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und electrotechnischcr Vereine hat seinen Verbands- I tag für Ende Juni einberufcn. Der Verband Deutscher I Kunstgewcvbe-Vereine, hochverdient um die Förderung I des Kunstgewerbes in Deutschland, der auch hier tagen wird, hat den Zeitpunkt seiner Versammlung noch nicht festgesetzt. I Seit zweiundzwanzig Jahren wieder zum ersten Male tritt die Wandervcrsammlung des Verbandes der Deutschen I Architekten- und Jngenieurvereine, bei der man aus einen Besuch von Tausenden rechnen kann, hier zusammen. I Die große Fischerciausstellung wird den Hauptanziehungspunkt I für den vom 22. bis 28. Mai hier tagenden 4. Deutschen I Fischerei-Rath, einer Vereinigung von Vertretern der I 22 an den Deutschen Fischerei Verein angeschlossenen Vereine, I und für den 4. Deutschen Fischereitag der Dersamm- I lung aller Fischzüchter, Fischer und Freunden der Fischerei, I bilden. Die Deutsche Colonialgesellschaft, deren I Präsident Herzog Albrecht zu Mecklenburg der Protector der I Colonialausstellung ist und dessen Interesse für diese Ausstel- I hing von Anfang an sehr rege war, hat ihre große Haupt- I Versammlung im September. Die Deutsche Gesellschaft für Mechanik und Optik und die Nor d ö stli che Baugewerks-Berufsgenossenschaft gedenken ihre Zusam-, menkunfr in der Ausstellung selbst abzuhalten. Der Deutsche | Papier verein, der in Gruppe 16 (Papierindustrie) eine Collectiv-Ausstellung veranstaltet, läßt seine Generalversammlung ebenfalls in den Räumen der Ausstellung Anfang Juni stattfinden, beabsichtigt ist ein Allgemeiner Deutscher Papiertag. Der Allgemeine Deutsche Gärtner - Verein hat einen deutschen Gärtner tag nach Berlin einberufen. Der Bund Deutscher Barbier-, Friseur- und Perrückenmacher-Jnnungen, dem 310 Innungen angehören, wird seinen 25. Verbandstag am 25. Juli ds. Js. Hierselbst in der Philharmonie abhalten. Verbunden damit 'st das 50jährige Jubiläum der Berliner Innung, die in Gruppe II (Bekleidungsindustrie) der Ausstellung durch eine interessante Collectiv-Ausstellung vertreten ist. Die Gewerk vereine der Schuhmacher und Lederarbeiter, die Drechsler, Colportage-Buchhändler, Buchdrucker und Glasindustriellen Deutschlands halten hier ihre großen Ver- bandstage ab, von letzteren beiden Verbänden tagt auch die Bern fsg enossenschaft. Zwei hervorragende Vereinigun-
I gen, der Deutsche Techniker-Verband und der Bund I der Industriellen, sowie der bedeutende Verband I Deutscher Müller haben ebenfalls ihre Versammlungen I nach Berlin einberufen. Auf eine außerordentlich große Be- I theiligung wird bei dem hier in Aussicht genommenen Deut- scheu Jnnungs- und A ll g e m e i n en H a n d w er kert a g
I gerechnet. Der Deutsche Juristentag wird eine reiche Zahl Juristen nach Berlin führen, der Chargen- und Bal ne o lo ge n-Congre ß sehr viele Aerzte, und zwar nicht
I nur aus Deutschland, sondern auch aus den übrigen Staaten I Europas und aus Amerika. Von dem Plane eines inter- I nationalen Fraue ncongresse s, für den das Interesse I allerseits sehr rege ist, ist schon wiederholentlich berichtet worden. Die deutschen psychologischen Vereine haben
I einen Aufruf erlassen, in dem Freunde und Gesinnungsgenossen I nach Berlin für die Psingstwoche eingeladen werden, um über I die Gründung eines deutschen Oculistenbundes zn berathen.
Schließlich sei noch erwähnt, daß gelegentlich einer im September beginnenden Internationalen Ausstellung für Amateur- I Photogaphie im deutschen Reichstagsgebäude die Deutsche I Gesellschaft von Freun den d e r PH oto gaphie und die Freie Photographische Vereinigung hier tagen. So werden Tausende und Abertausende aus Anlaß aller dieser I Versammlungen aus allen Ständen und Berufszweigen in die- I fern Sommer nach Berlin kommen und durch ihre Veranstaltungen dazu beitragen, das festliche Gepräge, das unsere Reichs- Hauptstadt an und für sich zu dieser Zeit schon tragen wird, I noch bedeutend zu vermehren.
Briefkasten.
0. in B. Nur Geduld, es wird Alles noch veröffentlicht. — Von 8 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends ohne Unterbrechung, Sonntags nicht.
DermWet«
Mb. Cassel, 4. März. Zwischen den Dörfern Ehlen und Breitenbach hat ein junger Landwirth von 22 Jahren, aus Rotenburg gebürtig und in Breitenbach wohnend, einen geradezu entsetzlichen Tod gefunden. Bet einer Fuhre kam der junge Mann unterwegs an einer abschüssigen Stelle zu Falle, er Tarn unter den Wagen und wurde von dem Hinterrade des schwer mit Steinen beladenen Fuhrwerks geradezu platt gedrückt. Im Moment, als das Hinterrad auf ihm stand, und er wie eine Man- zerquetscht war, machten die führerlos gewordenen Pferde Halt und so mußte der Unglückliche in dieser entsetzlichen Lage über eine halbe Stunde auSharren, bis ein nachfolgendes Fuhrwerk an der UnglÜckSstatte eiutraf und ihn aus den Qualen befreite. Wenige Stunden nachher starb der junge Mann infolge der geradezu furchtbaren Verletzungen. . Q
• Berlin, 4. März. Am 2. d. M. Abends wurde ein Handelsmann'in seiner Wohnung nach einem Streite mit seiner Ehefrau von dieser, seinem 16jährigen Sohne und dem taubstummen Dienstmädchen derartig gemißhandelt und am Kopfe so schwer verletzt, daß er bewußtlos zusammenbrach und nach Anlegung eines Verbandes nach dem Augusta-HoSpital gebracht werden mußte. Nach ärzt- lichem Gutachten scheint die Verletzung lebensgefährlich zu sein. — In der Wohnung ihrer Mutter, der von ihrem Ehemann getrennt lebenden Frau Franziska Puhlmann geb. Broffe, Britzerftraße II, wurden die beiden sechs und vier Jahre alten Töchter erstickt vorgefunden. Während der Abwesenheit der Frau haben die Kinder vermuthlich mit Streichhölzern gespielt, dabei einen Waschkorb in Brand gesetzt und find bann durch den entstandenen Qualm getödtet
kleine Zahl gegenüber der Mittelzahl 21,4%00 für das I Lroßherzogthum im Jahre 1894, unb zwar erlagen im ein- zeluen den Masern 7, dem Scharlach 14, Di phthe« I ritt« und Croup 38, dem Keuchhusten 6, dem Un- terleib StyphuS 3, der Rose 10, der epidemischen Genickstarre 1 und der Syphilis 3 Personen. Die Masern hatten sich von August bis December von Eber- stadt über Muschenheim, Bettenhausen bis BellerShrim unb Obbornhofen allmählich ausgebreitet, auch in ber Rabenau, in Lonborf unb Keffelbach, waren sie aufgetreten; Scharlach hatte eine noch weitere Verbreitung gefunden, schon im I Anfänge deS Jahres vorzugsweise in Utphe (t 2), Grün- berg (f 4), Weickartshain (f 2) unb Gießen (t 1) auftretend kam die Seuche, ohne gerade zu Maffenerkrankungen I zu führen, in den letzten Monaten in verschiedenen Theilen des Kreises, scheinbar unzusammenhängend, aber wahrscheinlich I durch Kirchweih- und ähnliche Festlichkeiten verschleppt, vor, so in Queckborn, Hungen (f 2), Rodheim (t 1), Saasen, Hattenrod, Cid), Lollar, Londorf, Mendorf a. b. Lba. (f !)• I
Auch bte Brämiekrankheiten, DiphtheritiS unb Croup, waren in Einzelerkrankungen während des Berichtsjahres in I zahlreichen Orten, namentlich auch im ersten und vierten I Quartale, aufgetreten unb kamen zu epidemischer Ausbreitung I in erster Linie in Bellersheim (f 5), wo sie schon mit Jahresbeginn einen bösartigen Character zeigten, ferner in Alten- Bufeck, Gießen (f 2), Grünberg, Grüningen, Llch, Münster, Steinbach, Weickartshain, Wteseck, im übrigen aber bei weitem nicht in der gejährlichen Weise, wie dies in früheren Jahren beobachtet wurde- dementsprechend war auch die Zahl der TodeSsälle 38 gegenüber z. B. den Jahren 1894 biS zurück ! 1890 mit 187, 279, 146, 100, 86 eine noch nie beobachtete geringe, unb eß ist nicht zweifelhaft, daß zu diesem guten Ergebnisse auch die Impfung mit Heilserum wesentlich beigetragen hat. Typhus- Erkrankungen find im Landkreise nur in Utphe unter einer Arbeitercolonie auS Westpreußen, 1 Fall in Vtllingen und 1 Fall in Ober-Besfingen zur Anzeige gekommen; die 3 Todesfälle kamen in Gießen vor und ist in unserer früheren Veröffentlichung hierüber bereits daS Nähere bemerkt worden.
An Wochenbettfieber starben vier Frauen, ebenso viele an anderen Folgen der Niederkunft.
Die Zahl ber Sterbesälle an Tubereulose der Lungen mit 191 übertrifft die beS Vorjahres um 20, erreicht aber noch nicht daS Mittel ber in früheren Jahren gezählten SchwinbsuchtS'TodeSfälle- an Tubereulofe anderer Organe, deS Gehirns, der Knochen, Gelenke, Unterleibs- kingeweide, starben 65, an Tubereulose im ganzen mithin 256 oder etwa ’/f aller Gestorbenen unb 33,2 von 10000 Lebenden, an Lungenmbereulose allein 24,76 ungefähr ebenso viele wie an btr letztgenannten Krankheit gingen an acuten entzündlichen Erkrankungen ber AthmungSorgane zu Grunde, nämlich 193, einschließlich der Influenza.
Die Zahl ber Todesfälle an G eHirn s ch lag fluß bleibt ziemlich conftant und betrug 33, genau wie im Jahre 1894, acuten unb chronischen Herzleiben erlagen 60 Personen, acuten Magen- unb Darmkrankheiten beten 48, darunter 37 Kinber, eine Zahl, welche gegen frühere Jahre mit Ausnahme von 1893, welches biefelbe Ziffer aufweist, eine hohe zu nennen ist; allgemeiner Beobachtung entsprechend lieferte die heiße Jahreszeit, daS dritte Quartal, die größte Quote dieser Todesfälle, nämlich 26, von Februar bis inclufive Mai ist kein solcher verzeichnet. An Abzehrung der Kinder sind 12, an angeborener Lebensschwäche oder LildungSfehletn 35 Kinder zu Grunde gegangen, an bösartigen Neubildungen, Krebsgeschwülsten u. s. w. 66, darunter 17 In den Kliniken behandelte Ortsfremde, und an Altersschwäche 172. An allen sonstigen, bisher nicht genannten, minder wichtigen Krankheiten zusammen waren 228 Personen erlegen, nicht angegeben war die den Tob zur Folge habende Krankheit, weil ärztliche Hilfe nicht in Anspruch genommen worden war, in 116 Sterbefällen oder 8,6 % ber Gesammtsumme.
Infolge von Verunglückung kamen 19 Personen (16 Männer und 3 Frauen) um's Leben, bavon burch Sturz 5, Ueberfahrenwerben 4, Verschüttung 3, Ertrinken 2, Der- drühnng 1, durch andere Verletzungen 4; von 21 Selbst- Mördern, 16 Männern und 5 Frauen, Haden sich 14 erhängt, 1 vergiftet, 1 überfahren laffen, 3 ertränkt, 1 erschossen unb 1 die Pulsadern geöffnet.
Gießen, den 24. Februar 1896.
GrvßherzoglicheS Kreisgesundheitsamt Gießen. Dr. Haberkorn.
Wodurch schützen Wit «ns und unsere Kinder vielfach vor Katarrh und SttLitungen? Dadurch, daß wir bei Schnee- und Regenwetter unser Schuhwerk gründlich schmieren Demi wenn die Schube stets nur gewichst werden, wird das Leder trocken und spröde, so daß es bei naffem Wetter die Feuchtigkeit in fich «uf- nimmi und wir den ganzen Tag in feuchten Schuhen ftebcR. Stele Lederfette haben aber gegen die Rässe beinahe gar keine 2Ltderstarü>S- fähiakeit, und kann als ein gutes Schuhfett das bekannte Äreb8» er. It t nm htftfn fmnfnbDn werden. 1U*
Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896.
Das Ausstellungsjahr bietet einer stattlichen Anzahl von Kongressen und Versammlungen größerer Verbände und Vereine willkommene Gelegenheit, ihre diesjährigen Tagungen in Berlin abzuhalten. Wissenschaftliche, künstlerische und technische Verbände, industrielle und gewerbliche Vereine, unter ihnen solche mit einer Mitgliederzahl von Tausenden aus allen Theilen Deutschlands, rüsten sich, in diesem Sommer m Berlin tagen und so ihren Mitgliedern neben der Arbeit auch den Genuß des Besuches der Ausstellung und der übrigen festlichen Veranstaltungen zu Theil werden zu lassen. Die Liste der Vereine und Verbände — gar nicht eingerechnet die ständig hier zusammenkommenden — die ihre Tagungen hier angemeldet haben, ist schon recht umfangreich geworden. Nur die bedeutendsten unter ihnen seien in Folgendem erwähnt: Bei den meisten sind die genauen Daten der Tagungen noch nicht endgültig festgesetzt. Die Aufzählung hält sich also nicht m chronologischer Reihenfolge. Der Verein der d e u t s ch e n E i s e n- bahnverw al tun gen, zu welchem sämmtliche Eisenbahnen Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, Hollands, Rumäniens, Belgiens und die Warschau-Wiener Bahn gehören, feiert sein fünfzigjähriges Jubiläum im Sommer hier in Berlin. Glänzende Veranstaltungen sind aus diesem Anlaffe geplant, der vreußische Staat bietet dem Verein zwei Feste. Der sehr bedeutende Verband Deutscher Electr otech ni ker
worden.
» Wer Mich nicht vertragt, versuche dieselbe mit etwas
Mondamin gekocht, eben nur so viel, baß fie ein wenig
leimig wirb. Dies macht bie Milch bedeutend leichter ver- 1 fäbtßtett, und kann - - k
baulich Brown & Polsons Mondamin hat einen ' Fett unbedingt am besten empfohlen werden.
eigenen Wohlgeschmack unb [bürgt der vierzigjährige Weltruf biefer berühmten schottischen Firma am besten für bie gute Qualität. Mondamin ist zu haben in Packeten ä 60, 30 u. 15 Pfg. in besseren Colonial-, Delicateß- und Drogen-Geschäften. EngroS bet Türk u. Pabst, Frankfurt a. M. l?O7
♦ Durch bie Blume. Schusterjunge: „Meester, ick kann noch mehr wie Röntgen!" Meister: „Wieso, dummer Kerl?" Schusterjunge: „Ick seh' durch bte Butter uff’« Brod ohne X-Strahlen 1"
Schisfsnachrichten.
— Der Postdampfer „Friesland" der „9teb Star Linie" In Antwerpen ist laut Telegramm am 2. März wohlbehalten in Newyork angekommen.
Gottesdienst in der Synagoge.
Samstag den 7. März:
Vorabend 5« Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 7 Uhr.
Gottesdienst der israelitischen ReligionSgelelltchaft.
Freitag Abend 650 Uhr, SamStag Vormittag 880 Uhr, Nachmittag 3»o Uhr, SabbathauSgang 7°° Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6** Uhr, Abends 6 Uhr.
Witterungsbericht vom 5. März.
Das (Zentrum der nordwestlichen Depression hat seine Lage im Allgemeinen beibehalten und an Tiefe etwas abgenommen. Dagegen hat sich der Wirkungskreis des niederen Druckes sowohl in südlicher als südwestlicher Richtung weiter ousgebrettet und äußert seinen Einfluß auf dem größten Thetle des Kontinents durch trübes, vielfach unruhiges und regnerisches Wetter. Bei vorherrschend südlicher bis südwestlicher Luftzufuhr sind die Temperaturen in den continentalen Lagen beträchtlich gestiegen.
vora«»W»Uich« tBUUrtmgt
Trübes, zeitweise unruhiges Welter mit Niederschlägen und nachfolgender Abkühlung.
Literatur nnd
- Wie reist man billig mit bequem? oder die Lösung der Personentaiisfrage. Zittau, Verlag der Pabl ichen Buchhandlung (A. Haas ). Preis 75 Pf. In dieser Broschüre liegen die verschiedenen Vorträge des Rechtsanwalts Jacob tn Pforzheim vor, welche sich die Aufgabe stellen, daS Publikum nicht nur von der Nothwendigkeit, sondern auch von der Möglichkeit einer Personentartsresorm zu Überzeugen. Der Verfasser dieser Vorträge hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des süddeutschen Etsenoahn- ReformvereinS sich eingehend mit der einschlägigen Literatur bekannt gemacht. Er hat den Kern der Mißstände in unserem Eisenbahn- Personenverkehr getroffen, und mit der Erkenntniß von der Ursache der Mängel hat er gleichzeitig daS Mittel zur Abhilfe derfelben gefunden.
— Die Röritgen'schen X Strahlen Gemeinv.rständlich dargestellt von Proseffor Dr. E. Wunschmann Berlin. F. Schneider L Co. 60 Pf. Die Broschüre giebt, nach Wiedergabe der einleitenden Versuche von Hertz, Lenard rc., eine genaue Angabe der Art, wie man zu photographiren Hal, um die bekannten Bilder zu erhalten. Die Broschüre, sehr klar geschrieben ist mit 11 Abbildungen im Text, die wesentlich zum Derständniß desselben beitragen, und zwei Lichtblldern geschmückt, von denen besonders das zweite, ein Schlüssel und ein Geldstück in einem geschlossenen Portemonnaie, dadurch interessant ist, daß die Ausnahme desselben unter Benutzung eines kleinen Funkengeberö von nur 5 Etm. Lange und durch eine Hittorf - Rohre von nur mäßiger Luftverdünnung geschah. — Die Schrift sei allen denen angelegentlichst empfohlen, die fich für die neue Entdeckung inieressiren.
Perfcbr, taub» unö Vslkrivirthichaft.
ettüMte# 4. März. Fruchtmarkt. Roth er Weizen X 14,30, weißer Weizen X 00.00, Korn X 9.95, Gerste X 7.80, Hafer X 6.25.
- ein Radikalmittel für die Lavdwtrthschaft. Das Gute kann nicht oft genug in Erinnerung gebracht werden. DaS gilt besonders von einem Mittel, das in der Landwirthschaft berw. bei der Viehhaltung noch mehr zur Anwendung kommen sollte, nämlich M. BrockmannS Kresolin, das weder g sttg ist, noch eine ätzende Wirkung äußert. - ES dient zur Vertilgung der in Unzahl vorkommenden Parasiten, welche unseie Hausthtere arg belästigen. Die Anwendung ist die denkbar einfachste; es wird niemals unverdünnt, sondern steeS nur tn einer 1 biS 25"/o Losung I angewandt. Die Verdünnung geschieht am besten mit weichem Fluß, oder Regenwasser. Eine l°/g Losung erhält man, indem man einem Liter Wasser 10 Gramm Kresolin zuseht. Mit großem Erfolg wird Kresolin als Wollwaschmittel benutzt, die Welle wird blendend weiß, das Wollhaar selbst bleibt fest und mild. Unübertrefflich wirkt genanntes Mittel, nach den Erfahrungen zahlreicher Schaf, heerdenbesiher, gegen die Zecken, die Blutsauger der Schafe, hier genügt ein einmaliges Bad in stark verdünntem Krefolin. Und in neuerer Zeit hat man mit Brockmanns Kresolin ganz vorzügliche Erfolge bet Vertilgung der Fliegen in den Diehställen erzielt; keine Jahreszeit eignet sich zur Vertilgung genannter Schmarotzer bester, als das Frühjahr beim Ausdüngen der Ställe. Wie unS bekannt, sind die erfolgreichen Beobachtungen spectell nach dieser Richtung hin nur mit dem Präparat von M. Brockmann tn Leipzig - Eutritzsch gemacht worden und weisen wir deshalb besonders darauf hin.
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