ltche Wähler des vereinigten Königreiches sollen aufgefordert werden, nur solche parlamentarische Candidaten zu unterstützen, welche für die Abschaffung des Oberhauses eintreten. — Nun, so rasch wird die Sache mit der Beseitigung der Pairskammer wohl nicht gehen, als dies die Heißsporne im Lager der irischen Nationalisten und englischen Radicalen träumen, immerhin wird jedoch das Haus der Lords gut thun, bei Zeiten sich auf den neuen Feldzug, der ihm droht, vorzubereiten.
Neueste Nuch^chten.
Wolff« telegraphifche« Corresponden--Bureau-
Berlin, 27. August. Die große Berliner Kunstausstellung wird nach einem am Samstag gefaßten Commissionsbeschluß bis zum 15. September verlängert.
Berlin, 27. August. Die 35. Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure wurde heute hier eröffnet. Der Vorsitzende, Maschtnensabrtkant Lwowskt-Halle, gab einen Abriß der VereinSthätigkeit und begrüßte die Ehrengäste, worunter Minister Thielen, General v. d. Goltz, der Präsident des ReichSverstcherungSamtS, Oberbürgermeister Zelle, der Rector der technischen Hochschule. Minister Thielen und Oberbürgermeister Zelle bewillkommneten die Versammlung Namens der Staatsregierung und der Stadt. Pro- feffor BuSley-Ktel besprach die neuesten Bestrebungen und Erfolge des deutschen Schiffbaues, dem ein glänzendes Zeug- ntß auszustellen sei. Professor Ernst-Stuttgart erörterte die Frage der Maschinenbaulaboratorien, die an den technischen Hochschulen errichtet werden sollen, um den Studirenden zu practischen Versuchen zu dienen und technische Aufgaben aus der Praxis zu lösen.
Berlin, 27. August. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge that der deutsche Gesandte in Peking auf die Weisung deS Auswärtigen Amtes sofort beim Empfang der Nachricht von der Gefangennahme zweier katholischer Missionäre in Süd-Schantung durch Briganten Schritte zum Schutze der Missionäre. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt, sind die Missionäre bereits in den ersten Tagen des August gegen 4000 Mk. Lösegeld in Freiheit gesetzt worden.
Berlin, 27. August. Der „Börsenzeitung" wird aus Ntschnt-Nowgorod telegraphirt: Trotz deö amtlichen Dementis stellt sich zufolge einer Bekanntmachung des Gouverneurs von Nifchnt, Baranow, heraus, daß die Cholera in der Stadt grafsirt. Bisher wären 68 Cholerafälle constattrt.
Essen a. d. R., 27. August. In der Strafkammersitzung kam es heute zu einer aufregenden Scene, indem ein Angeklagter bei Verkündigung des Urtheils plötzlich einen Revolver zog und auf den Vorsitzenden schoß. Glücklicherweise ging der Schuß fehl. Hierauf gab der Angeklagte, der zu 14 Tagen Haft verurtheilt worden war, auf sich selbst einen Schuß ab, verletzte sich aber nur leicht.
TemeSvar, 27. August. Bet dem Marsche der hiesigen Truppen zu dem Manöver wurden nach 20 Kilometern eine Anzahl Soldaten vom Sonnenstich befallen. Drei sind tobt, sieben bewußtlos.
Bern, 27. August. Die Königin von Italien ist mit einem Gefolge von 15 Personen in Zermatt angekommen- die Gesellschaft kam über den Monteroso. Beim Gletscher wurde Baron Pecco, einer der Begleiter der Königin, vom Herzschlag getroffen- er fiel tobt zu Boden. Der Leichnam wurde nach Zermatt gebracht.
Paris, 27. August. In einer in Stenay-sur-Meuse vor seinen Wählern gehaltenen Rede betonte der Ftnanz- minister Poincarv die Nothwendtgkeit, jede unbesonnene Finanzreform zu vermeiden. Der Minister theilte mit, die Regierung werde der Kammer Steuergesetzentwürfe vorlegen, durch die das Capital und das Einkommen unmittelbar getroffen, die Erbschaftssteuer verbessert und die kleinen Steuerzahler entlastet werden sollten.
WB. Washington, 28. August. Cleve land kündigte den Entschluß, das Steuerproject nicht zu unterzeichnen, noch auch ein Veto etnzulegen, an. Der Entwurf wurde nach Mitternacht gesetzt. Cleveland fügte hinzu, das Vorgehen SugartrustS werde nicht vergessen und verziehen werden, er, Cleveland, begünstige die Zollfreiheit von Rohstoffen und erneuere die Anstrengungen zur Herbeiführung von Zollreformen.
Depeschen de« Bureau .Herold*.
Berlin, 27. August. DaS „Berl. Tagebl." giebt in seiner heutigen Nummer, wie es sagt auf Grund authentischer Information, ein Bild von dem gegenwärtigen Stande der anarchistischen Bewegung in Berlin. Danach stehe fest, daß die Berliner Anarchisten keine Beziehungen zu den ausländischen haben und daß bei den verhafteten Anarchisten Schäwe und Dräger keine Bomben, sondern gewöhnliche Granatenhülsen ohne Ladung gefunden wurden. Ferner hätten überhaupt keine Massenverhaftungen von Anarchisten stattgefunden, nur Schäwe und Dräger seien wegen thärlicher Angriffe auf die Polizei verhaftet worden. So ungefährlich aber auch der gegenwärtige Stand der anarchistischen Bewegung in Berlin erscheine, so könne doch täglich ein Umschlag eintreten, trotz aller Wachsamkeit der Polizei.
Berlin, 27. August. Das „Berl. Tagebl." meldet aus Rom, CriSpi sei am SamStag, als er sich anschickte, sein HauS zu verlassen, in seiner Kurzsichtigkeit über einen kleinen Tisch gestolpert und habe sich im Falle am Kopfe leicht verletzt.
Berlin, 27. August. Eine aus gestern von den Anarchisten nach Rtxdorf einberufene Volksversammlung wurde polizeilich ausgelöst, als der Vorsitzende der Versammlung, ein antisemitischer Anarchist, bet der Besprechung des ThemaS: „Der Boykott als l berechtigtes Kampfmittel gegen Juden und Unternehmer" • die extremsten Anschauungen über die Juden aussprach.
Nächsten Sonntag soll die Versammlung ihre 'Fortsetzung erhalten.
Berlin, 27. August. Reichskanzler Graf Caprivi ist heute nach Karlsbad abgereist und wird in der ersten Woche des October nach Berlin zurückkehren.
Berlin, 27. August. Der „RetchSanzetger" dementirt die Blättermeldung, wonach bei den diesjährigen Kaiser- manövern von der Cavallerie neue Schnellfeuergeschütze versuchsweise gebraucht werden sollten.
Berlin, 27. August. Morgen Vormittag findet durch den Kaiser die Besichtigung der fünften Division aus dem Tempelhofer Felde statt.
Köln, 27. August. Die heute früh abgehaltene erste geschlossene Sitzung des Katholikentages wurde von Herrn Justizrath CustodtS eröffnet, der in seinen Begrüßungsworten darauf hinwtes, daß der Katholikentag Zimmer mehr den Character einer Heerschau annehme, bei der festgestellt werde, wie der Kampf gegen die Gegner geführt werden müsse. Vor Allem müsse man suchen, die sociale Roth zu lindern. Die brennendste aller Fragen sei die sociale. Schrankenloser Egoismus habe weite Kreise Gott entfremdet und den revolutionären SocialiSmus, den Anarchismus, erzeugt. Hier müßten die Hebel angesetzt werden. Den Arbeitern solle ein menschenwürdiges Dasein geschaffen werden, damit sie sich wieder des Lebens freuen könnten. Die erste öffentliche Versammlung findet heute Nachmittag statt. — Im weiteren Verlauf der geschlossenen Versammlung des Katholikentages wurde Orterer zum ersten, Graf von der Schulenburg zum zweiten und Letocha zum dritten Präsidenten gewählt. Orterer betonte in seiner Ansprache die Einigkeit des CentrumS und das treue Verharren Bayerns bei demselben. Auch die Führer seien unter einander einig. Windhorst widmete Orterer längere Ausführungen und erklärte schließlich: „Vereint müssen mir Epigonen unseren ruhmreichsten Führer zu ersetzen suchen. AlS Ort für den nächsten Katholikentag empfahl Orterer München. August Reichensperger, der als Ehrenpräsident sprach, forderte zur Toleranz gegen die Gegner auf. Bis heute waren schon 3000 Mitgliedskarten ausgegeben. Zum Vorsitzenden deS Ausschusses für die^Papstsrage wurde Graf Ballestrem, zu demjenigen für die Schulfrage Porsch gewählt. Von hervorragenden Anwesenden erwähnen wir noch Graf Konrad Preysing und v. Schorlemer-Alst.
Posen, 28. August. Neuerdings wurde bet drei erkrankten Personen in U s ch Cholera asiatica nachgewiesen.
Memel, 27. August. In dem russischen Orte Crottingen hat ein ungeheurer Krawall stattgefunden, weil der Gutsbesitzer Graf Tyßktewicz einer Anzahl Bauern zusammen 30 Stück Vieh hatte pfänden lassen. In der Nacht erschienen 100 mit Gewehren und Sensen bewaffnete Bauern vor dem Schlöffe des Grafen und stürmten dasselbe. Eine förmliche Schlacht, in der es mehrere Schwerverwundete gab, fand zwischen den gräflichen Beamten und den Bauern statt.
Rom, 27. August. Wie gerüchtweise verlautet, soll Cr i sp i eine vertraute Persönlichkeit beauftragt haben, beim Papst dahin zu wirken, daß er der Vermählung deS italienischen Kronprinzen mit einer österreichischen Erzherzogin seine Zustimmung gebe. CriSpi wolle dem Papste weitgehendste Concessionen machen.
Amsterdam, 27. August. Die auö Batavia hier eingetroffene Nachricht, daß die holländische Expedition nach Lombok verräterischer Weise von Eingeborenen überfallen und in die Flucht geschlagen wurde, ruft in allen Kreisen große Erregung hervor. Einzelheiten über das Vorkommntß werden mit Spannung erwartet.
London, 27. August. Wie die „Times" aus Lima melden, sind 600 stark bewaffnete Aufständische im Begriff, nach dem nördlichen Peru gegen die Regterungstruppen vorzurücken. ES steht eine entscheidende Schlacht nahe bevor.
London, 27. August. Der „Times" wird aus Tientsin vom 23. August mttgetheilt, General Yeh habe sich mit 4000 Mann mit der Hauptmacht bei Ping-Aaug vereinigt. Der Rest des chinesischen Heeres unter General Nteh treffe am nächsten Tage ein.
Shanghai, 27. August. Ein katserlich'er Erlaß erklärt die chinesischen Beamten für verantwortlich für die Mißhandlung und Ermordung von Missionaren und befiehlt die Enthauptung der Schuldigen und Bezahlung von Entschädigungssummen an die Hinterbliebenen der Opfer.
Steßen, den 28. August 1894.
♦* Sitzung Grotzherzoglicher Handelskammer Sieben vom 24. August 1894. Anwesend die Herren: Koch, Scheel, Heichelheim, Homberger, Katz und Kraatz. Die Kammer beschloß, die auf Veranlassung des Kaiser!. Patentamts im diesseitigen Interessengebiete veranstaltete Sammlung von Waarenbezetchnungen zwecks Prüfung derselben und Ausscheidung der nach dem neuen Gesetz als Freizeichen zu behandelnden Marken durch die genannte ReichSbehörde für vorläufig geschlossen zu erklären und dem Kaiser!. Patentamt daS Resultat der Sammlung zu übermitteln. Nachträgliche Anmeldungen werden diesseits selbstverständlich noch berücksichtigt. — Eine Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Erweiterung der ZwangS- Versicherung aus das Handels- und Kleingewerbe, betr., sowie ein Rundschreiben der Handelskammer Stuttgart, denselben Gegenstand betr., wurden einer Berathung unterzogen und wird die Kammer in ihrer nächsten Sitzung zu den aufgeworfenen Fragen definitiv Stellung nehmen. — Von einer auswärtigen Handelskammer ist wiederum die Herabsetzung der Telephongcbühren, für welche wir bereits mehrfach bet den maßgebenden Behörden, namentlich bet der Reichspostverwaltung energisch eingetreten sind, angeregt worden. Wir nehmen auch jetzt | wieder Gelegenheit, diesen Standpunkt zu vertreten, in der
festen Ueberzeugung, daß der durch die Herabsetzung der Gebühren befürchtete Einnahmeausfall reichlich durch die itr Folge der Verbilligung herbetgeführte Vermehrung der Anschlüsse ausgeglichen würde. — Es gingen der Kammer von maßgebender Seite Mitthetlungen über zweifelhafte Firmen im Auslande, namentlich in Großbritanien und den Niederlanden zu. Etwaigen Interessenten liegen dieselben auf unserem Bureau zur Kenntnißnahme offen. — Vielseitigen Wünschen entsprechend hat die Kammer bei der Großh. Direction der Oberhessischen Eisenbahnen die Frage der Einführung , bon feststehenden Rundreisebillet S für die Strecken Gießen-Gelnhausen-Frankfurt-Gießen (für Sommer und Winter) in Anregung gebracht. Genannte Behörde theilte uns daraufhin hin mit, daß sie sich mit den König!. Directionen Frankfurt a. M. und Hannover ins Benehmen gefetzt habe, um nach deren Zustimmung jene Fahrscheine einzuführen. Verkehrs - Interessenten werden bet diesem Anlaß darauf aufmerksam gemacht, daß feststehende Rundfahrscheine über die Linien Gießen-Fulda- Gelnhausen-Gießen bereits seit längerer Zett ausltegen. — Der deutsche Etsenbahn-Verkehrs-Verband übersandte uns den 3. Nachtrag betr. der im Verkehr nach Belgien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Serbien und Spanien zu berücksichtigenden Zoll-, Steuer-und poliz etlichen Vorschriften. Interessenten können auf unserem Bureau Einsicht nehmen.
* * Auszeichnung. Herr C. Schwan, welcher bereits auf vielen größeren Ausstellungen werthvolle Preise für Geflügel erhielt, hat auf der am Samstag in Darmstadt eröffneten Geflügel- und Vogelausstellung folgende Preise erhalten: 1 Ehrenpreis für Wassergeflügel, 1 deögl. für Tauben, 1 ersten Preis für Dorkings, 1 deSgl. für Gänse, 1 zweiten Preis für Spanier, 1 desgl. für Pfautauben, 1 desgl. für Tümmler, 1 dritten Preis für Cochinchina, 1 desgl. für Enten, 3 deSgl. für Tauben (Römer), 1 desgl. für französische Bagdetten, 1 deSgl. für Brünner Kröpfer, 2 desgl. für Perrücken, 4 desgl. für Brieftauben.
• * Stolze Stenographie. Wie aus dem Jnseratentheil der heutigen Nummer ersichtlich ist, ladet der Vorstand des Mittelwestdeutschen Stenographenbundes nach Stolze für kommenden Donnerstag Abend alle Anhänger des Stolze'schen Systems zu einer Besprechung ein, welche den Zweck haben soll, am hiesigen Platze einen Stolze'schen Stenographen- Verein ins Leben zu rufen. Das Stolze'fche System, welches in Süd- und Mitteldeutschland nur schwach vertreten war, bricht sich immer mehr Bahn, was schon daraus hervorgeht, daß der genannte Bund nach dem neuesten Jahresbericht 18 Vereine mit über 500 Mitgliedern umfaßt.
* * Das HochzeitSgefchenk der Kriegerkameradschaft Hasfia, welches bekanntlich in voriger Woche Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog überreicht wurde, ist bis zum 2. September einschließlich täglich von 10—12 Uhr im Vorzimmer des Residenzschlosses zu Darmstadt ausgestellt.
** Die Sommer ObstanSstellung deS Oberheffifchen Obst- banvereinS wurde am vorigen Samstag in Friedberg, im Saale des Saalbaues, eröffnet. Herr Geheimer Regierungsrath Kreisrath Dr. Braden betonte, der „Darmst. Ztg." zufolge, bei der Eröffnung, daß die Obstausstellungen nicht Schaustellungen seien, sondern Anregung und Belehrung geben sollen. Aus die diesjährige Ausstellung hinweisend, machte er darauf aufmerksam, wie sie in interessanter Weise die Reifezeit der einzelnen Fruchtsorten in den verschiedenen Zonen Oberheffens vor Augen führe. Er betonte des weiteren, daß die Nothlage der Landwirthe zwinge, jeden Zweig der Landwirthschaft nutzbar und rentabel zu machen und wie der Obstbauverein sich hierin in den Dienst der Landwirthe stelle und wie dies auch anerkannt werde und sich schon äußerlich zeige im Wachsen des Vereins, dem jetzt schon über 5000 Mitglieder angehörten, während er vor 5 Jahren mit 10 Mitgliedern gegründet worden sei. In das vom Redner ausgebrachte Hoch auf Se. Königl. Hoheit den Großherzog, den Protektor und Fürsorger aller seiner Untertanen, dem auch die Landwirthschaft warm am Herzen liege, stimmten alle Anwesenden begeistert ein. Die obere landwirthschaftliche Behörde war bet der Eröffnungsfeierlichkeit durch Herrn Ministerialrath v. Bechtold und Herrn Oeconomierath Müller vertreten. Der Saal, worin die Ausstellung sich befindet, ist aufs schönste mit Tannengrün und Guirlanden geschmückt. Auf hohem Podium befindet sich die Büste Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs inmitten schöner Blattpflanzen, die von Fichte» flankirt werden. Aus langen Tischen sind in schönem Arrangement die lachenden Früchte geordnet, lieber 50 Teller mit eben so vielen Sorten des feinsten Stein- und Kernobstes hat der Friedberger pomologische Garten, natürlich ohne Preisbewerbung, ausgestellt- dazu gesellen sich noch eine Anzahl Gläser mit Gelee und eingemachten Früchten verschiedenster Art, die nutzbringende Verwendung auch solcher Früchte zeigend, die ohne diese Zubereitung frühem Verderben anheimfielen. — Die südliche Wetterau bringt schon reife Trauben, von denen einzelne Exemplare allerdings im Treibhause gezogen sind, zur Ausstellung, neben denen wir noch reife Erdbeeren, Johannesbeeren und Stachelbeeren erblicken. Die prachtvollen Früchte von Stein- und Kernobst und die reichen Sorten zeigen, daß der Obstbau in allen Theilen Oberhessens verständnißvolle Pflege findet. Die ausgestellten Flaschen mit den verschiedensten Beerenweinen, die Gläser mit Gelee, Marmelade und eingemachten Früchten sind ein deutlicher Beweis dafür, daß gleichzeitig die Kenntniß der richtigen, praktischen Berwerthung der Früchte in immer weitere Kreise dringt.
* * Reorganisation des ApothekerwesenS. Eine Petition an den Landtag, die auf gleichmäßigere Vertheilung der Apotheken auf dem Lande, wie überhaupt auf Reorganisation deS ApothekerwesenS in Hessen abzielt, ist in Vorbereitung.
♦ ♦ Die gemeinschaftliche Sedanfeier der sndwestdentfche» Rationalliberalen fällt, wie der „Darmst. Tägl. Anz." mit- theilt, mit Rücksicht auf daS nächstjährige 25jährige Jubiläum deS Sedantages aus.


