Das Inventar hat 495 Gegenstände.
Die GenoffenschaftSversammlung trat einmal, und zwar am 22. December 1894, zusammen.
Der Vorstand hielt 13 Sitzungen. Bescheide wurden im ganzen 1829 ertheilt. Davon waren: 1) ablehnende 333, 2) erstmalige Feststellungen 625, 3) spätere Herabsetzung und Einstellung der Renten rc. 879. Gegen die Beschlüsse deS Vorstandes wurde in 261 Fällen Berufung an das SchtedS- gcricht verfolgt, welches in 60 Fallen der Berufung stattgab.
In 9 von diesen 60 Fällen rief der Genossenschaft»- Vorstand die Entscheidung deS LandesverstcherungsamteS an, welches in 7 Fällen zu Gunsten deS GenoffenschastsvorftandeS entschied. In 1 Fall wurde der RecurS seitens des Vorstandes zurückgezogen und in 1 Fall steht die Entscheidung noch aus.
In 18 weiteren Fällen wurde das LandeSverstcherungs- amt von den Verletzten angerufen. Hierbei wurde in 13 Fällen Seitens deS LandesverstcherungsamteS auf Zurückweisung des Recurses erkannt, in 4 Fällen dem Recurse stattgegeben- in 1 Fall steht die Entscheidung noch auS.
In 2 Fällen wurde RecurS an das ReichSversicherungS- amt verfolgt. In einem Falle wurde der RecurS zurück- gewtesen, in dem andren Falle fleht die Entscheidung noch auS.
Unfallentschädigungen wurden gewährt:
in
1889
in
51 Fällen
M
1890
u
146
H
H
1891
n
239
H
U
1892
n
453
U
H
1893
n
476
n
II
1894
n
624
ii
II
1895 voraussichtlich
n
750
H
Unfallentschädigungen wurden gezahlt:
in 1889
3,981 Mk.
98 Pf.
„ 1890
24,541 „
8 „
„ 1891
62,264 „
69 „
„ 1892
100,464 „
90 „
„ 1893
136,516 „
63 „
„ 1894
176,330 „
92 „
„ 1895
voraussichtlich 230,000 „
n
Die Versammlung genehmigte die Rechnung für 1894
und den Voranschlag für daS Jahr 1896. Zu Mitgliedern des neu zu wählenden Vorstandes wurden ernannt die Herren Beigeordneter Kalbhenn (Vilbel), Gutsbesitzer Joh. Lutz V. (Lengfeld), Gutsbesitzer Anton Schmitt II. (Bretzenheim) und Bürgermeister Trautmaun (Rimbach)- zu Ersatzmännern die Herren Gutsbesitzer Schlenke zu Hardthof bei Gießen und Oberforstmetster Krauß (Darmstadt). Ein von dem Vorstande vorgelegter Entwurf von UnfallverhütungSvorschriften wurde nach einer generellen Besprechung einer Commission überwiesen, welche denselben unter Hinzuziehung von Vertretern deS LandeSausschuffeS der landwirthschaftlichen Vereine und der landwirthschaftlichen Provinzialveretne eingehender Berathung unterziehen und der nächstjährigen Generalversammlung Vorlage machen soll.
Nachdem hierauf in einer Anzahl von Unfallsachen auf R greßnahme verzichtet worden war, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Darmst. Ztg.
Die Lage des Hebammenstandes!
In Folge der Bestimmung, daß alle Hebammen deS Gr oßherzogrhumS in etwa fünfjährigen Zwischenräumen einen Wiederholungs-Lehrgang besuchen sollen, wurden in den letzten vier Jahren — seit der Einführung dieses WiederholungS- Unterrichts — etwas über 400 Hebammen auS den Provinzen Rheinhessen und Starkenburg zu einer achttägigen Uebung nach Mainz einberufen.
Der Director der dortigen Hebammenschule, Medicinal- rath Dr. Krug, benutzte den Aufenthalt dieser Hebammen, um Erhebungen über die wirthschaftliche Lage deS Hebammenstandes zu machen, und kam zu dem Ergebniffe, daß daS Einkommen der Hebammen vielfach ein außerordentlich ge
ringes, ja geradezu ein klägliches ist. ES ergab sich nämlich auS den augeftellten Erhebungen, daß tu den beiden genannten Provinzen wohl keine Hebamme, wenn man von den begün- ftigterev der größeren Städte abfieht, ein jährliches Einkommen von mehr wie 500 Mk. hat, während fast die Ge- sammtheit der Hebammen sich mit kleinem, ja mit viel kleinerem Einkommen begnügen muß- denn von je 100 Hebammen, auS den ländlichen Bezirken, die kleinen Landstädtchen mit eingerechnet, habe« etwa 10 ein jährliches Einkommen bis zu 100 Mk., etwa 20 ein solches zwischen 100 und 150 Mk., etwa 27 ernten jährlich zwischen 150 und 200 Mk., 19 kommen auf 200 bis 250 Mk. und nicht ganz der vierte Theil der Landhebammen übersteigt bezüglich des Jahreseinkommens diesen Betrag, etwa 10 kommen auf 250 bis 300 Mk., 4 erfreuen sich eines Einkommens von 300 bis 350 Mk., 2 erreichen ein solches von 350 bis 400 Mk., 3 ein solches von 400 bis 450 Mk. und etwa 5 endlich bringen eS jährlich bis zu 500 Mk.
Die Ursachen dieser geradezu traurigen Lage deS Heb- ammenstandeS sind wohl verschiedene. Zunächst ist es zweifellos durch die stattgehabten Erhebungen festgeftellt, daß auch bet dem Hebammenstande eine Ueberfüllung vorhanden ist, daß mehr Frauen sich diesem Stande gewidmet haben, als dem Bedürfviffe entspricht, in Folge deffen ist vielfach der Geschäftskreis der einzelnen zu klein und dadurch ihr Verdienst ein unzulänglicher. Weiterhin ist aber auch als zweifellos festgestellt, daß die Hebammen für ihre oftmals mühevollen, jedenfalls aber immer verantwortungsvollen Dienstleistungen vielfach zu schlecht bezahlt werden- gar oft müffen sich Hebammen mit Bezahlungen begnügen, die die niedersten Sätze der Hebammentaxe, welche mit Rücksicht auf den unbemittelten Theil der Bevölkerung ohnehin schon sich 'in bescheidener Höhe bewegen, bei weitem nicht erreichen, ja nur die Hälfte, ein Drittel und selbst nur ein Viertel derselben betragen. — Endlich wurde durch die angestellten Erhebungen festgestellt, daß namentlich von Seiten der Gemeinden den Hebammen für ihre Thätigkeit bei den Gemeindearmen, wenn überhaupt, dann meistens nur ganz geringe Bezahlung zu Theil wird, einerlei ob die Gemeinde sich mit der Hebamme durch ein festes Jahresgehalt oder durch Bezahlung der Einzelletstung abfindet, in weitaus der größten Mehrzahl der Fälle ültspricht die Zahlung nicht den Anforderungen, welche man an die Dienstleistungen der Hebamme auf dem Gebiete der Armenpflege stellt. So trägt in manchem Orte ein einzelnes Mitglied der Gemeinde, die Hebamme, unbilligerwetse durch die gering oder selbst gar nicht bezahlten Hülfeletstungen bet ortSarmen Wöchnerinnen in vorwiegendem Maße die Lasten, zu deren Uebernahme eigentlich die Gesammtgemeinde gesetzlich verpflichtet ist.
Nach Erhebungen, welche von den KreiSgesundheitS- ämtern der Provinz Oberheffen gemacht find, ist die Lage der Hebammen unserer Provinz keine beffere.
* Eine für Feuerwehren intereffante außerordentliche Uebung wurde kürzlich Nachts von der Berliner Feuer- wehr auSgesührt. Zwei Dampsspritzenzüge der ersten Compagnie ließ der Branddirector GterSberg Morgens um 3 Uhr nach dem Rosenthaler Thore rufen. Bon dort wurde eine 2000 Meter lange Schlauchleitung nach der Gleimftraße durch die Schwedter Straße am Nordbahnhof entlang gelegt. Die Leitung, durch eine Dampsspritze gespeist, gab in dieser großen Entfernung einen Strahl, der auS einem Strahlrohr von 18 Millimeter Durchmeffer noch 6 Meter wett reichte. Außerdem wurde eine zweite Leitung vom Rosenthaler Thor im Norden nach der FriedrichSbrücke im Centrum gelegt, die ein noch günstigeres Ergebmß hatte.
• Grauenhaftes Elend wurde in Spandau anläßlich des Todes einer Wöchnerin in einer Familie aufgedeckt. Eine Arbeiterin der Munitionsfabrik hatte noch für ein Kind und ihre Mutter zu sorgen. Letztere ist eine dem Trünke
ergebene, halb dem Wahnsinn verfallene Person, die alle Augenblick wegen Erregung von Aergernrß von der Polizei eingesperrt werden muß. Die unglückliche, brustkranke Tochter mußte nicht allein für den Unterhalt die Mittel herbeischaffen, sondern auch daS Geld <ür den Branntwein, den die fDiutier verlangte. DaS unglückliche Geschöpf arbeitete fleißig, infolge der Entbehrungen flechte fie indeß immer mehr dahin. Bor einigen Tagen gab fie einem zweiten Kinde daS Lebender Mann, welcher ihr die Helrath versprochen, hatte fie herzlos im Stiche gelaffen. Während fie nun krank und elend darniederlag, entzog ihr die wahnfinnige Murrer daS Norhwendigste zur Nahrung- selbst Gaben, die von mitleidigen Leuten gebracht wurden, sogar Lebensrnittel, trug die Alte davon, um sich dafür mir Branntwein zu versorgen. Auf ihrem elenden Lager hauchte die Wöchnerin ihren Geist aus, während die betrunkene Mutter eben von einem Polizeibeamten auf der Straße aufgegriffen und eingesperrt wurde. Der Hinterbliebenen Kinder hat sich jetzt die fiiidtische Armenpflege angenommen.
* Dem von vielen Kindern geübten Unfug, an de» Kaiser zu schreiben und allerlei zu erbitten, scheint endlich entgegengetreten zu werden. So hatte ein lOjähriger Knabe in Lauenstein in Sachsen um eine Husarenuntsorm gebeten und dabei seine Photographie mit eingesandt. Darauf wurde ihm geantwortet: „Deine an Seine Majestät den Kaiser gerichtete Bitte kann nicht erfüllt werden, da keiner der kaiserlichen Prinzen eine Husarenuniform besitzt, die er Dir schenken könnte. Deine Photographie erhältst Du hier wieder zurück. Freiherr v. Lhncker, Major und erster Militärgouverneur."
♦ Vorgeschichtliche Schnellkocher. In der letzten Sitzung des Dürkheimer AlterthumSvereins legte Dr. Bischof etwa 25 am Fuße deS HalSbergeS bei Dürkheim (Rheinpfalz) in vorgeschichtlichen Kochgruben gefundene Thonklumpen vor. Sie find birnsörmig gestaltet, 8 bis 10 cm lang, gebrannt und innen hohl. Man hält diese Klumpen für einfache, aber sinnreiche Apparate der Vorzeitmenschen, um einzelne Lecker- biffelljschmackhaft zu kochen. Der Urmensch nahm einen Knollen vom nahen Thonlager, formte ihn zu einer rohen Hülle und legte den Leckerbiffen hinein, sodann daS Ganze in's Heerd- feuer. Nach einiger Zeit holte er den gebrannten Klumpen heraus, schlug die Spitz, ab und führte sich den Inhalt z« Gemüthe.
(heratnr rrrrd ICunft.
— „Deutscher Soldatenhort", illuürirte Zeitschrift für da» deutsche Heer und Volk. Herausgeber: Generai.Lteutenant z. D. H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Siegismund. Berlin Mauerstraße 68. VII. Jahrgang. Heft S erschien soeben und enthält: WethnachtSgruß. — Giganten und Zwerge. Roman von Otto Elster. (Forts.) — Christnacht in den Bergen. (Mit Abbild) — Allerlei Weihnachten. Von Divifions pfarrer Erich Schild. — Unsere Feldzeichen. Von General der In- fanterie z. D. v. Kretschman. — Spruch. — Die Sammlung des Krongardisten Klavper. Humoreske von Hermann Weger. — Zärtliche Freunde. (Mit Abbild.) — „Ein Caoallrtst selbst ohne Pferd, Ist manchmal dennoch etwas werth!" Von General Baron von Dincklage-Campe. — Aus den Dschungeln. Don Karl Rode. — Hertha-Buche und Friedrich Wilhelm IV. Im Ordonnanzdienft. (Mit Abb.) — Römische Ertnnerungstage. Von unserem tlalienischen Correspondenten. (Mit Abb.) — Vaterländische Gedenktage. — Plaudereien. — Splitter und Funken. — Räthsel. — Brieftasten. — Inserate. _____________
— Die Liebesbriefe Fritz Reuter» a« seine «teilt, welche aus dem Nachlaß der Witlwe deS Dichters in den Besitz der Deutschen Schillerstistung übergingen, werden in der,Garieuleube^ demnächst an die Oeffentlichkeit treten. Wie wir der Ankündigung des soeben beginnenden neuen Jahrgangs derselben entnehmen, ist der Inhalt dieser Briefe ein ttefergretsender und in der That darf man nach den wenigen Proben, welche s. Z. Adolf Wtlörandt aus diesen HerzenSergießungen des Dichters an seine spätere treue Lebens- amossin mttlheilen konnte, ihrer vollständigen Veröffentlichung mit hohen Erwartungen entgegensehen. Hat Fritz Reuter doch fein reiche» goldklares Gemüth, sein geheimstes Fühlen gegen Niemand so unmittelbar erschlossen, wie gegen sein mit innigster Zärtlichkeit geliebtes „Luifing". daS an dem Aufschwung seines Geiste» zum dichterischen Schaffen einen so starken Antheil gehabt hat.
Feuilleton.
In Paris.
Erzählung au8 dem KrtegSjahre 1870/71 von E. e. Falkenberg.
(1. Fortsetzung.)
„Wie viel Einwohner hat Berlin jetzt?"
„Fast eine Million."
„Also halb so viel wie Paris?"
„Allerdings."
„Aber Berlin macht immer noch einen kleinstädtischen Eindruck gegen die Perle von Frankreich, nicht wahr?"
„Sie irren. Berlin ist eine großartige Stadt ge« worden."
„Ah! Ich war seit acht Jahren nicht dort."
„Ja, da hat sich sehr, sehr viel verändert."
„So! —, Mein Compagnon, Herr Praille, ist leider noch immer verreist," fuhr Herr Eclair fort. „Darf ich Ihnen hier Ihren Mitarbeiter in unserem Geschäft, Monsieur Adolphe Rougimont, unseren Buchhalter, vorstellen? — Monsieur Trneft Robin, unser neuer Eorrespondent für Deutschland und England I"
Ein schmales, blaffeS Männchen mit dünnem röthlichem Haar und scharfer Brille blickte spöttisch auf und fragte Ernest:
„Sie sprechen auch englisch?"
„Zu dienen! Ich war drei Jahre io London!"
,»h!"
Er schwieg, Ernest Robin aber lächelte. ES war zu ersichtlich, daß der Buchhalter ihm die Stellung mißgönnte, vielleicht hatte er sich wohl gar selbst Hoffnungen darauf gemacht?
Da» war der Anfang Robin» in der neue« Stellung.
Herr Praille kehrte in einigen Tagen zurück. Er war ein zugeknöpfter Franzose von der Zehe bis zum Scheitel, dabei leidenschaftlicher Republikaner, wie der Buchhalter Monsieur Rougimont höhnisch Ernest Robin am Pult zuraunte. Mit Herrn Praille hatte daher Ernest Robin nur rein geschäftlichen Verkehr in peinlich strengen Formen. Doch hatte der junge Deutsche dafür bet seinem anderen Chef sehr viel Glück.
Monsieur Mair erwies sich nämlich als ein sehr freundlicher und wohlwollender Herr. Er lud Ernest Robin auch in sein HauS in der Straße Dupreil ein, worin ein sehr feiner Ton herrschte. Die Zierde des Hause» war in erster Linie die einzige Tochter deS Ehepaares Eclair, die siebzehnjährige Cöcile, ein schönes und sanftes Mädchen, kunstsinnig und feinfühlig, baß Ernest Robin, der mit ihr in der Musik shmpathifirte, die erste, reine Liebe entgegenbrachte. Die Eltern sahen daS Berhältniß zwischen den jungen Leuten er- stehen und — lächelten, öecile hatte eine Mitgift von hunderttausend Francs zu erwarten, und Ernest Robin, der Sohu eines Arztes in Berlin, war ebenfalls nicht 'unbemittelt. Wer dachte damals auch in den gebildeten Familien in Paris an Raffenhaß? Zudem galt Robin, weil seine Borfahren französischer Abkunft waren, gar nicht als Deutscher in der Familie Eclair. Seine Verlobung mit der Tochter de» Hause» schien daher eine Thatsache werden zu sollen.
Niemand sreute sich mehr darüber al» der alte Morin, der treue Diener der Familie Eclair. Einer aber haßte den jungen Deutschen, da» war der Buchhalter Monfieur Adolphe Rougimont, der selbst ein Auge auf die schöne CLcile und ihre Mitgift geworfen.
So standen die Dinge für Ernest Robin, al» drei Wochen I später der Funke in da» Pulverfaß fiel und die rasenden Pariser im fanatischen Taumel die Kriegserklärung Frank- reich» au Deutschland bejui
Monsieur Praille, der nebst Ernest Robin am Abend in der Rue Dupreil bet Eclair» weilte, meinte aber:
„Etwas Dümmeres als die Kriegserklärung an Preuße« hätte LouiS Napoleon nicht beginnen können. — Da» Ministerium Ollivier Gramont hat sein eigenes TodeSurtheil unterzeichnet."
„Waö soll während des Krieges auS dem Geschäft werden?" seufzte Eclair. „DaS gibt einen Rückschlag der schlimmsten Art."
Praille zuckte die Achseln und meinte:
„Arn besten ist da» ruhige Abwarten."
Arn folgenden Sonntag waren die Familie Eclair und Ernest Robin im Louvre.
Die Kriegserklärung war am Tage vorher veröffentlicht worden. Man nahm im Garten einen Platz ein und ließ sich Kaffee serviren- vielleicht hörte man hier etwas Reue» über die Folgen der Kriegserklärung.
Bald fand sich auch ein Mensch ein, welcher eine Depesche verla», nach welcher Deutschland durch die franzöfisä e Kriegserklärung bestürzt, vernichtet sein sollte, ja, der nord- deutsche Bunde»tag, so verkündete die Lügendepesche, wolle König Wilhelm zum Nachgeben zu bestimmen suchen.
„DaS find blödfinnige Lügen!" sagte Ernest Rodin leise und lachte.
Eine Menschenmenge wogte im Garten hin und hereinmal war eß Ernest, al» habe er in der Ferne Monsieur Rougimont gesehen. Er hatte sich nicht geirrt. In einer Laube, nahe dem Paare, saß der schurkische Buchhalter und horchte. Wenn Ernest ein verdächtige» Wort sagen würde, so würde der Buchhalter sicher den Angeber machen. Aber Ernest Rodin nahm sich in Acht.
(Fortsetzung folgt.)


