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1894
Mittwoch Den 28. März
Zweites Blatt.
Nr. 71
Gießener Anzeiger
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Amts« und Anzeigeblatt für den Nreis Gieren.
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Hrattsbeikage: chießener Kamitienötätter
Feuilleton
getauscht, welche vor der Kälte schützen sollten, die immer empfindlicher von den Schneeseldern herunterwehte. Schon zeigt sich hier und da an schattigen Orten ein verwitterter Schneerest. Weiter oben lagen zusammenhängende Streifen von Schnee in den Mulden, die zwischen den einzelnen Aschen- rücken wie eine Art von Thälern in regelloser Gestalt sich vom Gipfel herabziehen. Diese Rücken waren noch einige hundert Meter aufwärts frei, bis das gleichmäßig weiße Schneefeld begann, nur überragt von den dunklen Massen des Gipfels und der ihm zunächst gelegenen Kraterkegel, auf deren Steilhängen der Schnee nicht Hasret oder doch durch die Wärme der aus zahllosen feinen Spalten dringenden Schwefel- dämpse zum raschen Schmelzen gebracht wird. Von Weg war bis dahin nur mehr in beschränktem Sinne die Rede gewesen- wer nicht Aetnasührer von Beruf ist, würde sich schwerlich zurechtfinden. In der Nahe der Schneegrenze aber hörte der Weg ganz auf, da eS nun galt, möglichst weit bergan mit den Thieren zu kommen, um gefrorenen Schnee zu erreichen und die Fußwanderung thunlichst zu erleichtern. Offenbar kämpften da zwei Seelen in unserer Begleitmannschaft- die Mauleselleute wollten recht weit unten bleiben und die Träger möglichst hoch hinan. Antonio Massaglia, unser braver Führer, eine wahre Hünengestalt, entschied fich zu Gunsten der hochstrebenden Seele, und wir oder v'elmehr unsere Esel kletterten durch ein Gewirr von spitzem Gestein und schlüpfriger Asche, bis zuletzt die armen Thiere zu gleiten begannen. Ueber fünf Stunden waren sie ohne Murren vorwärts gewandert und hatten uns 1600 Meter hoch von Mcolofi hinaufgetragen. Ihr LooS war nicht beneidenswerrh, ein Biwak bei recht empfindlicher Kälte, etwas weiter abwärts, nahe bei jener Schneehütte, in deren Nähe die neuen Krater entstanden sind.
Inzwischen hatte eine von Westen kommende Wolke sich am Berge festgeklammert und umfing unS so dicht, daß man nur noch Schattenriffe sah. Die Träger bepackten sich mit Rucksack, Decken und Photographenapparaten- Freund Otto ergriff siegesbewußt den EiSpickel, jeder andere den Berg- stock, und so stampften wir auf dem mäßig festen Schnee im
Eine Aetna-Desteigung.
(Fortsetzung.)
Rach kurzer Rast zog die Earawane wiederum bergan, ungefähr auf demselben Wege, den jetzt der westliche Lava- firom deS neuen Ausbruch- eingeschlagen hat. Die Reben- und Obstgärten, die wir damals durchritten, und das schöne Sastaniengehölz, da- wir durchkreuzten, sind von dem glühenden Lu-wurs der unbekannten Tiefe jetzt großentheilS versengt, verschüttet, vernichtet. Nun begann die Wildniß. Alle- rund umher schwarz bis auf spärliche Pflänzchen, die in leuchtenden Farben blühten, so leuchtend, als sei eS ihr eigenster Zweck, tin Fünkchen vom tiefen Glanz deS Himmelsgewölbes wider- zuspiegeln in der kahlen Oede der Schlackenmuffen, die hier au- den Riesenschloten zusammengefloffen sind, welche recht- und link» den Bu-blick begrenzen. Von Weitem sieht der Arina auS wie ein hoher, äußerst flach ansteigender Berg, der nur an der Spitze etwa- steilere Neigung annimmt. Auf halber Höhe macht sich die Sache ganz ander-. Die Spitze taucht nur selten auf und unterscheidet sich kaum von den vielen Aschenkegeln, die allenthalben aufragen — über zweihundert sind auf den Karten verzeichnet. ES ist kein Berg, eS ist ein Gebirge von spitzen Bergen, alle mit merkwürdiger Familienähnlichkeit- aber schön ist die Familie nicht, wenn »on sie in der Nähe besieht- die ausgebrannten Krater erinnern zu sehr an mehr oder weniger etngetriebene schwarze Ealabreserhüte. Schön, großartig schön dagegen ist der AuS- blick hinaus aus der Oede in die dicht bevölkerte Landschaft am Fuße des Vulkan- — in die grünen Fluren auS dem finsteren Gestein, da- so eigenartig geformt ist, al- sei die Fläche deS Meere» in wildester Brandung um felsige Klippen plötzlich erstarrt.
Schon längst hatten die Führer und Träger ihre stolzen Höre mit den Metallbuchstaben C. A. (Club Alpino) in irgend welcher Lavagrotte sicher verborgen und gegen Mützen um
dichten Nebel tapfer bergwärtS. Bald wurde der Blick wieder freier, die Wolke lag hinter unS, vor unS der Gipfel, an seinem Fuße da- „Casa inglese" benannte Zuflucht-Hau», über unS ein prächtiger Abendhimmel von tadelloser Reinheit. Obgleich die Sache sich nicht als so nah erwies, wie sie schien, kamen wir doch ohne große Anstrengung an- Ziel gegen halb 8 Uhr, als die untergehende Sonne jene Wolken- schicht mit zauberhaften Farben durchleuchtete und die Sterne am Firmament zu funkeln begannen, daß es eine Pracht war. Der Eintritt in da- Häuschen mußte erst mit Gewalt errungen werden, weil während des Winters daS Erdgeschoß völlig zugeschneit und der Schnee in Eis verwandelt war. Mit Hilfe des EiSpickelS und der Führerbeile wurde schließlich doch die obere Klappe der Thüre freigelegt und wir rutschten nun, eins nach dem anderen, in ein finsteres Etwas, das sich nach näherem Zusehen als ein Hausflur heraus- stellte, neben dem eine Kammer für Führer und Träger lag, hinter derselben ein größerer Raum für uns mit einigen hölzernen Schlasstellen, je zwei übereinander nach Art der Schiffsbetten. Holz war vorhanden, eingeheizt wurde auch- da aber der Schornstein zugeschneit war, so kam der Rauch in die Stube, bis mit Geduld, List und EiSpickel daS zu- geschneite und eingefrorene Fenster aufgebrochen ward, durch daS nun der Rauch heraus und eine grimmige Kälte herein- kam. Hätte mein Freund Otto nicht wohlweislich Erbswurst und Grünkorn. Conserven mitgebracht, so wären wir olle hungrig in die Decken geschlüpft, denn bei den massenhaft vorhandenen festen Speisen wollte merkwürdiger Weise Niemand recht zugreifen, aber die Speisen schmeckten gut, obgleich da- am rauchigen Kamin geschmolzene Schneewasser den Wohlgeschmack nicht befördern konnte.
Um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen, waren wir lange vor 4 Uhr zum Abmarsch bereit, brachten aber die Führer und Träger nur mit Mühe dazu, aus ihrem felsen- festen Schlafe zu erwachen. Beim Ausbruch lag zu unseren Füßen die weite Landschaft wolkenlos im Sternenschimmer, Catania leuchtete durch die Dunkelheit heraus.
(Schluß folgt.)
Kinder-Confection.
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2463 A. Fangmann Wwe., Bahnhofstraße 29.
Holzversteigerung
im follarrr Gemkindkwaldr
Donnerstag den 589. März d. I, von Nachmittags 1 Uhr on kommen nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung:
156 Eichen-Stämme mit 45,25 fm, 38 Nadel-Stämme mit 16,49 fm, 65 Nadel - Stangen mit 4,69 fm, 14,9 rrn Buchen-Scheiter,
13 „ ,, -Knüppel,
2,8 „ „ -Stöcke,
470 Wellen ,, -Reiser,
53,7 rm Eichen - Scheiter,
29 „ „ -Knüppel,
28 „ „ -Stöcke,
1620 Wellen „ -Reisig,
2 rm 'Nadel-Scheiter,
4 , „ -Knüppel,
2,7 „ -Stöcke,
240 Wellen „ -Reiser,
Der Anfang ist im District Pfaffen- firauch in der Nähe der Holzmühle.
Lollar, den 22. März 1894.
Grohh. Bürgermeisterei Lollar.
________C. Geißler. 2557
ätibnu btr Znen - Klinik
Gießen.
Arbeitsvergebung.
Die für vorgenannten Neubau erforderlich werdenden inneren Arbeiten,
»lö:
1) Cementarbeiten,
2) Terrazzoarbeiten,
3) Lieferung von Thonplatten aus- schließ!. Verlegen derselben,
4) Glaserarbetten,
5) Lieferung von Roll- und Zugjalousien, einschl. Montiren der- selben,
6) Weißbinderarbeiten
sollen auf dem Wege öffenttichen Angebots vergeben werden.
Die Arbeiten verteilen sich auf 11 einzelne Gebäude und kann jede dieser 6 Arbeitsgattungen für die 11 Gebäude zusammen oder je nach der Zusammengehörigkeit der einzelnen Gebäude in 7 Loosen vergeben werden.
Zeichnungen, Arbettsbeschreibungen, Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen, sowie allgemeine und besondere Bedingungen liegen von Freitag den 30. März l. I ab auf dem Baubureau der Irren- Klinik zu Gießen, Frankfurterftraße Nr. 103, zur Einsicht offen.
Arbeitsbeschreibungen und besondere Bedingungen können auch von ebenda bezogen werden.
Die versiegelten und mit entspre- chender Aufschrift versehenen Angebote sind bis spätestens Samstag den 28. April l. I., Bormittags 10 Uhr, bei vorgenannter Stelle einzureichen, woselbst auch in Gegenwart etwa erschienener Jntereffenten die Eröffnung erfolgt.
Zuschlagsfrist: 30 Tage.
Gießen, den 21. März 1894.
Großh. Kreisbauamt Gießen.
Renting.2522
Freitag den 30. Mär;,
Nachmittags 3 Uhr,
sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die den Karl Sermanu ehcUuUn in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 1 Nr. 566 — 75 qm Hofraithe auf dem Kreuz,
Flur 1 Nr. 568 — 150 qm Hofraum daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 20. März 1894.
246i
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