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Konversations-Lexikon, t
Jubiläums - Ausgabe.
16 Bande geb. ä 10 BL
Unentbehrlich für Jedermann.
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als es flablbetannt ist, daß unser CorpS sich s. Z. durch fast ein-' stimmten Beschluß aufgelöst bat. „ . . ,
Reoraantlatton würde bedeuten, daß unfer ^orpS in feiner Art veibesserungSdedürfttg gewesen sei.
Das bat sicher nicht behauptet werden wollen und wer auch nur Halbwegs Sachverstand halte und Kenntniß jener Verhältnisse, würde eher nur das Gegenthetl bezeugen dürfen.
ES wurde nach unserer Auflösung eine ganz neue Wehr ge-
Brockhaus
Berichtig««-.
Rach Ihrem Berichte in No. 278 d- Bl. über das Feuerwehrfest »om 23. November soll der Vorsitzrnde von einer Reorganisation gesprochen haben, mit welcher die jetzige Feuerwehr aus der unseren hervorgegangen sei. ,
Ihr Berichterstatter muß sich hier geirrt haben, denn jener Sprecher wird den Begriff einer Reorgani'ation ebensowohl kennen,
«irtge-rrnngl
Dem Berfaffer des „Eingesandt" vom 25. d. M., der sich in ganz überflüssiger Weise über den in hiesiger Oberförsterei nicht an- geftellten „Flschmeister" und die demselben auf der Landwirthschafttichen Aufstellung zuerkannte Plämie aufregt, auch für diese Frage nach unterer Ansicht in ebenso höchst überflüssiger Weise ein öffmiliches Jntereffe beanspruchen zu können glaubt, diene hiermit zu seiner Beruhigung die Nachricht, daß die zuerkannte Prämie genau in dem Sinne, in welchem dieselbe zuerkannt wurde, oertheilt werden wird, sobald die Pi ämtirungs-Commisston bezw. die Geschäftsstelle auf eine diesbezügliche, am 3. November d. I. von uns gestellte, bis heute aber noch unbeantwortet gebliebene Anfrage ihr Etnoerstandntß hierzu ertheilt haben wird-, in diesem Sinne dürste allerdings dem Schlußsatz des fragl. „Eingesandt" eine gewisse Berechtigung nicht abzusprechen sein.
Grebenhain, den 29. November 1895.
Großherzogtiche Obersörsteret Grebenhain.
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Publtkalio, 'Dorragenbet wird umhin orf alseto ittun9 ’J eint <m: M,«ist sei«
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Witterungsbericht vom 29. November.
Da« barometrische Maximum zieht mehr und mehr nach Osten zurück. Sein Kern ließt heule an der Ostseeküste, indem gterch-ettt, von Westen her niederer Druck nach dem Continent vordrwgt. Zugleich hat sich auch wieder eine flache Depression über dem Mittel- meergebtet gebildet; außerdem sind über EentrabEuropa noch ve^ schiedene kleinere Unregelmäßigkeiten zu erkennen. So ist namentlich über der Schweiz ein Thetlmtnimum deutlich ausgeprägt, unter dessen Einfluß dortselbst Niederschläge fallen.
Bo«a«iMaie<
Trübes Wetter mit Ntederschiägen und zunächst zunehmende» Temperaturen. _________ _
Auszug aus -en Kirchenbüchern
der Stadt Gießen.
«,i»,eli,che Srmeiude.
Seirauit.
Matthäusgemeinde.
Den 23. November. Georg Jörger, Schneidn zu Darmstadt, und EUsabethe Hoßb.ch, Tochter deS verstorbenen Friedrich Hohbach zu Lützellinden. , D . .
Markusgemeinde.
Den 23. November. Heinrich Rühl, Maurer zu Gieren, und 1 Katharine Knapp, Tochter des verstorbenen Bergmanns Konrad Knapp 8“ ® ®?nblbeUn.en Lbrlstian Friedrich Bortt, Metzger zu Gießen, und Elise Repp, Tochter des Briefträgers Kaspar Repp zu Schotten.
Johannesgemeiude.
Den 23. November. Ludwig Weber, Bäcker zu Gießen, und Margarethe Weller, Tochter des verstorbenen Ackersmann Ferdinand Weller zu Elimbach.
Militärgemeinde.
Den 29. November. Wilhelm Ernst Hinz, Sergeant, und Elisabeth Kaibarina Stühler, Tochter des Fuhrunternehmers Heinrich Stühler zu Gießen.
•etaafte.
Markusgemeinde.
Den 24. November. Dem Erdarbeiter Ludwig Rosenbaum ei» Sohn, Heinrich Fcanz, geboren den 26. Oclober.
Den 28. November. Dem Wirth Michael Kreiling ein Soho, Albert Karl, geboren den 6. Octoder.
Johannesgemeinde.
Den 24. November. Dem Schuhmacher Peter Gerber ei* Sohn. Wilhelm Hermann Heinrich Martin Peter, geboren den 27. October.
116500' j Seiten Text.
1 et& N.
15 Stan^ itn Qua»
W trete». ; n« cn önb tin er. W M. 8. 8taQte Hot-
«tot haitrs
November: 26. Karl Konrad Ockerländer, Uhrmacher zu Ulm (Donau), mit Mina MargaretheChr.sttane Luise^Neuling t«. 26 Heinrich Christian Gottlieb Henkel, Metzger dahier, mit Emma Schäfer von Rennerod. 27. Heinrich Schreiner, Bergmann zu Schalke i. Wests., mit Christine Abel von Fronhausen, wohnhaft b0f,ier* «hes»tteß«vssE.
November: 29. Wilhelm Ernst Hinz, Sergeant dahier, mit Elisabeth Katharine stühler Hierselbst.
Sebotttu»
November: 20. Dem Eisengießer Peter Friedrich Selzer eine Tochter 20 Dem Schneider Georg Schütz «ine Tochter, Anna. 22. Dein Bureau-VorsteherHestrrich Fourier ein Sohn. 23^D-m Werkmeister Jakob Heinrich Dewald eine Tochter, Goa Marie. 24. Dem Vicefeldwedel Johanne«.Jacob eine Tochter. 26. Dem Bäckermeister Ludwig Keil II. ein Sohn. 27. Dem Kutscher Johann Jost Bergener ein Sohn, Friedrich.
•ettotbetu.
14. Auflage.
fltünbg.^rnQ^ mö^en auch bei aller freundlichen Gesinnung für unsere braven Nachfolger dagegen Verwahrung einlegen, daß sie, wie aus ihrer Fe er des 40. Stiftungsfestes v^oorgeht sich a s bk in 1855 gegründete Feuerwehr anseben, da wir «lsdann diS- c'plinlos erscheinen würden, wenn wir, wie kürzlich erst geschehen, die Jubiläen unseres Corps abgesondert ,ur uns feiern.
Ter Vorstand der Altfeuerwehr
osöogHSEBl! 980
AbbildUngen^0^arten^30Chiromo3^^iafelnL
November: 25. Katharine Sauer, 1 Monat all, dahier. 26. August Haimann, 11 Wochen alt, dahier 27, J°h°nn-lt-B-nd-r g-d, B-?pl-r, 69^/« Jahre alt, Wittwe von Bergmann Wilhelm Bender zu Bon-
Schrffsnachvichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agent« Earl Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 29 Noobr. (Per transatlantischen Telegraph^ D« Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II, Capitän L. Störmer, vom Nordv. Lloyd in Bremen, ist heute 9 Uhr Vormittag« wohlbehalten in Newyork angekommen.
oemauert und mit einer massiven Hourdisdecke versehen. Den Kniestock hatte ich leider au« Holzfachwerk machen lasten; wäre er massiv gewesen, hätte das Feuer überhaupt am Stall nichts machen können, und das Dach war mit schwarz glafirten Falzziegeln gedeckt. Du cv die Scheune war das Feuer in das Stallgebäude gedrungen und halte eine solche furchtbare Hitze erzeugt, daß man am 17 Meter Entfernung sich nicht aufhalten konnte. Die Dachziegeln, welche sonst gewöhnlich durch die Httze platzen und vom Dache herunte rutschen, dabei die Löscharbeiten gefährlich machen, hielten fiifr meTfrourbiget Weise so lange ohne zu zerplatzen, bis die Latten durchdrannten Die Ziegel fielen dann natürlich mit dem brennenden Holz alle tn da« Innere des Gebäudes auf das Gewölbe. Ich ^tc bt^a,up™' daß dadurch, daß die Ziegel so lange aut demi Dache blieben ohne zu platzen, die sehr feuergefährlichen Nachbargebaude gerettet worden find. Besonder« hervorzuheben aber sind als Hauptfache diese neue Art Wölbsteine, die sogen. „Hourdts". Ich war der erste hier in
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AU-ZUg StanV--Et---glst--N
welches immer hauptsächlich an den Eisenschienen abttovt , konnte frier überhaupt nichts schaden, weil das Eisen ganz la Steine ein- geschlossen ist: dabet ist die Decke warm und leicht und sieht sehr schön aus. Äit Kalkspets zu tünchen ist darauf gar nicht nöthig, | well die Steine an sich schön weiß sind. Da nun beim Brande das ganze Dach, die schweren Balkm und das Giebelmauerwerk alles auf biete Decke stürzten, war die erste Dermuthung, daß sie überall durch geschlagen sein müßte. Außerd.m glaubte ich, daß das viele Wasser, welches durch die Spritzen darauf geschleudert wurde, die ganze Decke »erweichen müßte. Nrch den Aufräumungsarbeiten konnte man aber constatiren, daß die D-cke tadellos erhalten war. Ich war dadurch im Stande, mein Vieh, sogar auch die Pferde, sofort wieder in dem Stalle unterzubringen und diese, trotzdem da« Gebäude ohne Dach bei regnerischer schlechter Witterung dastand, darin wahrend des ganzen Baues zu lassen. Ich kann Herrn Gall nur danken, daß er mir zu dieser Stalldecke gerathen hat.
Ich kann deshalb jedem Bauenden diese „Hourdis" nur bestens empfehlen und bin gern bereit, die Decke zu zeigen, welche so viel ausgehalten und mir solche gute Dienste geleistet hat.
Die Herstellung derselben war nicht theuer, weil das Wölben sehr schnell und einfach vor sich geht. Die eisernen Träger konnten durch das Feuer gar nicht leiden, weil sie vollständig eingemauert find. Die Unterseite be8 Tiägers ist gleichfalls vermauert. Bei Neubauten von Sandstein, Lungstein oder sonstiger Steinart kommt es häufig vor, daß solche durch die Hitze platzen und springen; bet den Blendsteinen ist das nicht vorgekommen, was wohl dem Umstand, daß diese aus feuerfestem Thon angefert.gt sind, zuzufchreiben ist. Ich habe das Mauerwerk d s Gebäudes abwaschen lassen, wodurch dasselbe wieder wie neu ausfieht. _ c „ r x
Ich spreche deshalb dem Gail'schen Thonwerk für das gelieferte vorzügliche Material öffentlich den besten Dank und Anerkennung aus.
Gg. Ant. saufet,
10049 Großen-Linden.
verkehr, Land« unö VoU»ivirtbjd?afi.
Gieße«, 30. November. Marktbericht. Auf dem heutig« Wochenmmkt kostete: Butter pr. Pfd. ^ LOO-1,12, Hüdnneitt pr. St. 7 X 2 St. 00-0 H, Entenekr pr. St 00 Gänsv« eier pr.St 00-004, Käse pr. St. *-8 Käsematte pr. St. 3^, Erbsen pr. Liter 18 4 . Linsen pr. Liter 28 ^ Tauben pr. Pa« jL 0 70 dis 0,80, Hühner pr. Stück 1,00 biß 1,20, Hahnen pr« Stück X 0'75—1,00, Enten pr. Stück X 1,60—2,10, Gänse pr. Plund ji 0 44-0 56, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72-76 H, Kuh- und Rindfleisch M. Pfd. 66-68 S SchwZnefleisch pr. Pfd 56 bis 68 A, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 72 H, Kalbfleisch pr. Vfd. 60-64 Hrmmelfletsch pr. Pfd. 60-70 Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 bti uOO «X. Weißkraut pr. Stück 8—16 Zwiebeln pr. ft«tner Jt 3,00-4.00, Milch pr. Liter 16—20 4-
- Landwirihschaktttche Pteisa«Sfchteibe«. Die.Dresdener Landwuthschausiche Presse" hat folgend«^P'ew°ufgaben gestellt 1) lieber Erfolge bei der Behandlung d«s Stalldüngers mit verschiedenen Einstreumitteln (G ps, Superphosphatgips 2c.), mit Angave der Art der Düngerbehanblung. 2) Zweckmabige A"lage eintt Dungstätte für mittelgroße Wirthschaften (Beschreibung und Kostenanschlag). 3) Erfahrungen bei der Düngung mit Knochenmehl (Angabe der Sorte, der Bezugsquelle, Menge des Dunsers, Geh^t « N und P« 06). 4) Mittel zur Bekämpfung des Ruß- und Stein- brandes bei Weizen und des Rußbrandes bei Sommergetreide (genaue Angabe der Bebandlung und zahlenmäßige Mittheilung des Erfolges). 51 Wie ist der Uebergang von theilweiser Grünfütterung (im Sommer) zu reiner Trockenfütterung (für das ganze Jahr) am besten »u bewirken i Die Preise betragen für jede beste Lösung leder einzeln« der fünf Angaben je 50 Mark. Als Preisrichter fungiren die Herr« Prosiffor Dr. Kirchner - Leipzig, Oeconomierath Käferstein- Nikderfedlitz und Dr. Platzmann-Saida. Interessenten erfahr« Näheres durch die Redactton der „Dresdener LandwirthschafUtch» Preffe" in Dresden-Blasewitz._________________________ ,
AmUiche Prüfung der Lichtstarke des Leuchtgases.
Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gas
verbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Monat November 1895: 131/* Kerzen.
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Bekanntmachung*.
Bett.: Die Ergä«z«ngswahl der Grotzherzogl. Handelskammer zu Gießen für 1896.
Zur Ergänzungswahl der Mitglieder der unterzeichneten Handelskammer für das Jahr 1896 haben wir Termin aus Mittwoch, den 4. Deeember l. I., Nachmittags von 2—S Uhr im Handels- kammer-Local, Neustadt 32, 1. Stock, Eingang rechts (im Hause des Herrn Commerzrenrath Gaü) anderaumt. Die Wahlberechtigten des Handelsstandes der Stadt Gießen werden zu dieser Wahl mit dem Anfügen emge- laden, daß drei Mitglieder zu wählen sind, und die nach dem Gesetze ausscheidenden Herren F. C. B. Koch, Commerzienrath Wilhelm Gail und Commerzienrath Georg Wortmann wieder gewählt werden können.
Gießen, den 30. November 1895.
Grotzherzogliche Handelskammer.
A. Kraatz, Wahlcommissär. 10027
Concursverfahren.
Im Concurse über das Vermögen des Heinrich Krieb I. von Gießen hat dieser unter Zustimmung aller bekannten Gläubiger Antrag auf Einstellung des Verfahrens gestellt. Widerspruch gegen diesen Antrag kann binnen einer mit dieser Bekanntmachung beginnenden Frist von einer Woche bei uns erhoben werden.
Gießen, den 29. November 1895. Grobherzogliches Amtsgericht.
_______Neuenhagen. 10020
ÄL FWAHlMS.
Freibank. [9992 Heute und Montag:
Ochfensteifeh nicht ladenrein, pr. Pfd. 52 Pfg. Dr. Oetker» Recepte gratis: •”
Dr. Oetker» B «ckpuloer 10 Pfg , Dr. Oetker» Er-rne-Puddi' g-Pulver .. 15 Pfg. bei tiebr. Adami.
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1 Wagen, 2 Schweine, 1 Paithie Nutzholz, 1 Hobelbank, 1 Ladeneinrichtung, 1 Bett. 6 Sopbas, 4 Bett stellen, 1 Silberschrank, 2 Commoden, 1 Secretär 2 Kleiderschrünke und sonst Mobiliar 1 Regulator, 1 Koffer, 1 Anzahl Oel- und sonst Bilder, 1 Musikautomaten, Glas, Porzellan u s. w.
Ferner 1 Nähmaschine, 1 weiteres Sopba, 1 Taschenuhr.
verfteiger«ng ad. 2 findet bestimmt, ad. 1 voraussichtlich theilweise bestimmt statt.
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