Ausgabe 
17.7.1895 Erstes Blatt
 
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Annahme, daß der englische Nebel viel damit zu thun hat, | ganj irrig. Gerade in den Nebelmonaten November und Occember kommen in England am wenigsten Selbstmorde not. Die Zahl der rückfälligen Verbrecher gibt auch den Aiminaliften viel zu denken. Sie beträgt 55 pCt. Auch de Zahl der von Kindern und Unmündigen begangenen Ver­brechen ist erschrecklich groß. Der Franzose und der Deutsche werden erst Verbrecher, wenn sie wirkliche Männer geworden sind. Bei ihnen ist das Alter von 21 bis 30 Jahren das kritischste. In England führt eine ganze Anzahl ihren Kampf gegen die Gesellschaft schon im Alter von 16 bis 21 Jahren. Was die Zeit des Jahres betrifft, so kamen in Sommer am meisten Verbrechen gegen die Person und In Winter am meisten Eigenthumsverbrechen vor. Das Finbrecherthum steht im Januar auf der Höhe.

» Köln, 15. Juli. AuS Eifersucht ermordete in der «acht von Sonntag zu Montag ein Weichensteller seine Braut le der Nähe des OrteS Rheindorf. Heute Vormittag stellte der Thäter sich freiwillig der Kölner Polizei.

Schiffsnnchvichten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof.

Bremen, 13. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Wittekind, Capttäa O. Cüppers, vom Nordd. ,Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

VerE-hr, Land« «nd volk»u»irthschaft-

tritt«* 16. Juli. Marktbericht« Aut oem heutigen wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,851,00, Hühnereier pr.St. OH, 2 St. 1112 H, Enteneier pr.St. 67H,GLnseeter pr-St. 10-12 H, »äse pr St. 5-8 H, Kasematte pr. St. 8 H, «rbsm pr. Liter 15 H, Linsen pr. Ltter 26 A, Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück X 0,90 bi« 1.20, Hahnen pr. Stück

1,00-1,30, Enten pr. St. X 1,80-2,CO, Ochsevfleisch pr. Psd. 72-76 A, Kuh-u. Rindfleisch pr. Psd. 66- 68 H, Schwein, flech pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Psd. 60- 68 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00-10,00 X, Weißkraut pr Btück. 4, Zwiebeln pr- Centn er 9,0010,00 X, Milch pr. Liter 1620 H, Kirschen pr. Pfund 1316 H.

Witterungsbericht vom 15» Juli.

Eine umfangreiche Depression beherrscht heute bei stürmischem Wetter den ganzen Norden und Nordwesten Europas Ihr Centrum reicht südwärts bis zu den Alpen herab In dem eigentlichen Minimum sind selbst wieder zwei Centren tiesen Druckes zu bemerken, von denen eins über dem Süden Norwegens, das zweite über dem südlichen Schweden und der Ostsee liegt. Auch in Süddeullchland ist das Wetter noch unruhig. Im bayrischen Gebirge ist unter föhn­artigem Einfluß helles Wetter etngetreten, indem am Südfuße der Alpen der Lustdruck stark zugenommen hat. Die Temperaturen sind an den Hochstationen gestiegen, sonst winig verändert.

voraussichtliche Witter««- r

Zunächst noch unruhiges und unbeständiges Wetter, zumal im mittleren Deutschland, dann von Westen her Besserung.

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemeffen am 16. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag?. . Wasser 14«/a°, Luft 15° im Schatten.

Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanfi-".

513

Säuglings-Nahrung.

6119

Regiment Kaiser Wilhelm.

6117

Gießen, den 15. Juli 1895.

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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann an dem Grabe unseres lieben Gatten und Vaters sagen wir Allen hiermit unseren tiefgefühltesten Dank

Familie Eckhardt.

Das Jufauterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Groh- herzoglich Hessisches) Nr. 116 feiert am 18. August d. I. das Fest der 2S jährigen Wiederkehr der ruhmreichen Sieges- tage des Krieges 1870/71.

Sämmtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beamte, Unteroffiziere und Mannschaften, welche während des Feldzuges im Regiment gestanden haben, sowie sämmtliche Offiziere des Beurlaubtenstandes werden hierdurch zur Theilnahme an der Festlichkeit aufgefordert und gebeten, eventuell ihre Namen dem Regiment baldmöglichst, spätestens bis zum 25. Juli d. Js.

Statt jeder besonderen Meldung.

Die am Sonntag (14. Juli) erfolgte glückliche

Geburt eines

gesunden Knaben

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Gießen, den 16. Juli 1895.

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Danksagung.

Meine Tochter litt mehrere Jahre an Drüsen, Hornhautentzündung verbunden mit kleinen Geschwüren, so daß die Augen immer zugeklebt waren und große Schmerzen und Lichtscheu bestanden. Nach­dem ich mehrere (fünf) Aerzte und Special- ärzte gebraucht, keiner aber meiner Tochter half, wandte ich mich in meiner Ver­zweiflung an Herren Dr. med. Bolbe« ding, Homöopath. Arzt in Düffel» Port, Königsallee 6, welchem es binnen ,wet Monaten gelang, meine Tochter voll« kommen gesund zu machen, so daß ihr jetzt niemand ansieht, was für ein schweres Leiden sie durchgemacht hat. Ich schulde hierfür Herrn Dr. Volbedtng lebenslang größten Dank. Adam Soldan, 6608 Hörde, Ermlinghoferstr. 4.

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