wie die Mitgliederzahl der Verbände, fie wächst aber ständig und nähert sich jener immer mehr an. Die veueutstehenden Genossenschaften schließen fich ihrer großen Mehrzahl nach den Tentralgenoffenschaften sofort an, fie treten so von vorn» herein in einen genossenschaftlich und geschäftlich hachent- wickelten Organismus ein, können dessen Technik und Erfahrungen sofort übernehmen. Sie werden von erfahrenen Beamten deß Verbandes und der Centralgeuosseuschaft in die Geschäfte etngeführt, und die Thätigkeit ihrer Beamten wird, soweit da- nöthig ist, kaufmännisch und technisch — letztere- namentlich bei Molkereien — durch Sachverständige überwacht. Wett über 100 Berufsbeamte find in dieser Weise im Dienst der landwirthschaftltchen Genossenschaft-- verbände allein innerhalb des Allgemeinen Verbandes thätig. Die Zahl der Vorstände und Beamten landwirthschaftlicher Lentral'Bereiue, LandwirthschaftSkammern rc., der Landwirthe und Freunde des Genossenschaftswesens, die sich ehrenamtlich diesen Geschäften widmen, ist noch viel größer.
In dieser intenfiven Zusammenarbeit und Cooceotrirung der Erfahrungen und Kräfte liegt das Gehetmniß, in Hunderten und Tausenden neu entstehender Genossenschaften ebenmäßig eine tüchtige Geschäftsleitung, eine ausgedehnte Thätigkeit und einen echt genossenschaftlichen, auf daS Gemeinwohl und die Unterstützung der Schwachen, auf die that- kräftige, gemeinsame Selbsthülfe gerichteten Geist in kürzester Zeit zu erwecken. Der Zusammenschluß verbürgt die wettere segensreiche Entwicklung der deutschen landwirthschaftltchen Genossenschaften- und wer die segensreichen Wirkungen dieser Entwicklung voll zur Entfaltung bringen will, der muß auch die Förderung und Vollendung der Organisation wollen und an ihr arbeiten.
Deutsche» Reich.
Berlin, 3. October. Etwa 250 Abgeordnete und Dele- girte zum nattonalltberalen Parteitage hatten sich gestern Abend zu einer Begrüßungs-Sitzung versammelt.
Köln a. Rh., 3. October. Die „Köln. Ztg." meldet auS Petersburg: Das Zarenpaar werde dem Vernehmen nach auf der Rückreise von Darmstadt drei Tage zum Besuch deS deutschen Kaisers in Potsdam verweilen. Derselbe Correspondent meldet, eS werde immer bestimmter behauptet, die Verlobung des Großfürsten Sergius Mtchaelo- witfch mit der Prinzessin Marte von Griechenland fei aufgehoben.
Ausland.
Brüx, 3. October. Im hiesigen Revier hat sich die Situation gebessert. In mehreren Schächten wird wieder angefahren.
Rom, 3. October. Nach den aus Sicilten etnlaufenden beunruhigenden Nachrichten aus dem Schwefel-Revier ftriken daselbst 2500 Arbeiter. Es wurden bereits 140 Verhaftungen socialistischer und anarchistischer Agitatoren vorgenommen.
Brüssel, 3. October. Gestern Abend fand zwischen Landen und Lüttich eine Zugentgleisung statt. Ein Maschinist wurde getödtet, ein Heizer und ein anderer Maschinist schwer verletzt. Sämmtltche Züge, sowohl die nach Deutschland, als nach Ostende, erlitten eine achtstündige Verspätung.
London, 3. October. Um das Zarenpaar auf seiner Reise von Balmoral nach Portsmouth ganz unbehelligt zu lassen, find sämmtltche Beamte auf der Strecke angewiesen worden, kein Publikum auf den Bahnhöfen zu zu- lassen, sondern nur die nöthigen Bahnbediensteten, welche fich auch jeden Zurufs zu enthalten haben.
Athen, 3.October. Die aufständische Bewegung in Macedonien ist nach allen hier anlangenden Nachrichten in der Zunahme begriffen. Es hat den Anschein, als ob während des Winters der Aufstand aufrecht erhalten werden soll, um im nächsten Frühjahr heftiger als bisher aufzu- stammen. Die Führer gehen schon jetzt planmäßig vor. Jeder von ihnen hat seinen bestimmten Bezirk. Ueberallhtn werden kleine Trupps entsandt, welche den Winter in Macedonien zubringen und im nächsten Frühjahr als Stütze für größere Unternehmungen dienen sollen. In den letzten Tagen ist wieder eine stärke Bande in Macedonien eingedrungen. Am Fuße des OlympoS fand ein Gefecht statt, in welchem die Türken 35 Todte und 15 Gefangene verloren haben. Der Jusurgentensührer BrouphaS, welcher vor Kurzem eine Anzahl NtzzamS gefangen genommen hatte, soll einen der- selben mit einem Briefe an den Valt nach Bitolja gesandt haben, in welchem er Auswechselung der Gefangenen angeboten hat.
Verrutschte».
* Bremen, 1. October. Ein trauriges Ende nahm hier ein alter Polizeiwachtmeister aus Zwickau. Er traf gestern Abend hier mit einem Gefangenen ein- da dieser ortskundig war, überließ er ihm die Führung nach dem UntersuchungSgefängniß. Der Gefangene wandte sich absichtlich einer anderen Gegend zu und entlief dem Beamten in einem Viertel mit engen Gassen. Da der Flüchtling nicht wieder dingfest gemacht werden konnte, erhängte fich heute der Wachtmeister.
kaudwirthschaftUche Blinkt und Kathschlägr.
△ #«• Ober Hesse«, Mitte September 1896. «eher da» «»schirre« ««d die vehandlu«- der Augthtere.
(Schluß.)
Zwingt die Rothwendigkeit dazu, große Lasten zu laden, so ist «S besser, fie gleich«e»sti- auf de» Urrhrwerfe |» veriheite», als ste vorne oder hinten anzuhäufen. Unter allen Umständen soll aber der Bauer vermeiden, den Borderwagen stärker zu belasten als de» Hinterwagen. ES kommt vor, daß sechs bis acht Arbeiter mit dem Heuwagrn nach den Wielen, die eine Stunde vom Wohnorte oder noch weiter liegen, gefahren werden. In der Regel drängen fich diese sechs bis acht Person», die zusammen ein Gewicht von »eh»
Emtnern auSmachen, zu dem Fuhrmann« nach dem Dorderwagen. Gerade daS Gegentheil müßte geschehen, weil daS fortzuschaffmde Gewicht dadurch wesentlich verringert würde.
Da« sind solche kleine Vorthelle, an die der hundertste Bauer nicht denkt, ober wenn doch, verachtet er sie. Sehr mit Unrecht, mein freundlicher Leser, denn au» viel» Wenig» wird nach und nach ein Viel! Wer den Pfennig nicht ehrt, ist deS ThalerS nicht werth.
Man überlege einmal, welche Masse von kleinen Voriheilm während eine« Jahre« nicht beachtet werden, z. B. der Eine läßt die Jauche zu Thore hinau« laufen, während sie auf Getreide- und Gemüsefeldern, bei Obstbäumen und Beerensträuchern Wunder wtrkm würde; der Andere läßt seine Hühner- und Gänseställe nicht reinig» und vergißt ganz und gar, welche trefflich» Dungstoffe ihm verloren gehen und wie sein Geflügel unter der schlechten Behandlung leidet; 6er Dritte sieht seine Kartoffel- und Obstoorräthe nicht nach und läßt fie halb verfaul»; der Vierte striegelt und putzt sein Vieh nicht, weil er nicht weiß ober nicht wissen will, baß fleißiges Striegeln und Bürst» bte Gesunbhett unb Leistungsfähigkeit außerorbmtltch steigert; der Fünfte, Sechste, Zehnte ober Zwanzigste unterläßt scheinbar Kleines, woburch er sich ben größten Schaben zufügt. Ist nicht schon manches Pferb lahm geworben, weil sein Herr zu träge war, ein» verlor» gegangen» Hufnagel zu erneuern?
Di« kleine« Mittel spiele« in der Landwirthschast eine ««endlich große Rolle. Cie werden ««S über die jetzige schlecht« Lage der Landwirthschast hinanshelse«, nicht die großen. In bet Anwenbung btefer kleinen Mittel finb unsere Bauern aber weistmtheil« noch recht weit zurück. Deshalb führen wir seit Jahren die Peitsche, das ist unsere Stahlfeder und rufen und klappern und knall» munter auf, wenn sich eine Gelegmheit dazu bietet.
Die heutige Gelegenheit wollen wir nun dazu benutz», gegen die Schenleder am «opsgeschirr der Pferde Einiges vorzu- brtngen. Man kann sich eigentlich keinen größer» Unfug d»k» als die Scheuklappen, höchstens noch den, daß man dem Pferde den Schweif abschneidet und eS dadurch der Möglichkeit beraubt, sich seine Peiniger: die Fliegen, Schnaken und Brems» vom Leibe zu halten. Eine schöne Mähne und ein schöner Schweis find ein Schmuck für das Roß. Die gütige Mutter Natur hat ihm diese Stück« zur Zierde und zum Schutze verlieben und der verdrehte M»sch verdirbt di« Natur, indem er seinem fleißigsten Helfer und Arbeiter Schutz und Schmuck wegschneidet. WaS hat der Mensch nicht Alles schon fertig gebracht, indem er die Natur verhunzte! Tburmhohe Haartrachten, verpflästerte Gesichter, tonnenartige Reifröcke, meterlange Schnabelschuhe, krummgebogene Tischbeine, figurenartig zugeschnitt»« Hecken und Sträucher — Scheuklappen und abgestutzte Schweife bei den Pferden und — und — Schinkenärmel und die jetzige schauderhafte Damenmode am Ende des 19. Jahrhunderts. Heiliger Ben Akiba! Was würdest Du heimgeschickt werd», wenn Du jetzt lebtest und die Moden, den Unstnn mit den Scheuledern und--die
Schlauheit der Pfandmeister beim Einschlüpfen in verschloss»« Scheuern erkennen würdest!
Pferde und Hunde find die intellig»testen unter den Haus- thiecen, sie lernen ihre Wärter unb Freunb« sehr bald k»nen unb lieben, wenn fie gut behandelt werd». Hier, im Punkte der gut» Behandlung, muß der Bauer noch Vieles lernen. Der Türke unb Cosack behanbelt fein Roß besser als der deutsche Bauer, obgleich dies« Volker sonst viel niedriger steh» als ter Deutsche. Der Bauer muß seine Kinder schon in früher Jugend daran gewöhnen, rücksichtsvoll mit den Hausthieren umzugehen. Wenn die Pferde jammern unb heulen könnten, etwa wie Hunde unb Katzen über die Qualen unb Schmerz», die ihnen unnölhigerweise zugefügt werben, es würbe auf Aeckern unb Landstraßen vor Stöhnen unb Klagen nicht auszuhalten sein.
Die Qualen und Schmerz», ble den!Thier» hier unb ba einmal burch eine Züchtigung, die in vielen Fäll» ihre Berechtigung hat, zugefügt werben, sind es weniger, als biejenigen, die burch falsches, schlecht passendes Geschirr und unrichtige Anspannung stunden- unb tagelang zugefügt werben. Gegen diese richtet sich unser Unwille, sowie unser Bestreb», ben Bauer zum sorgfältigen Prüfen unb Untersuchen der entstehenden Fehler zu führen und sich dadurch vor Nachtheil und Schaden zu bewahren. Hoffentlich werden unsere Worte nicht alle auf steinigen Boden fallen.
Vekamttmachmlg.
Aufschrift der Postsendungen.
Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der spostsendungeu müssen auf d»s«ld» Empfänger unb Bestimmungsort so genau bezeichnet fein, bafijebet Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beacht»:
1. Bei Postsendung» nach größer» Ort» ist in der Aufschrift die Wohnung deS Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist «S von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stet» an derselben Stell« der Aufschrift, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolg«.
2. Aus dm nach Berlin bestimmten Smdungen ist, außer bei Wohnung deS Empfänger«, der vostbezirk (0., Nn NO. tc.), in welchem die Wohnung fich befindet, hinter der OrtSde- zeichnung .Berlin" zu vermerk«.
3. Gibt «S mit dem Bestimmungsort« gleich ober ähnlich lantenbe Postorte, so ist dem OrtSnamm eine zusätzlich« Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die OrtSnamm im Postocrkebr al« maßgebend anzuseh» find, ergibt fich au« dem .Verzeichniß gleichnamiger ober ähnlich lautender Dost- orte*, daS zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstalt bezog» werd» kann.
4. Wmn der im Reichs Postgcbiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Poftanstalt verseh», dessenungeachtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, so empstehtt es sich, di« Laa« de« Ort« in der Aufschrift der Smduug noch b«S Näher» zu bezeichnen. Zu derartig» Bezeichnung« eignet fich die Angabe de« Staate« und bei größeren Staat» de» palttischm Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. f. w.), in welchem der Bestimmungsort beleg» ist, oder auch die Angabe von größer» Flüssen [(Ober), (Elbe). (Rhein), (Main) x.1 ober öan Gebirgen [(Harz), (Riesmaebirae) «.] Nicht minder find zusätzliche Bezeichnung», wie [(Thüringen), (Altmark), iLausitz) tcl für ben Zweck geeignet.
luf Postsmdungm nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außerdem eigmllichm Bestimmungsorte noch diejenige Post- anstalt anzugebm, von welcher auS die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt roerben bez. die Abholung erfolgen soll.
6. Wmn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete beleg» unb zu den weniger bekannten Ort» »u rechn« ist, fo ist außer dem OrtSnamm noch daS betreffen*« Land btL der LandeStheL auf der Sendung anzugeben.
Di« Beachtung dieser Punkte wird lur Herbeiführung einer schleunig» Heb er hin ft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitrag», und e« liegt daher im eigenen Interesse der Absender, bte Aufschriften der Smdungev hiernach gmau anzufertigen.
Eingesandt.
Gieße«, dm 2. October 1896.
Stenographie. Bezüglich de« im „Gießmer Anzeiger' Nr. 231 erschienenen „Eingesandt" verwahren wir un« vor Allem gegm die Verdächtigung, der Oeffentlichkeit mit unterer Annonce in Nr. 228 de« .Gießener Anzeiger- Behauptung» vorgeführt zu haben, deren Inhalt sich nicht mit der Thatsache decke, ober baß wir nicht in der Lage wärm, diese Behauptungen zu verantwort» unb al« richtig nachzuweisen.
Im Gegmtheil, wir halt» fest an jeber Silbe, jedem Buchstaben unserer Erklärung Über die Vorzüge der Stolze'sch» Steno- graphie und wtederhol» unb erklär«:
1) Thatsache ist: Die Stolzesche Stmographie ist Gabel-der-er'sch» ebenbürtig (der Ausdruck wurde übri^rw lediglich au» Bescheidmheil und zur Fernhaltung jede« .jeberfrier, gewählt, denn richtiger hätte es dort heißm müssm: überlegen da auf dem 1891 stattgefundmm Stmographmtage von ben xeanern Leistung» gezeigt worben finb (240 SUbminber SRtaiii? die bi« jetzt unerreicht bastehen, unb selbst bie Bewunderun be Systemgegner erregt«.
2) Thatsache ist: Da« Regelwerk be« Stolze'sch» 6cti« ist confequenter al« ba« be« Gabesberger'schm, benn btrtie sinb alle unparteiische Gelehrt« einig, unb btefe Ansicht wird r all» berzeittg maßgebenb» EonversattouS-Lericon« vertreten.
3) Thatsache ist: Da« Etolze'fche Regelwerk ist einfach, unb leichter erlernbar; bte Wahrheit dieser Behauptung wird »6b jedem Lai» etnleuchtm, w»n er folgmbe Zusammenstellung, baa facttsche Richtigkeit nachgewtesm werd» kann, überliest:
ES find beispielsweise zu erlern»: bei Stolze
a) Zusammengesetzte Consonanten u.
Lautoerbinbungen...... 12
b) Vorsilben........ 13
c) Feststehende Wortkürzungm . . 92
d) Willkürliche Schreibweisen ein
zelner Wörter u. Redensarten . 0
e) Einzelne zu merkende AuSnahmm
von Regeln....... 2
f) Regeln u AuSnahmm in Form von Regeln....... 57
bei G-belSderger
60 31 136
108
46
237 «.U
4) Thatsache ist: In all» uns vorliegenden aulführlch« Lehrbüchern ber Stolze'schen Stmographie ist bte Zahl ber Ute, richlsslunden burchschntttltch auf 13 bi« 15 festgesetzt, fea balb welcher man sich bequem das System aneignen k» Thatsache ist, baß wir in unserem Vereine bet ben bi« « stattgehabten 5 Cursen btefe Zahl niemals überschritten, aber je. schiebmtlich den Eursus sogar mit 12 bis 13 UnterrichtSstunben n:^ bestem Erfolg unb ohne Ausreißer zum Abschluß gebracht Ute
5) Thatsache ist. Die ausschließliche Anwenbuoz bn Stolze'schen Stinographie im Preußischen Herr»- unb Hbgeoiboe:cv hauS, bie vorbanbene Mehrheit der Mitglteber be« stmographiijc, BureauS im Reichstag an Stolzean ern ist nicht burch Plotmus- fonbern vielmehr burch freien Wettbewerb herauSgebUdet m allerwenigsten aber ist mit biefer Gestaltung einer Ebren pflicht Li:;», gegenüber Rechnung getragen worben. Nein, In Preußen find!l< Gabelsberger bereits vollstänbig unserem System unterlegen.
6) Thatsache ist, daß von ©eiten derStolzeaner einemt>:u schlage ber Schreyaner gegenüber wegen Verschmelzung bn bota Systeme überhaupt bi« jetzt noch nicht näher getreten worden Ist
7) Thatsache ist: Di« Stolze'sche Stenographie trat erfi te Jahre 1841 mit einem schon nahezu 30 Jahre bestehmben Eqnn die Gabelsberger'sche bageg» schon 1817 ohne einen solchen bte Oeffentlichkeit, unb nur biesem Umstanbe, keineswegs aber etr<T eingebildeten Vorzug deS GabelSberger'schm Systems ist e« zu ban’rr daß die Zahl ihrer derzeitigm Mitglieder in verhältnißmäßig |t ringem Maße die unfdgen übersteigt. Daß sich aber die Äenbeiuri dieser statistisch» Zahl» zu unser» Gunsten vollziehen wird, it nur noch eine Frage ber Zeit, benn eine edle Sache spricht fflt Ri selbst, bricht sich selbst unaufhaltsam Bahn. —
Jetzt überlass» wir ben geneigten Lese» getrost da« llrtbei! über ben Werth des Stolze'schen System« unb bie underechlizU Bezüchttgung von Seiten der Gabelsbergeraner.
Der Vorstand deS Stolze'sch» Stenographen-Verein« Gießen
Nachdem wir nun auch den Anhängern deS Stolze'schen Syfiw-.l daS Wort gelassen, erklär» wir, daß wir dm alliährUch mit be Beharrlichkeit der Seeschlange wiederkehrenben, ber schönen Ruri unmürbigen Zeitungsstreit zwischen dm Herr» Stmogrophen nid ferner burch Aufnahme von Artikeln verschärfen wollm. Wir Utee fernere Artikel ein für allemal ab. Sw
und VoUswirrhfchast.
— Die richtige Etalltemperatur. Die Temperatur bd Stalles spielt eine wichtige Rolle im Wohlbeftnb» unserer Heu» thierc. Zu nlcbrige, wie zu hohe Temperatur ist gleich schädlich 'ü dieselben. Die erstere verursacht einen unnöthigen verbrauch « Nährstoff»; indem nämlich die Thiere an die umgebende kalte Vti Wärme abgeben, geschieht dies auf Kost» bet Kohlehybrate H Futter, ober beS im Körper angesehten Fettes. Zu niedere ratur gibt ferner zu leicht zu Erkältungm und sonstig« fttanft.'tii der Thiere Anlaß. Auch zu hohe Temperatur» könnm letztere S: scheinung zur Folge haben, indem die Thiere bei solchm ewr'-'t' licher gegen Zugluft werden. Außerdem hab» sie noch ben theil, baß sie bte AuSbünstungen ber Thiere auf Sofien b<« an gesetzten Fleisches und Fette« unnöthig steigern. Auch sei uwähr' daß zu warme Lust deS Stalle« gemeiniglich mit schlechl>n Vrc beladen ist unb daß sie alle ZersetzungSvorgänge beschleunig' Nachstehmdem soll daher der Landwirth einige Snhalttpunt'e 'n eine geeignete Stalltemperatur find». Für Pferde ist eine,mct mäßige Stalltemperatur, nammtlich im Herbste unb ffltntej, starker Arbeitsleistung ein sehr wesentliche« Ersorberniß für die w sunbheit berfelben. Sie kehr» häufig erhitzt von der Arbeit In K Stall zurück, unb sinb Erkältungskrankheiten häufig die Folge, orr. ste bann einen kalten Stall vorfinben. Die geignetste Sialliem» rotur ist für ste 10 bi« 14, im Durchschnitt 12° R. - 15° <n eble Pferde, säugmde SWutterflut» und junge Fohl« sollte v Temperatur sogar 14 bis 15° R. betrag». __
Sjitlplra da jrayirtn StMtzutn.
Cbttultat»«.
Dienstag den 6. October: Heimchen am Herd- W«11* dm 7. October: Erste« »bonnement-Concert unter Mitwirkws » Frau Ellen Gutdranson. Donnerstag den 8. Dctober: von Lonjumeau Cavalleria raeticana. Freitag 9. October: Walküre. SarnStag ben 10. October: Marl» Sonntag ben 11. Dctober, Nachmittag« 3'/»Uhr: Schöne Heft» Abenb« 7 Uhr: Heimchen am Herd. Montag d« 12. Cd"* Götterdämmerung.
PißatafftlekßO««»
Di»«tag b» 6. Dctober: Minna von Var ob ei' Mittwoch ben 7. Dctober: Faust. Donnerstag b« o. Cd»»' Die officiclle Frau. Freitag bm 9. Dctober: V<®le Samstag b» 10. October: Die offteiette Frau, vo«« b» 11. October, Nachmittag« 3«/, Uhr: Doctor Klau«. MA 7 Uhr: Hotel zum Freihafen. Montag b» 12. Cd* Minna von Barnhelm.
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— Die Herr» Hofrath Prof. Dr. Bunt«, Prof. Herrmann und Prof. Ludwig Pinzger eine« Gutachten« über den von I Earl, Aachen, angewandten (gesetzlich b«wu»iui/ »tt Die beschriebene Anordnung bietet nicht
»infamere Zerstreuung >n Lichte uud »tfewww*, sondern gewährt auch dem Auge eine S«echsel»OAeee geuehoaer« ErfcheiUvUg. die bei der Verwendung folch«rv° zur Au«schwückung von Räum» Weseutttch mte SW w« kvMuet. ___


