Ausgabe 
4.3.1896 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt. Mittwoch den 4. März

Gießener Anzeiger

Kenerat-Mnzeiger.

Sie Gießener ftaaifUn Pfatter Verden dem Anzeiger wöchentlich dreimal heigelegt.

Der

Kleßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag-.

1896

Vierteljähriger X, Avonncmcnlspreior 2 Mark 20 Pfg. mit

Bringerlohn. j Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.

Webaction, Expedition und Druckerei:

Schnkstrache Zkr.F,

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Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

..... . . -- '

Gießener Kamikienökätter.

Amtlicher Theil

Depesche« bs« Barem»HeroLd*.

Berlin.

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bei folgenden Tag erscheinenden Nummer bis «orm. 10 Uhr.

unterbrochen

Toulon, mittag hier worden.

Berlin, 2. März. Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, sind die Aussichten für den dem Reichstage vor­liegenden Zuckersteuer-Gesetzentwurf sehr ungünstig. Die Vorlage dürste an eine Commission verwiesen werden und auS dieser kaum mehr inS Plenum zurückgelangen. Un- bedingte Anhänger der Vorlage sind die Nationalliberalen, die Reicksparteiler, ein Theil der Couservativen und ein kleiner Theil des CentrumS.

Berlin, 2. März. Ueber die Pläne und Absichten deS FtnanzmlntsterS Dr. Miquel, die er in der Commission für das Lehrerbesoldungsgesetz andeutete, hört dieVolks­zeitung" Folgendes: Herr Miquel soll bereit sein, die zur Durchführung deS Lehrerbesoldungsgesetzes aus Staatsmitteln in Aussicht genommenen drei Millionen zur Schadloshaltung der Städte noch um eine Million zu erhöhen. Au den Ent­schädigungen, welche er alsdann den Städten für den Ausfall infolge der Neugestaltung der Staatsbeiträge und der Alters- zulagekafienzuschüfie gewähren will, sollen aber nicht alle be­troffenen Städte Theil haben, sondern nur diejenigen sollen bedacht werden, bei denen die dadurch nothwendig werdende Erhöhung ihrer Communalsteuern mehr als 4, resp. 41/, pCt. beträgt.

Wiesbaden, 2. März. Am Mittwoch Nachmittag wird die Leiche des Generals von Stosch auf dem Friedhöfe in Oestrich unter Thetluahme aller Oeftricher Vereine beigesetzt.

Neueste

WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 2. März. Die sämmtlichen früheren Reichs­tags ab geordneten, die nach 1871 in den Reichstag gewählt worden find, werden Namens des ReichStagS-Prä- fidiumS gebeten, an der Jubiläumsfeier des Reichs­tages am 21. März gefälligst theilzunehmen.

Oestrich (i. Rhetngau), 2. März. Der Kaiser sandte der Wittwe deS StaatSminifterS v. Stosch ein sehr Herz- liches Beileidstelegramm.

Dresden, 2. März. DasDresdener Journ." schreibt: ES ist in der Tagespreise wiederholt behauptet worden, daß Se. Majestät der König Veranlaffung genommen habe, über den die Aenderung des Wahlrechts betreffenden, der Ständeversammlung gegenwärtig vorliegenden Gesetzentwurf ein Gutachten des Herrn Geheimen HosrathS Profeffor Dr. Bindtng in Leipzig zu erfordern und daß dieses Gut­achten in abfälligem Sinne ausgenommen worden sei. Wir find iu der Lage, diese Behauptung als eine durchaus un­zutreffende, jedweder thatsächlichen Begründung entbehrende zu bezeichnen.

Wien, 2. März. DiePolitische Corresp." schreibt auS Belgrad: Fürst Ferdinand von Bulgarien richtete ein eigenhändiges Schreiben an den König Alexander, in dem er der Versicherung Ausdruck gibt, er werde es sich angelegen sein laffen, die Beziehungen zu Serbien möglichst freund­schaftlich zu gestalten. Dem Besuche deS Fürsten Ferdinand wird im Monat April entgegengesehen.

Karwiu, 2. März. Die Lage ist im Allgemeinen un­verändert. In Mährisch-Ostrau trifft Militär ein. In den Kohlenrevieren wurde eine Bekanntmachung der Berg- directorrn erlaffen, in der die Arbeiter aufgesordert werden, bis zum 4. März zur Arbeit zurückzukehren, widrigenfalls nach der Dienstordnung gegen sie verfahren wird.

Rom, 2. März. Wie derPopulo Romano" berichtet, würden die Kosten des afrikanischen Feldzuges bis zum 31. Mai 80 Millionen Lire betragen. Demgemäß werde die Regierung nur noch eine Bewilligung von 60 Mill. Lire verlangen. Zur Deckung der 80 Mill. Lire reichten die Mittel deS Staatsschatzes aus.

Deutscher Reich.

Darmstadt, 2. März. Seine Königliche Hoheit der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha trafen gestern Nachmittag 4 Uhr 30 Min. von Coburg kommend, hier ein, wurden von Seiner Königlichen Hoheit dem Groß- Herzog am Bahnhof empfangen, zum Neuen Palais geleitet und wieder zum Bahnhof begleitet, von wo um 5 Uhr 33 Min. die Weiterreise nach England erfolgte.

In Deutsch-Südwestafrika steht wieder eine kriegerische Expedition bevor. Sie gilt den unbot­mäßigen HereroS, welche nördlich von Swakopmund das Hochland bis jenseits Waterberg bewohnen. Der Landes-

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«üe «nnoncen-SUrtauf be8 In- und Auslandes nehm« Anzeigen für benGießener Anzeiger" entgegen.

die durch lebhafte Rufe:Vivo Bourgeois! wurden.

2 März. Präsident Faure ist heute Vor- eingetroffen und aufs Herzlichste empfangen

Bekanntmachung,

betreffend Maul- und Klauenseuche zu Lich.

Nachdem die Maul- und Klauenseuche in sechs "Gehöften ter Stabt Lich constatirt ist, wird hiermit auf Grund des S 61 der Reichsinstruction das Verbringen von Mtlch aus der Stadt und Gemarkung Lich in ungekochtem Zu­stande verboten.

Gießen, den 3. März 1896.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

Bekanntmachung.

Nachdem die Maul und Klauenseuche in noch zwei vetteren Gehöften zu Lich zum Ausbruch gekommen ist, haben mir für die ganze Gemarkung Lich die Gemarkunas- sperre verhängt.

ES darf hiernach ohne ausdrückliche polizeiliche Erlaub- »^keinerlei Klauenvieh aus der Gemarkung Lich verbracht

Gießen, den 2. März 1896.

Großherzogltches KretSamt Gießen.

v. Gagern.

Lyon, 2. März. Faure besichtigte Garnison, Uni­versitär und die Kasernen. Beim Empfange der Volks- schullehrer dankte Faure diesen für ihre republikanische Ge- siunung. Hierauf ertönten einzelne Rufe:Vive le President!

2. März. Zu der Meldung derAgencia Italia", daß eine Zusammenkunft der Kaiser von Deutschland und Oesterreich und deS Königs von Italien in Aussicht genommen sei, schreibt diePost", daß in maßgebenden Kreisen von einem solchen Plane nichts be­kannt sei.

Mdg. Richter (frs. Vp.): Die schwache Besetzung deS Hauses EffV" Vertagung ist gerade kein Zeichen eines lebendigen Eifers, JJS ®orHa0e *u Stande zu bringen. Die Verträge sind schon abge- schil ^m nur noch einige Nachzügler warten auf dietz Gesetz. Nach loftenfn Verträgen ist die Production dieser Campagne Ul ^vEt. Häher als die der vorjährigen. Die Regierung steigert b«it4bi>ife Vorlage die Gefahr der Ueberproduction. Selten hat

eine Vorlage eine so starke Minorität im BundeSralhe gesunden. Es bandelt sich bet dieser Vorlage um eine Belastung des C>nsumS um 55 Millionen, wovon 41 der Zuckerindustrie, 14 der Reichskaffe ru Gute kommen. Im Detailverkauf wird daS Kilo mindestens um 10 Pfg. im Preise steigen. Dabei muß man bet den Mittelständen aus einen Konsum pro Haushalt von 150 bts 200 Pfd. rechnen. Vetm Tabak handelte es sich um Vertheuerung eines entbehrlichen Eonsumarttkels, hier um einen noihwendtgen. Der Antrag Kanitz ist bescheiden zu nennen gegenüber dieser ungeheuerlichen Vorlage. Dabei hat der Zuckerprets gegenwärtta den normalen Stand sogar uberichritten. Wer kann eine solche Vorlage verthetdtgen, wer den Antrag Kanitz bekämpft und dessen sociale Gefahren so sehr hervor­gehoben hat! In der Liste der Zuckersabrtkdesitzer sind die reichsten Leute. Die Contingentirung nennt der Schatzsecretär eine vernünftige Selbstbeschränkung. Diese Selbstbeschränkung ist aber im Vorjahre s«on von selbst eingetreten. Nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt hat man wegen des Preisrückganges, der voraus- aing, den Rübenbau eingeschränkt. Deshalb gehen ja auch jetzt die Preise wieder in die Höhe. Wie Jntereffenten über die ganze Lage denken, zeigt sich daran, daß die Zuckerfabrikactien mit nur einer Ausnahme über Pari stehen. Und solchen Unternehmungen sollen wir Suoention geben! Daß hier im Reichstage mit der Betriebs­steuer das Ansinnen gestellt wird, technische Fortschritte zu bestrafen, erinnert an Schilda. Die Contingentirung würde das Entstehen neuer Fabriken zum NachtheU unserer Concurrenz im Auslande, ebenso auch die Vergrößerung bestehender Fabriken verhindern. Daß die KaufrÜben 58pCt. des Gesammtbedarfs ausmachen, zeigt doch gerade die Wichtigkeit dieser Seite der Sache, und wie schädigend es für die Rübenbauern ist, wenn die Fabriken infolge der Contingen- ttrung die Anschaffung von KaufrÜben verringen. Da8 wird selbst­verständlich auch zu einem Preisdruck der Kaufrüben führen. Und das soll dann im Interesse der Landwirthschaft liegen! Es kommt noch tn Betracht, daß auch die anderen Staaten die Prämien erhöhen werden. Dann werden wir also nur erreicht haben, daß auf unsere Kosten das Ausland ben Zucker noch billiger ißt, während unsere Jnlandsconsumenten ihn noch fbcurcr bezahlen müssen und der JnlandSconsum daher sicher zurückgehen wird. (Beifall.)

Minister v. Hammerstetn: Der Abg. Richter hat gesagt, daß die Einbringung dieses Gesetzes durch eine Anzahl bockstehender Personen veranlaßt sei, unter denen sich auch ein Minister befinde. Ich fühle mich davon nicht getroffen. Auf meinem Grundbesitz wird kein Rübenbau betrieben und ich glaube, auch nicht auf den Gütern anderer Minister. Aber ich muß doch sagen, daß ein solcher Vor­wurf, die Regierung lasse sich leiten von hochstehenden Personen, bisher nicht Gebrauch gewesen ist in diesem Hause, auch nicht aus der Linken. Ein solcher Vorwurf ist hellte zum ersten Male gefallen und hoffentlich auch zum letzten Male.

Abg. Graf Bismarck betont, indem er für die Vorlage ein- tritt, daß auch auf seinem Sitz keine Zuckerfabrik bestehe. Er habe sich aber von der Nothwendigkeit der Vorlage überzeugt, vornehmlich durch eine Eingabe deS Vereins für Rübenzucker-Industrie. Es handelt sich hier nicht um ein Sonderinteresse, sondern um all­gemeine Interessen. Es fragt sich hier, was ist practisch durchführbar und da gibt die Vorlage die richtige Tendenz an. Den Concurrenz- staaten gegenüber find wir in einer Zwangslage, in der wir zu einem solchen Kampfmittel, Erhöhung der Prämien, greifen müssen. Richter übersieht die Ursache unserer Zucker-Ueberproduction: das Unlohnende des KörnerbaueS. (Sehr richtig! rechts.) Wenn letzterem Umstande abgeholfen würde, dann würde ich selbst fein Wort mehr üoer ben Zucker reben. Ohne Contingentirung, bie ich nebst Freunden allerdings auf 17 Mill. Doppelcentner bemessen haben will, geht es nicht. Dem einen Bedenken Richters können wir sehr gut dadurch aus dem Wege gehen, daß wir vorschlagen, das Reich soll den bisher geleisteten Beitrag ruhig weiter zahlen. Der Herr Schatzsecretär wird wohl nichts dagegen haben, hat er doch selbst gesagt, das Reich wolle bei diesem Gesetze keine Geschäfte machen. Durch die Er­höhung der Verbrauchsabgabe würden nur die früheren Zuckerpreise wieder hergestellt. Redner spricht sich gegen die Betriebssteuer auS, hält auch die Erhöhung für nur eine vorübergehende.

Abg. Spahn (C.): Wir stehen der Vorlage nicht als Gegner gegenüber und ebenso wenig sympathisch. Erhöhen wir die Ver­brauchsabgabe, so ist eine Contingentirung nöthig Im Zweifel kann man nur darüber sein, ob wir es bet dem Kontingent von 14 Mill, belassen, ober höher gehen sollen unb ob es auf bie Fabri­kation ober auf ben Rübenbau vertheilt werben soll, hoffentlich kommt aus ber Commission ein brauchbares Gesetz heraus.

Weiterberatbung morgen.

Deutscher Reichstag.

49. Plenarsitzung. Montag, ben 2. Marz 1896.

Auf ber Tagesordnung steht die erste Berathung des Zucker'- klcuer-Gesetzes.

Schatzsecretär Graf Posadowski: Die Vorlage ist bereits oor Monaten illegitim veröffentlicht worben. Seitdem schwankte ihr ßforacterbilb in ber Polemik. Diese ist sogar so weit gegangen, dcß man eine ProscriptionSliste angesehener Männer veröffentlichte, crrlchr bei diesem Gesetzentwurf tnteressirt seien. Würde aber unsere Zucker industrte durch Forttall der Prämien zu Grunde gehen, so Mrd« daS gewiß auch ber Linken bieses Hauses nicht recht sein unb in meisten würbe sich darüber daS concurrtrenbe Auslanb freuen. Bud) einige Interessenten stnb Gegner ber Vorlage, aber sie spielen ®»tl mit dem Feuer. Unsere Landwtrthe stnb im Allgemeinen eine schvkiMiae Masse; wenn sie jetzt so lebhaft nach Hilfe rufen, so rafe bie Frage doch wohl eine brennenbe fein. Ftscaitsche Absichten oadra mtt ber Vorlage nicht verfolgt. Die jetzige Preissteigerung flr Zucker ist im Wesentlichen nur speculatio. Die Angaben über Ht starke Minderproduction in Cuba sind burckaus übertrieben. IM amtlichen Nachrichten sind nur wenige reife Zuckerselder, nur : «Knifle Zuckerfabriken unb auch von fertigem Rohzucker nur eine i «hlltnißmäßig geringe Menge verbrannt. Anberersetts steigt bie . iaietyrobuction überall tn der Welt. Eine Abnahme deS Verbrauchs iWstgr der Steuer ist nicht zu erwarten. Die bisherige Verdrauchs- i lönobme hängt nicht mit ben niedrigen Zuckerpretsen, sondern mit l chr all gemein gestiegenen Wohlhabenheit zusammen. Die Prämien I iib nur Kampfmittel, als solche aber ganz unwirthschastlich, wenn f «nicht hoch genug find, um wirksam zu sein. Wir müssen desbalb imlne P'Smien mit Rücksicht aus die concurrirenden Länder bemessen. Dj österreichische Concurrenz bat in Bezug auf ben Absatz nack dem I prtmt Vorsprung durch wesentlich billigere Transportkosten. Bezüglich i zMkreichS ist eS ein anachronistisches Vvrurthctl, baß bie dortige ; z.»k<rlndustrte wesentlich ungünstiger arbeite, als bie unfrige. Wenn i tatt Frankreich nur ein Dritttheil unseres Exports autzführt, so lfwilit bas vollkommen, um unseren Zucker auf bem Weltmarkt zu Ihritfen. Frankreich ha. überbtes daS Materialsteuersystem unb bet S Elmn solchen ist nie ganz genau nachzurechnrn, wie hoch sich eigentlich k AiSiuSfuhrPrämie stellt. Nach meiner Berechnung stellt sich die Wite dort auf über 8 Mk., also um 7 Mk. mehr als in Deutsch- l tut. Wollen wir eine internationale Abschaffung ber Prämien so oichtn wir in gleichfalls hohen Prämien uns ein Comp-nfattons- 3 jjKl »erschaffen. Die Contingentirung ist ein nothwenbiges Correlat n wa PrSmiengewährung. Die Contingentirung bebeutet kein Verbot -«Nehrprobuction, ist vielmehr nur ein Mittel, die Probuction eitel lobnenben Absatz- anzupassen. Hinfällig ist auch ber Einwanb, d «Fabriken würben zuerst bie Kaufrüben abschaffen zum Nachtheil binfletnen Rübenbauern; benn die Kaufrüben machen 58pCt. des (Sfleliinmtrübenbebarfd aus und 58pCt. stößt man nicht sy ohne LMaeS ab. Die Landwirthschaft wird sogar gewinnen, indem die M inken ihr lohnende Rübenpreise werden gewähren können. Gegen dchSSeletz hat sich auch eine kleine Opposition erhoben, die haupt- "W von technischen Leitern ber Fabriken ausgeht. Diese sehen nm auf Mehrproduction unb Mehrabsatz währenb wir lohnende WJt für die Landwtrthe wollen. 1887/88 betrug die Prämie durchschnittlich, bei technisch vorzüglich eingerichteten Fabriken n nod) wesentlich mehr. Den Gegnern der Vorlage muß ich

Schluß noch eine unangenehme Ueberraschung bereiten. Die ,n Stflflten haben sich einmüthig für eine mäßige Erhöhung owe fr-amten ausgesprochen. Einige Regierungen haben bie Vorlage «»gjdijnit, wett die Prämien in ber vorgeschlagenen Höhe zu hoch '»SS-c;n Staat Hai sich gegen bie Contingentirung erklärt. 5to»Kfiaa5 war aber für bas ablehnenbe Votum der Gesichtspunkt Äjibanb, daß man kein ober nur ein geringes Interesse an der ZiMkitndustrie habe.

Hauptmann Major Semmeln halt diesen geplanten Zug zur evdlichen Herstellung der deutschen Herrschaft in jenen Gegenden deS südwestafrikanischen Schutzgebietes für durchaus geboten, doch ist eine Verstärkung der Schutztruppe nicht in Aussicht genommen, lediglich macht sich eine entsprechende Ergänzung des Waffenvorraths nöthig. Hendrick Witboi oll seine Bereitwilligkeit erklärt haben, den Zug gegen die HereroS mitzumachen, infolgedeffen von Major Leutwein bei der deutschen Regierung angefragt worden ist, ob er die Bet- Selten hat ' Hilfe Witbois annehmen dürfe.