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1.11.1896 Erstes Blatt
 
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Bekanntmachung,

betreffend: die Einrichtung eines Arbeitsnachweises für die Provinzial»

Hauptstadt Gießen.

Der auf Grund der Bestimmungen des Ortsstatuts d. d. 5. Sep­tember a. c. eingericktete Arbeitsnachweis tritt mit dem 1. No­vember a. c. in Wirksamkeit. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Ar­beitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen und zwar überall beiderlei Geschlechts) Arbeit unentgeltlich zu Vermitteln.

Der Arbeitsnachweis befindet sich im Bürgermeiftereigebäude, Zimmer Nr. 14, und ist an den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 Uhr geöffnet.

Die Führung der Geschäfte des Arbeitsnachweises ist dem Bürger- meistereigehülfen Na« übertragen.

Die Arbeusvermittelung geschieht mittels Listen, welche nach Bedarf hinsichtlich der Berufsartm gesondert und für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Dienstboten und Lehrlinge je getrennt geführt werden. Die Eintragung der Gesuche erfolgt auf Grund von schriftlichen und mündlichen, auch telepdonischen Anzeigen; erstere find auf entsprechende« Formularen, welche auf Großh. Bürgermeisterei Zimmer Nr. 14 und an anderen demnächst noch bekannt zu ge­benden Stelle« in der Stadt unentgeltlich verabfolgt werden, eiuzureichcu.

Besonders zu beachten ist, daß Arbeitgeber und Arbeit­nehmer, welche den Arbeitsnachweis in Anspruch nehmen, verpflichtet find, sofort demselben unter Bezugnahme auf den Tag der Anfrage Kenntniß zu geben, sobald sie, sei es durch den Arbeitsnachweis, sei eS ohne denselben, die erforderten Arbeitskräfte oder die gesuchte Arbeit erlangen. Auf den Karlen, mittels derer vom Nachweis den Arbeitgebern Arbeiter zugewiesen werden, ist ein Vordruck enthalten welcher entsprechend auS- zufüllen und dem Arbeitsnachweis alsbald zuzustellen ist.

Gesuche, welche nicht binnen 14 Tagen erledigt, zurück­gezogen oder erneuert sind, gelten als erloschen.

Der Beamte des Arbeitsnachweises ist verpflichtet, über Fragen der Gewerbeordnung, der Kranken-, Unfall, Jnvalituläts- und AlterSverficher- ung, sowie anderer soc Apolitischen Gesetze auf Anfrage unentgeltlich Auskunft zu ertheilen,' oder nöthigenfalls die Nachfragenden an die zu­ständigen Beamten Großh. Bürgermeisterei Gießen zu verweisen.

Beschwerden über die Geschäftsführung oder über den Beamten können in das in btr Geschästsstube aufliegende Beschwerdebuch eingetragen oder bei bm unterzeichneten Vocsitzenben der D putation für den ArbeitS Nachweis vorgebracht werden.

Die neugeschaffene Einrichtung kann nur dann den erwünschten Er­folg haben, wenn möglichst -alle Arbeitsgesuche und alle freien Arbeits­stellen dem Nachweis angemeldet werden, welcher nach der Reihenfolge bet Anmeldungen die letzteren zu erledigen suchen wird.

Da- Publ kum wird demgemäß ersucht, bei Bedarf von Arbeits­kräften aller Art die Dienste des Arbeitsnachweises in Anspruch zu nehmen.

Gießen, den 31. October 1896.

Die Deputation für den städtischen Arbeitsnachweis:

9716 Wolff, Beigeordneter.

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aus den Freiherr!.v. Rabenan'schen Waldungen.

Nachverzeichnetes im Winter 96/97 zur Fällung bestimmtes Bau- und Nutzholz soll aus dem Submissions- wege verkauft werden:

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2. 200 Bauholz,

3. ,, Buchen: 300 Schnittholz

(meist über 40 cm m. Durchm.), glaltschastig,

4. Stämme Kiefern: 200 fm Bauholz,

6. Grubenholz: Eichen 20 fm,

6. Kiefern 50

7. Fichten 50

Das Holz lagert ca. 2 bis 5 km von der nächsten Station der Bahn streckeLondors-Grüi berg(Oberheffische Eisenbahn). Angebote sind bis zum 10. November l. Js., Vormittags 10 Uhr, verschlossen und nut ent­sprechender Aufichnft versehen bei unterzeichneter St-.lle einzureichen.

Papiermühle, 29. October 1896. Freiherrliche Oberförstern Rabenau.

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Jeder Verstoß gegen diese unter uns verein­barte Bedingung wird auf's Empfindlichste bestraft.

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