Der zweite CursuS pro 1894 beginnt Montag den 2. Juli und wird SamStag den 1. December 1894 geschlossen werden.
Die Meldungen hierzu find bei dem unterzeichneten Vorfitzenden des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe deS Vor- und Zunamens, des Tags, Monats und Jahrs der Geburt und des Wohnorts der Schülerin» und des Namens der Eltern oder des Vormunds schriftlich einzureichen.
Lind heim, den 7. April 1894.
Der Vorsitzende des landw. Bezirksvereins Büdingen.
Kliet sch, Geh. Regierungsrath.
, Das Ortscomite.
Wefternacher, Oberamtmann. Frau Westernacher. Buß, Kreisschulinspector. Möller, Pfarrer. Lipp, Bürgermeister. König, Beigeordneter.
Coeofc* rrrrö Provinzielles.
S. W. Aus der südlichen Wetterau, 25. April. Wie weit wir in diesem Frühjahre mit der Vegetation bereits vorgeschritten Jinb, beweist die Thatsache, daß dem Einsender soeben von einem Arbeiter eine vollkommen ausgebildete Kornähre überbracht wurde. Während in gewöhnlichen Jahren um Georgen- und Markustag (23. und 25. April) die Natur noch fast ganz tobt ist, haben wir in der vierten Aprilwoche ausgewachsene Kornähren. — Man ist bereits mit dem erstmaligen Behacken der Zuckerrüben beschäftigt. Die Pflänzchen sind schön aufgegangen und entwickeln sich zusehends. — Das Steinobst hat, mit Ausnahme der Spätkirschen, fast ganz verblüht- die Birnbäume sind mit der Dlüthe nahezu durch und beide Obsternten setzten gut an. 3n einigen Tagen sind auch die Apfelbäume mit der Blüthe zu Ende, denn die Blumenblätter fallen bereits ab und es sieht unter den Bäumen aus, als hätte es geschneit. Dieses Jahr kann man mit Recht den dichterischen Ausdruck vom „Blürhenschnee" auf und unter den Bäumen gebrauchen.
△ Aus dem Kreis Alsfeld, 27. April. Dem soeben mitgetheilten interessanten Bericht des Großh. Kreisgesundheitsamtes entnehmen wir, daß der Gesundheitszustand der Bevölkerung im Kreise Alsfeld sich im Jahre 1893 im Vergleich zum Vorjahre im Allgemeinen zwar gebessert hat, aber doch nur in den Herbstmonaten (September—November) als günstig bezeichnet werden konnte. Denn auch im abgelaufenen Jahre hatte der Kreis wieder viel unter epidemischen Krankheiten zu leiden. In der ersten Jahreshälfte herrschte Diphtherie in ungewöhnlicher Ausdehnung und Bösartigkeit, noch schlimmer als im letzten Vierteljahre 1892. — Seit betn Monat Juli mehrten sich bie Erkrankungen an Unterleibs- Typhus, der Jahre hindurch bis 1892 nur selten im Kreise vorgekommen war, in auffälliger Weise, hauptsächlich im unteren Felda- und mittleren Ohmthal. — Influenza, die seit der letzten großen Epidemie im Frühjahr 1892 anscheinend nicht wieder völlig erloschen war, durchzog im Juni den südlichen Theil des Kreises, der im Vorjahr ziemlich verschont geblieben war- im Juli erschien die Seuche in Eifa, im November wurde Schwarz stark mitgenommen und im Monat December erreichte die diesmalige Epidemie ihren Höhepunkt. — Scharlach hatte im Januar in Storndorf, im März in Merlau und Kirschgarten mäßige Epidemien verursacht und trat mit Jahresschluß in Nieder-Ohmen auf, während Keuchhusten seit Juni die Orte des oberen Schwalm« thals von Unter-Sorg aufwärts durchzog und sich weiterhin nach Windhausen und Zettbach und schließlich nach Nieder- Gemünden und Rülfenrod verbreitete. Masern waren im Berichtsjahre nur in vereinzelten Fällen vorgekommen. — Die Zahl der im Berichtsjahr verzeichneten Todesfälle beträgt 778 — 21,2°/00; hiervon entfallen auf die Bräunekrankheiten, Diphtherie und Croup, 127 — i/6 Opfer. — Ungünstiger Gesundheitszustand und hohe Sterblichkeit herrschten im Berichtsjahre in den Orten Bernsfeld, Eifa, Hainbach, Nieder-Gemünden, Ober-Ohmen, Romrod, Ruhlkirchen und Ruppertenrod.
reizendes Märchenspiel, das seine Zugkraft auch noch nach der Fesivorstellung bewährte und am Dienstag wieder vor ausverkauftem Hause gegeben wurde, dürfte wohl noch einige Male erscheinen. Am nächsten Sonntag beginnt der gefeierte Heldentenor Anthes von Dresden ein Gastspiel in Wagners „Lohengrin", um dann noch in „Bajazzo" und „Cavalleria rusticana“ aufzutreten. Dann folgt die längst erwartete Kammersängerin Frau Rosa Sucher aus Berlin, die hier die „Isolde" und „Brünnhilde" („Götterdämmerung") singen wird.
Ein internes Fest, an dem aber doch auch das Publikum regen Antheil nehmen wird, begeht das Hoftheater noch in den letzten Tagen des April. Am 30. d. Mts. feiert der verdiente Leiter unserer Hofbühne, Herr Director Theodor Wünzer, der auch als Künstler hochberühmt ist, das Jubiläum seiner vierzigjährigen Bühnenthätigkeit. Leider gedenkt der verdiente Director unseres Kunftinstitutes sich dann von seiner mühevollen Thätigkeit zurückzuziehen und dürfte, falls sich die in den Tagesblättern veröffentlichte Nachricht bestätigen sollte, in einem langjährigen, sehr beliebten Mitglied unseres Hoftheaters, Herrn Hofschauspieler Werner, einen Nachfolger finden. Ende Mai werden dann, wie alljährlich, bie Pforten unseres Musentempels geschlossen, um sich Anfangs September neu zu öffnen.
Um bas Sommertheater im Saalbau soll sich eine große Anzahl von Directoren beworben haben, nachbem Herr Abam Reiners im letzten Jahre mit recht hübschem Erfolge bie erste Direction geführt hat. Die Bühne kann jeboch für biesen Sommer von ber Stadt nicht vergeben werden, da der Saalbau umgebaut und vergrößert werden soll.
Veemrschtes.
* Betrog per Telephon. Vor der Kölner Strafkammer kam dieser Tage ein Fall zu Verhandlung, welcher für größere Kreise Interesse hat, da er die Geschäftsleute, welche Telephon- Anschluß haben, mahnt, bezüglich der Bestellungen durch den Fernsprecher auf der Hut zu sein. Am 30. (April 1892 wurde ein Kölner Juwelier durch das Telephon unter dem Namen Moritz Goldberg um Uebersendung mehrerer goldenen Uhrketten an diesen zur Auswahl gebeten. Der Juwelier, der den Namen Goldberg kannte, sagte zu, und bald darauf trat ein Mann in sein Geschäftslocal, um die Uhrketten in Empfang zu nehmen. Es wurden demselben Ketten im Gesammtwerthe von 800 Mark übergeben. Als nach mehreren Tagen weder Mittheilung von Goldberg noch die Ketten eintrafen, wandte der Juwelier sich an G. mit der Anfrage, ob er noch keine Auswahl getroffen hätte. Nun stellte sich heraus, daß Goldberg keine Uhrketten bestellt hatte und der Juwelier Schwindlern in die Hände gefallen war. Der Besteller wurde in dem Installateur Johann Christian Sauer aus Kalk ermittelt, dieser hatte die Uhrketten durch einen Anderen abholen lassen und dieselben für 560 Mk. verkauft. Sauer wurde, weil er schon bestraft ist, zu sechs Monaten Zuchthaus verurtheilt.
* Stolz lieb' ich den Spanier! Ein Impresario aus Lima hat den berühmten Stierfechter Reverte in Madrid für sechzehn in der Peruanischen Hauptstadt zu gebende Circus- Aufführungen zu werben gesucht. Der Peruaner hat dem Torero 170000 Pesetas angeboten. Letzterer hat jedoch das Angebot abgelehnt, „da er in Madrid besser bezahlt werde." Unter 15000 Pesetas (12 000 Mk.) ist Reverte für keine Vorstellung zu haben.
* Berlin, 25. April. Der Dowe'sche Panzer hat am Dienstag-Nachmittag um 3 Uhr die eingehendste Probe von allen zu bestehen gehabt. Vor Offizieren vom Jngenieur- corps und von der Artillerie, und zwar in Gegenwart des Obersten Götze vom Patentamt mußte Dowe den Panzer anlegen. Offiziere hatten Patronen für das jetzige Jnfanterie- Gewehr-<Modell 88) mitgebracht und luden eigenhändig das Gewehr, das Martin später auf Dowe abschoß. Der Panzer hielt diesmal ebenso Stand, wie früher, so daß nach dem Urtheil der Sachverständigen die Erfindung auch für Militärzwecke nutzbar, wenn auch in der jetzigen Gestalt zur Panzerung des einzelnen Mannes nicht verwendbar, ist. Weiterhin hat eine Probe mit der Original-Militärpatrone auch vor dem Geheimen Ober-Medicinalrath Dr. v. Bardeleben stattgefunden, nachdem gelegentlich des Chirurgischen Congreffes die Ansicht ausgesprochen worden war, daß der Panzer der Militärpatrone nicht standhalten werde. Herr v. Bardeleben, wie auch die am Dienstag versammelten Offiziere haben dem Mannheimer Schneidermeister schriftlich bescheinigt, daß „die Erfindung sich als absolut kugelsicher erwiesen und daß Dowe von den auf ihn abgegebenen Schüssen keine Belästigungen verspürt habe." Im Uebrigen ist auf Wunsch der Stabsoffiziere noch auf den Panzer in hängender Lage und an einem Brett stehend in schräger Richtung geschossen worden. Das Ergebniß zeigte keine Abweichung von dem früheren.
* Eine drollige Scene aus seinem Eheleben erzählte in vergangener Woche der Berliner Mechaniker B. vor der Jnjurien-Abtheilung des dortigen Schöffengerichtes, wo er die Bestrafung feines Zimmerherrn, des Commis M., verlangte, weil dieser ihn in einer Restauration lächerlich gemacht haben sollte. Der Kläger erzählte: „Ick war zum Jiinse- ausspielen jewesen, un weil ick een tüchtiger Billardspieler bin, hatte ich drei Stück jewonnen. Na, denke ick, als ick so jejen dreie rum nach Hause wanke, heite habe ick richtig schwer jeladen, einesdeels von wejen die Jetränke, un anderndeels wejen bie drei Jänse, bie mir ber Wirth mit einen Strick zusammenjebunden un mir benn um den Hals jehängt hatte. Heite wird meine Olle jewiß nischt sagen, denke ick, als ick mit Noth un Mühe in’t Haus bin un nu nach den Drücker von die Schlafstubendhüre fummele. Endlich habe ick ihn un stolz will ick mit meinem Halsschmuck ihr vor die Oogen treten . . . Sie hatte mir aber schon kommen hören un wußte, wat die Jlocke jeschlagen hatte. Die Hampe hatte sie so'n bisken brennen lassen, aber sie halte sich umjekehrt, indem sie an meinen Oogenschein keine Freude erleben wollte. „Karline", sage ick, „ick habe drei Jänse", da stolpere ick aber über een Stück Kledasche un falle mit meine drei Jänse lang hin. Meine Olle sagt nischt un rührt sich nich. Ick will mir denn nu wieder ufrichten, der Strick von die drei Jänse is mir bei’t Fallen aber um den Hals jerutscht, un bet Jewicht von bie Thiere reißt mir immer roieber mit bem Koppe nach unten. „Karline", sage ick, „Helf mir doch uf, ick habe ja drei Jänse." Ach wat Jänse, sagt sie, eenen Affen hafte, un bet eenen tüchtigen. Na, ick sielte mir -denn nu mit meine drei Bratvvgel eene Zeit lang uf’n Fußboden herum, bis ick zuletzt Hülfe schrie. Da is sie denn ufjesprungen von wejen die Nachbarn, un da hat sie mir von meinen Jewinnst losjemacht un hat mir in’t Bette jeholfen. Un bet legt ber so aus, bet ick meine regelrechten Senge jekriegt hätte?" Nach längerem Zureben bes Vorsitzenben ließ ber Kläger sich doch zu einem Vergleich herbei.
* Zärtliche Mutter (bie dem Geschrei ihres Kinbcs lauscht): „O, was für eine süße Stimme hat bas Kinb! Sie wirb gewiß eine große Sängerin! Wir werben sie nach Italien schicken unb ihre Stimme ausbilben lassen müssen." Brutaler Vater (der gern einschlafen möchte): „Schicke sie sofort dahin!"
Citeratm? mtö Arrnst.
— Im Verlage von Hellmuth Henklers Buchdruckerei und Verlag (Johs Henkler & Schirrmeister) in DreSden-A. ist vor Kurzem ein Werk über das GaSglühlicht (Preis Mk. 2.—) erschienen, welches die epochemachende Auer'sche Erfindung in ausführlicher Weise behandelt und den zahlreichen Interessenten für diese wichtige Neuerung aus dem Gebiete der Beleuchtungstechnik die längst vermißte Be
lehrung bietet. Der Verfasser, Baumeister G. Hartwig, bat es oerftanden, in leicht faßlicher, fast möchten wir fagen unterhaltender Form die großen Vorzüge des Gasglühlichtes überzeugend nachzuweisen, die u. A. in der fast vierfachen Ltchtmenge bei kaum einem Sechstel der Kosten gegenüber dem electrischen Glühlichte, das dadurch in stets wachsendem Maße verdrängt wird, bestehen. Trotz der auch für Laten leichtverständlichen Sprache entbehrt das Werk nicht der wissenschaftlichen Gründlichkeit und dürfte somit nicht nur dem großen Publikum, das Interesse an einem hellen, billigen und gesunden Lichte hat, sondern auch jedem Fachmann willkommen sein. Es herrscht über das Wesen und die Bedeutung des Auerlichtes noch vielfach Unklarheit, und die erwähnte Schrift übernimmt es nun, unseres Wissens zum ersten Male, über alles Wissenswerthe hierbei Aufschluß zu geben. Wie sehr hierfür ein Bedürfniß vorltegt, beweist der Umstand, daß die erste starke Auflage binnen 3 Wochen vergriffen war. Das Werk ist in allen Buchhandlungen zu haben und wir wünschen demselben im Interesse der stets mehr hervortretenden Nothwendigkeit einer besseren Beleuchtung die weiteste Verbreitung.
— A kloaue Pris',! Mundarliche Gedichte von Heinrich Storch. Zweite, vermehrte Auflage. Druckerei und Verlagshaus Stuttgart, Dr. Foerster & Cie. Geheftet Mk. 2.— , elegant gebunden Mk. 2.70. Der ganze Ton und Geist dieser Lieder, die Innigkeit und Gemüthstiefe, die sie durchwehen, erheben diese reizvollen Gedichte über die meisten ähnlichen Erscheinungen. Ein Hauch edler Poesie liegt über dem Ganzen verbreitet; die ungekünstelte, schlichte und doch zum Herzen gehende Sprache wirkt ebenso wohl- thuend als der an vielen Stellen zum Ausdruck gelangende gesunde, kräftige Humor erheiternd und belebend. Möge das Büchlein die verdiente Verbreitung finden.
— Das Dttrtfdft Sprachgebiet in Europa und die deutsche Sprache sanft nnd jetzt. Von H. Nabert. 9 Bogen gr. 8°. Preis Mk. 2.—. (Stuttgart, Strecker & Moser.) Der Verfasser gtebt in kurzen Zügen und gemeinverständlicher, kerniger Sprache ein klares und übersichtliches B ld der Bewegungen der deutschen Sprachgebiete in Europa von der ältesten Zett bis auf die Gegenwart und am Schlüsse eine Schilderung der Gefahren, welche die deutsche Sprache und unser Volksthum gegenwärtig im Osten und Südoften und damit in der Folgezeit auch das Deutsche Reich selbst bedrohen.
Technische Fortschritte.
- Ein nettes Schutzmittel für Eisen und Holz. Dasselbe wird, wie die französische Fachzeitschrift -,Les corps gras, ind.“ berichtet, durch Zusammenschmelzen von Holzkohlenpuloer mit Harz oder Colophonium und Zusatz von gekochtem Leinöl, Walrat, Vaseline, Lardöl unb Knochenkohle in wechselnden Verhältnissen, je, wie die Anstrtchfähigkeit und Farbe sein soll, erhalten. Die Benutzung von Holzkohle und Harz bleibt jedoch stets die Hauptbedingung. Beim Gebrauch wird die Masse geschmolzen, aus Eisen ober Holz aufgestrichen unb gut trocknen lassen. Dieses neue Mittel heißt Plastique Bourdin und die mit demselben erzeugten festen, harten Ueberzüge des Eisens unb deS Holzes widerstehen schädlichen Einflüssen, zum Beispiel den Säuren, außerordentlich.
— Schutzmittel für Armaturen in Fabriken. In einem Vortrage über Cellulosefabrikation, den Fabrikbesitzer Meyer dieser Tage in Breslau hielt, machte er die Mittheilung, daß er die Schwierigkeit, betreffend Herstellung säurefreier Armaturen, dadurch gelöst hat, daß er Ventile, Pumpen rc. aus Hartblei conftruirt unb um dieselben Metallhüllen gelegt hat, welche den inneren Druck aushalten, während das innere Bleigehäuse die Metallhüllen vor der Zerstörung durch schweflige Säuren schützt. L. T.
- Neues Verfahre« zur Herstellung wasserdichter Stoffe. Wasserdichte Stoffe erhält Eckstein nach einem französischen Patent mit einer Mischung von 24 Th. löslichen Pyroxylin, 18 Th. Terpentin 10 Th. Harz, 300 Th. Aelher - Alkohol, 1 Th. Schwefel, 36 Th. Ricinusöl unb 30 Th. gallertartig gemachtem Leinöl. In dieses Gemische, das übrigens nicht für alle Zwecke die sämmtlich ange- gegebenen Bestandtheile, aber immer Pyroxylin-, Terpentin- und Aether-Alkohol enthalten muß, taucht er das Gewebe ein, nachdem es zuvor in verdünntem Alkohol gereinigt worden ist. Das gallertartige Leinöl wird zugesetzt, wenn der Stoff trotz des Pyroxylingehalts so feuersicher sein soll, daß er eine Temperatur von 200« C. aushält, ohne zu verbrennen. L. T.
— „Sarg* Kalodont,“ das anerkannt beste, nach kurzem Gebrauch unentvehrlich werdende Zahnputzmittel, findet in Deutschland, wo dasselbe bei Hof unb Adel, wie in jedem Bürgerhause im Gebrauch ist, immer allgemeinere Verbreitung. Dieselbe noch zu fördern, haben die Erzeuger den Preis von 70Pss. auf 60 Pf. herabgesetzt, und ist das trefliche Fabrikat um diesen Preis bereits fast überall bei den Herren Apothekern, Droguisten rc. zu haben. Es kann bei dieser Gelegenheit nicht eindringlich genug darauf hinge« wiesen werden, wie unerläßlich für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden der Besitz gesunder Zähne, und wie die nothwendige Vorbedingung hiezu eine gewissenhafte Pflege derselben ist. Weiteres haben Prof. Dr. Koch und andere wissenschaftliche Autoritäten, zuletzt Dr. W. D. Miller, Professor am zahnärztlichen Institut ber Universität Berlin in seinem Werke: „Die Mikroorganismen ber Mundhöhle," Leipzig 1892, überzeugend nachgewiesen, daß sich unausgesetzt und in unglaublichen Massen Giftstoffe in ber feuchtwarmen Mundhöhle bilden, sowie daß den hieraus entstehenden, oft äußerst gefährlichen Krankheiten nur durch regelmäßige Reinigung des Mundes vorgebeugt werden kann. Der innige Zusammenhang zwischen „verdorbenem Mund" unb „verdorbenem Magen" wurde erst durch diese neuen eingebenden Untersuchungen festgestellt. Wasser allein entfernt jedoch diese Giftstoffe nicht. Dies wird nur erreicht durch den Gebrauch, unb zwar am besten Morgens und Abends, eines antiseptisch wirkenden, sorgfältig bereiteten unb bewährten Zahn- reinigungsmittels, wie es „Sargs Kalodont“ darstellt, dessen stetig wachsender, heute bereits nach Millionen zählender Verbrauch am deutlichsten für den Werth dieses Mittels spricht. Rousseau sagte: „Eine Frau mit schönen Zähnen ist niemals häßlich!" Aber nicht blos Schönheit und der Reiz eines lachenden Mundes wird durch eine derartige Pflege ber Zähne erreicht, man sichert sich, was weit wichtiger ist, zugleich die Gesundheit und das Wohlbefinden bis ins späte Alter._______________________________________________ 1*928
— Bei den herrschenden tbeuren Kaffeepreisen versäume keine Hausfrau einen Versuch mit Pfeiffer &. Divers Kaffee »Essenz, denn nicht nur die hiermit erzielte Ersparnrß ist eine sehr wesentliche, sondern auch der Werth des Kaffees wird durch guten Geschmack und köstliches Aroma erhöht. — Man lasse sich nicht durch minder- werthige Nachahmungen täuschen unb verlange in den Colonial- unb Materialwaarengeschäften nur Pfeiffer & Dillers Kaffee - Essenz in Dosen, welche außer den auf verschiedenen Ausstellungen früher schon erhaltenen Goldenen Medaillen auch neuerdings wieder auf der Welt-Ausstellung in Chicago mit Medaille und Diplom (höchste Auszeichnung) prämirt worden ist.
Bedeutende Betriebsersparnisse “Xin maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes ober Her Lanbwirthschaft durch Aufstellung einer Wölfischen Locomobile AS Betriebsmaschine erzielt. Die von ber rühmlichst bekannten Maschinenfabrik von R. Wolf in Magdeburg-Buckau fett mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten halbstationären unb fahrbaren Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit des Brenn material Verbrauchs, Dauerhaftigkeit, und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anberen Urforungs u. haben auf allen deutschen Locomooil-Covcurrevzen den Sieg daoongetragen. [403


