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Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Wahlprotokoll und die Abstimmungsliste von Donnerstag, 21. bis Samstag, 23. d. Mts. einschließlich, auf unserem Büreau zur Einsicht jedes Stimmberechtigten offen liegen und daß binnen dieser Frist Ein Wendungen gegen die Wahl und gegen die Gewählten, sowie gesetzlich zulässige Ablehnungen bei Meidung des Ausschluffes bei uns vorgebracht werden können.
Gießen, den 20. November 1895.
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. Bekanntmachung,
die Wahl der Mitglieder der Stadtverordneten - Versammlung betr.
Bei der am 16. d. Mts. vorgenommenen Wahl von elf Stadtverordneten sind gewählt worden:
a) auf neun Jahre:
Bekanntmachung.
Aus der Friedrich Bücking'fchcn Stiftung sind für das Jahr 1895 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familienhäupter oder einzeln stehende Personen, Unterstützungen zu vetgeben und zwar zwei mit je 150 Mk. und acht mit je 100 Mk. Bewerbungen haben bis längstens 80. d. Mts. bei der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 3, zu geschehen.
Gießen, den 19. November 1895.
Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Bekanntmachung.
Au» der Stiftung der Ludwig Theodor Felsing Eheleute zu Gießen sollen die erwachsenen Zinsen und zwar 205 Mk. 71 Pfg. an zehn in Gießen geborene würdige Arme und 60 Mk. 88 Pfg. an fünf würdige Wittwen zu gleichen Theilen vergeben werden.
Anmeldungen hierzu haben bis zum 5. k. Mts. auf dem Armenamt — Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 3 — zu erfolgen.
Gießen, den 14. November 1895.
Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Bekanntmachung.
Die Offenlegung des Grundbuchs und der Parzellenkarten von der Gemarkung Lollar — Kreises Gießen — betreffend.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach Maßgabe der Bekanntmachung vom 14 August 1881 aus den confolidirten Theilen der Fluren I, XI und XII in der Gemarkung Lollar eine neue Flur XIII gebildet worden ist und über diese ein Supplementband zum Grundbuch der Gemarkung Lollar errichtet worden ist. Das betreffende Grundbuch mit dem Supplementband nebst den dazu gehörigen Parzellenkarten ist in dem Büreau des Ortsgerichts-Vorftehers zu Lollar offen gelegt worden. Die Betheiligten sind befugt, das Grundbuch nebst dem Nachtrag während der Zelt der Offenlegung in diesem Lokal einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großh. OrtSgerichts-Vorsteher der Gemeinde Lollar Grundbuchsauszüge (Geschosse) zu verlangen. Auch werden sie von Letzterem auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen denjenigen, die sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes und der Größenangaben für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem Wege bei dem Ortsgerichts - Vorsteher der Gemeinde, vor den sie ihren etwaigen Gegner vorladen lasten können, zu beseitigen und insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gericht geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, biünen eben dieser Frist die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt hatten. Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigenthums u. f. w. betr., beige- fügten Erwerbtttel berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gericht zu stellen und wenn dieses ein anderes, als das unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen.
Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem OttSgerichtsvorsteher zu Protocoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und erforderlichenfalls bei dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht worden ist.
, Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 15. Juni 1896 zu Ende.
Gießen, den 18. November 1895.
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