Ausgabe 
5.4.1896 Drittes Blatt
 
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A tu.

1896

Sonntag den ». April

St. 81

Drittes Blatt.

Gießener Anzeig er

Kenerat-Mnzeiger.

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Die Gießener I,«trtenvlL1ter »erden dem Anzeiger ^tchnttkich dreimal brigelegt.

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HNKrner Anzeiger erscheint täglich, »tl Ausnahme deS MontagS.

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chratisbeikage: Gießener Kamikienbkätter.

Amtlicher Theil

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Innahmr von Anzeigen zu der Nachmittags für de, hlgeuden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr.

Die s. Z. zu Okarben, Ossenheim und Bauern- '. i *, Kreis Friedberg, ausgebrochene Maul- und Klauen» smche ist erloschen. Die Sperrmaßregcln werden aufgehoben.

Steuer nach Großen-Ltnden geschehe zu Unrecht, die ganze Steuer gebühre der Stabt Gießen. Die Steuersrage sei allerdings be­stritten, aberwo etwas streitig und unklar fei, sollte man im «treitversahren Klarheit zv schaffe« suchend Daraus wurde, offenbar unter Billigung deS Referenten, wahricheinltch aus seine Anregung beschlossen, durch eine Eingabe an die Bürgermeisterei diese Frage,die vor lLngerer Zett die Stadtverordneten schon einmal beschäitigte, wieder io Muß »« bringe«."

Hierbei hat Herr Grünewalv verschwiegen, daß e« ein Streit- verfahren für diese Frage gar nicht gibt, daß aber andererseits der Vorsitzende des Vereins Südwest, der Director deS Fernte'schrn Bergwerkes ist, sehr leicht einen geordneten Beschwerdeweg für daS Bergwerk einschlagen könnte, wenn ihm das Jntereffe der Stadt so sihr am Herzen läge, verschwiegen, daß nicht blos ich, sondern die ganze juristische Commission entgegengesetzter Ansicht ist, verschwiegen die erhebliche GesShrdung des städtischen Interesses, die auS seiner Ansicht hervorgehen könnte, endlich auch verschwiegen, daß die städ­tische Vertretung bid in die neueste Zeit mit dieser Angelegenheit sich besaßt hat und daß ihr gänzlicher Abschluß nur durch das Nicht­erscheinen des Herrn Grünewald in der letzten Sitzung der juri­stischen Commission gehindert wurde. Hätte Herr Grünewald alles Dies mttgethetlt, dann wäre der Beschluß der Beztrksversammlung vielleicht dahin ausgefallen, daß Herr Grünewald ersucht werdcn solle, recht bald wieder in die städtischen Sitzungen zu gehen, ketnen- falls aber dahin, daß die Stadt diese Fragein Fluß bringen" solle, wobei deutlich zwischen den Zeilen der Vorwurf zu lesen ist, daß die städtische Vertretung fich einer Art Versumpsung dec Angelegen­heit schuldig gemacht habe. , _ .

Wenn eine solche Kritik unserer Thätigkeit aus dem Munde eines Mitgliedes des Stadtoorstandes, zumal eines Mitgliedes, welches sich für seine städtischen Pflichten Urlaub erwirkt hat, an sich schon recht bedauerlich ist, so gebt mein Hauptvorwurf dahin, daß Herr Grünewald die DiScretio« verletzt hat, die er allen unseren nicht zu öffentlicher Sitzung gebrachten Verhandlungen schuldet. Er durste in der Bezirktzversammlung nicht die »anutt der Gutachter der juristischen Commission nennen, nicht das Schlntz- ergebniß der Gutachten angeben, noch w-ntger sein Gutachten in fremde Ha«d geben. Durch solche Jndiscretionen, die ich mit Ihnen Allen wiederholt mißbilligt bade, insbesondere noch, als wir im vorigen Jabre das Statut des StadterwetterungsfondS beriethen, wird ter betroffene Stadtverordnete unnütz belästigt und das Interesse der Stadt ernulich gefährdet. Die Mittbeilung meines Gutachtens würde beispielsweise in einem etwaigen Streite mit Großen-Linden dieser Gemeinde Waffen gegen unsere Stadt in die Hand geben.

Daß Herr Grünewald den Abdruck seines Gutachtens selbst befohlen habe, ist ihm von mir nie vorgeworfen worden; aber er hat diese Veröffentlichung verschuldet durch die unzulässige Verleihung des Gutachtens, zumal an einen Journalisten, der al» Der anlass r des Abdrucks bezeichnet wird, und bet dem Hur G'ümwald doch ohne W-itereS das Jntereffe und die Absicht der Veröffentlichung vorauvsetzcn durste. Herr Grünewald bat auch seinen Fehler nicht einmal dadurch gut zu machen versucht, daß er die mehrere Nummern der Zeitung ausfüllende Publikation nach dem Erscheinen der ersten Nummer zu verhindern suchte, oder sich wenigstens bei uns oder unserem Geschästsletter deshalb entschuldigte. Noch schlimmer ist, daß Herr Grünewald, wie er selbst sagt, die Zeitung sogar ohne unsere Erlaubntß ersucht hat, mein Gutachten ebenfalls zu veröffentltcken, woran doch nur die Gemeinde Großen - Linden ein Interesse haben konnte.

All« Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

Lekanntmachuug,

betreffend: die Maul- und Klauenseuche.

Kitznng der Stadtverordneten

am 1. April 1896.

(Schluß.)

Herr Stadtverordneter Dr. Gutfleisch: Don dem, waS ich in letzter Eitzung erklärt habe, kann ich kein Wort zurücknehmen. Herr Grüne- »iid sucht diese Sache ganz mit Unrecht auf das persönliche Gebiet gu drängen. Hätte ich sie für eine mich und ihn nur persönlich ba ti<r<mbe Angelegenheit gehalten, so würde ich mit meiner Erklärung ttlnt 24 Stunden, geschweige denn über zwei Monate gewartet haben. Fhütsächltch habe ich nur einen ernsten Angriff gegen unsere städtische Änlrrlung bet der ersten Gelegenheit, die unsere Tagesordnung bot, mH und sachlich zurückgewiesen. Diele Gelegenheit bot sich, da der Ingrilf des Herrn Grünewald sich aus die Erhebung von Communal- Btumi bezog, bet der Berathung des Voranschlags für das kommende Jchr unter dem TitelCommunalsteuern".

Länger zu warten und diese Gelegenheit vorübergehen zu lassen, kiimtc Her r Grünewald mir nicht zumuthen, von dem-überdies, da «sich in den letzten Monaten vielfach größeren öffentlichen und peltltlchen Arbeiten dingegeden hat, erwartet werden durfte, daß er stq au der so wichtigen Berathung des Jahreshaushaltes pfltcht- grah bethetligen werde. Uebrigens ist der Angriff Grünewalds g(}(n unS ebenfalls nicht in unserer Anwesenheit erfolgt.

Worum handelt es sich eigentlich? Das Fernie'sche Bergwerk tzihlte früher alle Steuern nach Gießen, seit etwa 1890 wurde auf Bnlra g der Gemeinde Großen Linden ein Theil deS Fernte'schen Elkurrcapttales dieser Gemeinde zugeschrieben. Das Steuercommts- fldit handelte hierbei im Einverständntß mit dem Finanzmtntste- Elum. Auf Ersuchen deS Oberbürgermeisters begutachtete ich diese grigt am 21. Februar 1891. Ich kam zur Ansicht, daß es keinen ixt'.er m Beschwerdeweg gebe, daß übrigens auch sachlich wohl das Sttuercommissariat im Rechte sei. AIS Herr Grünewald Stadt­

verordneter geworden war, nahm er sich der Sache, die ibn zu in- I teressiren schien, an, und fertigte aus freien Stücken ein Gutachten I vom 9. November 1894, wonach Fernie bloS in Gießen steuerpsl ckny | sei. Daraus begründete ich am 19. April 1895 meine frühere Ansicht nochmals ausführlicher fchrtftlich. In einer Sitzung der juristischen Commission vom April v. IS. wurde unser College, Herr Land- gertchtsrath Dr. Schäfer, ebenfalls um genauere Prüfung der Sache gebeten; er trat in der Folge meinem Gutachten bet. Am 29. Oc­tober 1895 wollten wir die Sache In der juristischen Commission zu Ende bringen; Herr Grünewald fehlte aber in dieser Sitzung, und so konnten wir übrigen Mitglieder der Commission nur beschließen, daß vorerst ein weiteres Verfahren unterbleiben müsse, und Herrn Grünewald anhetmzugeben sei, wenn er uns wieder einmal mit feinem Besuche beehre, un8 seine Ansichten nochmals mündlich mit etwaiger Antragstellung vorzutragen. Ein Strettversahren haben wir nicht beschlossen, weil es ein solches nickt gibt, und weil wir es überdies für gefährlich hielten, wenn die Grünewald'sche Ansicht von den Behörden angenommen würde. Nach dieser Ansicht zahlt der Ausländer feine Steuer da, wo er das Comptoir, beziehungsweife den Sitz feines Geschäftes htnlegt, also in zahlreichen Fällen da, wo es ihm beliebt. m

Man glaubt in Gießen, daß die Fernie'sche Verwaltung über­haupt die Anstifterin der Großen-Lindener Eingabe gewesen sei, durch die uns ein Theil der Fernte'schen Steuer genommen wurde. Da­mals hatte Fernte, der mancherlei Jntereffen tm Bezirke Großen- Ltnden besitzt, den Wunsch, durch Erwerbung der Eigenfchast als Hlchstbesteuerter zur Entsendung eines Vertreters in den Gemetnde- rath dieser Gemeinde berechtigt zu werden. DaS ist in Folge kreis- amtlicher Versügung wie ich vernehme, nicht möglich geworden, weshalb vorerst wieder für Fernte das Jntereffe an der Großen- Lindener Steuerzahlung verloren ping. Mittlerwelle haben sich Pro­zesse zwischen Großen-Ltnden und Fernie entwickelt, in deren Verlaus eS diesem vielleicht auch wieder einmal einfallen könnte, sich mit Großen-Ltnden über eine Verlegung seines Comptotres dorthin zu verständigen. Ich wünschte nicht, daß unsere Stadt die Folgen dieser zufälligen Entschließungen des Herrn Fernte zu tragen hätte.

Was hatte nun die Beztrksversammlung Sudwest mit dieser ganzen Frage zu thun? Herr College Grünewald sagt uns, man sei an die rechtliche Prüfung in dieser Versammlung nicht heran­getreten. Dann war aber auch keinerlei Interesse zu ihrer Ver­handlung gegeben, lieber daS, was Herr Grünewald in der Ver­sammlung oortrug, sind wir belehrt durch ein ausführliches, wie mir Ohrenzeugen bestätigten, richtiges Referat in demGießener Anzeiger" vom 9. Januar"), welches bis zur Stunde keinerlei Berich­tigung erfahren hat außer einer kleinen Richtigstellung vom 10. Januar in einem hier nickt interessirenden Punkte. Gerade letztere offenbar von der BezirksvereinSlettung ausgehende Richtigstellung berechtigt mich zur Annahme, daß das Referat im Uebrigen der Wahrheit entspricht. Herr Grünewald sagte hiernach, die Abführung von etwa 6000 Mk.

*) Dieses Referat ist nur bezüglich des in Nr. ,8 ds. Bl. ent­haltenen Punktes berichtigt worden und zwar, wie Herr Dr. Gutfleisch vermuthei, von der Bereinslettung. Sonstige Bemerkungen, welche als eine Berichtigung gedeutet werden tonnten, sind uns weder mündlich noch schrrjrlich zugegangen. Die Angaben unseres Bericht­erstatters über fragliche Versammlung erweckten in uns das Gefühl, daß diese nicht nur auf während der Verhandlungen gemachten Wahr­nehmungen beruhen, sondern daß demselben authentisches Material zur Verfügung gestanden haben müffe. Die Redaction.

Gießen, am 2. April 1896.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gag em.

Gefunden: 1 filb. Ring, 1 Geldstück, 1 Broche, 1 Gummischuh, 1 Blumenspritze, 1 Kindermütze, 1 Kinder­schuh , 1 Taschentuch, 1 Brecheisen, 1 Kreuzhacke und 1 Sackrock.

Gießen, den 4. April 1896.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold.

Wochendriese sus der Residenz.

(Originalbericht deSGießener Anzeigers").

Z. Darmstadt, 3. April.

BMlfetet für Otto Roquette. AuS dem Kuustlebe«. Allerlei.

Am Sonntag Vormittag 11 Vs Uhr versammelte sich in großen Aula der neuen Technischen Hochschule eine an« nichtige Zuhörerschaar, um noch einmal durch eine würdige Etdächtuißfeier den verstorbenen Dichter Otto Roquette zu chen. Der Saal hatte einen prächtigen Pflanzenschmuck er- tzÄien, und war außerdem mit den umflorten Fahnen der ftdentischen Corporatiouen geziert. Auf dem Giebel des iiseS wehte eine Trauerfahne, um von der stillen Feier n Ehren deS Entschlafenen auch draußen Kunde zu geben. Dr MännerchorHumanitaS", eine stet« hilfsbereite Schaar, man es gilt, einem edlen Zweck zu dienen, trug zunächst hi MotetteEhre fei Gott in der Höhe" vor, dann bestieg Herr Prof. Dr. LepfiuS, der derzeitige Rector, die Tr.büne mb widmete dem Heimgegangenen Sänger einige aufrichtige Sorte deS Nachrufs. Er legte dar, das Andenken des Ent- s flafeuen könne von den Lebenden nicht bester und würdiger itrdrt »erden, als durch Vertiefung in feine Werke. So hide man auch für die heutige Feier daS Werk deS Dichters um Vortrag auSerfehen, daS den Gegensatz zwischen Leben ab Tod am ergreifendsten darstelle. Herr Hofschauspieler Mer reritirte hierauf die Hauptstücke auS RoquetteS Epos .Sedatter Tod", das der Dichter selbst als erstes und ge- LngsnsteS feiner Werke angesehen haben wollte. Die ein- gtlne r zum Vortrag gebrachten Stücke auS der Dichtung Mrden durch überleitende Worte des Vortragenden mit ÄiLmder in Beziehung gebracht, einmal erscholl sogar daS -Lisiize BurfchenliedMaraareth' am Thore", vom Männer-

chorHumanitaS" frisch und munter vorgetragen. Nach Beendigung der Recitation wurde dann noch zu würdigem Abschluß der stimmungsvollen und erhebenden FeierUeber allen Wipfeln ist Ruh" gesungen, und damit klang die ganze Veranstaltung aus. Eine große Zuhörermenge war erschienen, so daß außer der idealen Absicht, auch der realen, für einen wohlthätigen Zweck Mittel zu beschaffen, entsprochen werden konnte.

Im Kunstleben der vergangenen Woche nahm die erste Opernaufführung als BolkSvorftellung im Hostheater beson­deres Jntereffe in Anspruch. Sie brachte BeethovenS Fidelio" tu trefflicher Darstellung und bot dadurch weiteren Kreisen, die sonst dem Theater fernbleiben, Gelegenheit, daS Meisterwerk Beethovens zu genießen. Für die Woche nach Ostern steht eine Aufführung desFaust" von Goethe bevor, die zum ersten Male die ganze Dichtung vorführen wird. Die Tragödie soll nach Mittheilungen hiesiger Blätter in einer eigens für die hiesige Bühne geschaffenen Bearbeitung an drei Abenden dargestellt werden. Der erste Abend um­faßt die Szenen vom Vorspiel aus dem Theater bis zur Hexenküche, der zweite die Gretchentragödie sammt der Wal­purgisnacht, und der dritte den sogen. Faust zweiter Theil. Als begleitende Musik wurde die des Weimarer Hoscapell- meister« Dr. E. Lassen auSerwählt, die schon in anderen Städten großen Beifall erzielt hat. Für die Vorstellungen werden große decorative und maschinelle Vorbereitungen ge­troffen. Ein besonderes Abonnement zu ermäßigten Preisen sichert den Besuchern ihre Plätze für die drei Vorstellungen, die dann wohl noch mehrmals wiederholt werden, da man auch auf starken Besuch von auswärts rechnen zu können glaubt. Am 14. April findet gleichfalls eine interessante Vorstellung statt, OhnetS SchauspielDer Hütteubefitzer" wird am 25 jährigen Jubiläum deS Herrn Edward gegeben. WaS der Spielplan sonst noch bi« zu« Ende der Saison bringen wird, ist mir Ausnahme der Ntbelungentetralogie noch nicht bekannt. Ueber das EharfreitagSconcert des

MufikvereinS" werden wir im nächsten Briefe berichten, ebenso über daS von derHumanitaS" für nächste Woche angesagte Concert, an dem u. A. Herr Hossänger Müller auS Stuttgart verpflichtet ist, der im Laufe deS Winter« hier schon einmal mit größtem Erfolge ausgetreten ist. In der Concertsaison macht fich daS nahende Ende schon be­merkbar, denn die Veranstaltungen dieser Art nehmen an Zahl bereit« bedeutend ab.

Bei Hofe wird nun für die nächste Zeit da« seiner Zeit auS Anlaß deS Todes de« Prinzen Heinrich von Battenberg abgesagte Costümfest vorbereitet. Die Angehörigen der höchsten Aristokratie deS Lande« werden fich daran betheiligeu, unter anderem soll auch eine Quadrille unter Mitwirkung der höchsten Herrschaften aufgeführt werden. Dann verlautet bestimmt, daß unmittelbar nach den Krönungsfeierltchkeiten in Moskau das russische Katserpaar hier zu kurzem Besuche etntreffen werde, und daß auS diesem Anlaß eine Reihe von Hoffestltchketten veranstaltet werden sollten. Nähere Angabe» über die Zeit dieses Besuches stehen noch aus.

Ueber eine eigenartige VereinSbilduug, der vielleicht bald ähnliche in anderen Städten folge» dürsten, sei noch zum Schluffe berichtet. Bor kurzer Zeit schloffen fich nämlich die Hausbesitzer zu einem Vereine zusammen, um ihre In- tereffen in geeigneter Weise vertreten zu können. Nun planen die Miether daS gleiche und auch diese Bereinigung wird sicher zu Stande kommmen. Endlich sei Ihren Lesern eine sensationelle Neuigkeit nicht vorenthalten. Für den vergangenen Mittwoch war nämlich eine große Fesselballon - Auffahrt mit lenkbarem Luftschiff seitens der Mainzer Pioniere aus de« hiesigen Exercirplatz geplant. Eine große Zuschauermenge hatte sich zu diesem seltenen Schauspiel eingefunden, um zn erfahren, daß es fich um einen Aprilscherz handelte, den fich dieNeuen Hessischen Volksblätter" mit ihren Lesern gestattet hatten.