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gesetzte internationale Somit« offenbar die Mitwirkung deutscher Thetluehmer zu vermindern wünscht.
* Von der amerikanische» Armee ist die Kopsstärke durch zwei Congreßacte vom Jahre 1869 und 1870 auf 25 OOU festgesetzt. Zur Zeit erreicht der Effectivbestand noch nickt einmal diese Höhe. ES zählen: der Generalstab 392 Ojfi ziere, das BerpflegungSwesen 58 Offiziere, 485 Mann- das Jnaenieurcorps 121 Offiziere, 500 Mann - Kavallerie (10 Regimenter) 432 Offiziere, 6050 Mann- Artillerie 230 Offiziere, 3675 Mann- Infanterie (25 Regimenter) 8.7 Offiziere, 12 125 Mann. Zwei Kavallerie- und zwei Infanterie-Regimenter bestehen aus Farbigen. Außerdem besitzt jeder Einzelstaat seine Miliziruppen, und da jeder omertkaniscke Staatsbürger vom 18. bis 44. Lebensjahre zum Heeresdienste verpflichtet ist. so berechnet sich die Ge° sammtstärke der amerikanischen Wehrkraft auf etwa neun Millionen Mann — auf dem Papier.
• Uebirttitt der Juden zum Christeuthu« In den Jahren 1872 bis 1879 traten etwa 66 Israeliten jährlich über, 1880 waren es 120, 1888 erreichte die Zahl 348 und in diesem Jahre wird sie 500 »übersteigen. Der Hauptantheil kommt aus Berlin und zwar aus den Kreisen der Finanzwelt und der Akademiker. Bon letzteren sind es wiederum Juristen und Philologen.
* «in kurzes Wort. Chrmicprofeffor (vortragend): „Durch diesen Proceß entsteht daS Trimethylderivat des Dtbenzhltricarbonfäuretmids, das wir, kurz gesagt, als Alpha- methyldibenzylorthosulphotricarbonsäuremethyl'midmethy'ester bezeichnen können.
* Die Bescheernug.
Die Gattin stickte, Die Aelteste stickte, Die Zweite stickte, Die Dritte stickte, Und Keine strickte Und Keine flickte.
Nun hab ich vier Paar gestickte Schuh Und keinen ganzen Strumpf dazu.
ItttivcrfUäi». Nachrichten.
— Die Gesammtzahl der an den deutschen Unioer- sitäten, einschließlich Münster, immatrtcultrten Sludirenden beträgt 29117 gegen 29107 im letzten Sommer und 28 158 im vorigen Winter. Also wieder eine bedeutende Zunahme; überhaupt haben wir gegenwärtig die höchste Frequenz seit dem Sommer 1890, wo 29 318 Studenten gezeählt würben. Von der Gesammtzahl ent fallen 1450 (gegen 140t im vorigen Win er^, auf die katholische und 2917 (gegen 3084) auf die protestantische Theologie, 7791 (gegen 7432) auf dteJuristen, 7763 (gegen 7768) aus die Medtctner, 3451 (gegen3083) auf die Philologen und Historiker, 2771 (gegen 2525) auf Mathematik und Naturwissenschaften, 1158 (gegen 1214) auf die Pharma- ceuten, 870 (gegen 883) auf das Studium der Landwirthschaft, 587 (gegen 413) auf die Cameralia, 359 (gegen 352) auf die L>tu- dtrenden der Zahnbeilkunde. Somit ergiedt sich bei den Juristen, Philologen und Naturwissenschaften wieder eine weitere Zunahme, bei der evangelischen Theologie und den Medtcinern ein weiterer
Rückgang; die Zahl der ersteren hat seit Sommer 1889 um 2000 abgenomw'N (von 4998 auf 2917).
— Die Gesammtzahl der Studirenden an der Universität München beträgt 3621, 143 in der theologischen Facucultät, 1040 in d.r juristischen, 45 in btt staatswtssenschastlichen, 1201 in der medicinisck. n. 503 in der philosophischen I. Sectton, 317 in der philosophischen II. Section, 265 Pdarmacenten. Hiezu kommen 115 Hörer. Aus Bayern stammen 1888 Studirende; die Zahl der Nicht- bayern beträgt 1733. Preußm hat 878 entsandt, Württemberg 140, Baden 97, Sachsen 83, Hessen 75, die Schweiz 47, Rußland 32, O.st rretch Uiiga n 23, die Vereinigten Staaten von Nordamerika 26.
Citrratur und
— .Neueste Erfindungen und Erfahrungen- auf den Gebieten der practischen Technik, Electrotechntk, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hautzwirthschaft rc. (A. Hartlebens Verlag in Wien). Pränumerattonspreis ganzjährig für 13 Hefte franco 7.50 Mark. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken. — Diese gewerblich technische Zeitschrift, welche in ihrem dreiundzwanztgsten Jahrgang erscheint, verfolgt nur rein practische Zwecke. Die Mitarbeiter sind nur Männer der Praxis, welche am besten die wirklichen Bedürfnisie der Techniker und Industriellen zu ermeffen verstehen. Die Zeitschrift, reich an Originalbeiträgen und constructtven Abbildungen, bietet einen vollständigen Ueberblick über alle Fortschritte im gewerblichen Leben. Besonders werthvoll erscheint es, daß in dieser Zeitschrift immer practische Wege zu neuen Erwerbsarten, verbesserte Arbeitseinrichtungen und practische Anleitungen zur Erhöhung der Concurrenzsähtakett gegeben werden. Dadurch empfiehlt sich dieselbe von selbst für reden Vorwärtsstrebenden.
— Allgemein« Weltgeschichte mit 122 Illustrationen in feinstem Farbendruck und 648 Setten Text, bearbeitet von W. Christian, Verlag von G. Löwensohn, Fürth. 24 Lieferungen & 50 Pf. Mancherlei große und größere Werke, die sich mit den politischen und culturellen Verhältnisstn der civilistrten Völker und Staaten der Vergangenheit und Gegenwart beschäftigen, weist der Büchermarkt auf. Diese Werke sind jedoch zumeist nicht für die breiten Schichten des Volkes bestimmt und geschrieben. Sie find der Ausfluß unermüdlichen Forschens, umfassender Belesenheit und großer Gelehrsamkeit, bearbeitet von Gelehrten und berühmten Professoren für solche, die Gelehrte werden wollen, oder für Schüler, welche die Geschichte studiren unter steter Führung ihrer Lehrer, oder für solche, denen bereits große Vorkenntnisse eigen find. Das vorliegende, prachtvoll ausgestattete Werk füllt eine seit langem schon empfundene Lücke in der Volksliteratur aus. In fesselnder, schöner und leichtverständlicher Form gehalten, gewährt es unter Uebergehung des Nebensächlichen und gebührender Berücksichtigung des Wichtigsten eine übersichtliche Darstellung über die bedeutsamsten Ereignisse und einflußreichsten Personen aller Zetten uud Völker, soweit letztere bislang überhaupt in die Weltgeschichte Aufnahme gefunden haben. Das Interesse des Lesers wird um so reger, als zahlreiche, künstlerisch vollendete Illustrationen in Chromodruck, ro e sie wohl eine Weltgeschichte bisher in gleicher Schönheit noch nicht auszuweisen batte, den Text ei läutern und ergänzen. Trotz des bedeutenden Umfanges des Werkes und der werthvollen Kunst-Beilagen hat die DerlagSanstalt den Preis äußerst niedrig gestellt Den weitesten VolkSkreisen ,st deshalb unsere „Allgemeine Weltgeschichte" zugänglich gemacht; dem reifen und werdenden Manne wird sie eine reiche Quelle der Unterhaltung und Behrung bieten; jeder HauSbibltothek wird das Werk sicher zur Zierde gereichen.
— Die Mihnachtsnummer der »Jllnstrirte« ötlt* (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstall) hat auch ein weihnachtlich Gewand angezogen — in Bild und Text. Don Herzen zu Herzen zu sprechen,
das hat das all beliebte Familienbuch immer alS seinen höchst« Beruf au’icfafc!. Drum weht uns gleich in dem ersten Bilde — einer doppelseitigen Kunstb-ilage in Buntdruck — die echte Weth- nachtsluft entgegen. Aus dieser frostdurchzttlerten, wetten Schneelandschaft mit den freundlich blinkenden Lichtern der Bauernhäuser im Hintergründe, spricht etwas Chrtstnacktlich Deutsches. Und fast glauben wrr es zu hören, das himmlische „Stille Nacht, heilige Nacht", das von den lichten Engelsgestalten mitten in der eisigen Wtnternacht cmvo,steigt. Stimmungsvolle Holzschnitte reihen sich an. So „der We-hnachlsmarkt am Tbomastag in Nürnberg", ein gemüthvolleS Bild voll L den und Festirrudtgkeit in der alten Reichsstadt. Auch das lustige Wien sendet uns einen Christgrutz in seinem „WeihnachtLmarkt". Zu dem kleinen Volk kommt der „Weihnachtsmann" — eine allerliebste Träumerei im Bild mit guten (Engeln und süßen Ktnderköpfen. Damit auch der poetisch verklärte Ernst deS Lebens nicht fehle und die kirchliche Weihe, bat unS ein echter Künstler die schneebedeckte Waldesnacht vorgezaubert; dort liegen Arm in Arm Mutter und Kind erfroren an einem morschen Baumstamm, um einen brennenden Ch^istbaum auf der Lichtung aber schweben die Enaeletn. Der „Gang zur Christmette" zeigt uns ein erleuchtetes Waldktrchletn, von dem ganzen poetischen Duft einer frostklaren, mondbeschienenen Weihnachtslandschaft umwoben. — Die eigentlich künstlerische That des Heftes aber find die „Papageien", ein prächtiger Bildercyclus in Aquarelldruck, der die farbenprästigen Kinder der Tropen mit einer Naturwahrheit und einem colortstlschm Reiz wtcdergibt, daß sie unS zu leben scheinen. Der Text b« findet sich durchweg auf der Höhe der Illustrationen.
— Die Aufbahrung der Märzgefallenen vor dem Deutschen Dome in Berlin 1848, ein unvollendetes, nach der Natur gemaltes Bild Adolph Menzes ' -Ibct einen überaus werth- vnllen Beitrag zu der Extra-Nummer, welche die rSRo&<tnt (Verlag von Rich. Bong, Berlin, ä Heft 60 Pf.) dem achtzig- jährtgen Altmeister widmet. Das Bild wird hier zum ersten Male veröffentlicht und reiht sich durch Gegenstand und Behandlung gleich bedeutend als wichtiges Glied den Werken Adolph MenzelS et». Ebenso interessant ist ein Bismarck-Brief des MetsterS. in dem et schlicht bescheiden die Angabe ablehnt, als habe er je mit de» „Giganten" in intimem Verkehr gestanden. Er schttehl mit de» schönen Worten: „Ehre seinem Burgfrieden!" Eine besonders willkommen- Gabe ist ein Gedicht von Ernst von Wtldenbruch Zwei Räthsel nennt er seine formvollendete Schöpfung, die zwei prächtige Handzeichnungen Menzels erklärend begleitet. Unter den hervorragendsten Werken deS Meisters ist für die „Moderne Kunst" eine glänzende Auswahl getroffen. In einem längeren Essay thellt H. Vollmar interessante Einzelheiten aus dem Leben A. Menzel» mit und läßt seinen Werken eine eingehende Würdigung zu Thefi werden.
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Äti« Gasheizofe« entspricht in so hohem Maße allen in wirthschaftllcher und gesundheitlicher Hinsicht zu stellenden Ansprüchen, als Original Hauben» GaSheiz »fen, nachdem derselbe neuer« dtngs wiederum verschiedene ^gesetzlich geschützte Verbefferungen erfahren hat, welche die an GaSheizöfen bisher noch beobachteten
Mangel gLnzlich beseiitge«. , ia t t
Man verlange Prospekte von der Fabrik I- G. vouben Sohn Carl in Aachen. — Von hocheleganten Majolika-Gasöfen für gute Zimmer, SalonS rc. werden auf Wunsch künstlerisch ausgeführte colorirte Abbildungen zur Ansicht mitgeschickt. 66
Bekanntmachung.
Nachdem uns auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Verfügung gestellt worden ist, um im nächsten Sommer eine Anzahl armer, scrophu- löser Kinder in der Kinderheilanstalt zu Bad-Nauheim unterbringen zu können, werden alle diejenigen Bewohner des Sparkaffen dezirks Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt ober der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welchem die Nothwendig- keit einer Badekur bescheinigt sein muß. — Es ist nicht ausgeschloffen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkasse eine Badekur durch gemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. — Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen.
Gießen, am 10. December 1895.
Die Direktion des Spar- und Leihkasse Vereins.
113_________________________I. E.: Wiener.__________________
Holzversteigerung.
Aus dem District Buchenberg 57 werden versteigert:
1. Mittwoch, den 8. Januar 1896:
257 Fichtenstämme von 14—47 cm Durchmesser, 10—22 m Länge mit 186,44 fm, 71 Kiesernstämme von 27—53 cm Durchmesser, 5—13 m Länge mit 59,10 fm, 54 rm Nadel-Knüppel in Schichten von 3,5 m Länge; unter den Fichten- und Kiefernstämmen befinden sich mehrere Stamm, abschnitte zu Schnittholz geeignet.
2. Freitag, den 10. Januar 1896:
Machen: 3 rm Knüppel, 150 Wellen, 1 rm Stöcke, Hichen: 4 rm Scheiter, 2 rm Stöcke, Wadet: 253 rm Scheiter, 28 rm Knüppel, 5130 Wellen, 167,2 rm Stöcke.
Zusammenkunft an beiden Tagen Morgens 9*/2 Uhr auf dem Watzen- borner Weg am Uebergang über die Eisenbahn. Das Holz sitzt meist an chaufsirten Wegen. Nähere Auskunft ertheilt Großh. Forftwart Schlag zu Baumgarten.
Gießen, den 27. December 1895.
Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. __Heyer._______________________204
Alice Kochsehule.
Wegen Krankheit der Lehrerin kann die ttochschule nicht vor Montag den 20. Januar 1896 beginnen.
192 Der Vorstand.
Neu! Neu!
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Waschen u. Bügeln
wird bestens besorgt.
21_______________Marttstratz« ist.
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im Friseurgeschäst.
Hersteigerung.
Montag den 6. Januar l. I,
Vormittags ’/jlO Uhr,
werden im »Rheinische« Hof* dahier:
1 vollst Bett, 1 Gestndebrtt, zwei Kleider schränke . viereckige T!sche, Nachttische, Stühle, Spiegel, Bilder, Vorhänge, Porcellan, Wein- unb । Biergläser, 11 Fässer, 4 Lagerbalken. Töpfe, Flaschen, 2 Waschbütten, eine Partie Branntwein-Essenzen, eine Partie Haus, Küchen- und Wirth schaftsgeräthe u. a. versteigert.
Versteigerung bestimmt
194 Geißler, Gerichtsvollzieher.
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