Ausgabe 
4.9.1896 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

8tni bür* ? * i ittn urit> ? iWfiJ? ^öfurr^iu

Rnb e|niTl vav<ht, ^mbe bufeMbl<9eDt ä.'ly't SS- '° n ffi s"

Iw'ff''1*"lf »>

Nttt ibn -tounbexong am.

9Ub jn die Nähr 1« der Rqhki', «87"tt b»L I toOb e M hier an dem A 'Hauptgrund in b(l

-u suchen K A'ßch hier dazu |» ®7^unfl zu liefert ÖJ die feücht'frShiij, >°°st eben nicht fall» :r zarten Bürde erhob« Katzen Kairos an, dam Üe los und t6 grchök! 16 dazu, um all Mein Eselreiterei bestellt, h e° weiblichen Besuch«- ri spielen sich «eistui allgemeinen Stytta Willen nicht gerade i» sehr zur BerschSoem!

-e«te, die daran @t|oCn ß die Fremden aut h: r amüfiren, denn tl li ^gewöhnliche wirkt |in

ÄtallgikV

Iract

M w<ü«* isirrverbrauch den v-. *w. M w* w jjUHjtewMt

etäSj

MN ReotflanW 1855. W4Wst !gU Württ. StaaiP M den RMdm rsicherunglstmd: 2 Lausend Policen- ttnfrei bei ben Certretem: lieh, P)N*21)1 auvt-Agenten:-eiarit , Weserstr., «M'd Mrt* Laubachr ßl* Hungen (OberhtiA

eßtnv^gp-

Ur 208 Erstes Blatt. Freitag den 4 September 1806

I IWIWI» I' ' ' " " ->

Der chietzr«er Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag».

Die Gießener

werden dem Anzeiger w»chmtlich dreimal deigelegt.

Gießener Anzeig er

Keneral-Mnzeiger.

vierteljähriger ASo»eme«t»»reSs» 2 Mark 20 Pfg. mtt vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.

Nedaction, Lxpeditio» und Druckerei:

KchnlstraßeVr.7. Fernsprecher 51.

Anrts- und Anzeigeblutt für den Ttreis Gieren.

! Hratisbeikage: Hießener Aamitienötätter. -

DspMchM Bei B«rr->

Die Untersuchungen der

übrigen Fürstlichkeiten folgten.

Donnerstag wohnen und Berlin, werden die in mehreren

München, Frankfurt a. M., Braunschweig, Bromberg rc.

Berlin, 2. September.

schreibt: DaS kaiserliche

Freitag Bormittag die Rückreise antreteu.

2. September. Wie derVorwärts" mittheilt, Socialdemokraten Berlins am 17. dS. Partei-Versammlungen zum Parteitage in Gotha

Unruhen getödteten türkischen Soldaten auf 3« bis 400 ge- schätzt wird.

Konstantinopel, 2. September. Vorgestern expedirte die französische Botschaft 50 im Credit Lyonnais und anderen französischen EtablisiementS bedienstete Armenier nach Marseille. Die russische Botschaft expedirte 70 Armenier, die sich in daS BotschaftSpalaiS geflüchtet hatten. Die Ein­schiffung erfolgte unter Ueberwachung von Mitgliedern der Botschaften, der Kawaffen und französischen und russischen Matrosenabtheiluogen auf dem Einschiffungsplatze in Tophaue. Der angesammelte türkische Pöbel war erregt, wagte jedoch nicht, in Gegenwart der Organe der Botschaften die Ruhe zu stören.

DieNordd. Allgem. Ztg." Consulat in Damiette ist

Stellung nehmen.

Berlin, 2. September. AuS Anlaß der gestrigen Parade sindzahlreicheBeförderungen im Gardecorps erfolgt. Eine Extra-AuSgabe des Milttär-WochenblatteS wird dieselben heute veröffentlichen.

Berlin, 2. September. DieStaattb.-Ztg." glaubt, daß das Abschiedsgesuch des Generaloberst v. LoS mit dem Rücktritt des Kriegsministers Brmsart von Scheüevdorf in Verbindung steht.

Berlin, 2. September. ImReichsanzeiger" werden heute mehrere Auszeichnungen an bulgarische Beamte veröffentlicht, darunter die Verleihung des Kronen- Ordens erster Klaffe an den Ministerpräsidenten Stoilow.

Berlin, 2. September.. DerReichsanzeiger" macht bekannt, daß dem UnterstaatSfecretär im Staatsministerium Humbert der Character als wirklicher Geheimer Rath mit dem Prädicat Excellenz verliehen worden ist.

Berlin, 2. September. Wie dieNordd. Allg. Ztg." con- statirt, wird für morgen dem Eintreffen des Reichs­kanzlers in Berlin entgegengesehen.

Berlin, 2. September. Laut telegraphischer Meldung an das Ober-Commando der Marine ging daS Kriegsschiff ErsatzLoreley" heute von Palermo nach Konstantinopel in See.

von«, 2. September. Jn Königswinter wurde ein Ausländer verhaftet, der für 75000 Mk. gestohlene

KolffS telegraphisches «orrespoudery-vnre«».

Berlin, 2. September. Anläßlich des Sedantages chatten heute sämmtliche öffentliche und viele Privathäuser Blaggeuschmuck angelegt. In den Schulen wurde der Tag idurch Festacte gefeiert. Vom frühen Vormittage au herrschte «in der Gewerbe-Ausstellung, welche den Kämpfern von 1870/71 heute den Zutritt zu ermäßigten Preisen gestattete, -ein außerordentlich reges Leben. Zahlreiche Fahnen zierten

Deutsche» Reich.

Berlin, 2. September. Die Vorbereitung zum All- gemetnen Delegirtentag d er nationalliberalen Partei, welcher am 3., 4. und 5. October hier ftattfindet, Sst mit dem 31. August insofern zu einem Abschluß gediehen, «lS die für die Einreichung von Anträgen gesetzte Frist ab- gelaufen ist. DemAusschuß zur Vorbereitung deS Dele- girtentageS" liegen nun folgende Anträge vor: 1. und 2. An­träge Marburg (Lahn), bett. Fortführung der socialpolitischen Gesetzgebung und Reichstagswahlrecht, 3. Antrag Dortmund, Setr. Stellung zu wirthschaftlichen Fragen, Organisation der Partei, Preßorgan derselben, 4. Antrag Hannover, betr. Stellung der Partei gegenüber der Regierung wie zu den anderen Parteien, Stellung zu wirthschaftlichen Fragen, Finanzwirthschaft, VereinSrecht, Militärgerichtsbarkeit, 5. An­krag Alzey, betr. Steuersysteme in den Einzelstaaten, Reichs- stnanzreform, Kunstweinsabrtkation, ErwerbSverhältniffe des Bauernstandes, 6. Antrag Breslau, betr. Empfehlung an die Parteigenoffen, eventuell außerhalb des Parteiverbandes LaS Zustandekommen eines NationaldenkmalS für Moltke «ach allen Kräften zu fördern.

fcheidung ausgesetzt.

Berlin, 2. September. DaSMilitärwochenblatt" meldet: Prinz Albrecht von Sachsen-Altenburg und Fürst von Schaumburg-Lippe find zu Generalen der Eavallerie, der Commandeur des 3. Armeecorps, tz. Liegnitz, ist zum General der Infanterie befördert. Dem Gouverneur von Straßburg, v. Jena, ist der Ltzaracter als General der Infanterie, dem Gouverneur von Köln, v. Leipziger, der Character als General der Tavallerie verliehen worden.

verliu, 2. September. DerReichsanzeiger" ver- Sffentltcht den Entwurf deS Gesetzes, betr. die Aenderun g des ArbeiterversicherungSgesetzeS, nebst der Be­gründung.

Berlin, 2. September. Die Berliner Gewerbe- Ausstellung hat an Eintrittsgeldern im Mai 600,000, t» Juni 570,000, im Juli 631,000, im August 637,000 Mk., inSgefammt also 2,438,000 Mk. eingenommen. Setzt man Men NormaleintrittSpreiS von 50 Pfg. zu Grunde, so ist die Ausstellung also bis jetzt von etwa 5 Millionen zahlenden Personen besucht worden.

Kiel, 2. September. Die gejammte HerbstübungS- flette hat heute Bormittag die Fahrt durch die dänischen Gewässer in die Nordsee angetreten.

Prag, 2. September. Neun wegen Geheimbündelei angekiagte Handlungsgehilfen wurden gestern zu vierzehn- tägigem bis dreimonatlichem strengen Arrest verurtheilt.

Hem, 2. September. Wie die Abendblätter melden, wird am 9. dss. Mts. von Neapel nach Aden und Zeila eine Expedition der italienischen Gesellschaft vom Rothen Kreuz abgehen, welche eine zur Unterstützung der italienischen Gefangenen bestimmte Carawaue begleiten wird. Die Ex­pedition wird 400 «ameele mit sich führen zum Transport do« BekleiduvgS-Gegenstäudeu und Nahrungsmitteln und in Caboba Aufenthalt nehmen, wo sie die Gefangenen erwarten wird, die, je nachdem die Expedition des Majors Nerazzini Erfolg hat, in Freiheit gesetzt werden sollen.

Loudo«, 2. September. DieDatltz News" meldet «uS Konstantinopel, daß die Zahl der bet den letzten

zur Einziehung gelangt.

Berlin, 2. September.

Eingeborenen in der Colontalausstellung durch den KreiSphysikuS find infolge der Weigerung der Einge­borenen, fich untersuchen zu lassen, bis zur behördlichen Ent-

regnerisch.

München, 2. September. Heute Mittag 11 Uhr brach in einer Speicher-Abtheilung deS Königlichen Regierungs- gebäadeS Feuer aus, welches fich alsbald über den ganzen Dachstuhl des gewaltigen Gebäudes verbreitete. Der vordere Theil des Dachstuhls ist bereits zur Hälfte, der Hintere voll­ständig abgebrannt. 11 Compagnien Feuerwehr sowie zahl­reiches Militär find mit den LSschungSarbeiteu beschäftigt. DaS Feuer wüthet zur Zeit noch fort.

München, 2. September. Der Brand im Regie- rungSgedäude konnte nm Uhr gelöscht werden. Der

Berlin, 2. September. Der Kaiser trifft heute Nach- mittag um 6!/2 Uhr in Dresden ein, wo großer militärischer Empfang und Begrüßung durch den König stattfindet. Am wird der Kaiser der Parade bei Zeithain bei-

die Haupthalle.

Berlin, 2. September. AuS dem ganzen Reiche liefen Meldungen ein, welche Über festliche Veranstaltungen anläß- lich des SedautageS berichten, fo aus Hamburg. BreSlau, " Dresden, Leipzig, Hannover,

Juwelen bet fich führte.

Dresden, 2. September. Sämmtliche in Dresden an- wesenden Fürstlichkeiten erwarteten heute Abend das Einlaufen de- kaiserlichen ExtrazugeS auf dem Leipziger Bahn­höfe. Darunter befanden sich auch die Prinzen Heinrich von Preußen, Ludwig und Rupprecht von Bayern. Der König erwartete den Zug in den KönigSzimmern. Er trug die Uniform seines preußischen Ulauen-RegimentS und daS gelbe Band des Schwarzen Adlerordens. Prinz Georg von Sachsen war dem Kaiser bis Elsterwerda entgegengefahren. Auf dem Perron empfing der König und die Prinzen den Kaiser, welcher den König dreimal küßte und dann fich in freund­schaftlicher Weise zu den Prinzen wendete und dieselben be­grüßte. In den KönigSzimmern erfolgte sodann die Bor- stellung des Gefolges, worauf der Kaiser an der Seite des Königs den abgesperrten Bahnhofsplatz betrat und daselbst mit brausenden Hochrufen von den zahlreich erschienenen Zu­schauern empfangen wurde. Die Ehren-Compagnie hatte das erste Leib-Grenadier-Regiment gestellt. Dieselbe wurde von den Majestäten abgeschritten, worauf die Compagnie unter den Klängen des PräsentirmarscheS vorbeidefilirte. Die beiden Monarchen begaben sich fodann in einem vierspännigen offenen Galawageo mit Spitzenreitern zum Königlichen Schloß. Die DaS Wetter war trüb und

Schaden, namentlich der durch daS Wasser angerichtete, ist ehr erheblich.

München, 2. September. Der Geheime Ober-Medicinal- rath Dr. Kerfchensteiner ist heute Nachmittag 3 Uhr gestorben.

Wien, 2. September. In hiesigen wohttnsormirten Kreisen behauptet man neuerdings aus das Bestimmteste, daß der hiesige russische Gesandte Graf Kap nist die meisten Chancen habe, Nachfolger deS Fürsten Lobanow zu werden. Sollte derselbe jedoch nicht annehmen, so würde Gras Staal, der jetzige Botschafter in London, berufen werden. An eine Berufung des Botschafters in Paris, Baron Mohrenheim, oder des Gesandten in Rom sei nicht zu denken.

Nom, 2. September. König Humbert bestimmte end- gültig, daß die Hochzeit des Kronprinzen im Laufe des OctoberS hier stattfindet.

Rom, 2. September. CardinalRampolla bedeutete dem Bicar von Rom, daß er dem Hofe auf dessen Wunsch eine der vielen Hauptkirchen für die Trauung des Herzogs von Neapel mit der Prinzessin Helene von Montenegro zur Verfügung stellen wird.

Antwerpen, 2. September. Nach einem Beschluß der belgischen Regierung, in Zukunft nur Muselmänner zu« Consular- und diplomatischen Dienst zuzulaflen, wurde der hiesige türkischeConsul und der Vice-Consul ihres Postens enthoben.

Paris,2. September. Prinz Heinrich von Orleans läßt in den Pariser Blättern die Meldung von seiner an- geblichen Expedition nach Khartum dementiren.

Paris, 2. September. Heute Vormittag 11 Uhr wird in der russischen Kirche eine Seelenmesse für den ver - stördenen Fürsten Lobanow abgehalten werden. Die Mitglieder der russischen Botschaft werden in Uniform derselben beiwohnen.

Loudon, 2. September. Die Königin ist in Balmoral eingetroffen, woselbst der Besuch des ZarenpaareS erfolgen wird.

Konstantinopel, 2. September. Auch der gestrige Tag ist vollständig ruhig verlaufen. Die Stadt hat wieder ihr gewöhnliches Aussehen.

Berlin, 3. September. Der Besuch de» Kaiserpaares in Wiesbaden erfolgt einer anderweiten Meldung zu Folge nicht am 14. September, sondern erst Mitte Oct ob er.

Berlin, 3. September. DieBerl. Reuest. Nachr." schreiben: Der Verlauf der Festveranstaltungen auf de« Vergnügungstage der Berliner Gewerbe-Ausstellung hat auf die vorgesetzten Behörden einen derartigen Eindruck gemacht, daß der Amtsvorstand von Treptow, abgesehen von besonderen Maßnahmen gegen einzelne Wirthe für die Folge weitere derartige Veranstaltungen nicht gestatten wird.

Breslau, 3. September. Wie aus Brüssel gemeldet wird, überbringt Prinz Albert von Flandern, der an den Kaiser-Manövern theilnimmt, dem Kaiser Wilhelm ein Hand- schreiben deS Königs Leopold.

Wilhelwshafen, 3. September. Gestern wurden hier die letzten Briefe ausgegeben, welche von der Besatzung der gescheitertenIltis" 5 Tage vor der Katastrophe ge­schrieben worden waren.

Hamburg, 3. September. DerHamb. Corresp." er­fährt, daß daS russische Kaiserpaar auf seiner Reise nach Kiel Altona nicht berühren wird, sondern über Schwarzen- beck, Oldesloe, Segederg und Neu-Münster fahren wird. Mit der Möglichkeit eines Besuchs des Fürsten Bis­marck werde gerechnet, doch sei Bestimmtes noch nicht bekannt.

Kattowih, 3. September. Der Arbeiter Czarze in Wentlomitz erdrosselte sein 2»/2jährigeS Kind. Der Mörder wurde verhaftet.

Wien, 3. September. Das Befinden des Erzherzogs Franz Ferdinand ist zufriedenstellend, so daß ihm der Kaiser wieder eine Stellung beim Militär zuweisen wird.

ölen, 3. September. DaSNeue Wiener Tageblatt" berichtet, Seitens aller Mächte erhielten die Kriegsschiffe Weisungen, nach den türkischen Gewässern abzugehen.

Wien, 3. September. Der diesjährige Manöver- Aufenthalt des Kaisers in Galizien wird sechSzehn Tage dauern.

No», 3. September. Dem Vernehmen nach wird die Vermählung des Kronprinzen Anfang November in der Kapelle deS Palazzo Pitti zu Florenz stattfinden. Der Civilact wird im Quirinal zu Rom vollzogen werden.

No«, 3. September. Die argentinische Republik traf Vorkehrungen, um die aus Brasilien flüchtenden Italiener auszunehmen.