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8.9.1895 Erstes Blatt
 
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Von dem übrigen Snljait in Heftes nennen mir bie 'e üon R. Eifferi", m(t le\tn, Miin M meinem , bem bthnnUn \tWniim chichit in Tr<^. die von W aun% der dnLhmien Schubni- t Gegenwart", lernet die Koit- leFlitterwochen im Gedirg* mansForstmeister Mardt" hlreichen KunstblSttnnchnm von Paul Hey, die Mr- - holographischen Ausnahmen Iciechlsche Mchen beim Le­ech ihre künstlerischen Onalilcts a aus. Sehr reichhaltig ist.5 irlrätS des jüngsten deuls- , von Waldeck und Inner ° m Balhildis, einet gebora jält.

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1 voll * Slvnde W.Mv Rur ®u,en,utr Wiw11 SÄSS>

Universum, illustrirte Famtlienzeitschrist (Verlag des Universum, Dresden). Wir haben schon wiederholt Gelegenheit g>- nommen, dieser unter den derzeitigen vornehmen Unter haltungs- blättern an erster Stelle stehenden beliebten Zeitschrist das Wort zu reden und die Vorzüge derselben hervoizuheben. Nach dem Grundsatz, daß das Beste für die deutsche Familie gerade gut genug ist, bietet die rührige Schriftleitung in jedem neuen Hefte eine Fülle der werth- vollsten Beiträge aus der Feder erster Schriftsteller wir nennen aus den uns vorliegenden Heften 25 und 26 nur die Namen: L. Ganghofer, v. Adlersfeld-Ballestrem, Dr. Dornblüth, Dr. L. Staby, Ferd. Aoenanus, Ernst Remin, E. Lenbach, Jul. Sturm, Job. Trojan, E. o. Wolzogen, welche fämmtlich in genannten Heften mit Beiträgen vertreten sind, während der anerkannt vorzügliche BUderschmuck eine Zierde diesesUniversums" in des Wortes wahrster Bedeutung bildet. Die Zeitschrift verdient unter der Leclüre jeder gebildeten ?famtlie unbedingt einen hervorragenden Platz. (Zu beziehen durch eve Buchhandlung in Heften ä 50 Pfg.)

Brodpreife

vom 8. bis 22. September 1895.

Der hiesigen Bäcker.

1 «g. (2 Pfd.) Tafeldrod......

2 Kg. (4 Pfd.) Tafeldrod......

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod ......

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot,......

Roggen-Schmarzbrod bei Ernst Muth

2 Kg. (4 Pid.) Schwarzbrod......

Roggen-Schwarzbrrd bei Ernst Muthu.W.Amend .

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......

Der auswärtigen Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei W. Weitzel von Lang-Göns

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg.Ant. Heuser von Gr.-Linden L Schmidt von Gr.-Linden W. Weitzel von Lang-Göns

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrodbei Gg.A.Heuser o.Gr.-Lindm Joh. Kd. Belte v. Kirch-Göns, LoutS Schmidt o.Gr.-Linden, W. Weitzel v. Lang-Göns F. Schön v. Ruttershausen, W. Steinmüller o. Lang-Göns

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Balth. Christ Ww. v.Wieseck Der Brodvertäufer..

Diefelben Preise wie bei den hiesigen Bäckern.

Gießen, den 7. September 1895.

Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth.

36 Pfg.

25 Pfg.

50

23 ,

46 ,

21 ,

20 ,

42

40

63 ,

21 Pfg.

38

40

42

38 Pfg.

40

63

A»OMg aus den Stanöexraiiwc^ifUni der «tedtUfcau

«nsgedota.

September: 4 Friedrich Werner, Sergeant im 2. Großb. Hesi. Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116, mit Katharine Horst zu Rocken­berg. 5. Heinrich Nachtigall, Fabrikarbeiter dahier, mit Elisabetha Döring hierselbst. 6. Georg Heinrich Hcil, Leinenfabrikant zu Schlitz, mit Luise Elisa Caroline Leinweber hierselbst.

«veschlietzungen.

©tptember: 4. Ludwig Martin Zöll, Schlosser dahier, mit Emilie Wacker hierselbst. 4. Dr. Johann Baptist Becker, Gerichts- ossessor zu Off.nbach a. M., mit Johanna Karoline Hartmann hier- silbst. 6. Gottlieb August Wolff, Kaufmann zu Dortmund, mit Auguste Selma Jughard hierselbst.

«adoreua.

August: 26. Dem Schutzmann Johannes Schädel ein Sohn, Johann Heinrich Karl. 26. Dem Viehhändler Carl Johannes Bove eine Tochter. 28. Dem Feldwebel Karl Adolph ein Sohn, Heinrich Ludwig Emil. 28. Dem Sergeant Heinrich Dambmann eine Tochter, Auguste Anna Marie. 29. Dem Kaufmann Gustav Schadt ein Sohn, Friedrich Heinrich. 29. Dem Knecht Ludwig Baumann ein Sohn, Karl. 30. Dem Gärtner Friedrich Kyritz ein Sohn. 31. Dem Feld­webel Heinrich Karl Heimann eine Tochter. 31. Dem Wirth Heinrich Schäfer VII. ein Sohn, Karl Wilhelm Moritz. September: 1. Dem Braumeister Karl Aböls Beichele ein Sohn, Josef Karl Adolf. 1. Dem Taglöhner Peter Schneider ein Sohn, Heinrich.

Gestorbrue.

Sevlember: 1. Anna Luise Katharine Baum, 3>/, Monate alt, Tochter do -Schuhmacher Georg Emil Baum dahier. 2. Wilhelm Schön, 21 Jahre alt, von Wetzlar. 5. Rudolf Friedrich Dreger, 1 Monat alt, Sohn von Feldwebel AdalbertuS Augustinus Dreger dahier. 5. Wilhelmine Theiß, 47 Jahre alt, Ehefrau von Bergmann Theodor Theiß zu Niederschellen. 6. Gustav Pah, 55 Jahre alt, Weinbändler dahier._______________________________________________

Auszug aus den Airchendücheen

Ver Stadt Gieße«.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Lukasgemclndr

Den 31. August. Ludwig Wilhelm Papst, StationSgehUfe zu Gießen, und Elisabetha Kretz, Tochter des Dttftotbenen Etsenbahn- schaffnerS Johannes Kreß zu Gießen.

Getaufte.

Matth äuSgemeinde.

Den 1. September. Dem Dienstmann Daniel Weißenstein ein Sohn, Heinrich, geboren den 18. Mai.

Denselben. Dem Gerber Heinrich Kraft ein Sohn, Ludwig Justus Ernst, geboren den 23. Juni.

Den 2. September. Dem Weißbindermeister Joseph Möhl ein Sohn, Otto, geboren den 20. April.

LukaSgemeinde.

Den 1. September. Dem Kaufmann Heinrich Bellosi ein Sohn, Otto Justus, geboren den 22. Juni.

Denselben. Dem Heizer Georg Röddiger eine Tochter, Gretha Katharina, geboren den 1. August.

Denselben. Dem Rentner Ludwig Preisag ein Sohn, Friedrich Wilhelm Carl, geboren den 15. Juli.

Beerdigte.

Matthäusgemeinde.

Den 1. September. Friedrich Wilhelm Lohrey, Schlosser, Sohn deS verstorbenen Schneiders Wilhelm Lohrey, 26 Jahre alt, starb ben 30. August.

Den 3. September. Margarethe Brummer, geb. Horn, Wittwe des verstorbenen Friseurs Theodor Brummer, 59 Jahre alt, starb den 30. August zu Frankfurt a. M.

Verkehr, £anb* und Volkrwirthschuft.

Gießt«, 7. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkl kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,901,10, Hühnereier pr. Sr. 67 4- 2 St. 00 H, Enteneier pr. St. 00 4, Gänfe- eter pr. St. 00004, Käse pr. St. 58 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 15 4, Linsen pr. Liter 26 4, Tayben pr. Paar JL 0,50 bis 0,60, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück JL 0,50-0,75, Enten pr. Stück JL 1,50-1,80, Ochsenfleifch pr. Pfd. 72-76 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66-684, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 64-004, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.50-7,00 Jt, Weiß­kraut pr. Stück. 4, Zwiebeln pr. Gentner 5,506,00 Mk., Milch pr. Liter 1620 4.

Gießen, 7. September. Der am 3. und 4. d. M. dahier abgehaltene Vieh markt war trotzdem, daß an demselben Tage in mehreren Städten der Umgegend Viehmärkte abgehalten wurden, stark befahren; es waren aufgetrieben 1632 Stück Rindvieh und 874 Stück Schweine. Es zeigte sich am Tage vcr dem Markte große Kauflust und wurden am selben Tage viele Käufe abgeschlossen, während der Handel an den Tagen des Marktes selbst durch die große Zahl des aufgetriebenen VleheS im Allgemeinen gedrückt war und die Preise einen bedeutenden Rückgang halten. Nächster Markt: Dienstag ben 8. und Mittwoch den 9. October d. I., am letzteren Tage auch Krämermarkt (eingelegter) und findet an diesem Tage, Morgens 8 Uhr, das Verlesen bet Krämerstände statt.

- fehlerhafte Wiesendüng««g.Das Wasser ist bas Beste" war bis vor kurzer Zeit eine bei manchen Wiesenbesitzern verbreitete Ansicht Wo nur genügend Wasser zur Berieselung der Liese vorbanden, bedurfte es ihrer Ansicht nach einer weiteren Zu­fuhr von Nährstoffen zur Wiese nicht. Aber nur zu bald mußte man einsehen, baß auch selbst bas beste Rieselwasser allein nicht ge­nügt, bie Wiesen bauernb ertragfähig zu erhalten. Heute nun herrscht noch in manchen Gegenben bie Ansicht, bie Ueberfuhr von Jauche sei vollständig ausreichend, auf den Wtesm dauernd höchste Erträge zu erzwingen. Reist man jetzt durch manche Gegenden

Süddeutschlands, der Schweiz und Tirols, so wird man überall den Geruch der Jauche verspüren, die man hier massenhaft, ja fast ausschlietzlich zur Düngung der Wiesen verwendet. In Wirklichkeit erzielt man auch hierbei ganz bedeutende Massenerträge auf den Wiesen; aber von welcher Beschaffenheit?! Vergleicht man das Futter so gedüngter Wiesen mit dem von wirklich guten Wiesen, so wird man sofort merken, daß habet eine ganz außerordentliche Verschlechterung deS erzielten FutterS eingetreten ist. Schon Herr Prof. Dr. Braungart - München hat im Centralblatt für practifche Landwirthfchaft in ausführlicher Weile auf die ungemeine Ve>- schlechterung der Wielenpflanzen durch solch unrichtige Düngung htngewtesen. Ein Blick auf die meisten Wiesen der angegebenen Districte zeigte sofort, daß last allenthalten da, wo Wiesen dauernd nur mit Jauche gedüngt wurden, an Stelle von guten Pflanzen üppig wuchernde, vollständig werthlose Pflanzen treten, lleberafl sieht man schlechte Blattpflanzen: Bärenklau, Kälberkropf, sogar den giftigen Schierling in außerordentlichen Mafien hervortreten, während Dagegen die guten Gräser, ebenfalls bie Klee- und Wickenarten voll­ständig verschwinden. Auch die Landwirtbe Württembergs klagen über diese Verschlechterung ihrer Wiesen. Nach einem Artikel in demWürttemberg. Wochenblatt für Landwirtbschast" glauben die­selben, das Ueberhandnehmen dieser schlechten Pflanzen sei dieFo'ge deS Aufhebens der Frühjahrsweide. Diese Ansicht ist irrig, und ganz richtig wird in dem betreffenden Artikel bemerkt, daß des üppige Wuchern der genannten Pflanzen allein in der fehlerhaften Düngung mit Jauche zu suchen sei. Der klarste Beweis für bie Richtigkeit btefer Behauptung ist auch darin gegeben, daß eben Überall da, wo die Wiesen mit Thomasschlacke und Kainit gedüngt wurden, an Stelle dieser schlechten Pflanzen Klee- und Wickenarten treten, die genannten Pflanzen bald vollständig schwinden. Man ist sogar im Stande, überall auf ben ersten Bkick zu erkennen, wo Wiesen in der angegebenen fehlerhasten Weise gehängt würben und wo eine entsprechend Düngung mit PhoSphorsäure-Düngern statt- gefunben hat. Die unverhältnißmäßig reiche Stickstoffnahrung durch Jauche fördert gerade die Entwickelung der genannten wenig werthvollen Pflanzen, weil baS Fehlen her Phosphorsäure bie Ent­wickelung her guten Pflanzen vollständig unmöglich macht. Man bringe deshalb gerne auch in Zukunft bie Jauche auf Wiefe« wie GraSflächen Überhaupt, man halte aber stets baran fest, daß neben her Jauche unbebingt eine Zufuhr von Kalk unb PhoSphor- fäure, also Thomasmehl nölhig ist, daß eS nur bei dieser Düngung gelingt, nicht nur große Massen von Futter zu erzielen, sondern zugleich Futter von bester Qualität. Unb beides erhält man mit der unerheblichen Ausgabe von etwa 4 Mk. pro Morgen. Herbst und Winter sind ganz besonders zur Düngung der Wiesen geeignet; der Landwirtb unterlasse diese Düngung her Wiesen nicht Heute, wo man der Viehzucht überall größere Beachtung schenkt, achte man ganz besonders auf reichliches unb wirklich gutes Futter.

Witterungsbericht vom 6. September.

Den größten Theil des Continents bedeckt noch immer hoher Druck mit einem Kern über Südbayern unb bem Alpengebiet. Dem­entsprechend behält die Witterung in Central-Europa ben bisherigen ruhigen unb heiteren Character bei unb liegen bie Temperaturen fortgesetzt sehr hoch. Das nörbliche Minimum entfernt sich immer mehr, entsendet jedoch heute einen Ausläufer in südlicher Richtung über Skandinavien bis zur Nordküste von Jütland.

«m 7. Septbr. Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage).

Barometersta«d.

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Thermometer: min. 4-13° R., max. 4- 25° R.

Hygrometer: Trocken.

Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 7. Septbr., zwischen 11 unb 12 Uhr Mittags. Wasser 18°, Luft 21° im Schatten.

Rübsarnen'sche Bade- unb Schwimmanstalt.

Obstversteigerung.

Donnerstag den 12. Sep­tember, Vormittags 9 Uhr an- sangend, läßt die Fürstliche Guts- verwaltung Eberftadt und Arnsburg die diesjährige Obsternte, bestehend in Aepfeln und Zwetschen, öffentlich meistbietend versteigern.

Zusammenkunft am Hof in Eber- staot.

Eberstadt, den 6. September 1895. 7439 Verwalter Müller.

Mittwoch den 11. Sep­tember l. I , Nachmittags 2 Uhr, soll ein der Gemeinde Treis a. d. L. zustehender, schwerer, untauglicher Faselochse öffentlich auf dem Bürgermeiftereibüreau versteigert werden.

Treis a. d. L., den 6. Sept. 1895. Großh. Bürgermeisterei Treis a. d.L.

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Sedan -Feier.

Alle Diejenigen, welche uns bei der Feier des Sedantages unter­stützt haben, namentlich aber die hochherzigen Geber der Spende für hilfs­bedürftige Veteranen und deren Hinterbliebenen, bitten wir, den Ausdruck herzlichsten Dankes entgegennehmen zu wollen.

7463 Der Ausschuß.

Unterricht

im Matznehmen, Zuschneiden, sowie Unfertigen von Costumes Marie Fromme, B-hnhofstrsße 61.

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in den zweckmässigsten und gangbarsten Ausführungen, als: Kocher, Herdplatten, vollständige Herde, Brat- und Backöfen, Bügeleisen-Apparate, Gas-Bade- und Heizöfen, Löt- und Brenn­eisenapparate, Kaffeebrenner u. s. w.

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Städtisches Gas- und Wasserwerk Giessen.