Heute noch bietet, erscheint dieser Versuch als ein wichtiger Beitrag In der Verarbeitung dieses, für die Zukunst so brauchbaren Metalles. Springs fand außerdem, daß auch andere Metalle, namentlich Platin, diese Etgenthümltchkett zeigen, speciell das letztere Metall verbindet sich unter demselben Druck und bei derselben Temperatur. Das Gelingen der Genration hängt selbstverständlich von der Sauberkeit ab, mit der die Flächen der Platten bearbeitet sind, denn nur bet dem vollkommenen Berühren der beiden Flächen kann eine Verbindung eintreten.
— velfarbenanstrich auf Gement. Auf frischem Gement- verputz verfällt der Oelfarbenanstrtch rasch der Zerstörung, die ^arbe verliert den Glanz, wird schmierig und läßt sich theilweise in Fetzen abheben. Man sucht diesen Uebelstand zu vermeiden, indem man mit dem Anstrich wachen-, selbst monatelang wartet, um dem Cement Zeit zum Austrocknen zu geben, oder man über: st leicht die Oberfläche mit Mineralsäuren, Eisenvttriollösung u. sw., um das auf die Farbe zerstörend etnwiikende freie Alkali des Eements zu binden. Diese Maßregeln erfüllen auch ihren Zweck, wo der Cement nicht von innen heraus wieder feucht wird. Ist das Letztere der Fall, so kann man auf dauernde Haltbarkeit der Oelsarbe überhaupt nicht rechnen und verwendet nach der „Bad. Gew. - Ztg." am besten Wasserglasfarben. Diesen Anstrich kann man ohne Nachthetl auch auf den ganz nassen Cement, der eben abgebunden hat, auftragen. Zur Herstellung streichfentger Farbe, die nicht gut im Dorrath aufbewahn werden kann, rührt man erst da« Farbpulver mit wenig Wasser an, sodann giebt man auf das dreifache Volumen mit Wasser verdünnte- Wasserglas des Handels von 33 Grad 23e. hinzu. Der Anstrich erhärtet nach einigen Tagen
so vollkommen, daß er nicht mehr mit der Hand abgerieben werden kann. Durch Ueberstreicken mit Wasterglaslösung kann man ihm etwas Glanz verleihen. Als Farbkörper dürfen nur kalkachte Farben verwendet werden
Verkehr, £an&» und Vokkrwirthfchaft.
Sietze«, 22. Juni. Marktbericht Sus Dem heutigen Vochenmarkt kostete: Butter pr Vfd. 0,80—0,95, Hühnereier pr. St. 5—6 2 St. CO 5. Enteneier pr. St. 6 H, Gänseeter pr. Si.
10—11 H, -rase pr. St. 5—8 4, rrüfeawt.e pr. St. 8 H, Erblen pr. Ater 15 4, Linsen vr. Ater 26 A. Tauben pr. Paar .* 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück A 0,90 bi- 1,20, Habner pr. Stück 1,00-1,30, Enten pr. St. A 1,80-2,00, Ochsevfleisch pr. Pfd. 72—76^, Kuh- u. Rindfleisch pr. Pfd. 66—68 Schweintfleisch pr. Pfd. 60—70 4/ Kalbfleisch pr. Pfd. 60—68 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60 -70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00-7,50 A, Weißkraut pr Stück —.— -A, Zwiebeln pr. Eenrner 9,00—10,00 A, Milch pr. Liter 16—20 4, Kirschen pr. Pfund 18-25 4
Witterungsbericht vom 21. Juni.
Der Luftdruck ist auf dem ganzen Gebiete und besonders von Südwesten her sehr stark gestiegen, sodaß die beiden Kerne hohen Druckes im Nordosttn Europas nur über Frankreich eine Intensität von mehr als 770 Mm. erreicht haben. Gleichzeitig bestehen jedoch auch heute DkpcessionSgebiete sowohl im Nordwesten Europas als auch im Süden und Südosten des Erdtbeils. In Süddeutschland wird das Wetter vorwiegend durch ein Theilmintmum beeinflußt,
welches über Böhmen und Schlesien liegt und mit der südöstlichen Luftströmung in Verbindung steht. Während daher in der Pfalz unter dem Einfluß des Maximums heiteres Wetter herrscht, hält tu Bayern das trübe Wetter an und sind zumal in den Alpen und im nördlichen Vorlande starke Niederschläge, theilweise von Gewittern begleitet, gefallen.
voraussichtliche Witterung t
Zunächst wieder besseres Wetter.
witterrrngOairsfichteil
em 22. Juni Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen In der Südanlage)
Thermometer: min. 4- 12° R., max. 4- 22° R. Hygrometer: Trocken.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemeffen am 22. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag«.
Wasser 18°, Luft 20° im Schatten.
Rübfamen'fche Bade- und Schwimmanstalt.
Bekanntmachung»
Das 2. Ziel Gemeindesteuer pro 1895/96 ist innerhalb acht Tagen bei Vermeidung des Bettreibungsverfahrens an die unterfertigte Stelle zu entrichten.
Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Gießen, den 22. Juni 1895. 5474
Stadtkaffe Gießen.
___________________________________Doepfer.__
Bekanntmachung.
Die diesjährige Kirschenernte von den städtischen Bäumen auf dem Trieb, im Lärchenwäldchen und am Lutherberg soll
Dienstag den 25. Juni, Nachmittags 6 Uhr an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 22. Juni 1895.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
5485 Gnauth.
Bekanntmachnng.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß die auf den 10. Juli, sowie 24. und 25. September d. I für Gießen festgesetzten Vieh- und Krämermärkte mit Rücksicht auf das zu dieser Zeit stattftndende Kreisturnfest und die landwirthschaftliche Ausstellung ausfallen, daß dagegen mit Genehmigung Großh. Kreisamts Gießen ein weiterer Vieh- und Krämermarkt am 9. Oktober d. I. dahier abgehalten wird.
Gießen, den 21. Juni 1895.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth.5484
Todes - Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unsere liebe Tochter, Schwester, Nichte, Schwägerin und Tante
Fräulein Auguste Hohmeier heute Nachmittag 3 Uhr sanft dem Herrn entschlafen ist.
Um stille Theilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Gießen, den 21. Juni 1895. [5473
Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. d. Mrs., Nachmittags 3 Ubr vom Sterbehause, Sonnenstr. 11 aus, statt.
Versteigerung.
Dienstag den 25. Juni l. I.,!
Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im »Adler* (Marktplatz 20) dahier gegen Baarzahlung:
1 Schwein, 1 vollst. Ladeneinrichtung, 1 Pianino, verschiedene Porzellan- und Glaswaaren, darunter 3Kaffeeservice, mehrere Gemälde, 1 Büchergestell, 1 Regulator und verschiedene Möbel-
Bor«,
5487_________________Gerichtsvollzieher.
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Heute Morgen 7*/, Uhr verschied nach langem Leiden unser lieber Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater
Heinrich Juümann, Calcuiator i. p.,
was wir Freunden und Bekannten tiefbetrübt mittheilen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ploch, Locomotivführer.
Gießen, den 21. Juni 1895.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 23 Juni, Nachmittags 51/2 Uhr vom Sterbehause, Frankfurterstr. 90 aus, statt. 5472
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