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5.6.1896 Erstes Blatt
 
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oreitarbcrungen der Arbeiter wurde bewilligt, von einer $<üi|.:;ung der Löhne wurde Abstand genommen, da die 'fliltictr selbst einsehen, daß zur Zeit eine solche nicht durch« ü iifl'.i Zur Ehre der Arbeiter muß constatirt werden, ba^j lijelben wahrend der Zeit der Arbeitseinstellung sich

; :tt! ttr geringsten Sxceß zu Schulden kommen ließen und auaij;erf9nnd) in keiner Weise Herrn Röder zu nahe traten. Ht rrDder wird dies gewiß auch anerkennen und sich hiernach bc tiien, die gerechten Forderungen seiner Arbeiter zu erfüllen. 3nfielet Beziehung wäre aber sicher für die Arbeiter uw«i:r!Heilhaftesten, wenn sie sich direct an ihren Prinzipal roetricen. Hoffentlich wird jetzt die Eintracht auf die Dauer heßtztzchelt sein zum Bortheile beider Theile.

Naiv,. 3. Juni. In der gestrigen Sitzung der der« 'iaiipir Schul« und FiuanzauSschüffe wurde auf Antrag deS 3teid!:eroibneten Schäfer beschloffen, den DolkSschülern di« Schreib« und Zeichenwaterialien auf Kosten de nßtadt zu liefern. Der Stadt Mainz erwächst da« du'rri alljährlich ein Kostenaufwand von 6885 Mark.

m Alzey, 3. Juni. Am vorigen Sonntag fand in der gn«u° Stadtkirche eine Oratorien-Aufführung statt, die eine 2b,I» :em Rahmen der localen Berhältuiffe hinauSgehende kiitLtiltii che Bedeutung beanspruchen kann und soll. ES wurde nätti'.t Don dem Alzeyer Männer- und Damengesangverein itrrin Leitung deS Herrn MufikdirectorS K. Keil das Di):dirhim ,Josua" von Händel original aufgesührt. BetillMtilich ist im vorigen Jahre von der Mainzer Lieder« af rtütr versuch gemacht worden, zwei Schöpfungen HändelS mi irigbialen Gewände auszuführen. Die zahlreichen Zu« ^ttr, zu denen ja auch die Kaiserin Friedrich gehörte, rrcEirrn begeistert von der Klangwirkung. Man hatte gar n d j: jtdbnt, daß eine Zusammenstellung von Clavier, Orgel, St Mt,aintett und weniger Blasinstrumente einen so wunder« ba«A Zvsammenklang bilden könnte, wie eS der Fall war, ,a :itij Ibamit ganz überraschende instrumentale Effecte zu er^rjüdtn seien. Alzey ist die erste Stadt, wenn wir nicht irren biuchupt, sicher aber die erste in Heffen, welche eine derartige r'-iMlDUfführung gewagt hat. Der Erfolg war auch hier d inniftbCiiigenb, so daß der Verein und sein geschätzter Dirigent

mit Stolz auf daß Eoncert blicken dürfen,- es war eine musikalische That. Herr Fritz Vollbach, Dirigent der Liedertafel, hatte selber die Orgel übernommen, die Mainzer 88er stellten daS Orchester, und die Solisten Frl. Spicharz au- Frankfurt a. M. (Alt), Frl. Strauß-Stura aus Mannheim (Sopran), Herr Nicola ®örter aus Mainz (Tenor) und Herr He derer aus Frankfurt (Baß) trugen durch vorzügliche Leistungen zum schönen Gelingen des Ganzen bei.

Scbiffsttad? richten«

Der Postdampfer .Southwark" derSieb Star Eine* in Ant werpen ist laut Telegramm em 1. Juni wohlbehalten in New-Jork «ngetonunen.

Universität-, Nachrichten.

Erlange«, 3. Juni. Dem Vernehmen nach sind mit dem hiesigen Plofesior der Geschichte Dr. v. Bezold Verhandlungen ein­geleitet wegen Uebernobme des durch ben Tod des Prof.fforS von Treitschke erledigten Lehrstuhles an der Berliner Universität.

Briefkasten»

Anonyme Aufträge können nicht ausgefübrt w rden; die betr. Briefmarken können wieder bei unS abgchoU werden.

Die Expedition desGießener Anzeiger^.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 6. Juni.

Vorabend 7* Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 980 Uhr.

Verkehr, Land- «nd VoLkrwfrthschaft»

2im6«te, 3 Juni. Fruchtmarkt. Rother Weizen A 14,15, weißer Weizen A 14.00, Korn A 9 95, Gerste A 8 40, Haier A 6.90.

Witterungsbericht vom 3. Juni.

Der Kern des barometrischen Maximums hat sich mit Dem weiteren Vordringen relativ niederen Druckes nach dem Nordosten deS ErdtheilS zurückgezogen. Unter dem Einfluß der von Westen hereindringenden flachen Depression nahm die Bewölkung zu und

find stellenweise Niederschläge in Begleitung von electrifchen Ent­ladungen eingetreten. Der Luftdruckoertheilang entsprechend, welche für unser Gebiet keinen ausgesprochenen Eharacter irägt, vielmehr ein Grenzgebiet zwiichn hohem und niederem Druck bildet, wird die Wetterlage eine unsichere und bei der ruhigen Lust und verbältniß mäßig hohen Temperatur zu Gewittern geneigt bleiben.

BornnSstchNlch« Sittmmit

Bei wechs Inder Bewölkung warmeS, zu Gewittern geneigtes Weiter.

Temperatur der Lahn nnd Luft

nach Reaumur gemesim am 4. Juni. Mittags zwischen Hund 12 Uhr: Master 17, Lust 17'/,°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Zur gefälligen Beachtung'.

Huf unsere Anfrage bezüglich der Behandlung von seidenen Möbeln rc., die wir an Herrn J. Wickcrsheimcr, Präparator der Kgl. Universität hier, richteten, schreibt un« derselbe, daß die Be« fürchtnng, die Stoffe könnten durch die Behandlung mit seiner Motten-Verlilgung» Estenz leiben, völlig grundlos ist- Herr J. Wickersheimer übernimmt die Garantie, daß bet richtiger Är.» Wendung seiner Motten-Estenz selbst die difficilsten seidenen, Plüsch«, Sammet- und wollenen Stoffe ohne Gefahr behandelt werden können und weder fleckig werden, noch verbleichen ober sonstigen Schaden leiden Nur ist darauf zu achten, baß ein absolut reiner Zerstäuber zum Einsprengen verwendet wirb! Zu beziehen ist die «oltea« Vertilgung» «vstenz von unS in Fl. k 50 H, «/ Ltr. 2.76> A. 11 2tr. 5 A J. F. Schwarzlose Söhne. Königs. Hofltes., Berlin SW., vrarkgrafenstraße 29.

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(Sitßsen, den 3. Juni 1896.

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