Ausgabe 
3.4.1896 Erstes Blatt
 
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Frisch abgkkocht.Schinkell

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Ph. Schlatter

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Lollar, 2. April 1896.

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Louise Sonderburg.

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la. Weißbuchen - Kegel«, la. Pockhuh-Kegelbugel«

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Herrn. Culer,

Mäusburg 3.

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empfiehlt

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dem Dorstaod des ^WirthevereinS Wetzlar und Umgegend* ein Diplom vom Bund deutscher Gastwtrthe in Leipzig, in Anbetracht seiner 50jährigen Thätigkeit im Gastw rthSgewcrbe, überreicht. Da dasselbe sehr künstlerisch auSgrstattet ist, so dürste eS ein bleibendes Erinnerungszeichen sür Herrn Kientsch und seine Nachfolger sein.

Ausverkauf Von Kinderwagen. Wegen Aufgabe des Artikels verkaufe, um rasch damit zu räumen, den noch vorräthigen Theil bedeutend

Versteigerung.

Am 3. Ofterfeiertage, von Bormittags 9 Uhr au, verstei­gere ich öffentlich freiwillig gegen Baarzahlung:

Wie schwer es ist, sür die Ernährung eines Kränkelnden zu sorgen, das wtsien am besten die Hausfrauen, die unermüdlichen und sorgsamsten Pflegerinnen ihrer leidenden Familienmitglieder. Die eine Nahrung mundet nicht, die andere ist zu schwer oder bekommt nicht wegen ihrer Eigenart, die LleblingS- spetse kann gerade nicht beschafft werden kurzum, die Anforde­rungen des Magens bereiten auch in solchen Fällen gar viel Sorgen. Da ist zu neuerer Zeit ein sehr werthooller Helfer in der Noth er­schienen, und das ist das Fleisch-Pepton der Compagnie Liebig, hergestellt nach Prof. Kemmerich« Methode. Der Leidende, der eS einmal genommen, verlangt fortan danach, denn das Fletsch Pepton vereinigt hohen Nährwerth mit unübertrefflich leichter Verdaulichkeit, die den Magen der Anstrengung, auS der Speise bk dem Körper nöthigen BestandtheÜe zu ziehen, fast völlig überhebt; das Fletsch- Vepton verdaut sich sozusagen von selbst. Daher verordnen es die Aerzte den Schwachen, Blutarmen und Kranken, namentlich den Magenleidenden. Wo ein Unwohlsein Schonung und Pflege er­forderlich macht, sollte auch stets das Fleisch - Pepton angewandt werden. 2060

sHiebent« Stellen seiner Rede durchblicken, daß er mir Säumniß i^üqlich der Anwesenheit in den Sitzungen der juristischen Eom- milfton zum Vorwurf macht. Ich lege aas dm Tisch drS Hasses Elin ärztliches Attest nieder, das mir Maßhalten in geistiger Arbeit, ' heiluabme an langen Sitzungen ?c. auferlegt.

Ich bemerke ferner, daß meine Abwesenheit bis zum 1. April cr. Inrd) Beschluß der StadtverordnetemVersammlung als entschuldigt i kiärt ist und ich erkläre endlich allerhand Ausstreuungen grgen- t'Jtr daß ich mir ben beinahe halbjährigen Urlaub erbeten babe poch Rücksprache mit Herrn Dr. »utsteifch, der dies billigte int) mir empiahl, nicht gerade ein halbe« Jahr, sondern nur fünf L'tonote zu beantragen.

Ich fasse mich dahin zusammen:

Die in meiner Abwesenheit erhobenen, ohne meine Beant­wortung und Rechtfertigung gebilligten Angriffe sind durchaus un­begründet und ich erwarte, daß Herr Dr. Guifletsch die ohne genügenbe Unterlage gegen seinen Collegen formirtm Angriffe vorbehaltlos lutüdnimmt.

(Schluß folgt.)

Witternugsbericht vom 2. April.

Das barometrische Maximum liegt auch heute im W-sten der britischen Inseln und reicht von demselben ein Gebiet hcchku Baro­meterstandes ostwärts nach Westdeutschland herein. Im Osten und Süden des Erdtheils besteht jedoch der niedere Druck fort. Die (Senken desselben liegen über Galiztru und Südwest-Rußland, sowie über der ligurischen Küste. Auch über Scindinavien bat sich eine neue Depression ausgebildet, welche mit dem Hauptminimum im Osten durch eine über die Ostsee verlaufende Furche in Verbindung steht. Die Witterung in Central Europa ist meist trüb und kühl geblieben und halten namentlich in Süd- und Ost-Deutschland die Schneefälle noch an.

voranSffchUIHe Witterung r

Zunächst noch Fortdauer des trüben, kühlm Wetters mit zeit­weisen Niederschlägen.

Verkehr, Canö» unb Volkswtrthfchaft»

Limburg, 1. April. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 14,29, weißer Weizen X 00.00, Kor« X 9 65, Gerste X 0.00, Hafer X 6.50.

2 Wagen, schwer und leicht, 1 Federsitz. Pflüge und Eggen, Häckselmaschine und Dickwurz, mühle, Ernteleitern, Fäffer, Holz rc., circa 100 Ctr. Heu, Grummet und Stroh, Dickwurz und Kartoffeln, Betten, Möbel, anderes Haus- u. Küchengeräthe.

I. Schön, Wittwe. Zum Schwanen.

Der

jlttrin der Oberhessischen Rechtsanwälte diröffentlicht hiermit seinen Beschluß, daß künstig die Geschästsstnben der oberhessischen Rechts­anwälte an

Nistkästchen.

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Dermifdyttsso

Wetzlar, 1. April. Gestern wurde unferm geschätzten Mitbürger, dem Herrn Joh. Kientsch zur Mrtzeburg, von

mww*«»arat .ii.il am

? AlSfeld, 1. April. Am verflossenen Samstag fand im Lehrsaale der hiesigen Gewerbeschule die Schlußprüfung der landwirthschaftlichen Wiuterschule unseres Kreises statt. Die Schule wurde im diesjährigen Winter- Semester von 38 Schülern besucht, wovon 13 dem oberen CursuS und 25 dem unteren angehörten. Gegen das Dorjahr bedeutet diese Schülerzahl eine Zunahme von 6 Schülern. Es ist das bei den heutigen Derhältniffen, unter denen der landwirthschaftliche Beruf zu leiden hat, um so mehr an­zuerkennen, zumal unsere Lavdwirthe geneigt find, jede nicht unmittelbar Bortheile bietende Ausgabe zu vrrmeideo. Zweifel­los bricht sich bei den Landwirthen die Erkenntniß immer mehr Bahn, daß in einer befferen Berufsbildung, wie sie in der landwirthschaftlichen Winterschule gelegt wird, ein Haupt- facior liegt, den schwierigen Zeiten wirksam zu begegnen. Der AufsichtSrath der Schule mit Herrn Kreisrath von Grolmann als Vorsitzenden, besteht auö sechs Mitgliedern, das Lehrercollegium mit Herrn Leithiger als Vorsteher der Anstalt aus fünf. Ein Theil der Lehrmittelsammlung, welcher aus der Ausstellung des landwirthschaftlichen Vereins der Provinz Oberheffcn zu Gießen sich befand, wurde mit einem der höchsten Preise, einer silbernen Medaille, prämiirt.

Darmstadt, 2. April. Gestern Abend sand sim Darmstädter Hof" aus Veranlaffung deS Nationalliberalen Vereins Darmstadt ein Festessen zu Ehren deS 81. Ge­burtstages des Fürsten Bismarck mit einer Be- theiligung von etwa 80 Personen statt. Den Toast auf Kaiser und Großherzog brachteRechtSanwalt Schmeel, den Toast auf den Fürsten in reichpointirter Rede Reichstags- abgeordneter Dr. Osann auS. Ein zweiter Toast auf den Altreichskanzler, ausgebracht von Gymnasialdirector Rod- nagel, wurde ebenfalls mit großer Begeisterung ausge­nommen. Die Versammlung sandte ein Glückwunsch-

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Stähl MlMlMS.

Freibank. [3250 Heute und Samstag:

Ochfensieifch nicht ladenrein, per Pfd. 54 P^g. Schweinefleisch nicht labenrein, pr. Pfd. 42 Pfg. Heute Donnerstag u. nächsten Samstag bleibt die Frei­bank bis Abends 10 Uhr ge­öffnet.

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Telegramm nach FriedrichSruh folgenden Wort­lauts :In tiefster Verehrung und Dankbarkeit bringt die bei der Feier von Eurer Durchlaucht Geburtstag festlich vereinigte Bürgerschaft ihrem großen Ehrenbürger die herzlichsten Glückwünsche. Möge Gott Ew. Durchlaucht noch viele Jahre bescheeren! Möge daS Glück, den Begründer der deutschen Einheit und Größe zu seinem Geburtstag zu be­grüßen, dem deutschen Volke noch lange beschieden sein!"

Mainz, 31. März. Todesfall. Der auch in weiteren Kreisen bekannte und allgemein beliebte langjährige Compagnie- Chef der 1. Compagnie des 118. Infanterie - Regiments, Herr Major v. Rehfues, welcher vor ca. 10 Monaten unter Beförderung zum Major ins 33. Infanterie-Regiment nach Gumbinnen versetzt worden war, ist in der Nacht vom Sonntag zum Montag im Alter von 44 Jahren an Darm­verschlingung gestorben. Der Verschiedene, ein geborener Darmstädter, hat den Feldzug 1870/71 als Portepeesähnrich mitgemacht.

A Mainz, 1. April. Die hiesige Handelskammer hat sich mit den Handelskammern in Wiesbaden und Coblenz ins Benehmen gesetzt, zur Berathung der Gesetzesvorlagen über den unlauteren Wettbewerb und der Gewerbeordnungs­novelle, sowie über die Frage der Kunstweinbereitung und Weinverbefferung mit ihr zusammenzutreten und, ähnlich wie im Jahre 1893 gegen die Weinsteuerfrage, eine Versammlung auf den 9. April nach Mainz einzub-rufen. Die Verhand­lungen schweben noch, doch ist nicht zu zweifeln, daß der Vorschlag der Mainzer Handelskammer in Wiesbaden und Coblenz Anklang finden wird. In der Mitte des Rh ein­st romeS hier, an der Stelle, wo früher die Schiffbrücke war, hat man letzter Tage bei Baggerarbeiten zahlreiche gut­erhaltene goldene und silberne Münzen aus dem vorigen Jahrhundert gefunden. Der größere Theil der Münzen ist französischen Ursprungs, darunter eine Goldmünze in der Größe eines Thalers mit dem Bildniß Ludwig XIV.

CscaU» rrnd provinzielles.

Gießen, 1. April 1896.

* Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzo g empfingen am 1. April u. A. den Bergrath Z i e gler Don Gießen.

Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, dem Bürgermeister Johannes Ludwig Lind I. zu Geiß Nidda und dem ^roßh. Bürgermeister Wilhelm Lehr II. zu Georgen- öuitfen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" zu verleihen.

Aulehen der Stadt Gießen. Das den gestellten Be­dingungen in allenTheiien entsprechende Höchstgebot von: Deutscher GenoffenschaftSbank von Soergel, ParrifiuS & Co., üommandite In Frankfurt a. M. und Mitteldeutscher Credil- barck, Frankfurt a. M., mit einem UebernahmScurS von 10l.38pCt. ist von der Stadtverordneten-Versammlung an- zknommen worden.

" DaS 15. VerbaudSschießeu des Badischen LandeS- schiitzen- Vereins, deS Pfälzischen und Mlttelrheinischen ELützenbundeS findet in den Tagen vom 21 bis 28. Joni d. I. in Mannheim statt. Die Vorarbeiten zu diesem Schützen- skste schreiten rasch vorwärts, mit dem Bau der Festhalle, V erhalle, Gabentempel, Portal :c. wird bereits in nächster Loche begonnen werden, auch die Weinlieferungen und Uebrrnahme der Wirthschasten sind ausgeschrieben.

** Der Lehrer als Schreckmittel. DerDarmst. Tgl. Anz." dringt folgenden beachtenSwerthen Artikel: Der Lehrer als Echreckmittel. Ostern naht, und mit diesem Feste die Zeit, tvo unsere 6jährigen Kleinen in die Schule auf» genommen werden. Viele Eltern haben nun die Ge­wohnheit, den Kindern mit Schule und Lehrer zu drohen. .Ist der kleine Knabe gar zu wild, oder will das kleine Mädchen nicht pariren, so heißt eS nur allzu oft gleich: »Warte nur, bis du in die Schule kommst! Der Lehrer wird dich schon gescheit machen und dich folgen lehren rc." So bekommt daS Kind Angst und die Schule wird ihm 3cn vornherein als Hölle und der Lehrer, der doch sonst «nhrhaftig genug an den Kleinen zu erziehen hat, muß oft bk größte Mühe anwenden, um die durch die Thorheit der Erwachsenen in daS Kinderherz gepflanzte Angst verschwinden ?a machen. Möchten also doch die Eltern, Geschwister und verwandten solcher Kinder solch thäricjte Drohungen unter- liffeti! Sie müssen doch selbst genug Macht und Gewalt -psm, die Kinder ihrem Willen dicnstdar zu machen.

Nidda, 31. März. Der befürchtete Witterungs- Umschlag ist, was noch daS Beste ist, rasch eingetreten. Nachdem die beiden vorletzten Nächte Frost mit Reif ge- -ittcht, bekamen wir gestern zeitweise starkes Schneetreiben, unb heute weht bei Regen eine eisige Lufr. Doch ist noch keinerlei Schaden zu befürchten, da die Baumknospen noch nicht r-eit genug ausgegangen sind. Für die sehr schön stehende Aintersrucht ist daS Aufhören der warmen Witterung geradezu tin Nutzen, weil andernfalls diefelbe zu mastig geworden wäre.

Darmst. Zrg.

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Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft.

SamStag den 4. April unb Sonntag den 5. April. Paffahsest.

7. Tag. Vorabend 680 Uhr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr

8. Tag. Vorabend 7« Uhr, Sonntag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, FestcsauSgang 7" Uhr.

Wochengottesdienst Morgens 6 Uhr, Abends 7« Uhr.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 4. April. Paffabfest. 7. Tag:

Vorabend 6» Uhr, Morgen» 8 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Abends 7» Uhr.

Sonntag den 5. April. 8. Tag:

MorgengotteSdienst 8 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Festes -

auSgang 7" Uhr.

Während der Sommermonate beginnt der Morgen- gotteSdtevst am Sabb^th um 8*/a Uhr.

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