Ausgabe 
6.8.1896 Erstes Blatt
 
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Bekanntmachung

Stationen:

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P. T. Den verehrt. Damen die ergebene Mittheilung, zum ungenirten Erlernen des Radfahrens der grosse von Steins Garten mir in liebenswürdiger Weise zur

Verkehr, £<*n5« u«6 VoUrwirthichaft-

Gießen, 5. August. Viehmarktbericht. Der gestrige Auftrieb auf unserem Kuhmarkt belief sich auf etwa 700 Stück, darunter etwa 150 Stück Jungvieh. Die Preise waren für schwere, gute Waare in Zuchtvieh sehr hoch, während geringere Thiere billig abgingen. Der Markt war von fremden Einkäufern stark besucht,

praktischen Folgen I enterb machen sich b r Inhaber eines Di den Leiter einer q ichnungTprcialm

zu der Ansicht M )jjen sollte, es sei de

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btt dortige Polizei ,mt beschieden, um is dtzlvidrtge AvpreisM- Ichilder gegen das 61 >hlt hatten, Die ft in erklärt, daß das v oll von der Polizei < »Warnung nicht froch. seine Wirkung zu &

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Bom 15. August d. Js. ab tritt auf den Strecken

Gtrastebersbach DMeubnrg und Dillenburgdricolansstolle«

der nachstehende Fahrplan in Kraft:

Bad Kreuznach, 4. August. Mit 13 gegen 8 Stimmen biichloß der Stadtrath den Ankauf der hessischen Sa­lden für 1 100 000 Mark.

Siu glücklicher Stern scheint über dem aus Hannover gebürtigen Unterzahlmeister Lotz zu walten, der bekanntlich tiitm Tode in den Wellen dadurch entging, datz er sich zur leit des Unglücksfalles krank in Tfchifu im Hospital befand. Hoh diente Anfang der 80er Jahre beim Füsilier-Regiment st.,inz Albrecht als Einjährig-Freiwilliger und ging nach be- , iQhtter Dienstzeit nach Kiel, um sich der Zahlmeisterlaufbahu »der Marine zu widmen. Nach der ostafiatischen Station iaf denIltis" commandirt, ging er am 30. März d. I. nt einem größeren AblösungScommando dahin ab- vorher ieiand er sich schon einige Jahre auf der ostafrtkanischen Kation. AlS s. Zt. dieAugusta" zu der Fahrt, die ihre etzle werden sollte, ausgerüstet wurde, wurde Lotz auf die- elbe als Zahlmeister commandirt- vor der Abfahrt tauschte

jedoch noch das Kommando mit einem Freunde, und etnige Wochen später ging dieAugusta" mit Mann und Dauig tn einem furchlbaren Taisun unter.

* Brautjungfer» all Vorspann. Aus Aulatz der Ver- viihlung der Eomteffe Elisabeth Dauneskjold Samsoe mit ^em Grasen Aage Moltke auf dem Gute Gosselfeldt bei Mogfted in Jütland wurde der Brautwagen von zehn Brautjungfern in hellrother Toilette gezogen? DaS ganze Arrangement soll sich äußerst originell ausgenommen hibev.

Die neue stählerne »rucke über ben Riagarafall, die gegenwärtig im Bau begriffen ist und die Stelle der jetzigen -Hängebrücke einnehmen soll, wird, wie dieBr. L. Ztg." mittheilt, nach ihrer Vollendung eine der größten Brücken ter Welt sein. Sie wird zwei Stockwerke haben. Das Obere ist für Eisenbahnzüge bestimmt, daS untere für Wagen, Knhgönger rc. Die Spannweite zwischen den beiden End- pieilern beträgt 550 Fuß. Zum Bau der Brücke müffen 5560 000 Pfund Stahl verwendet werden.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 5. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr, Wasser 15Ve, Luft 16°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

fügung gestellt wurde und nehme geschätzte Anmeldungen in meiner Wohnung, Bleichstrasse 7, jederzeit entgegen. Hochachtungsvoll

Willi. Hamel.

9« q 952 1022

GtratzeberSbach . .

Stetnbrücken . . . .

Eibelshausen . . . .

Wtssenbach . . . .

Frohnhausen (Dill) .

Dillenburg. . .

Adolfshüttr . . . .

Niedericheld . . . .

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Otto Fritz, Kunstmaler, Goethestratze 46, AtelierhauS.

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Es ist der Jrrthum

vielfach verbreitet, datz Schuhe und Stiefel nur bei Regen und Schnee­wetter geschmiert werden sollen, jedoch bedenkt man nicht, daß das Leder bei anhaltend trockener Witterung durch stetiges Wichsen unbedingt ou8» trodn^ unb^ip^obc^erberi nuife-* Epfehlen, das Schuhwerk auch bet trockenem Wetter hie und da mit einem feuchten Schwamm oder Lappen zu reinigen und dann mit einem guten Fett zu &c^cn

Aanet sich hiezu das bekannte «rebSFett, da solches das Leder ge­schmeidig macht, ihm erhaltende Stoffe zuführt und datz auf dasselbe mit KrebS'Wichfe wieder gewichst werden kann.

KrebS Aett ist in Dosen ä 20 und 40 Pfg, KeebS« Wichse ä 10 und 20 Pfg., sowie Holzschachteln ä 5 und 10 Pfg. zu haben: cvn Giehen bei: G. Dort; PH. Herrmann; SU «y.

J »oll 11.; W. St. »oll; W. Schomder; Robert et«M;

A. & G. Wallenfels. In Großen-Linden bet: L. Menges

In Langsdorf bei: Jsaae Kahn. In Lich bei: H. «. Bing- man«; «arl «Shler. 4776

welche den Markt machten. Auch die Preife für Schlachtvieh, soweit Kälber und Rinder tn Betracht kamen, hielten sich in alter Höhe. Es waren wieder schwere Kälber sehr gesucht und entsprach der vor­handene Vorrath nicht der Nachfrage Für den localen Fleischbevars waren die Einkäufe nur minimale. Ganz schwere Milchkühe fehlten. Der Handel wickelte sich im Gegensatz zum letzten Markt flott ab, so daß um </« 11 Uhr der Markt bis auf wenige überständige Thiere geräumt war. Es wurden gehandelt Zuchtvieh 1. Qual, oberhesstsche Landkühe zu 375 bis 425 Mk., 2. Qual, zu 260 dis 330 Mk. pro Stück. Geringere Sorten waren sehr billig. Fettvleh kostete Rinder 1. Qual. 56 bi« 59 Mk., 2. Qual. 53 bis 55 Mk., Kälber, schwere Waare, wurde gehandelt zu 61 Mk., leichtere Waare zu 53 bis 56 Mk. pro 50 Kilo Schlachtgewicht. Der heutige Ochsenmarkt hatte einen Auftrieb von 150 bis 200 Stück meistens Fahrvieh. Es waren Magdeburger Einkäufer da, welche gleich in der Frühe sämmtliche schwere Waare, die auf dem Markt war, aufkauften und gute Preise dafür anlegten. Die Auffahrt in dieser Gattung genügtedoch nicht der Nachfrage. Bezahlt wurden für die besten Ochsen, Vie am Markte waren^800880 Mk.; 2. Qual. 770-830 Mk.; 3. Qua . 670700 Mk. pro Paar. Geringere Waare, die wenig am Markte war, war billig zu haben. Der vorhandene Vorrath von jungen Stieren, der sehr gering war, ging zu guten Preisen ebenfalls flott ab. Am heutigen Markte blieb nichts überständig.

Witteruugsbericht vom 4. August.

Der niedere Druck behauptet die Herrschaft über dem Norden und Osten des Erdtheils und hat sich das Centrum desselben, welches heute zwischen Stockholm und Riga liegt, noch beträchtlich vertieft. Ein weiteres Minimum befand sich am Morgen vor der Rheim mündung. Auch im westlichen Theile des Mittelmeerbeckens herrscht niederer Barometerstand und tfi ein ®tPrc^t?n,6cmt,r^.eftpI!5,cD1D" Sardinien zu erkennen. Das Maximum behauptet seine Lage im Westen der britischen Inseln; auch über Gentral-Europa ist der Luft­druck relativ hoch, indetz ist seine Vertheilung mit geringen Unter­schieden unregelmäßig. Dementsprechend hat d e Wttterrmgihren bisherigen Eharacter beibehalten und dauert bei noch wechselnder Bewölkung die Neigung zur Gewitterbildung fort.

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Wolkiges, im Allgemeinen warmes Wetter mit Neigung zur Gewitterbildung.

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Wt. In Fra«! ilnng von sämntlijf ogthuws Heff, sich bauptfachlich t verhaltniste. Dieb Gleichstellung des p -"deren heffischen, c üben Beamten- 2)1 ung der ftüheren enste als Dienstjch enfreie Stellverttevr

Verdingung.

Die zur Vervollständigung der Michen Umfaffungsmauer am Fried­lose erforderliche Crd- ».Maurer­arbeit (Erdarbeiten 65 cbm, Mauer- Mrk 127 cbm) soll

Dienstag den 18. d. Mts., Bormittags 11 Uhr, M-nl.lich verdungen werden.

Acbeitsbeschreibung und Beding- »ilgeit liegen während den Amts- Änl>.en bei uns zur Einsicht offen, moiel bst Angebote auf vorgeschriebenem Formular bis zum genannten Termin «rinzu^eichen sind.

Zmschlagsfrist 4 Wochen.

Gneßen, den 4. August 1896.

Das Stadtbauamt.

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Zusammen: Erwachsene: im vom

5 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr,

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Lungenödem KrebS Herzleiden Lungenemphyfem Bruchschaden Darmcatar^h

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Summa: 7 (2) 5 (2) 1 1

Anm. Die tn Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Kraukhett auf von auSwärttz nach »letzen gebrachte Kranke kommen.

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Königliche EiLenbahn Direetio«.

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Versteigerungen.r

Bekanntmachung

Camitag ben 8. «ugust d. I.» vormittags 8'/s Uhr, wird die Ab» ^otzxag btt Weide« der Bahnstrecke Mir Gießen (Bahnmeisterei 17) an tOri und Stelle öffentlich meistbietend «tritt Igert.

Dis besonderen Vei steigerungsbeding- migen werden in dem vorbezeichneten 2trm.inc bekannt gegeben.

Gisßen, den 4. August 1896.

Der Bahnmeister: __Fürnrohr._______7(80 r"*Empfehlungen^^ Stahl Mlachthmis.

Freibank. [7103 Heute und morgen:

Oetzsenfteiscks »chr ladenrein, pr. Pfd. 50 Pfg.

^chmeineffeisch sitii ladenrein, pr. Pfd. 46 Pfg.

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Eingesandt.

Gieße«, den 5. August 1896.

ei«< neue Errunoenschaft für das öffentliche Verkehrs- leben und höchstwahrscheinlich das Verdienst unserer rührigen Handels­kammer ist der Fernsprechanschluß hiesiger Stadt mit Frankfurt u. f.w. Merkwürdig bezw. unerklärlich ist es nur, daß andere Platze mit weniger Industrie und geringerer Einwohnerzahl für ein drei Minuten dauerndes telephonifcheS Gespräch 50 Pfg. bezahlen müffen, während man in Gießeneine Mark" hierfür verlangt. Als Bei­spiel maa erwähnt sein, daß für einen Anschluß RüdesheimFrank­furt a. M. 65 Kilometer, FrankfurtBingen 68 Kilometer nur 50 Pfg. erhoben werden, während man, wie gesagt, für Gießen Frankfurt a M. 65 Kilometer (also die gleiche resp. noch kürzere Entfernung)eine Mark" erhebt. Verehrliche Handelskammer würde sich sicher den Dank aller bethetligten Jntereffenten verdienen, wenn sie an maßgebender Stelle hierüber vorstellig würde ebenio wie verehrliche Redaclion durch Aufnahme dieser Zeilen ihre Thätig- keit tn den Dienst einer guten gemeinnützigen Sache stellen würde.

Ein Fernsprechanaeschlossener.

WülverMtche lleverstchr der LobeSfäüe tu Metze».

31. Woche. Vom 26. Juli bis 1. August 1896.

Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tnd. 1600 Mann Militär). SterblichkettSziffcr: 15,82, nach Abzug der Ortsfremden^ll,30°/«>.

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