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Dn Gießener Au)tigrt erfcheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.
Die Gießener AamtftenSfäiter werden dem Anzeiger wächentlich dreimal beigelegt.
Zweites Blatt. Donnerstag den 24 Mai_______
Weßener Anzeiger
Senerat-Unzeiger.
1894
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StuiVUten*
Die Geschichte eines Lungenbratens.
Humore-ke von Franz Carl Jtlek.
(Schluß.)
Gerade heute fiel dem Großherrn der Schule das mono» tone Junggesellenleben schwer auf die Seele — oder den Magen? Gin drückendes Gefühl beschlich ihn. Näher und näher rückte der Zeiger zur Mtttag-zeit heran. Was Wunder, wenn sich da angesichts des trostlosen MittagStischeS ein — Magendrücken einstellte.
O, bitteres Berhängniß, gerade heute mußte fein ganzes Personal krank (?) sein! WaS thun in dieser peinvollen Lage? Doch deutete die Sonne der Hoffnung nicht tröstend aus daS Schulpalais herab, wo man mit dem StaatSlöffel kochte? Wo so viele Magen satt wurden, da kam eS ja auf eine» mehr nicht an. Die Staatsküche, die sich schon öfter als Retterin in der Noth erwiesen, mußte auch diesmal herhalten. Gedacht, besorgt.
Rasch wurde ein beflügelter Bote in daS Palais ent» sendet, um Rettung zu bringen.
Im Institute, wo man geistigen und leiblichen Hunger zu stillen versteht, erregte die Hiobspost von der „HuugerS- noth" deS Herrn Schulmachthabers nicht geringe Bestürzung und Verwirrung, umsomehr, als sie zu so vorgerückter Stunde kam. Die Verlegenheit des Herrn X. brachte das ganze SchulpalaiS wieder in arge Verlegenheit, denn in der Staats» küche fand sich nichts mehr vor, was eines erlauchten LuculluS» Magens würdig gewesen wäre.
VS blieb nichts anderes übrig, als einen Eilboten in daS gastronomische Institut, „Easiuo" benamset, zu entsenden. So geschah eS.
Glücklich wurde noch ein „ungebildeter" Lungenbraten, und zwar mein Titelheld, erlangt, und die Ehre der Staats- küche war gerettet. Unter der kundigen Hand der staatlichen Küchenfee erhielt mein Freund Lungenbraten rasch seine „höhere" Ausbildung — innerlich und äußerlich. Nach kurzer
Metamorphose stand er geschniegelt und parfümiert in tadelloser Toilette da, deS großen Moments gewärtig, einem Schulfürsten präsentirt zu werden.
Der wichtige Augenblick nahte heran. Unbegreiflicher Weise vertraute man den tadellos eleganten Lungenbraten einem weiblichen Küchentrabanten niederer Klaffe zur pünktlichen Beförderung an, ohne seiner Begleiterin die genaue Adresse etnzuschärsen, DaS Mädchen, ein Neuling, durchdrungen von der hohen Dringlichkeit ihrer Mission, steuerte in schräger Richtung durch den jungen Park dem bezeichneten Ziele zu, verfehlte daffelbe aber um eine Handbreite. An einem niedlichen chocoladebraunen Hochparterre - Hause zog sie die Klingel und überreichte mit einer artigen, aber delphischorakelhaften Empfehlung ihren anvertrauten Schützling.
Die einzigen Bewohner deS Hauses, Herr A , ein martialischer Major a. D., sammt seiner „befferen" Hälfte, hatten vor freudiger Ueberraschung nicht Muße, sich zu erkundigen, von wannen daS duftige und saftige Geschenk sei. Man hielt es für den angenehmen Beweis der zarten Aufmerksamkeit einer befreundeten Familie, Namen Q.; für eine kleine Aufmerksamkeit war der unverhoffte Lungenbraten RteS allerdings ein wenig stark entwickelt, doch da man ihn von befreundeter Seite kommend hielt, konnte man nicht refüsiren. Als Erwiderung dieser liebenswürdigen Aufmerksamkeit sandte man der im angenehmen verdachte stehenden Familie als Kostprobe eigener Kochkunst eine zartgebratene Taube durch daS Dienstmädchen zurück.
Zufälligerweise beehrte die Familie Z. am selben Tage Nachmittags die Familie A. mit ihrem Besuche.
Letztere zeigte sich darüber freudig überrascht und benutzte die Gelegenheit, den Dank für den delicaten Lungenbraten persönlich zum Ausdruck zu bringen, dabei die Frage berührend, wie die gebratene Taube gemundet habe.
verdutzt hörte der Besuch die räthselhaften Worte „Lungenbraten" und „Taube", die vor ihnen in mystischeS Dunkel gehüllt erscheinen. Nach näherer Aufklärung mußten die vermeintlichen Lungenbratenspender erklären, daß sie an dem Jncognito-Lungenbraten so unschuldig seien wie die Tauben, die sie nicht einmal zu sehen bekommen.
Durch diese Enthüllung gestaltete sich die Geschichte mit I dem Lungenbraten nur noch verwickelter und interessanter.
Wer war der Absender?
Man combintrte und verwarf, bis man sich darin einigte, eS könne Niemand anders sein, als die befreundete Frau v. K. Diese Ansicht gewann festen Fuß.
Mittlerweile verlief der Nachmittag — der ereigniß- volle Tag neigte sich zur Rüste.
Wer beschreibt aber die Ueberraschung deS Ehepaares f)., als in den Abendstunden die Lungenbraten-Ueberbringerin von vormittags wieder erschien, und zwar mit einem verlockenden Abendimbiß. Doch verlockender als dieser war die Aussicht, der räthselhaften Lungenbratengeschichte auf die Spur zu kommen und den Hunger der Neugier zu stillen.
Man fühlte dem dienstbaren Geist weiblichen Geschlechts gehörig auf den Zahn.
DaS argbedrängte Mädchen hatte keine Ursache, ihre Herkunft wie der Gralsritter im „Lohengrin" zu verschweigen, und gestand, daß sie aus dem SchulpalaiS für „höhere" Mädchen abgesandt sei. Nun roch daS Ehepaar freilich den Braten.
Trotzdem noch nicht die Zeit deS LichtanzündenS war, ging beiden ein Licht auf.
Man wies die fehlgegangene KUchenmagd nun an die richtige Adreffe im Nachbarhause, an da» sich daS niedliche Häuschen, welches der Schauplatz unserer Lungenbraten-Geschichte war, zutraulich anlehnt.
Wie die „HungerSnoth" des Schulpotentaten verlies, darüber schweigt die Chronik. Jedenfalls endete sie nicht tragisch, da ich genanntem Herrn erst jüngst in bester Gesundheit begegnete. Die unfreiwillige Hungercur hat bei ihm weder gut noch schlecht angeschlagen. UebrigenS ist eS nicht erwiesen, ob die Hungercur thatsächlich eingehalten wurde. Den Lungenbraten hat freilich ein anderer weggeschnappt.
Um so beffer war daS Institut daran, dem die „gebratene Taube" ins Maul flog.
„Fürwahr, der Zufall ist ein tückischer Wicht, doch dank ich ihm die Lungenbratengeschicht.",
Arbeitsvergebung.
Gamstag den 26. Ifd. Mts.,
Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Gemeinde Daubringeu nachstehende Arbetten öffentlich in den Accord gegeben werden:
veranschlagt zu Maurerarbeiten . . . JL 216.67
Zimmerarbeiten . . . „ 341.11
Dachdeckerarbeiten . . „ 66.—
Spenglerarbeiten . . „ 61.25
Schlofferarbeiten . . „ 87.75
Schreinerarbeiten . . „ 215.85
Weißbinderarbeiten . „ 50.25 Pflasterarbeiten . . . „ 37.—
Chausstrungsarbeiten . „ 21.— Steinlieferung ... „ 39 — Beifuhr von Röhren . „ 7.50
Gießen, am 19. Mai 1894.
Der Bezirksbauaufseher: 4320 Senßfelder.
4254
Gieße«, «nauth
Bekanntmachung.
Der seither von Heinrich Bellost im Hause Eonneastratze Sir. 28 in* »gehabte Laden nebst Wohn» rüvmen, Keller re. soll anderweit »ermiethet werden.
-rädere AuSknnst erthettt das Ar« en amt.
Gieße«, den 17. Mai 1894.
Die Armen» Deputation der Stadt
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