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1894
Nr. 279 Zweites Blatt. Mittwoch den 28. November
Der chiehener A«ze1g-r erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.
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Feuilleton.
Aberglauben.
Nach einer ftanzöstschen Idee von A. Hill.
Der Wagen wartete bereits vor der Thüre — noch einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel — ach, ich kann mit mir zufrieden und meine Elfe — meine Else! wird stolz auf mich sein. Die weiße Cravatte kleidet mich vortrefflich und der nagelneue Frack fitzt wie angegofien. ES ist mir daS eine große Beruhigung, denn um Alles in der Welt möchte ich gerade heute im Vergleich zu meinem reizenden Bräutchen nicht allzu viel verlieren, heute, wo unsere seit acht Tagen bestehende Verlobung vor den Verwandten meiner Braut veröffentlicht werden und ich den neugierigen Blicken sämmtlicher Onkel und Tanten preisgegeben werden soll. Bet einem Ausflug der Club-Gesellschaft hatte ich Else kennen und merkwürdiger Weise auch sofort lieben gelernt. Als ich einige Tage später, Dank der Güte eines alten Freunde-, bet den Eltern eingesührt wurde, begrüßte mich daS holde Mädchen mit lieblichem Erröthen. Oho, wie viel ließ mich dieses Erröthen ahnen und — diese Ahnung — sie trog nicht. Else war auch mir damals schon herzlich gut. Die Eltern erkundigten sich bei meinem Freunde genau über alle-, waS sie über mich wissen wollten — die Auskunft fiel über Erwarten gut auS, so daß, als ich mir ein Herz faßte und den Vater von meiner heftigen Liebe zu Else in Kenntniß setzte, er mich gerührt in die Arme schloß und mir gestattete, mit seiner Tochter ein Gleiches zu thun. — Der Gedanke an diesen himmlischen Moment läßt mich alles andere vergessen. — Erst das heftige Peitschenknallen deS Kutschers unter meinen Fenstern führt mich wieder in die Wirklichkeit zurück. Rasch ergreife ich daS prachtvolle Bouquet für meine Braut und besteige den Wagen, der mich in wenigen Minuten vor die kleine Villa meiner zukünftigen Schwiegereltern führt. DaS freundliche Kammermädchen öffnete mir die Thür- fie nimmt mir daS Bouquet ab und — wie impertinent! — fie hält eS an ihre Nase! an ihre Nase, die noch dazu eine ganz gewöhnliche Stumpfnase ist. Ich finde das wirklich unbescheiden und hätte sie mir nicht bereits die Thür zum
Salon geöffnet, so würde ich ihr daS auch ganz gewiß gesagt haben. Aber jetzt ist eS zu spät, ich stehe meiner Braut und deren Mutter gegenüber. Der letzteren küsse ich galant die Hand, streichle den Kopf des mich lebhaft ankläffenden kleinen Seidenpinschers, der sich der besonderen Liebe meiner Schwiegermutter erfreut, und nähere mich dann meiner Braut. Sie begrüßt mich mit ihrem süßesten Lächeln. Wahrhaftig, fie ist bildschön.
Aber was hat Mama? Sie macht ein Gesicht wie eine Katze, wenn es donnert. Sollte Jauchen krank sein? Aber nein, es hat mich ja bei meinem Kommen so vergnügt angebellt. Gewiß hat mein guter Schwiegervater ihr Mißfallen erregt. Doch was bedeutet das Papier in ihrer Hand?
Endlich fasse ich mir ein Herz und fragte fie nach dem Grunde ihrer Verstimmung. Indem fie mir den Brief hinreichte, sagte sie gepreßt:
„Sie müssen Rath schaffen, Gustav. Sie allein sind es im Stande."
Daß ich es nur gestehe, es wurde mir ein bischen schwindelig bei dieser schwiegermütterlichen Ankündigung. Wie — wenn ich nun keinen Rath zu geben wußte? — Jedoch — wer weiß — laß sehen, was der Brief enthält.
„Liebe Cousine! Mein Mann ist noch immer nicht von seiner Geschäftsreise zurückgekehrt. Entschuldige ihn und nimm bei dem heutigen Verlobungsessen mit mir allein fürlteb. Herzl. Gruß
Emma."
„Nun," frug ich erstaunt, „waS macht daS?"
„Was daS macht?" Meine Schwiegermutter fährt von ihrem Sessel in die Höhe — Jauchen fängt an zu knurren und Else seufzt leise. — „Was das macht! Dreizehn bei Tische und noch dazu am Verlobungtztage!" Und ohne auf ihre kunstvolle Frisur zu achten, fährt die erregte Frau mit beiden Händen in die Haare, so daß sie in wenigen Augenblicken eine bedenkliche Aehnlichkeit mit Jauchen verräth. — „Wissen Sie, waS das bedeutet?" stöhnte sie dabei, „den Tod bedeutet es, den sicheren Tod eines Familienmitgliedes vor Beendigung deS Jahres. Gustav, — ich beschwöre Sie, retten Sie uns!"
„WaS kann ich thun?"
„Besinnen Sie sich - — haben Sie nicht in der Nachbarschaft einen Bekannten, welchem Sie den Fall erkläre« und schnell noch einladen können? Sie haben ja fo viele Freunde — vielleicht treffen Sie auf der Straße einen, der Sie hierherbegleitet. Ach, — so eilen Sie sich doch — gehen Sie, schnell, schnell — eS ist bereits halb sechs Uhr und auf sechs Uhr haben wir eingeladen." — Und bevor ich noch recht weiß, was mir geschieht, schiebt sie mich zur Thür hinaus und ich stehe wieder auf der Straße.
Meine Lage ist höchst fatal. Wo zum Kuckuck soll ich jetzt einen Freund oder Bekannten auftreiben, der mir folgen könnte? Aber trotzdem ich im Stillen meine Bereitwilligkeit und den dummen Aberglauben verwünsche, bin ich fest entschlossen, nur an der Sette eines vierzehnten Gaste- zurückzukehren.
Aufmerksam die Vorübergehenden musternd, biege ich in die Hauptverkehrsstraße ein. Wie ein Automat drehte fich mein Kopf bald rechts, bald links — — nichts — — nichts! — Die Zeit scheint zu fliegen — eS schlägt bereit- auf den Thürmen 6 Uhr. Meine Hoffnung schwindet. — Doch täusche ich mich nicht? Dieses Gesicht dort habe ich schon irgendwo gesehen. Gerettet — Hurrah, ein Bekannter ! — Aber woher kenne ich den kleinen, dicken Herrn? Einerlei, er ist mir bekannt, er muß mir folgen. Ich bin im Stande, ihn dazu mit Gewalt zu zwingen. Er ist ganz der Mann, den wir gebrauchen. Ein würdig auSsehender Herr in den besten Jahren, der einen gut gearbeiteten Gehrock und Cylinderhut trägt. Sogar Glacehandschuhe besitzt er, er hat sie zwar nicht über die feisten Hände gezogen, sondern schnickt sie spielend in seiner Rechten herum. Hoffentlich sind sie nicht defect und er kann fie anziehen. Kurz entschlossen gehe ich auf ihn zu und begrüße ihn freundlich.
„Wie freue ich mich, Sie zu sehen, Verehrtester —"
„Mein Herr," erwiderte freundlich der kleine Mann, „Sie erweisen mir eine große Ehre, daß Sie mich wieder erkennen. Bedürfen Sie meines Beistandes — find Sie Patient?"
„Ec ist also Arzt," sagte ich mir, „das ist ja prächtig!" (Fortsetzung folgt.).
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