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in na der P tographie, selbst In Laienkreisen, eine wichse unb zf "-emäße Frage. Das Reichsgericht hat als Grundsatz ausgestellt, daß die Erlaubniß zum Aushängen von Porträts und zur Anfertigung von (Kopien nur dem Original zusteht- Jedermann soll Herr seine» Bilde- sein. Diese Auffassung entspricht ohne Zweifel den gangbaren An- schauungen ebensosehr, tote den juristischen Begriffen von dem Rechte de« Einzelnen an seine Jndividnalität. ES kann Niemand gleichgültig sein, vor einer Menge seine persönlichen Eigenschaften der Kritik unterbreitet zu tolffen. Abgesehen aber davon, kann mit photographischen Porträts allerlei Unfug, ja wohl gar Mißbrauch zu criminell verpönten Zwecken getrieben werden, eß liegt daher schon mit Rücksicht hierauf im Interesse eines Jeden, dies zu verhüten, indem er das anfertigen von Bildern, die er nicht bestellt hat, verbietet. Diese Auffassung wird jetzt auch vom Kammer« gerichtSrath Keyßner In einer diesem Gegenstand gewidmeten Schrift vertreten, worin der Verfasser sogar soweit geht, daS Negativ al« das Eigenthum des Originals zu behandeln. Jedenfalls steht es keinem Unberechtigten zu, von einem Andern photographische Abbildungen anzufertigen, die sich al- Porträtausnahmen kennzeichnen. Wenn sogenannte Amateure die« zuweilen sich erlauben zu dürfen meinen, so verstoßen sie gegen daS Gesetz. Freilich ist ftrafgesetzlich dagegen vorzugehen nicht möglich, sondern eS kann nur die Ä age auf Unterlassung stattfinden. Auch der berühmte Un« sugSparagraph dürfte nur unter besonderen Umständen, bei öffentlicher Ausstellung von Bildern in Aergerniß erregender Weise, anwendbar sein.
r. Londorf, 3. September. In echt patriotischer Weise wurde der für alle Deutschen so sehr wichtige und bedeutungsvolle Sedantag gefeiert. Seiten- des Krieger- und Gesangvereins „Frohsinn" fand Abends mit Musik und den Fahnen der beiden Vereine ein Fackelzug statt, der fich nach dem Umzuge durch daß idillische Dörfchen nach dem höchstgelegenen und schönsten Aussichtspunkte der Rabenau (Köppern- Halle) bewegte, wo da« übliche Erinnerungszeichen an die großen Thaten von 1870/71, das Abbrennen eines Feuers, stattfand. Nachdem die Vereine Aufstellung genommen und die Ehrensalven abgefeuert waren, legte der Präsident des Krtegerverein«, Herr F. Jordan, die Bedeutung des Tagecklar und endigte mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaifer und unseren Landesherrn, in welches dann die Musik mit der Nationalhymne einftimmte. Nach Absingen eines Liede« ertönte daß' Commando „Helm ab zum Gebet", unb muß hier in Erwähnung gebracht werben, daß dies namentlich auf die anwesende Jugend einen ganz bedeutungsvollen Eindruck machte. Nach Erlöschen de« Feuer« begab man sich nun in den herrlichen Saal des Herrn Gastwirth Jordan, wo noch abwechselnd Lieder gesungen und concertirt wurde. Nachdem Herr Lehrer Gödtel durch eine kernhaste Rede die Aufmerksamkeit aller Anwesenden fesselte und mit einem Hoch auf daS starke deutsche Vaterland unter seinem damaligen Heldenkaiser Wilhelm I. endigte, ergriff Herr Pfarrer Jost da« Wort und hob namentlich die großen Verdienste unsere« früheren Reichskanzlers, Fürsten BiSmarck, an dem Wiederaufblühen und der heutigen Macht und Größe unseres deutschen Reiches hervor. Auch dieses Hoch auf den ver
dienstvollen Heerführer wurde mit großer Begeisterung aufgenommen und endigte mit dem Abfingen deS zweiten Verse« de« LiedeS „Die Wacht am Rhein". Möge Londorf für alle Zukunft diesen Grift bewahren.
-h- Äaß de« Nidderthole, 3. September. In unserer Gegend ist man gegenwärtig tapfer mit der Grummeternte beschäftigt. Die Wiesen find zum großen Thelle gemäht, daS Grummet »st theil« schon elngefahren, theilS befindet eS sich noch außgebreltet ober auf Haufen in den Wiefen. Die bteßfätirtge in Rede stehende Ernte ist im Durchschnitt kaum a.fl mittelmäßig zu bezeichnen. Manche hochgelegene Wiesen haben in Folge der in der ersten Zeit nach der Heuernte herrschenden Trockenheit merklich gelitten und die kräftigen, eindringenden Regen kamen für dieselben zu spät. Andere find in diesem Jahre so furchtbar von Engerlingen heimgesucht, daß es sich stellenweise nicht lohnt, behuf« Abmähen« solcher Wiesen die Sense zu wetzen. Wieder andere sehr tief liegende Wiesengründe sind noch zu guter letzt unmittelbar vor Beginn der Grummeternte durch die heftigen, anhaltenden Regengüsse, welche unsere Ntdder fast über ihre Ufer treten ließen, unter Wasser gesetzt worden. Die Preise ftab denn auch dementsprechend sehr verschieden ausgefallen. Während gute Wiesen mit 30 Mk. unb wehr für den Normalmorgen, d. i. 1/i Hectar, bezahlt wurden, sind schlechte — um nicht gerade ganz verschenkt zu werden — für 5 Mk. und noch billiger pro Morgen versteigert worden. Der erzielte Durchschnittspreis für den gedachten Flächeninhalt dürste fich auf 15 bis 18 Mark belaufen.
Mainz, 3. September. Drei Russen, die fich in Wiesbaden aufhalten, besichtigten heute den hiesigen Dom und bestiegen schließlich einen der Ostthürme. Hierbei verlor einer der Russen, der sich bis in den Thurmhelm gewagt hatte, das Gleichgewicht und stürzte über 60 Fuß tief in den Thurm hinab. Schwer verletzt wurde er in« Hospital verbracht, wo er bald darauf starb.
* Hanau, 2. September. Die EnthüllungSseier des Grimm-DenkmalS wird bestimmt noch in diesem Monat stattfinden. Die Vorbereitungen dazu find bereits rege im Gange. Die Festrede wird Professor Schröder aus Marburg halten. Mit der Ausarbeitung einer Festschrift ist Realschuldirector Dr. Schmidt betraut worden.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof.
Bremen, 3. September. (Per tranßatlantifchen Telegraph.) Der Schnelldampfer Havel, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr Vormittags wohlbehalten In Newyork angekommen.
Bremen, 3. September. (Per transallantischen Telegraph.) Der Postdampser Satter, Capt. H. Wempe, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. lir, ,
Bremen, 3. September. (Per transatlantischen Telegraph.! Der Postdampser Aachen, Capitän H. Hashagen, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
tirtiverfitäts - Nachrichten.
Zürich, 3. September. Auf den erledigten Lehrstuhl für Mathematik an der hiesigen Hochschule wurde vom Negierungßrath Profestor MtakowSkt (Königsberg) gewählt.
Nirchlichc Anzeigen der Stadt Gietzen.
Evaugelifche Gewetutze.
Gottesdienst.
Sonntag, den 6. September. 14. Sonntag nach Trinitatis.
An der Ltadtkirche.
Vormittags 7»/4 Ubr: Pfarrer Schlosser.
Christenlehre für die Neuconfirmirien au« der Matthäus- gemeinde-
vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer LooS auS Butzbach.
Collrcte für die innere Mission.
Nächftkünfttgen Sonntag, den 18. September, findet Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde statt. Anmeldungen dazu werden bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten-
2« der Johanne-kirche.
vormittags 7®/< Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten au« der Johannes gemeinde.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Wenck auß Darmstadt.
Collrcte für die innere Mission.
Katholische «emeinde.
(Nachdruck ohne Genehmigung untersagt-)
Samstag den 5. September. , ,
Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegeuhett iat hl. Beichte.
Sonntag den 6. September. 15. Sonntag nach Pfingsten, vormittags von 6>/» Uhr an Gelegenheit zur hl. «eichte i
, um 6*/> Uhr erste hl. Messe;
, um 7‘/i Uhr AuStheilung der hl. Comumnion;
„ um 8 Uhr zweit: hl- Messe;
„ um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt;
Nachmittags um 2 Uhr: Herz-Jesu-Andacht.
Gottesdienst der israelitischen ReligiouSaesellschaft-
Freitag Abend 6»° Uhr, SamStag vormittag 8 Uhr, Nach- mtttaß 4 Uhr, EabbathauSgang 745 Uhr.
Nachmittag 3« Uhr Schrifterktär««-. Wetzsteingaffe 8.
WochengotteSdienft Morgens 6 Uhr, Abends b80 Uhr.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemessen am 4. Siptbr., Mittags zwischen 11 und 12Uht:
Wasser 13, Luft 15«/,°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
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8
Bekanntmachung.
Betreffend: Daß Beschneiden der Hecken.
Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- and Feldbesitzer, die ihren Grundbesitz au öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken in jedem Frühjahr biß zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe und 0,50 Meter Breite zurückzuschneiden und im Laufe des Mouats September die neuen Schößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund deß Art. 31 deß Feldstrasgesetzeß mit Geldstrafe von 1 biß 10 Mark bestraft werden.
Gießen, den 2. September 1896.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________________________Gnauth.___________________7861 NWHMMMMMHNWH • Dr. med. Hanau z * von der Reise zurück. 7^ g ••••••••••••••••••••••••
Gothaer Lebensverficherungsbank
125 (älteste und größte deutsche Lebensversicherungsanstalt).
Nerßcherungsbkstalld am 1. Juli 1896: 701 Mionen Mark. Dividende im Jahre 1896: 29Va bis 114% der Jahres- Normalprämie — je nach Art und Alter der Versicherung.
Vertreter: Heinrich Hochreuther, Südanlage 5.
Der Winter in Sicht!
Nur eine fettreiche Schmiere schützt vor dem Eindringen des Schneewassers.
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in rothkn Dolen mit dem Kaminfeger
macht dicht und dauerhaft. Mit Gentner’s Wichse mit dem Kaminfeger kann man auch elnge- fettetes Schuhzeug ohne Mühe wieder wichsen. Man achte auf den Kaminfeger und die Firma
Carl Gentner in Göppingen, denn die rothen Dosen werden von vielen Fabriken nachgemacht.
8« habe« i« de« «eiste« Geschäfte«. 339
Schutzmarke.
Ausschreibung
Für die Menage der Unteroffiziere und Mannschaften deß 2. Bataillons Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 soll für die Zeit vom 1. November 1896 biß 31. October 1897 die Lieferung deß Bedarfs an Fleischwaaren, Kartoffeln, Gemüsen, Colonialwaaren rc. auf dem Submissionswege contractlich zur Vergebung gelangen.
Angebote sind unter der Aufschrift: „Angebot auf Menage - Lieferung" verschlossen an die unterzeichnete Commission bis zum 20. September d. I. einzureichen. 7878 Die Menage-Commission
des 2. Bataillons Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116.
Versteigerungen
Samstsg den 26. September, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen OrtSgericht die der Wittwe und Kinder des Wilhelm stlillman« in Gießen gehörige Hofraithe: Flur 1 Nr. 1108 — 69 qm bei der Kirche öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, dm 4. September 1896. Großh. Ortsgericht Gießen-
I A-: Bogt. 7879
Samstag den 17. Bctober,
Nachmittags 2 Uhk, soll auf dem hiefigen Ortsgericht die bett Philipp May Erbe« in Gießen gehörige Hoiraithe:
Flur 1 Nr. 332 — 31 qm in der Katha. rinengaffe
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4. September 1896.
Großh- OrtSgericht Gießen- I. A-: Bogt.
7880
Obstversteigerung.
Die Aepfel und Bwnen an den Staatsstraßen des Straßenbauamts- Bezirks Giünberg sollen wie nachstehend öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden:
Dienstag den 8. September, Bormittags 8 Uhr: Straße Gießen—Bromskirchen in Abtheil. 8—19,62; anfangend bei Abth. 8.
Mittwoch den 9. September, Vormittags 9 Uhr: Straße Gießen—Marburg in Abtheil. 34 biß 43; anfangend bei Abth. 34.
Donnerstag deu 10. Septbr., Vormittags 9 Uhr: Straße Gießen—Hersfeld in Abtheil. 42 bis 55; anfangend bei Abth. 42. Grünberg, den 3. Septbr. 1896. Großh. Straßenbauamt Grünberg.
___________Schnitzel. 7874
Samstag den 5. September,
Nachmittag- 2 Uhr, werden auf Großh. OrtSgericht die zum Nachlaß der Marie Ramfpe« gehörigen JmmobUien:
Flur 1 Nr. 257 — 19 am Hofraum, Mifistätte in der Löwengaffe,
Flur 1 Nr. 259,, — 75 qm Hofratthe daselbst
freiwillig versteigert. 7548
Im Auftrag: stf. Loffmau«.
Tapisserie
I.S.Fuhr,Souneustr.25 empfiehlt verehrten Damen sein reich, haltigstes Lager aller in das Tapifferie- fach einschlagenden Artikel.
Stets Eingang von Neuheiten in angefangenen und fertigen Arbeiten, owie Stoffen und Materialien rc. zu billigsten Preisen. 7116
ML Schlachthaus.
Freibank. 7895
Heute und morgen: Ochfensieifch aicht ladenrein, pr. Pfd. 52 Pfg.
Rindfleisch, ^icht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg.
MßM" Die Freibank bleibt biß 10 Uhr Abends geöffnet.
p.H.Schrnnth's gemahlene
Saimiak-Terpentin-Seife ist ein verbessertes Seifenpulver, dessen vorzügliche Eigenschaften im Fluge dieSympathieen des prüfenden Publikums erworben haben.
Aelteste Erfahrung und neuzeitlicher Fortschritt haben sich hier die Hand gereicht zur Erzeugung eines denkbar vollkommenen Fabrikates.
P. H. Schranth’8 gemahlene Salmiak-Terp.-Seife verschanzt sich nicht hinter der Phrase: ,,Ohue Concurrenz“. Im Gegentheill Zum Vergleich mit ConcnrrenE- fabrikaten wird höflichst gebeten, — wer noch nicht damit gewaschen hat, — und die geehrten Hausfrauen sowie Wäscherinnen mögen dann selbst beurtheilen, was den Vorzug verdient. 5750
Zu haben in allen besseren Geschäften. Man achte auf die Schutzmarke.
P. H. Schrauth, Neuwied,
AA öamyfftiftnfahrib AA
Gegründet 1830.
Marko Marke.
Kni» ZmrKmt
sowie neue Gurken verkauft
H. Belloff II.,
7793 Aliceftraße 20.


