Ausgabe 
2.4.1896 Zweites Blatt
 
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ist im Falle einer Gesetzesverletzung die Beschwerde bei dem BerwaltungSgerichtLhof zugelaffen. DaS Gesetz verpflichtet alle beim BeranlaguogSgeschäft Betheiligten zur strengen Geheimhaltung. Wissentlich falsche Declarationen stad mit Geldstrafen im achtfachen Betrage der ©teuer bedroht. Mit Geldstrafen bis zu 100 Mark kann ein Steuerpflichtiger belegt werden, der aus Nachlässigkeit eine Steuererklärung unterläßt. Daneben besteht die Berpfltchtuug zur Nach« zahlung des hinterzogenen Steuerbetrags mit fünfjähriger Verjährungsfrist. Die Verfolgung der Steuerhinterziehungeu verjährt in drei, die Strafvollstreckung in zwei Jahren. Eine Umwandlung der Geld- in Freiheitsstrafen findet nicht statt.

Für die 2. Abtheilun g bleibt der bisherige Klafft. ficationStarif (10 Klaffen, Einkommen von 500 bis 2600 Mk., Steuercapitalten 25 bis 250 Mk.) bestehen. Die Einschätzung erfolgt durch örtliche Commissionen für jede Gemeinde (Bor- sitzender der Steuercommiffär- der Bürgermeister, die übrigen Mitglieder von der Gemeinde gewählt) ohne lästiges Eindringen in die Berhältniffe. Heber Reklamationen entscheidet die BeranlaguogScommisfion. Für die 1. Abteilung hiergegen ist RecurS an das Finanzministerium zulässig. Innerhalb des Steuerjahres kann die Steuer bei Verminderung des Ein­kommens um mehr als den 4. Thetl durch Verlust einzelner Einnahmequellen ermäßigt werden. Frkf. Ztg.

-e. Neu - Ulrichstein , 1. April. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro März 1896. Ende März 1896 find in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 74 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 17; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Staffel 11, Regierungsbezirk Wiesbaden 6, Provinz Rhein- lande 6, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 1, Pro­vinz Sachsen 2, Provinz Schlesien 4, Provinz Posen 4, Pro- vinz Pommern 1; Königreich Bayern 3, Königreich Sachsen 3; Großherzogthum Baden 1; Thüringische Staaten 6; Herzog- thum Braunschweig 1, Herzogthum Anhalt 2, Freie Stadt Bremen 1; Ausland: Oesterreich-Böhmen 1, Schweiz 1, Rußland 1. Hiervon waren: Arbeiter 43, Anstreicher 1, Analytiker 1, Bäcker 5, Barbier 1, Buchbinder 1, Dach­decker 1, Drahtzieher 1, Fleischer 1, Gärtner 1, Kaufleute 1, Klempner 1, Küfer 1, Kürschner und Kappenmacher 2, Loh­gerber 1, Maurer 3, Messerschmied 1, Oeconomen 1, Schneider 2, Schaufelmacher 1, Schuhmacher 2, Tapezierer 1, Töpfer 1. Gearbeitet wurde an 2231 Tagen. Im Monat März 1896 wurden entlasten 29 Mann, und zwar in Arbeit durch die Colonie 3, in Arbeit durch eigenes Bemühen 1, auf eigenen Wunsch 22, wegen Arbeitsunfähigkeit 1, wegen Conlractbruchs 2. Seit Bestehen der Colonie sind auf­genommen worden im Ganzen 3032, dagegen abgegangen im Ganzen 2958 Mann, bleibt Bestand am 31. März 1896: 74 Mann.

Vermischte»

* 15. BerbaudSschießen in Mannheim. Die Vorarbeiten zu unserem Schützenfeste schreiten rasch vorwärts, mit dem Bau der Festhalle, Bierhalle, Gabentempel, Portal :c. wird bereits in nächster Woche begonnen werden, auch die Wein- Iteferungen und Uebernahme der Wtrthschaften find auSge- schrieben. Für den Garantiefond ergaben die bisherigen Zeichnungen sehr erfreuliche Resultate und ist noch große Betheiltgung zu erwarten. Die Schießbestimmungen wurden in letzter Woche unter Mitwirkung der auswärtigen Vertreter des Verbandes endgiltig festgestellt und die Schießordnung befindet sich bereits im Druck. Die Ausschmückung des Gabentempels scheint eine sehr reichhaltige zu werden, denn es sind von vielen Corporationen schon sehr werthvolle Ehren­gaben in Aussicht gestellt und für die Pistolenscheibe, die hier zum ersten Mal bei einem Verbandschießen in Function tritt, wurden in wenigen Tagen nur in kleinem Bekannten» kreise ca. 1000 Mark für Ehrengaben gezeichnet, ebenso für die Jagdscheibe ca. 700 Mark. Die verschiedenen ComuöS sind in voller Thätigkeit und ist alle Ausficht vorhanden, daß daS Fest ein großartiges, der Stadt Mannheim würdiges werden wird.

* Die gefammte Production an Aluminium betrug im Jahre 1895 doch nicht mehr wie 425 Tonnen oder dem Volumen nach 170 Cabikmeter die dem Werthe nach aller­dings ein Capital von etwa 1/2 Millionen Mark betragen. Die größten Aluminium-Werke sind zur Zeit jenes zu Neu- Hausen in der Schweiz und jenes an den Niagara-Fällen in Rord-Amerika; augenblicklich geht man jedoch nach einer Mit­theilung des Internationalen Patent Bureau Carl Fr. Neich eit, Berlin NW. 6, mit der Gründung einer neuen Fabrik in Norwegen um, wo nahe bei Haßlund die Kraft des SarpSfoS WasterfalleS zu diesem Zwecke benutzt werden soll. Die Hnternehmer des neuen Aluminium Werkes sind scandiuavische und deutsche Capitalisten.

* Die Anzahl der Lokomotiven ans der Erde. Weich' einen riesigen Aufschwung die Technik auch tu den VcrkehrSver- hältnisten genommen, beweist die Anzahl der Lokomotiven. Auf der ganzen Erde giebt über 100 000 Lokomotiven. Davon entfallen aus Europa über 60 000, aus Amerika 40 000, während Asien nur 3000, Australien 2000 und Afrika nicht mehr als 700 besitzt. In Europa finden sich die meisten Lokomotiven; in England nämlich 17 000 Stück, dann erst folgt Deutschland mit 15 000 und hierauf Frankreich mit 11 000 Siück. Weit im Hintertreffen kommt Oesterreich- Ungarn mit nur 5000, dann Italien mit 4000, Rußland mit 3500, Belgien trotz seines geringen Flächeninhaltes mit 2000 Lokomotiven. Daß ausgedehnte Königreich Spanien besitzt dagegen nur 100 Lokomotiven, und es wird damit zugleich schlagend bewiesen, wie weit Spanien in der Eultur zurückgeblieben ist.

Fahrräder, die -nm Kleid -affen. DaS Neueste find | in England Fahrräder, die so bemalt sind, daß sie mit dem Kleid der Radlerin harmoniren! Bahnbrechend Hal hier die schöne Lady Warwick gewirkt: Ihr Sommerrad und Sommerradkleid sind von reinstem Weiß; ihre Herbst­farben find moosgrün und ihrSchlecht Wetter-Rad und -Kleid" find chocoladfarbig.

* Den Gipfel der Vereinsmeierei haben einige Düssel­dorfer erklommen; fie laden Alle, die den Namen Christian führen, zu einer Versammlung ein, die die Gründung eines Christian-VereiriS" zum Zweck haben soll.

Neues Wort. Erster Geschäftsreisender:WaS sagte denn der Ches des Hauses Mummerle, als Du ihm Offerte gemacht haft?" Zweiter Geschäftsreisender:Er sah mich bloß so hinauSwurfSvoll an!*

3m Coupo erster Klaffe. A. (zieht eine Cigarre an­dern Etut):Ist es gestattet?" B.:Bitte!" (A. zündet sich eine Cigarre an und raucht mit Behagen.) Eine Halde Stunde später. (D. zieht eine Cigarre aus dem Etui und will rauchen.) A. (nach demRauchverbot" weisend): Sehen Sie nicht, daß man her nicht rauchen dars?" B.:Aber Sie haben doch vorhin selbst . . A.:DaS

ist waS anderes! Ich habe mit Ihrer Erlaubniß geraucht, Sie aber besitzen die meinige nicht, ich verweigere sie Ihnen." (Tableau!)

Durch die Blume. Folgende originelle Localnotiz finden wir in derDt.-Kroner Zeitung": Schmetterlinge, Maikäfer, Frösche und dergleichen Frühlingsboten sind uns jetzt zur Genüge von aufmerksamen Freunden unserer Zeitung zugrsandt worden, so daß wir und unsere Leser vom Nahen deS Frühjahrs fest überzeugt sind und weiterer Zusendungen vonNovitäten" nicht mehr bedarf. Nun find wir neu­gierig darauf, wer von den vielen Lesern unseres Blattes bet der zu Ostern stattfindenden großen Schwein­schlachterei den Ansang macht und durch Zusendung diverser Würste und Schinken den Beweis liefert, daß er der Erste auf dem Plane in dieser Saison ist. Probatum est

Citaratur und Kauft

Die neue Behandlung von Krankheiten mit Organsäften ist der Titel eines Aufsatzes vonvr. C. KreuSner, den das neueüe (14.) Hest der bekannten illustrirten Halbmonats­schriftBom Fel» zum Meer" (Stuttgart, Union Deutsche Verlag«- gesellschaft, Preis des HefteS 75 Pf.) veröffentlicht. In einer außerordentlich klaren und verständlichen Weise führt der Autor dem Leser die eigenartigen Methoden derOrgansasttherapie" vor, die der Bekämpfung und Heilung des KrcpfeS, der Rückenmarkschwindsucht, verschiedener Nerven- und Geisteskrankheiten, der Bleichsucht u. s. w. gewidmet sind. Da es sich hier um die neuesten Errungenschaften der Heilkunde handelt, wird der Aussatz gewiß mit orößtem Interesse gelesen werden. Der andere Inhalt le« HeftS bestätigt mit seinem reichlichen textlichen Inhalt und prachtvollem schwarzen und farbigen Btldcrschmuck von neuem in glänzender Weise den Ruf der Zeit­schrift, daS vornehmste Blatt deutscher Sprache zu sein. Unter den Bildern zieht die doppelseitige Darstelluna der Parlamentarischen ©oiree beim Reichskanzler wegen der trefflichen Porträtirr ng der dargestellten Parlamentarier und Minister die meiste Aufmerksamkeit auf sich; vortrefflich sind aber auch die farbige Darstellung deS Sicilianischen Historienmalers im Karrendter.st" und die mehr­farbige Karte der Südpolargegend. Ein Abonnement auf das treffliche Blatt können wir unseren Lesern auf das wärmste empfehlen.

LandwitthschaMche Minke und Kaihschläge.

A NuS vberhesten, Ende März 1896.

Laudwirihschafttiche Rück-, Um» und Vorschau.

(Fortsetzung.)

Es wurde bereits daraus htngewtesen, daß gegen das Un­geziefer ein allgemeiner Kampf eröffnet werden müßte, weil es in diesem milden Winter gut durchgekommen fein würde. Ein ähnlicher Kampf ist gegen die Pilze «uv Sporen im Getreide, in erster Linie irn Saatgetreide, zu führen.

Die Zeit der Frühiahrsaaten steht vor der Thüre. Jeder Bauer kennt das alte Sprichwort: Gut gesät, ist halb geerntet. Diese« gut gesät" bezieht sich aber nicht bloß auf einen wohlzubereiteten Acker, der die Saat aufnehmen soll, nicht Klos auf gute- Wetter beim Säen, fondern ganz besonders auf eine ausgezeichnete Saatfrucht. Darin hat man seit 20 Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Mit Hülse der T'teure, Auslesemaschinen und Sortireinrichtungen vermag man ein treffliches Saatgut herzurtchten. Damit meint der gewöhn­liche Bauer schon genug, mindestens aber schon sehr viel getban zu haben. Er hat aber noch nicht mit den Sporen und Pilzen gerechnet, die sich im vergangenen Sommer auf der Gerste anfammeiten und die durch Trieure und Sortiimaschtnen nicht hinweggeblasen werden können.

Untersuchungen und Beobachtungen haben gezeigt, daß die Gerste, welche zur Aussaat dienen soll und Spuren von Brandsporen zeigt, gerade so mit Kupfervitriol oder auch mit warmem Wasser behandelt werden soll, wie der Saalwetzen, widrigenfalls empfind­licher (neulich schrieb Jemandempfindsamer") Schaden zu be­fürchten ist.

Die Behandlung der Saatgerste mit Kupfervitriol will nun unseren Bauern wieder durch»us nicht in die Köpfe. Man braucht das nicht! sagen sie hartnäckig; der Aeltervrter hat? auch nicht so gemacht, daS sind unnütze Neuerungen. Daß der Aeltervater kein electrtsches Licht, keine Buttermaschinen, feine eisernen Schiffe, keine Röntg'nstrablen hatte, vergeffen solche eigensinnige Köpfe ganz und gar. Sie dürften darum eigentlich auch keine Dreschmafchine benutzen, nicht mit der Eisenbahn fahren und keine Telegramme lesen oder aufgeben, denn der Altervatcr hatte diese Ding- auch nicht gehabt. Daß es aber unnütze Neuerungen wären, dürste doch der hartgesottenste Starrkopf nicht mehr behaupten wollen.

So wie wir mit diesen Ausführungen einen Dorblick in die Zukunft thatcn, möchten wir e4 mit einem ar deren ungemein wichtigen Gegenstände auch machen, nämlich mit der richtigen Verwerthung deS Cbfk«.

Dadurch, daß eine Obstverwerthungszenoffenschaft gegründet wurde, ist schon ein großer Schritt vorwärts gethan. Die Segnungen dieieS Schrittes kommen indessen denjenigen Ortschaften, Höfen und Gütern zu gute, die an Eisenbahnen ober doch nahe dabei liegen. Ortschaften, die drei btS vier Stunden von der Bahn entfernt find, vermögen ihren Obstiegen in frischem Zustande nur jum Theile richtig zu verwerthen. Für diese Ortschaften handelt es sich um Verwerthung deS Obstes in anderer Form, in erster Linie um da« Trocknen deS Ödste«, wodurch die Transportkosten ganz wesentlich vermindert werden.

Seit einer Reihe von Jahren erheben wir unsere Stimme an dieser St-lle und weisen darauf hin, daß unsere vdsttrocknung», apparate aber ganz und gar nicht« werth sind. Die Früchte pflegen in der "Nähe der Feuerung zu verbrennen, in der Entfernung vom Feuer zu erfrieren. Da« Aroma de« Obste« gebt dadurch völlig verloren und da« äußere Anfehen er ft recht Man will aber heut- zu'age richt blo« etwa« wohlschmeckende«, sondern zugleich etwa« dem

Hage nachhaltige« haben. Wer mag einen trüben, molkigen Wem trinken, selbst wenn er noch so gut ist. Wenn man Herz und Mund tbul leben, muß das Auge auch waS Haden, sagt etn befennie« Derschen, in welchem man da« Hage nur mit der Rase zu v-r: tauschen braucht, am die Strophe auch für den Schnupfer annehradar herzurichten.

Derartige Lbsttrocknungsapparate müffen also beschafft Derben damit unS bte Amerikaner, die wahre Moster in solchen £ln;ta sind, endlich Ruhe im eigenen Lande lassen und un« nicht linj« beschämen.

Die Apparate kosten Geld und da« ist bekanntlich bei Wenigste bei un«. Um zum Ziele zu gelangen, holen wir uns bm Hrbel herbei, mit dem wir die schweren Lasten der Neuzeit bitte können, das Genossenschaftswesen, denn Einigkeit macht stark, tu bereits wiederholt ausgeführt wurde. Sparkaffen, Erebilverrtm, Eonsumvereine und last not least, lagt König Lear hinsichtlich seiner jüngsten Tochter die Gemeindekoffm können sich aufriffta um solche nützliche Apparate herbetzubringen. ES find schon siä schwierigere Dinge gemacht worden, als die hier in Betracht kommend« Wir werden nicht ruhen, immer wieder darauf zur ückzukommen. Ci wir dieses Jahr ein Obstjahr bekommen, ist sehr zweifelhaft. bat aber nichts zu sagen. Gut Ding will Weile haben. Man leg; Obstbäame, obgleich man erst in vielen Jahren Früchte haben ohb. So müffen wir fortwährend daran arbeiten, daß endlich brauchen AbtrocknungSapparate tnS Land kommen, selbst wenn es noch «Uiche hundert Male geschrieben, gedruckt und gesagt werden muß.

Recht mißmuthtg wird der Schreiber dieser Zeilen manchw.< roenn er sieht, wie träge und indolent mancher Bauer immer nach ist, sobald er Mitwirken soll, ehu gemeinschaftliche Gefahr a> zuwettde«. Es sei hier auf die seil Wochen wieder herumschlei-end< Maul- und Klauenseuche btagerokfen. Diehmärkte können nta: stattfinden, Handel und Wandel sind gelähmt. Don Seite» bc Behörden wird Alle« gethan, um Herr über daS Ucbel zu werb« Ein einziger leichtsinniger Viehbesitzer kann die ©<u(6e ftunbena>ni verschleppen, obgleich <8 ihm ein Leichte« gewesen wäre, die 8r schleppung zu verhüten, sobald die nothwendigen DorsichtSmaßretzel nicht außer Acht gelassen worden wärm.

Tagegm muß man auch seine Stimme erheben. Wcsür tc uns die Vorsehung fünf gesunde Sinne, Verstand und Vernunft gegeben? Doch nicht dazu, daß wir fie rosten laffm oder « türkischem Fatalismus sagen: Wie Golt will, Allah wild e« fchn machen.

Bei dieser Gelegenheit kann erwähnt werden, daß die Preist für junge Schweine (Ferkel) angezogm haben. die Züchter korrma jetzt doch wieder auf ihre Kosten. Dagegen rathan wir entf^UNt ab, Zuchtsauen anzulegen. Der Markt in noch so mit Material überladen, daß sogen. Läufer und Springer immer noch schleck, bezahlt werden, und Sch'achtthiere stehm noch so tief im Preise au je. Darum ist es von manchen Metzgern auf dem Lande eine Ao« beuteret, wenn fie für daS Pfund Blut- ober Leberwurst 80 Pi» fordern, wie es in dieser Zeitung kürzlich berichtet wurde. ES mut doch Alle« so gewacht werdm, daß eS noch gehen und stehm tere und waS zuviel ist, zerreißt den Sack.

(Schluß folgt.)

Witterungsbericht vom 1, April.

Die Weiterlage hat sich seit gestern wenig geändert. Ein dürfte hoben Druckes zieht sich von den britischen Inseln über die Nords« und das südliche Scandinavien nach Nordrußland. Im äußerst» Nordwesten scheint eine Depression oorüberzuzieben, während glei* zeitig der Süden und Südosten deS Erdtbeils fortmäbrenb unter der Herrschaft niederen Druckes steht. Das Weiter ist in Südbeutschlmü anhaltend trübe und kühl mit zeitweisen Regen- und Schneefälle»

vorausstchtliche fBitUrtm# i

Trübe«, kühles Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.

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SanitätSrath Dr. vilst««er.

lieber Kinderernährung.

ES ist ein erfreuliche« Zeichen der Zeit, daß auch Me griic Maffe de« Volkes neben den besser siiuirtrn Ständen stetig wachsendes Interesse an der Nahrungsmittel Kunde zeigt und bei der SuSwadi der täglichen Speisen mehr und mehr auf den Nährwerlb und d«e Zuträglichkeit der NabrungSmittel Rückfichi nimmt. Daß aber « dieser Beziehung noch Vieles zu wünschen übrig bleibt, beweist u » leider schon die große SterblichkeitSz'ffer der Säuglinge, bte iu einem guten Theile auf die Unkenntniß einer rationellen JHnjc* ernährung zurückzuführen ist Jn«besondere kann man sich viel'-- roch nicht der schädlichen Sitte entwöhnen, dem jungen Erdendurßn a « Ersatz für mangelnde Muttermilch Brei ober Uleblfuppm I verabreichen, deren unverdaulicher Stärkemehlgehalt für den Säuotmz v:n den schädlichsten Folgen begleitet sein kann und leider »un? begleitet ist. Will man dem Kinde im zarteren Alter stärtwed-' ballige Zusütterung reichen, so muß sie dextrinisirt (b. P P wiffermaßen einer künstlichen Borverdauung unterzogen sein) wie».r das rühmlich» bekannte Hohenlohe'sche Hafermehl es bi«ju» möglichsten Grade ist. Gerade diese« präparkte Hafermehl au« rn bet Gerabronn errichteten Hohenlohe'schen Präservenfabrik, da« n» u. A. auch der Empfehlung von medicinifcher.Seite erfreut, in jenen Müttern nur zu empfehlen, denen da« Wohlbefiodm Gedeihen ihrer Lieblinge am Herzen liegt

Der bekannte SanitätSrath Htrr Dr. Bilfinger hrkbt b» z. B. über Hohenlohe'fche« Hafermehl al« Zusatz zur Kuhmtl-l Kinder wie folgt au«: nua

fluf Ihre Anfrage, ob auch ich für Ihr kleine« Kind, ka, vu- entwöhnt werden soll, Ihnen da« viel genannte Hatermehl emp eP» könne, lhei'e ich Ihnen mit, daß ich da« Hafermobl weaen günstigen Einflüsse« auf Knochen- und Blulbildung vieliaS meiner Praxi« hcchschätzen gelernt habe und daß auch»ich JP» dasselbe al« ganz zweckmäßig empfehlen kann. Namentlich W * da« Hohenlohe'sche Hafermehl au« der Hohenloh: leben PrS'er»^ fabrll in Gerabronn, von deren hygimisch tadellosem Betrieb u» ® * durch meine Einsichtnahme überzeugt habe, al« ganz besonoerv t

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