nachmittag» für bex folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr.
»He »nnoncen'vureaux bei In« und Auslandes nehm« Anzeigen für de« „(Siebener Anzeiger" entgegen.
sittlichen C'^aracter der Ehe allein angemessene Auffaffung roch nicht in allen Kreisen der Bevölkerung durchgedrungen Ist, so ist das nur ein Grund mehr, ihr durch die w jiehliche Wirkung zum Durchbruch zu verhelfen. Die Pro« resse wegen Heirathsvermtttlung geben zu den allergrößten klergerniflen Anlaß- rS empfiehlt sich daher, die Zahlung der vereinbarten Leistung abzuweisen. Daß die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung den Standpunkt des sittlichen kharakterS der Ehe einnimmt, kann nicht geleugnet werden- tedarf daS aber noch eines Beweises, so genügt die Be- n-rkung, daß dieser Standpunkt der Standpunkt der chrtft- litten Kirche ist, welcher die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Deutschlands angehört. Daß die überwiegende Nrhrhett des deutschen Volkes das Nehmen und Geben eines lohne» für HeirathSvermitilung als unsittlich betrachtet, muß mch auS der Stellungnahme seiner Repräsentanten bei Be« cklhrung dieser Frage im Reichstag gefolgert werden. In btt großen Mehrzahl der europäischen Culturstaaten ist die Unifittlichkeit deS Ehemakelvertrags anerkannt. Die Annahme, iaih daS deutsche Volk, daS in Bezug auf sittliches Empfinden oberen Nationen keineswegs nachsteht, in der hier Inter- Menden Frage mit feinem sittlichen Empfinden zurück Mieden sein sollte, ist durch nichts gerechtfertigt. Sofern jis die Klage etwa noch auf Anerkenntniß als besonderen Klaogegrund stützt, steht ihr die condictio ob turpem causam (Zurückforderung desjenigen, waS ein anderer aus einer s-fetzwidrigeu Ursache empfangen hat) entgegen. Sonach ist Klaogenabweisung gemäß § 87 der Civilproeeßordnung unter Veilastung deS Klägers mit den Kosten des Rechtsstreites jtbooten.
es alle meine eminenten Vorfahren gethan haben, welche ihre schönen Thiere stets so schlachteten, als ob sie sie liebten. Die Heiligen selber und unsere Königin find die Schutzpatrone unserS geehrten nationalen Sport»."
Matador Gil Perez fügt feinem Schreiben das folgende Zeugniß deS ThierarzteS Ihrer Majestät Arena in Madrid, Alvarez de Alva, bet: »Hierdurch bezeuge ich, daß ich i» meiner langen Erfahrung niemals eine Handlung der Grausamkeit im König!. Stier-Ring beobachtet habe. Ihre Majestät und der ganze Adel — daS blaueste Blut und die schönsten DonnaS Spaniens — lieben unser elegantes Vergnügen. Unsere Stiere sind stolz, ihre Thatkraft zu entfalten. Was die Pferde betrifft, fo ist es Barmherzigkeit, ihrem Leben ein Ende zu machen.
Dermifdfrtss,
* Sin wichtiges Uriheil. DaS Landgericht zu Frankfurt a. M. hat vor Kurzem ein Unheil gefällt, waS in weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient. Der That- bestand ist folgender: Ern Agent klagte gegen einen Metzger die Summe von 500 Mk. ein, welche dieser ihm im Juni d. IS. laut Revers versprochen habe, wenn durch seine Vermittlung deS Beklagten Verheirathung erfolge. Der Kläger machte den Herrn mit einem Mädchen bekannt, daS dieser iwd) Anfangs August, ohne daß es etwas in die Ehe brachte, ZLheirathet hat. Kläger behauptet nun, der Metzger habe itzm versprochen, sofort nach vollzogener Ehe 500 Mk. zu zahlen, während der Beklagte die Zahlung verweigert, weil der Agent gesagt habe, daS Fräulein besitze 6—7000 Mk. Vermögen und werde einst noch einmal so viel bekommen. AIS die Ehe vollzogen war, fand sich aber kein Geld vor. DaS Gericht wteS die Klage ab und begründete sein Urtheil wie folgt: Ehevermitteluugsverträge verstoßen gegen die guten Sitten und sind deshalb nichtig. Zwar ist die Herr- jchende Meinung in der Rechtsprechung bisher dahin gegangen, daß eS von den Umständen des einzelnen Falles ab- hänge, ob derartige Verträge unsittlich find. Die große
Mehrheit der Bevölkerung betrachtet jedoch haft daS Nehmen und Geben eines Lohnes Tür Vermittlung mindestens als unanständig und sür eine schwere Beleidigung halten, wenn derartiges Verhalten nachgesagt würde. Wenn
* Rarireweseo. Der Schnelldampfer »Saale" des »Norddeutschen Lloyd" wird nach Rückkehr von der jetzigen Reise auf der Werft der Actiengesellschaft „Vulcan" in Stettin einem größeren Umbau unterzogen werden. Nach den günstigen Resultaten, welche der im vorigen Jahre vor- genommene Umbau der »Trave" ergeben hat, ist eine ähn- liche, zum Theil noch weitergehende Umgestaltung auch für die »Saale" in Aussicht genommen. — Während bei der »Trave" die Maschinenleistung von 16V, auf 18 Meilen er- höht wurde, wird die Ge chwivdigkeit der »Saale" nach dem Umbau der Maschine ca. 18V2 bis 19 Meilen betragen. Gleichzeitig werden die inneren Räume, Speisesaal, Damen- zimmer und Rauchzimmer einer durchgreifenden Veränderung unterworfen, welche diese Räume wesentlich freier und luftiger machen wird. Eine besondere Annehmlichkeit wird der Dampfer dadurch erhalten, daß er in gleicher Weise wie die neueren Schnelldampfer des Lloyd ein festes Sowmerdeck über die gesammte Länge deS Promenadendecks erhält. Hand in Hand mit diesen Umänderungen geht eine Vervollkommnung der SicherheitSeinrichtungen des Schiffes, insbesondere eine Verstärkung und Hochführung der wasserdichten Querschotten bis zum Oberdeck. Endlich find noch eine Reihe sonstiger Erneuerungsarbeiten vorgesehen.
* Neues vom „Ktsteureiseudeu". AuS Rom wird berichtet: Der »Kiftenretsende" Schneider Hermann Zeitung ist hier angelaugt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Zeitung traf am SamStag Abend 6 Uhr in einem Güter- zuge als Eilgut in einer Kiste au» Bafel in Rom ein, in die ihn feine Freunde verpackt hatten. Die Kiste wurde in einen Güterschuppen gestellt und erst Sonntag früh um 3 Uhr wurde er aus feiner Gefangenschaft befreit, nachdem der Nachtwächter durch sein Schreien in die größte Angst versetzt worden war. Der BahnhofSinspector ließ sofort die Polizei herbeiholen. Zeitung war acht Tage unterwegs und natürlich sehr schwach, weil er während seiner ganzen Fahrt nur Wasser mit Anisette zu fich genommen hatte. Die Beine waren ihm erstarrt. Er wurde zuerst auf die Polizei, dann in daS Krankenhaus St. Antonio gebracht. Später will er fich in einem Circus oder Cafs Chantant mit seinem Kugelpanzer, den er für besser hält, als den feine» Mannheimer Collegen, fehen lassen. Zeitung erzählte, daß dies bereits feine fünfzehnte, aber auch längste Reife gewesen sei. Er ist zuerst von Wien nach Pari» zur Ausstellung, dann durch Spanien, Belgien and Holland, durch einen großen Theil von Nordamerika, immer in einer Kiste, gereist und stet» unversehrt am Bestimmungsorte angekommen. In Spanien habe er sein ganzes Geld durch Speculationen verloren. Einige Wochen habe er fich in Basel aufgehalten, vorher habe er in Belfort gelebt. Er habe Rom gern kennen lernen wollen, und da er kein Geld hatte, habe er sich wiederum als Eilgut befördern lassen. Daß die Reise so lange dauern würde, habe er nicht gedacht, auch hätte man ihn, obwohl da» Wort »Zerbrechlich" auf der Kiste stand, achtmal mit großer Rücksichtslosigkeit umgeladen. Er habe meist sehr gut geschlafen, aber furchtbar gefroren. In Rom habe er fich deßhalb so spat bemerklich gemacht, weil er anfänglich glaubte, er sei in Genua. AIS er jedoch auS Gesprächen merkte, daß er in Rom sei, habe er angefangen zu schreien. Die Beamten hatten ein ganz entsetzte» Gesicht gemacht, al» fie ihn erblickten und er ihnen laut lachend zu- nickte. Die Kiste, in der er reiste, ist mit eisernen Reisen beschlagen und nicht von innen zu öffnen. In ihr befand fich im doppelten Deckel ein eingerahmteS Bild mit ZeitungS- ausschnitten zur Reclame und seine Photographie im Kugelpanzer, ein wenig Stroh, eine Flasche Wein und ein Gummi- gesäß, am Deckel ein Strick, an dem er fich beim Umladen sesthtelt. Zeitung ist ein zwerghafteS Geschöpf mit dickem Kopf, hoher, breiter Stirn, aus der große Willenskraft spricht, und kleinen, schlauen Augen. Bisher hat keine seiner Reisen ein gerichtliches Nachspiel gehabt. Hier will ihn die Eisenbahn wegen Betrugs verklagen. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus wird er wahrscheinlich verhaftet werden, weil er vollkommen mittellos ist.
* Stolz lieb' ich de« Spanier. Der erste Matador Madrids, Gil Perez, hat den Londoner »Daily Chronicle" mit folgender Zuschrift beehrt:
Madrid, den 23. November.
»Höflicher Redacteurl Ich habe in Ihrem geschätzten Blatte einige unbegründete Beschwerden über die »grausame und unsportmäßige" Praxis der Stiergefechte gelesen. Erlauben Sie mir, als einem der ältesten Matadore Spanien», Ihnen zu verfichern, daß unser edler Beruf solche Verläum- dungen mit der Verachtung eine» Hidalgo straft. Ich habe meine Stiere stets in der humansten und anständigsten Weise, welche unserer ruhmreichen Kunst bekannt ist, getödtet, wie
Vierteljähriger «AOonncmentsprels: 2 Mark 20 Pfg. mit vringerloha.
Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Aedaction, Expedition unb Druckerei:
-chakstratze Ar.7.
Fernsprecher 61.
Deutsches Reich.
Cetlin, 4. November. Hebet die Schicksale der Hand- Werksorganisation hat der Staatsminister v. Bötticher intereffante Aufschlüsse gegeben, die in der Hauptsache die bisher verbreiteten Gerüchte über eine Neugestaltung der Vorlage bestätigen. Der Minister hat wörtlich da» Folgende auSgrführt: »Die preußische Regierung hat im BundeSrath eine Organisationsvorlage gemacht, in den beteiligten AuS- schaffen ist diese Vorlage berathen worden, und ist daselbst rücksichtlich de» PrinciPS der ZwangSinnungeu auf Widerspruch gestoßen- in der Abstimmung erklärte fich die Mehrheit gegen daS ZwangSprincip der Vorlage.......
ES wurde an der Hand eines Antrages der königlich württem- dergischen Regierung beschlossen, den Thril der Vorlage, der von den Zwangsinnungen handelt, umzuarbeiten. Diese Um- arbeitung berechtigt aber nicht zu dem Schluß, daß auS der Vorlage in absehbarer Zeit nichts wird- im Gegentheil, ich $faube in Aussicht stellen zu können, daß da» Plenum deS BundeSrath fich vielleicht sogar noch vor Weihnachten, even- luell aber sehr bald nach Weihnachten, mit dem Vorschläge deS Ausschusses zu beschäftigen haben wird. Schließlich wird dort daS Stimmenverhältniß ein anderes fein als im Ausschuß. Wir wären schon weiter, wenn der Reichstag daS Handwerkerkammergesetz angenommen hätte." In der hiermit skizzirteu Fassung dürfte der Entwurf Wohl doch zur Annahme gelangen.
Der Kteßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme bet Montag».
Die Oießener Mamikiendkätter werben bem Anzeiger wöchentlich brcimal deigelegt.
Gießener Anzeig er
Kenerat-Anzeiger.
kauöwirthschastltihe Winke und KathschlSgr.
△ Ans vberheffe«, Anfang December 1896. Allerhand Nützliche» au» der Praxi».
Es wird nicht schaden, wenn wir unS diesmal ein Wenig fas Bauernhause selbst umschauen, und damit dies auch gründlich geschieht, fangen wir am besten mit de« Keller an, denn der hat es am allernöthigsten, weil der 1896er Nachsommer und Herbst an überaus großer Nässe litt, die sich allen landwirthfchastlichen Producten, insonderheit dem Obste, den Wurzel- und Knollengewächsen mittheilte.
Jedes Kind weiß heutzutage, daß wasserhaltige Gewächse ungemein leicht in Fäulniß übergehen. Man könnte daraus schließen, daß die Erwachsenen mit aller Kraft gegen die Fäulniß ankämpfen würden. Ja, Prosit die Mahlzeit! Fragt einmal bei Euren Bekannten herum, wie viele im Kartoffel- und Obstkeller etwas thun. Bei den Städterinnen ist eS aber ganz ähnlich. Was wir hier mittheilen und anregen, gilt daher ganz besonders auch für die Hausfrauen in der Stadt.
Also! Man muß so oft alS möglich alle ein oder zwei Tage, nach seinem Obste sehen, es fault ganz abscheulich. Steht man angestoßene Stücke, so müssen fie heraus, denn sie verderben die übrige». Wer hat heutzutage nicht von Bacillen, Bacterien, Pilzen, Infusorien gelesen! Die Pilze verderben Obst und Kartoffeln! Für jedes Gift und jeden Schaden hat unser Herrgott ein Gegengift und einen Nutzen geschaffen. Den Obstpilzen rückt man mit Schwefel zu Leibe. Man kauft Schwefelpulver oder auch Schwefelspahn, wie er zu« Einbrennen der Fässer benutzt wird und verbrennt ihn in den Aufbewahrungsräumen deS Obstes. Dadurch entsteht schwefelige Säure, die so eigenthümlich in die Nase sticht. Sie sticht aber auch alle Pilze und Obstoerderber todl, daher soll man dieses Schwefeln öfter» wiederholen, es ist ein treffliches Schutzmittel.
Der zweite Feind des Obste» in den Aufbewahrungsräume» ist die Feuchtigkeit. Diese kriegt man aber ganz leicht heraus. Man kaust sich für etliche Pfennige Chlorkalk, wie er zum Bleichen und Waschen benutzt wird und vertheilt diesen Kalk in mehrere (drei, vier, fünf) Gefäße, je nach der Größe deS Raumes. Der Chlorkalk besorgt nun in kurzer Zeit die Wegschaffung der Feuchtigkeit; erzieht fie an sich (saugt fie auf) und wird flüssig.
Das Schwefeln und Kalken der ObstaufbewahrungSräume kostet weder viel Geld, noch viel Mühe und Arbeit. Man kann sich aber dadurch vor empfindlichem Schaden und Aerger bewahren — und das ist auch etwas werth. Bei den Kartoffeln ist die Arbeit schon größer, weil die Massen viel größer sind. Es handelt sich aber auch um größere Werthe. Folglich bleibt nichts übrig, als den ganze« Vorrath durchzulesen. Das ist eine Arbeit, die Tage und Wochen erfordert, wenn es fich um Hunderte oder gar Tausende von Centnem handelt. Wer die Kartoffeln daher nicht rasch wegschafft, z. B. bei« Branntweinbrennen, sondern sie bis zum Frühjahre liegen lassen will, um fie dann zu Markte zu bringen, der scheue die Arbeit und die Kosten nicht, die Kartoffeln in diesem Winter zweimal fortlesen zu lassen, sonst wird er im Frühjahre einen Schaden besehen, der sehr unangenehm auSfallm dürfte. Da» Schwefeln und Kalken der Rar« toffelkkller ist auch zu empfehlen.
Außer Obst und Kartoffeln soll man in diesem Winter auch die Dickwurzeln nachsehen, wenn es äußerst möglich ist. Diese Gewächse sind nämlich, weil sie so ungewöhnlich groß geworden, vielfach hohl inwendig und faulen daher von einen heraus, eine ganz tückische Geschichte, denn man merkt den Schaden nicht eher, bis er nicht mehr zu beseitigen ist. Beim Fortlesen erkennt man aber die hohlen Rangen sehr leicht und beseitigt fie.
Am Schluffe unserer Heuligen Betrachtungen möchten wir etwas bringen, was sich besonder- für den Bogelsberg eignet. In Nr. 268, zweites Blatt des „Gießener Anzeiger" vom 13. November I. I. bringt ein Correspondent etliche kurze Notizen über die Schlehe« (die tagen. Trauben deS Vogelsberges) und die Hage- brrlterr Vor etwa fünf Jahren brachten wir hier an dieser Stelle einen Aussatz über die Verwendung beider Gewächse, ohne daß eüi Fortschritt ersichtlich ist. Man darf sich darüber nicht wundern, denn die Herstellung von Wein aus Hagebutten ist ein Luxus, der für den Vogelsberger vorerst noch nicht erreicht werden kann, weil er noch zu sehr mit dem Nothwenbigen zu kämpfen hat. Erst wenn diese» erreicht ist, kann man an das Angenehme und Ueberflüsfige gehen. Fässer und Flaschen zum Gährenlassen und Geld für Zucker fehlen auch. Alles dieses aber wird kommen, wenn der Vogelsberg einmal Bahnverbindungen hat, mit denen die Erzeugnisse weiter versandt merken können.
Damit aber diese Gewächse nicht zwecklos verfaulen und überhaupt besser an dm Mann gebracht werden können, ist eS nölhig, daß man sich nach einer Absatzquelle umsteht oder daß man noch eine einfachere Verwendung für die Hagebutte außer zum Weinmach« ausfindet. Beides wird erreichbar sein.
In Büdingen ist ein sehr rühriges Geschäft, daS Bedeutende» in Beerenweinen leistet. Wahrscheinlich wird eS auch auf den Hagebuttenhandel eingehm, wenn genügende Mengen geliefert werde». Mit ein Paar Schürzen voll ist es nicht gethan. Die Hagebutten der wilden oder Heckenrose (Rosa canina) eignen fich in erster Linie


