runter den Lebenden weile, so bleibe doch sein Andenken mit Ebenen Lettern in daS Buch der Kriegsgeschichte HeffmS rmgegraben und auch bei den alten Kameraden, welche unter seiner Führung diese Waffenthat vollbracht, werde sein An« denken unvergeßlich bleiben. Zum Zeichen der Liede und treuen Kameradschaft legte Herr Schneider einen prachtvollen Larbeerkranz mit schwarz-weiß - rorhen Schleifen auf dem Grabe nieder mit der Widmung: „Zum Andenk n an unseren ehemaligen Compagniechef, Haupimann Kattrein, nm 25. Jahrestag der Erstürmung des Schlosses Cbambord, gewidmet von ehemaligen Angehörigen der 8. Compagnie des Großh. Hessischen Infanterie - Regiments 118, am 9. December 1895." Nachdem die Musik noch einen Choral gespielt und jeder der Anwesenden ein stilles Gebet -verrichtet hatte, war die tiefergreifrnde Feier beendet. H erauf begaben sich die Krieger nach dem in der Nähe be- findlichen Grade deS Premierlievtenantk und DataillonS- adjudanten N eßling, desjenigen Offiziers, welcher ebenfalls an dem Sturm auf daS Schloß Chambord betheiligt war. Auch diese Grabstätte war von liebender Hand auf das srönste geschmückt und ein prächtiger Lorbeerkranz mit der Widmung: „Dem geliebten Bruder am Tag der 25jährtgen Jubelfeier der Erstürmung deS Schlosses Chambord" zierte die Stätte des Todes. Nach dem Vortrag des Chorals „Wie sie so sanft ruhen" durch dir Musik, ergriff Herr B.hnhof-Assiftent Bonn, früherer Sergeant der Compagnie und ebenfalls Thetlnehmer an d-m Sinrm auf Chambord, das Wort, um auch dieses braven Osfizters und seiner beldenmüthigen Haltung bei der Erstürmung des Schlöffe- Chambord zu gedenken. Hierauf legte Herr.Bonn einen prachtvollen Lorbeerkranz mit der Widmung: „Zum Anrenken an den ehemaligen Compagnie - Offizier Lieutenant Neßling am 25. Jahrestag der Erstürmung des Schlosses Cbamdord, gewidmet von damaligen Angehörigen der 8. Compagnie des Großh. Hessischen Infanterie - Regiments Nr. 118 am 9. December 1895" am Grabe nieder. Sichtlich gerührt verließen die alten Krieger die Grabstätten ihrer beiden Compagnie-Offiziere, mit denen sie im Feldzug 1870 Freud und Leid getheilt hat-en. DaS Osfizter-
corpS deS 118. Regiments, sowie die Offiziere der 7. Compagnie deS Regiments Nr. 118, hatten je einen Lorbeerkranz am Grabe des Majors Kattrein niederlegen lassen. Nach der Feier vereinigten sich die Veteranen zu einem gemeinschaftlichen Mahl im Saalbau.
Mainz, 8. December. Die Ergänzungswahlen zu der hiesigen Stadtverordnetenversammlung find nunmehr auf den 18. December anberaumt. — Die durch den außerordentlich starken Güterverkehr in den Monaten September, October und November bet der Ludwigsbahn sehr beschränkte Sonntagsruhe wird vom 15. d. MtS. ab wieder für sämmtliche Güter-AbsertigungSstellen genannter Bahn in volle Kraft treten. Da der Güterverkehr sich im Allgemeinen wieder in normalen Grenzen bewegt, ist auch die Be- und EntladungSfrist für Güter wieder auf die regelmäßige Zeit- dauer verlängert worden. — Der der städtischen Verwaltung unterstellt^ HospirtenSfondS, deffen Zinsen der Armenpflege von Mainz zu Gute kommen, zählt zu seinem Eigen- thum Gütereien in dem Werthe von etwa einer Million Mark. Da die Rentabilität in keinem Verhäirniß zu dem Werthe der Güter steht, beschäftigt man sich eben mit der Frage, ob es nicht angezeigt wäre, die Güter zu verkaufen, weßhalb von Sachverständigen eine Abschätzung und Rentabilitätsberechnung vorgenommen worden ist. Der Werrh der Güter beziffert sich danach auf Mark 912242 und die Durch- schnittSreutabilitär auf 3,1 Prozent. — Gegen einen hiesigen reichbegüterten Hausbesitzer ist eine Strafuntersuchung anhängig, weil derselbe auf anderer Leute Kosten GaS brannte. Der Betreffende hat an die Gasleitung, die durch seine Wohnung führte, im Stillen ein Ableitungsrohr für sich angelegt, fodaß daS GaS, ohne einen Gasmesser zu paisiren, die Lampen speiste.
Airchliche Anzeigen der evang.Geineiir-e.
Mon'ag, den 9. December, Abend? 8 Uhr, Bibelllrmde im Confirmandensaal der Johanneskirche: 1. Petrusbrtef Cap. 2, von VerS 18 an: Der Wandel unter dem Kreuz nach dem Vorbild des größten DulderS Jesu Christi. Pfarrer Dr. Naumann.
Briefkasten.
et ad ph. -g. Wir bitten um Zustellung behufs Emsicht'ahme.
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Bekarmtwachrmtz.
Der Voranschlag der Gemeinde Geilshausen für 1896/97 liegt vom 12. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Geschäsis- zimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zu Jedermanns Einsicht offen.
Geilshausen, den 7. December 1895.
Großhcrzogliche Bürgermeisterei Geilshausen.
Pfeiff. 10272
Betarmtumchrmg.
Der Voranschlag der Gemeinde Odenhaufeu für 1896/97 liegt vom 12. December an acht Tage lang auf dem Büreau les Unterzeichneten zur Einsicht der Betheiligten offen.
Oden Haus en, den 7. December 1895.
Großherzogliche Bürgermeisterei Odenhausen.
Lang. 1027 i
Oeffkntliihk Aufforderung.
Bezüglich folgender dem Heinrich Becker zu Rüddingshausen im Grundbuch dieser Gemarkung zugp- schriebener Stücke : IV/503 VIII/108 XXIII/36 und XXVI/209 kann das unbeschränkte Eigenthum und die Schuldfreiheit derselben urkundlich nicht nachgewiesen werden. Eü werden daher alle diejenigen, welche Eigen- thums-, Pfand- oder sonstige Rechte bezw. Kaufschillings- oder andere Forderungen an diese Grundstücke bilden zu können vermeinen, hierdurch auf- gefordert, diese binnen sechs Wochen vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung an gerechnet, bei dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, gegenfalls der unbeschränkte Eigen- chumsnachweis und die Schuldfreiheit als erbracht angesehen und die Löschung der beschränkten Einträge verfügt wird.
Homberg, den 5. December 1895.
Großherzogl. Amtsgericht.
______________Olt. 10273
Oeffentliche Gläubigeraufforderung.
Forderungen und Ansprüche jeder Art an das Vermögen des unbekannt wo abwesenden Landwirths Peter Krauch II. von Rödgen bei Friedberg sind binnen einer Woche bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden, wenn sie bei der bevorstehenden Vermögens- rezulirung berücksichtigt werden sollen.
BadNauheim, 6. December 1895. Großherzogl. Amtsgericht. __________Bauer. 10275 Mittwoch ükn Il.Dcrbr.t I.,
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20278 Grißler, Gerichtsvollzieher.
Jagdvcrp Achtung.
Montag den 23. Deeember l. A., Vormittags 11 Uhr, wird die mit dem 8. Februar 1896 leibfällige Jagd der Gemeinde Weiperfelden, bestehend aus 169,79 Heciar Wald und 51 Hectar Feld, auf weitere 9 Jahre auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich verpachtet.
Weiperfelden, den 7. December 1895.
Der Bürgermeister: 10285__Hofmann.______
Jagdverpachtung.
Montag den 23. Deeember l. I., Nachmittags l‘/8 Uhr, wird die der Gemeinde Cleeberg zustehende und am 7 Februar k. I. leihfällige Jagd, belegen in dem Markwald tn ver Gemarkung Bodenrod, bestehend aus 150 Hectar Wuld, auf die Dauer von 9 Jahren auf dem hiesigen Rathhaus öffentlich verpachtet.
Cleeberg, den 6. December 1895.
Der Bürgermeister: 10286_________________Kett.__________
Verdingung.
Für die Erbauung eines neuen Güter- schuvpens auf Bahnhof G'eßen soll die Lieferung von 440000 Backsteinen, wovon V«, also 110 000 Stück, als Verblender geeignet sein müssen, zusammen oder g «heilt vergeben w-rden.
Die Bedingungen können in unserem Amtsgebäude, Postftraße 6, Zimmer 26, sowie in dem Dienst,immer des Regierungsbaumeisters Horstmann in Gießen (Empfangsgebäude) eingesihrn bezw. gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung von 50 H durch uns bezogen werden
Die Angebote sind mit der Aufschrift: ^Angebot auf Lieferung von 440000 Stück Backsteinen« zu verletzen und verschlossen bis Samstag den 28. December d. IS, Vormittags 11 Uhr, h-erher etnzureichen.
Zufchlagssrist vier Wochen (10279 Frankfurt a. M, den 5. Decbr. 1895 König!. Eisenbabn-Betriebs-Jnspection 2.
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