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Monate» nnb die bisher so rundlich fetten ehemaligen .Mühlsteinmäuse" fielen bei derEhlinderkost" zusehend- ab. Jedes amtliche Verfahren, dar Anspruch auf Gültigkeit und Rechtskräftigkeit machen will, muß selbstverständlich mit einer Kostenberechnung abschlteßen. Tine solche wurde auch hier vorgenommen, wobei eS sich herauSstellte, daß jedeDienst- »aus* nut den 86. Theil der Unterhaltungskosten einer Dienstkatze" verursacht. MenschlicheSachverständige* in Mehlangelegenheiten wären entschieden weit theurer zu stehen gekommen i ,

6tne metlnitbige Zahl. 'In ttot" heute kaum noch aufzutreibendeu, englischen Büchlein »onort cute in arithmetic and enrios calculation wird eine ganz merkwürdige Zahl erwähnt, gewtsiermaßen eine Phönixzahl, denn wie der wunderbare Bogel Phönix auö der Asche immer wieder ersteht, so kommt diese Zahl auS allen Multiplica- tionSoPerationen, die man mit ihr vornimmt, immer wieder zum Vorschein. Diese Zahl lautet: 526,315,789,473,684,210. Mau multiplicire mit 2 und erhält: 1,052,631,578,947,368,420. Die letzte 10 der ursprünglichen Zahl hat sich nur nach vorn gestellt. Man multiplicire mit 3 und man erhält die Zahl wieder, nur in anderer Gruppiruug, eS folgt hinter der kleinen Gruppe 15 die große Z fferngruppe 789,473,684,210 und bann die Gruppe 5263. Zum Schlusie selbstverständlich noch eine 0. Mit 5 multiplicirt, erhält man die ganze Zahl wieder, nur steht die erste 5 als letzte Ziffer. Mit irgend einer andern Ziffer mult'^licirt z. B. mit 7, bekommt man auch die Gruppe 3,684,210, dann die Gruppe 52,631,578,947 mit der 0 zum Schluffe. Dasselbe Resultat bei der Multi­plikation mit zweistelligen Zahlen. Z. B. mit 24: nach einer 1 folgt die Zahl 26,315,789,473,684,210 und dann noch eine 4 und eine 0 und die aus der Gruppe herausfaltende 1 und 4 ergeben in der Addition die zur vollständigen Zahl noch fehlende 5. Auch bei der Multiplication mit drei» und mehrstelligen Zahlen kehrt die geheimnißvolle Zahl immer wieder, und zwar so, daß die kleine Zahlengruppe, die an der vollständigen ursprünglichen Zahl etwa fehlt, sich durch Addition der von dieser abweichenden Zahlengruppen ergibt. Z. B. wenn man die Zahl mit 9753 multiplicirt, erhält mau die ursprüngliche Zahl in der großen Gruppe 315,789,473,684,210; vor dieser steht bann noch die Zahl 513 nnb hinter ihr die Zahl 013; die Adbition bieser beiben 513+013 ergibt aber die zur vollständigen Zahl noch fehlende Gruppe 526. Multiplicirt man mit der umgekehrten Zahl 3579, so tritt die letzte Eigenthümlichkeit noch auf* fälliger hervor. Man erhält als Resultat erst eine zunächst ganz unmotivirt erscheinende 188, dann folgen die beiden großen Gruppen 3,684,210 und 52,631,578 and der ursprünglichen Zahlenreihe, zum Schluß wieder eine völlig unmotivirt erscheinende Zahl, nämlich 758, und die selbstverständliche Endnull. Man addtre aber die 188 zur 758 und man erhält die dritte, zur vollständigen ursprünglichen Zahlenreihe noch fehlende Gruppe 947. UedrtgenS hat die Ziffer noch weitere Eigenthümlichkeiten. Wenn man von der ans 9 Ziffern bestehenden ersten Hälfte der achtzehnstelligen Zahl die zweite Hälfte abzieht, so erhält man als Resultat wieder die erste Hälfte; und umgekehrt erhält man die zweite Hälfte als Resultat der Subtraction dec ersten von der zweiten. Zählt man aber die erste mit der zweiten Hälfte zusammen, so gibtS lauter Rennen, eine Zahl, die aus 9 Neunen besteht. Wenn man die Zahl um* kehrt, so daß die Schlußnull voran und die Anfangsfünf an der letzten Stelle steht und man zählt diese umgekehrte

Zahl zu der ursprünglichen zu, so erhält man eine Zahl, deren zweite Hälfte mit einer einzigen kleinen Abweichung (die sich aber wieder in eine bestimmte Beziehung bringen läßt) das genaue Spiegelbild der ersten Hälfte ist, und auch diese beiden Hälften abbitt, liefern lauter Neunen. Auch sonst spielt bte Neun eine Rolle bei ber merkwürbigen Zahl; wenn man bie achtzehn Ziffern, auS denen sie besteht, zu­sammenzählt, erhält man bie Summe 81, baS ist 9 mal 9. Wir haben noch die Zahl mit sich selbst multiplicirt unb er* hielten eine 36stellige Zahl, bie mit ber ursprünglichen gar nichts gemein zu haben schien. Denn sie lautete:

277.008,310,249,307,478,670,360,110,803.324,100.

Als wir sie aber in ihre beiben Hälften abtheilten unb biese abbiiten, erschien als Summe wieder bie geheimnißvolle Reihe, nur baß voran bie Gruppe 9,473,684,210 staub unb bann erst bie andere Gruppe 52,631,578 folgte. Also auch bei bieser umfangreichen Operation erwies sie sich all bie Phöuixzahl. 03

Bekanntlich ist jetzt eine größere Zahl Thüringer Plätze mit Berlin telephonisch verbunden. AuS diesem Anlaß plau­dert Über ein erstes Gespräch mit der Hauptstadt dieGreizer Ztg." wie folgt: ES war am 17. d. M., Mittags 1 Uhr, die Familie eines Fernsprechtheilnehmers in Greiz faß eben beim MittagSeffen, und eS herrschte jene bekannte, nur vom Tellergeraffel und Meffer* unb Gabelgeklirr unterbrochene Stille, bie sich währenb bes Speisens stets einfindet, wenn's gut schmeckt. Plötzlich raffelt baS Telephon.Natürlich, ber Plapper-Klapperkasten kann nie Ruhe geben," sagt seuf* zenb ber unverheirathete Sohn unb begiebt sich an bas in einem Nebenzimmer angebrachte Telephon.Hier X, wer dort."Hier Amt. Ach Herr X, wollen Sie uns einmal einen Gefallen thun unb mit Berlin sprechen, bie Leitung soll erprobt werden."Wenn'S nichts kostet, gern, unb wenn auch mein Essen kalt wirb."Also, wir verbinben Sie mit Berlin."Hier Fernsprechamt Berlin," tönt eS leise aus ben beiden krampfhaft an die Ohren gebrückten Höhrrohren.Freut mich sehr, hier X in Greiz."Sehr angenehm, Herr X, bitte verstehen Sie mich?"Vorzüglich, mein Fräulein (in Berlin bebienen Damen bas Telephon), ich verstehe Sie so gut, baß ich mir ordentlich vorstellen kann, wie Sie auösehen. Schade, daß ich schon verlobt bin". Na warten Sie, das sage ich Ihrer Braut."DaS könnten Sie, sie wohnt in Berlin, wollen Sie mich mit ihr ver­binden!"Das kann doch nur der Standesbeamte und der Pastor."Sehr geistreich, mein Fräulein, ober ich meine, mit dem Apparate des Vaters meiner Braut, Amt 1, Nr. so und so viel, ich möchte doch das Probegespräch auSnützen." Schön, bitte rufen."Hier Y, wer dort."Hier X! Schwiegervater find Sie's, bitte rufen Sie doch meine Braut an's Telephon."Ja, wo stecken Sie denn eigentlich, find Sie in Berlin?"Nein, ich bin telephonisches Probeobject in Greiz, die Leitung wird nächster Tage dem öffentlichen Verkehr übergeben."Verstehen kann man ja sehr gut, wenn das immer so geht doch da kommt meine Tochter." Liebster, Du bist am Telephon?"Ja, Schatz, ober nicht so zärtlich, man hört unser« Gespräch vielleicht auf dem Amte zu."Ich muß Sie jetzt trennen," ruft bie Berliner Telephondame.Aber Fräulein," antwortete X,wir find ja noch gar nicht verbunden."Für's Leben noch nicht, wenigstens doch durchs Telephon, aber die Telephon-Verbin­dung muß ich jetzt lösen." Damit war das Probegespräch von Greiz nach Berlin zum größten Bedauern des Bräuti­gams und der Braut zu Ende.

Daß Berdienstkeeoz. In einem Orte beS Großherzog' thumS Baden erhielt ein Herr, ber mit bem Verdienstkreuz ausgezeichnet wurde, folgende jedenfalls vom Neid bictirte anonyme Zuschrift:

Wie Christus trug baS große Kreuz,

So trag auch Du bat kleine:

Er trug es ja ganz unverdient,

So wie auch Du daS Deine."

Citcratnr unb Kauft

Einen ganz ungewöhnlichen Erfolg hat fortgesetzt der B. v. Sultner'sche Roman »Die Waffe« «iederl* Nicht nur hier in Deutschland, wo vor Kurzem bie vierzehnte Auflage er­schienen ist, sondern auch im Auslande. Z. B. sind von der billigen englischen Ausgabe innerhalb weniger Monate eine viertel Million Exemplare verkauft worden. Es find bis jetzt gegen dreißig lieber« setzungen de« Werkes im AuSlande erschienen. Der deutscher Ver­leger (E. Pierson's Verlag in Dresden) gibt demnächst auch eine Volksausgabe zum Preise von 2 Mark heraus.

Spidplai Irr wtrthd|tea FroOftrtre AMheUrr.

CftrnfrAtt*.

Dienstag den 1. September: Freischütz. Mittwoch den 2. September: Lohengrin. Donnerstag den 3. September: Rheingold. Freitag den 4. September: Fledermaus. SamStag den 5. September: Die Jüdin. Sonntag den 6. September: Hänsel und Gretel. Montag den 7. September: Fliegende Holländer.

Scha«kpiesha«s»

Dienstag den 1. September: Der Roman eines armen jungen Mannes. Mittwoch ben 2. September: Feenhände. Donnerstag den 3. September. Doctor Klaus. Freitag den 4. September: Romeo und Julia. SamStag den 5. September: Bürgerlich und Romantisch. Frankfurt in Feindesland. Sonntag den 6. September: Faust. Montag den 7. September: Bürgerlich und Romantisch. Durch den Kaufmännischen Verein. _______________

nerfebr, taub« unb Vott-wirthschaft,

Gründer«, 29. August. Fruchtpreise, gehen X 14,08, Korn X 13,62, Gerste X 13,00, Laser X 12,60, '®rtfen -* 00.00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0.00, Samen X 00,00.

WitteruugSbericht vom 30. August.

Im Nordwesten des ErdtheilS liegt ein neues, tiefes Minimum, welches über den britischen Inseln lebhafte, stellenweise stürmische Winde verursacht. Das Minimum im Süden hat an Umfang gewonnen und war dessen (Zentrum am Morgen über der Adria zu erkennen. Diese beiden Gebiete niederen Druckes trennt ein bretter Rücken hohen Barometerstandes, der von Südwesten in nordöstlicher Richtung durch Central-Europa in das Innere von Rußland verlauft. Innerhalb desselben ist vielenorts Aufklärung eingetreten, inbtffen geben noch kleinere Unregelmäßigkeiten stellenweise zu wolkigem Wetter Veranlassung. Speciell das Alpengebiet wirb noch von dem niederen Drucke im ©üben beeinflußt unb war daselbst heute Morgen der Himmel meist bedeckt.

Boika«AfichUiSr Witter««« r

Fortdauer de8 bestehenden Witterungs-Characters

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reauumr gemeffen am 31.August, Mittags zwischen 11 und 12Uhr»

Wasser 12'/,, Luft 15°.

RÜbfamen'sche Badeanstalt.

Former, Kesselschmiede rc., überhaupt alle Ar- beiter, die viel Arbeitszeug verschmutzen muffen, seien aufLahn** Wasch-Gxtraet* D. R.P. 82424 aufmerksam gemacht, welcher den Schmutz leicht entfernt und habet die Wäsche schont. Wenn Sie Luhn's Wasch-Ettract gebrauchen, halten Ihre ArbeitSkletder bedeutend länger. 138

am Schild.

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Elberfelder Zabriblager.

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Otto.

Bor«, Gerichtsvollzieher.

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Auf dem Markte, nächsten Mitt­woch: Hemdeu-Flauelle, billig, 3 Meter 1 Mk.; sonstige Artikel ebenfalls billig. Stand kenntlich

Mittwoch den 2. Septbr. l. I.,

Nachmittags 2 Uhr,

werben im Bieter'schen Saale Neu­stadt 55 zwangsweise versteigert:

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Geitzler, Gr. Gerichtsvollzieher.

4 Wochen schriftlich hierher wenden.

Gießen, den 31. August 1896. ,

Der Vorstand der israelitischen Religwnsgememde Gießen.

* N. Stamm. ___________

Gießen, den 29. August 1896.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen G naut h.

C. Röhr & Co.

Specialgeechäfi für

Rinderbetten u.

Erstlings- £ wasche. o>

Illußtr. Catal. grat. u. fco.

Faselochs.

Donnerstag den 3. Sep­tember l. I., Vormittags 10 Uhr, wird auf hiesiger Bürger­meisterei ein der hiesigen Gemeinde gehöriger, abgängiger Faselochse meistbietend versteigert.

Allendorf a Lda., 29. August 1896. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda.

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Täglich frische Milch

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Gg. Lampns II., SelterSwe«.

Obst-Versteigerung.

Das Frühobst von den städtischen Bäumen in dem ftüher v. Rabenau'fchen Garten an der Frankfurterstraße, am Krofdorfer Weg, am Steinbacher Weg, auf dem Lutherberg und im Lärchenwäldchen soll

Dienstag- den 1. September, Nachmittags 3 Ahr- an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der Frankfurterstraße, an der früher v. Rabenau'fchen Besitzung.

Aavöiner Dr. Levi-Stiftung.

Aus obiger Stiftung sind am 1. October d. Js. die Jahreszinsen pro 1895/96 mit Mk 89 , ,

zu einem Drittel an 2 Arme der israel. Religionsgemeinde Gießen, 2 arme Israeliten der Provinz Oberheffen, 2 christliche Arme der Stadt Gießen

zu vertheilen und wollen sich Bewerber um dieselben innerhalb nächster

Hertors Herrasse.

(Phil. Bob.) 7660

Jede« Dienstag und Freitag

frifie Waffeln-

Versteigerungen, t

Versteigerung.

Mittwoch den S. Sept. I. I, Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Mtard«rgerstraße 22 dahier gegen Baarzahlung:

1 Schreibtisch, 1 Spiegel, 1 Sopha, 2 schwere Wagen, 30 Fichtenstangen unb 25 dünne Eichenstämmchen.

Die Versteigerung findet be­stimmt statt.

________________________I- V.:__

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Aussteuer Militärdienst, Studium). «Parkaffe. Gezahlte

I&Ä95: 3E00 Mark BernÜge«: 85 Millionen M^k

Prospecte und nähere Auskunft bet Herrn Heinrich Hochrenther w

Gieße«, Düdanlage fi.___________--

Zur Reise-Saifsn

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HandkofEer und Handtaschen,

atofte Reis-k»ff«r und Schlietzkörbe, LiPPold's Patent.

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Die Lieferung von 3250 cbm Kies soll vergeben werben und ist hierfür öffentlicher Termin auf SamStag de« 12. Septemder, Vormittags 11 Uhr, in bem Amtszimmer ber Dienststelle ans beraumt. Portos unb bestellgelbfreie An­gebote wolle man mit entsprechenber Auf. schrift unb unter Beifügung von KieS- proben bis bahin an bte unterzeichnete Dienststelle einfenben, woselbst auch bte Lieferungsbebingungen eingesehen unb Angedotsformulare zum Preise von 50^ gekauft werben können. 7701

Marburg, ben 28. August 1896.

König!. Eisenbahn-BetriebSsJnspeciion-

Dachdeckerarbeit

Die Erneuerung des Kirchendachs dahier mit Schiefer ohne Verschalung soll auf Submission vergeben werden und können Offerten bis zum 7. Sep­tember l. I., Nachmittags 1 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei eingereicht werden, woselbst auch die Beding­ungen nebst Voranschlag bis dahin offen liegen.

Beuern, den 29. August 1896. Großherzogi. Bürgermeisterei Beuern.

DikFortsetzllugderSerstelgk- von Fenstern, gäben unb Thüren, lUUlJ sowie ein Bauplatz wirb Mittwoch de« 2. Sept., Nachm. 2 Uhr, stattfinben. 7751 Frau Hei« Steinstraße 73. ^^mpfbhlungen^^

Neues vorzügliches Sauerkraut empfiehtt 7461

C. Roth II., Aaüttzorstr. 5.

Neue Linsen

eingetroffen. 7542

Robert Stuhl, Neustadt 23.