Ausgabe 
23.3.1894 Erstes Blatt
 
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** Sonntagsruhe und Kunsteis. Zur Handhabung der Sonntagsruhe hat das Berliner Kammer Gericht eine prtncipielle Entscheidung gefällt. Der Besitzer einer Kunsteis­fabrik in Köln war wegen Vergehens gegen die Sonntagsruhe angeklagt worden, weil er an einem Sonntag während der Gottesdienststunden seinen Kutscher vorher bestelltes Eis aus- sahren ließ. Das Schöffengericht und die Strafkammer hatten auf eine Geldstrafe erkannt, wogegen der Beklagte aber mit dem Hinweise Revision einlegte, daß das Eis zu den Naturproducten gehöre, deren Verkauf auch dem Plv- ducenten an den Sonntagen gestattet sei. Dementsprechend hat denn auch das Kammergricht auf Frei­sprechung erkannt, da das Ausfahren selbftgewonnenen Eises nicht unter den Begriff der Ausübung eines Handels­gewerbes falle.

** DerDeutsche Zuristeutag" wird, in diesem Jahre ausfallen. Im nächsten Jahre soll er in Bremen abge­halten werden.

** Welche Bedeutung die einzelnen Uuiverfitäteu für die Erwerbung des juristischen Doktorgrades haben, ergibt sich aus nachstehender Uebersicht, die die Jahre 1888 bis 1892 um­faßt. Es promovirten in dieser Zeit juristische Doctoren an den Universitäten in Kiel 1, Gießen 4, Königsberg 4, Marburg 5, Bonn 7, Greifswald 7, Rostock 11, Breslau 14, Würzburg 15, Halle 15, Tübingen 18, Straßburg 27, München 28, Berlin 49, Erlangen 64, Göttingen 169, Jena 332, Leipzig 419 und Heidelberg 428. Es ergibt sich hieraus, daß auf den preußischen Universitäten, ausschließlich Göttingen, 122 Juristen den Doctorgrad erworben haben, während auf die drei außerpreußischen Universitäten mit ver­einfachten Satzungen Heidelberg, Jena und Leipzig 1179 Doctoren, also fast zehnmal soviel entfallen. Der starke Zuspruch bei Göttingen ist vor allen Dingen daraus zu erklären, daß dort eine öffentliche Disputation nicht erforderlich ist, während die Dissertation, wie auf den übrigen deutschen Universitäten, gedruckt werden muß. In Jena, Heidelberg und Leipzig wird die Drucklegung der Dissertation nicht verlangt, m Heidelberg gehört sogar eine Dissertation nicht zu den unerläßlichen Bedingungen der Promotion. Die starke Inanspruchnahme der letzten drei Universitäten ist nicht zum geringsten darauf zurückzuführen, daß dort die überall hohen Prüfungsgebühren nicht noch durch die Drucklegung der Doctordissertation wesentlich erhöht werden.

** An Wechselstempelsteuer wurden im Monat Februar d. I. im Oberpoftdirecttonsbezirke Darmstadt 12 119.50 Mk. vereinnahmt. Mit Einschluß der Vormonate (ab 1. April 1893) liegt ein Erträgniß von 138 893.10 Mk. oder 4467.90 Mk. mehr als im entsprechenden, um ein Jahr zurückliegenden Zeiträume vor.

** Die ersten Probecigarren aus Tabak, der in der Kamerun-Eolonie geerntet wurde, sind auf dem Markte erschienen. Zu diesen Cigarren ist als Deckblatt Bibundi- Tabak benutzt worden. Der Bibundi-Tabak wird im Districte Bibundi durch die Deutsche Tabakbau-Gesellschaft, Jantzen und Thormählen in Hamburg, angebaut. Der Diftrict Bibundi liegt unter dem 4° nördlicher Brette und dem 9° östlicher Länge, also fast unter dem Aequator. Ein im Tabakbau erfahrener Deutscher steht den Tabakplantagen in Bibundi vor. Der Bibundi-Tabak wird aus Havana Samen gezogen. Für die 1893er Bibundi-Ernte wurde der feinste Havana- Samen durch eine der ersten Firmen in Havana beschafft. Der 1893er Bibundi Tabak ist der erste thatsächliche Erfolg, der mit Tabakplantagenbau in deutschen Colonial-Gebieten erzielt wurde. Die Bibundicigarren kommen in vier ver­schiedenen Größen zum Verkauf, die nach den bekannten deutschen Asrikaforschern benannt sind. Sie führen die Namen Gravenreuth, Nachtigall, Wißmann und Zintgraff, um das Publikum gegen Fälschungen zu schützen, welche mit sogen. Kameruncigarren begangen werden, derenTabak" Kamerun nie gesehen hat.

Bad-Nauheim, 21. März. Die von Frau Sanitätsrath Or. Müller dirigirte KinderheilanstaltEmmaheim" ist eröffnet und sind bereits die ersten Bäder von den Pfleglingen genommen worden.

Worms, 20. März. Oberbürgermeister Küchler, dessen zwölfjährige Amtsperiode im Mai abläuft, wurde von den Stadtverordneten nunmehr einstimmig auf Lebenszeit gewählt.

PA. Mainz, 19. März. Elftes deutsches Bundes­schießen. Der Schießausschuß hat in seiner letzten Sitzung unter dem Vorsitz des zweiten Schützenmeisters, Herrn Jacobs, u. A. Folgendes beschlossen: Auf Grund der stattgesundenen Submissionen wurden vergeben: Die Her­stellung des Sch'eßbucheS nach dem Entwurf des Herrn Gundlach an Fl. Kupferberg- der Druck der Schießordnung nach dem Entwurf des Hern Zickenheimer an Jos. Gottsleben- die Lieferung der Hauptbücher an M. I. Austos. Die Errichtung des Waschcabiners wurde an Martin Falk - der Waffendepots an Emil Dotter und Friedr. Pirmann über­tragen. Zur Beschaffung von Ehrengaben der Mainzer Schützengesellschaft werden unter den Mitgliedern Em- zeichnungslisten in Circulation gesetzt. Der Centralausschuß vergab die electrische Beleuchtung des Festplatzes und aller Bauten an Schuckert u. Cie. zu Nürnberg zum Preise von 16800 Mark. Ein billigeres Angebot eines in Mainz wohnhaften Electrotechnikers konnte, weil verspätet eingelaufen, nicht berücksichtigt werden. Die Gebäude des Festplatzes werden vom 15. Mat bis zum 1. Juli für Rechnung des Centralausschusses gegen Feuerschaden versichert. Mit Absaffung des Aufruses an die Schützen Deutschlands und des Auslandes zur Stiftung von Ehrengaben wurde der Preßausschuß betraut. Der Wirtschaftsausschuß beschloß am letzten Samstag, die Wirthschaften in den Schießhallen an Franz Gundlach und K. Weißmüller zu übertragen. Die Aufstellung von zwei Pavillons zum Verkauf von Cigarren u. s. w. wurde an C. Jennewein und Jakob Rachor vergeben.

Verrutschtes.

blind sei. Aber zu tief wurzelte die Liebe in dem Herzen des Mädchens und das Mitleid über das traurige Loos des

* Leipzig, 19. März. Der Weinhändler Kretschmer , aus Leisnig, der vor etwa Jahresfrist in bodenlosem Leicht- | sinn durch das Werfen von sogen. Fröschen das Innere des i Restaurants Schäfer auf dem Neumarkt in Brand gesteckt batte, wobei sechs Menschen ums Leben gekommen sind, ist bei Absitzung seiner Strafe irrsinnig geworden und vor Kurzem in der Irrenanstalt verstorben.

* Pforzheim, 20. März. Die Gendarmen des hiesigen Amtsbezirks hatten im Speicher des Bezirksamts unter dem Commando des Wachtmeisters Schnepf eine Gewehrübung. Auf den Befehl:Legt an! Gebt Feuer!" krachte ein Schuß und der Gendarmerie-Wachtmeister stürzte schwer ver­wundet zusammen. Es wurde sofort sestgestellt, daß das Gewehr des Gendarmen Langenberger geladen war. Dieser hatte in der vorhergehenden Nacht Dienst und vergeffen, sein Gewehr zu entladen. Unvorsichtig war es allerdings, daß sich der Wachtmeister vor die Gewehrläufe seiner Mannschaft stellte. Der Schuß war ein Schrotschuß und traf Hals, Kinn und Schulter des Verunglückten. Langenberger wurde verhaftet.

* Regensburg, 20. März. Als dieser Tage in Saliern der Pfarrer in den Beichtstuhl sich begeben wollte, bemerkte er in demselben eine Holzschachtel. Nichts Gutes ahnend, rief er Zeugen und Gendarmerie herbei. Als man die Schachtel öffnete, lag darin ein neugeborenes Kind, tobt, wahr­scheinlich gewaltsam aus dem Leben geschafft. Ein beigelegter Brief enthielt die Bitte, das Kind in geweihter Erde zu be­statten, zu welchem Zweck 6 Mark beigelegt waren.

* Ein Festessen besonderer Art hat am Donnerstag, wie dieDtsch. Fl.-Ztg." mittheilt, auf dem Berliner Schlacht­hofe stattgefunden. Das Curatorium des Vieh- und Schlacht­hofes, eine Anzahl von Stadtverordneten und Stadträthen haben daran theilgenommen. Die Speisekarte lautete auf Bouillon und gekochtes tuberkulöses Rindfleisch". Es galt, die Kochergebniffe der neu aufgestellten Dr. Rohrbeck'schen Kochapparate einer Prüfung zu unterziehen. In diesen Apparaten wird das von der freien Vcrwerthung aus­geschlossene Fleisch leicht finniger und tuberkulöser Thiere gekocht. Die Bouillon wird den Käufern des Fleisches umsonst zugegeben. Das Fleisch wird in dem luftdicht ver­schlossenen Apparat im eigenen Saft gedämpft. Das Pfund gekochtes Fleisch wird für 30 Psg. verkauft.

* Die Stadt der längsten Straßen. Unter allen Städten der Welt ist Philadelphia diejenige, welche die längsten Straßen besitzt. Die Second-Street ist 15 englische Meilen lang, die Germantown und Ridge-Avenue 10, die Broad-Street 93/4, die Frankfurter Avenue 8 Meilen usw.

* Den Scattouruiereu und Scaleongreffen, welche in neuerer Zeit in Sachsen überhand zu nehmen begannen, soll jetzt Einhalt geboten werden. Das sächsische Oberlandes­gericht hat eine alte Verordnung der Landesregierung vom Jahre 1826 ausgegraben, wonach die Veranstaltung sogen. Scattourniere unter Strafe gestellt werden kann. Wie es heißt, wollen die dortigen Aufsichtsbehörden dieses Verbot wieder in Anwendung bringen, um dem Anwachsen der Spiel- leidenschast vorzubeugen.

* Im Berliner Aquarium hat man sich lange Jahre hindurch alle erdenkliche Mühe gegeben, den Hering lebend zu beschaffen und den Besuchern vorzusühren. Viele Versuche mißglückten und galt als ein unerreichtes Kunststück, den äußerst empfindlichen Fisch aus dem Meere lebend in die Bassins der genannten Anstalten zu bringen. Jetzt ist es jedoch an der Hand der gewonnenen Erfahrungen gelungen, die Aufgabe zu lösen und eine Zahl lebender Heringe tummelt sich vor den Augen der Berliner. Da man weiß, daß der Hering sehr leicht die Schuppen verliert und dann dem Tode verfällt, so hat man eben beim Fang und Befördern des Fisches ganz besondere Vorsichtsmaßregeln anzuwenden, um eine Beschädigung des Schuppenkleides zu verhindern. Außer­dem müssen die Fische, nachdem sie aus der Ostsee hier ange­langt sind, vor ihrer Einsetzung in das für sie bestimmte Becken an den stärkeren Salzgehalt des künstlichen See­wassers gewöhnt und zu diesem Zweck zunächst in ein Vor- bassin, dessen Salzgehalt allmählich erhöht wird, gebracht werden.

* Die Liebe zu einem Blinden. Dieser Tage fand in Wien eine überaus intereffante Trauung sind. Ein reizendes Mädchen schritt in Schleier und Myrthenkcanz zum Altar und der Bräutigam, ein stattlicher Mann in der Blüthe der Mannesjahre, wurde zum Trauplatze geleitet - vorsichtig, zögernd setzte er einen Fuß vor und schob den anderen nach der Mann war blind, obwohl sein Helles, blaues Auge keinerlei Defect zeigte. Ein unfreundlicher Herzensroman hat mit dieser Trauung seinen Abschluß gefunden. In einer sehr belebten Straße des Alsergrundes befindet sich ein Bürstenbindergeschäft, das sich eines guten Zuspruches erfreut. Eine ältliche Dame und ein junger hübscher Mann sind in dem Gewölbe anwesend, und der Käufer, der mit seltener Gewandtheit und Flinkheit von dem Manne, dem Inhaber des Geschäfts, bedient wird, ahnt wohl inicht, daß ein Blinder ihm die Waare gegeben. Das Geschäft florirt und der Blinde, der nicht weniger als fünf gleichfalls blinde Ge­schwister hatte, sah sich in die glückliche Lage versetzt, allen seinen Geschwistern eine sichere und ehrenvolle Stellung zu verschaffen. Da wurde ans der Nachbarschaft ein Mädchsn, die Tochter eines sehr angesehenen und vermögenden Mannes, in das Bürstenbindergeschäft gesendet und ließ sich in ein Gespräch mit dem Besitzer des Ladens ein. Das Mädchen brauchte seither auffallend viele Bürsten, bald eine Nagel bürste, bald eine Zahnbürste, bald eine Zimmerbürste, bis endlich dieser starke Bürste nverbrauch den Eltern auffiel und sie ihre Tochter zur Rede stellten. Diese gestand nach längerem Zögern, daß ihr der Bürstenbinder gut gefalle und daß sie nicht abgeneigt wäre, ihn zu heirathen.Du willst einen i Blinden heirathen?" rief die Mutter. Das Mädchen war entsetzt, es hatte keine Ahnung, daß der Bürstenbinder

Geliebten, das sich nun dazu gesellte, befestigte nur dieses Gefühl im Herzen der Liebenden. Eine Verständigung er­folgte alsbald und heute ist daS Mädchen Frau Bürsten­binderin und glückliche, zufriedene Frau Bürstenbinderin.

* Florenz. 21. März. In dem gestern Abend von Bologna hier eintreffenden Zuge wurde in einem Wagen erster Klaffe ein höherer Eisenbahnbeamter von vier Banditen ausgeplündert.

* lieber das Flugvermögeu sogen. Kinderlustballons haben am 8. März mehrere Einjährige der 1. Compagnie deS Garde JägerbatcullonS in Potsdam einen Versuch gemacht. Sie kauften fünf Gummiballons, deren Bindfaden sie ver­einigten und eine mit Adresse versehene Postkarte daran be­festigten, um dann Nachmittags 5 Uhr 20 Min. dasLuft­schiff" mit der auf der Karte niedergeschriebenen Bitte, der ehrliche Finder" möge sie unter Angabe von Orr und Zeit an den Adressaten absenden, fliegen zu lassen. Bereits am 10. März traf die Postkarte an den Adressaten mit folgender Mittheilung ein: Reichenow bei Wriezen a. d. O-, den 9. März 1894. Die Ballons mit der Karte fand ich heute Vormittag halb 10 Uhr ca. P/2 Kilometer SW. Reichenow an einer Beifußstaude hängend. Frhr. I. v. Eckardstein." Die Ballons hatten also während der Nacht eine Reife ge­macht, die in der Luftlinie 9 Meilen beträgt.

* Immer praktisch! Ein Schneidermeister in der Luifen- stadt in Berlin trägt, wie dortige Blätter erzählen, die Musterkarte feiner vorräthigen Stoffe auf dem Leibe. Besucht ihn ein Kunde in seiner Werkstatt, um sich einen neuen Anzug unfertigen zu lassen und fragt nach der Musterkarte, so ver­weist ihn der Meister einfach auf sein Beinkleid: Das ist die Musterkarte. Thatsächlich ist es aus etwa 120 verschiedenen Stoffproben zusammengesetzt und sieht so buntscheckig aus, daß der practische Schneider auf jedem Maskenball damit Aufsehen erregen würde.

Schisssnachrichten -es Nor--. Lloyd.

In Gießen vertreten

durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 21. März. (Per transatlantischen Telegraph.! Der Schnelldampser Werra, Capl. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. März von Bremen und am 11. März von Southampton abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 21. März. (Per transatlantischen Telegraph.! Der Postdampser Braunschweig, Capt. D. Köhlenbeck, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. März von Bremen abge­gangen war, ist vorgestern, 12 Uhr Mittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Verkehr, Land- rrn- Vottsrvirthschast.

Limburg, 17. März. Fruchtmarkt. Rother Wet,co JL 12.20, weißer Weizen JL 12.00, Korn 9.55, Gerste 7.60, Hafer </* 7 65.

Literatur und ICnnft

In diMöelt des Unfriedens und des Jrrthums verletzt dm Beschauer ein BildDie Wahnsinnigen" von dem Italiener Attanasto, das in dem neu-sten Hefte der illustrirten Zeitschrift »Moder«« K«Nst^ (Berlin W. 57, Verlag von Rich. Bong, Preis des Vterzehn- tagsheftes 60 Pfa.) reproducirt wird. Eine erschütternde Tragik der Lebensschicksale offenbart dieser Ausschnitt aus einem Seelenzustande, der vernünftigen Menschen unfaßbar bleibt! Cbaractertsttsch sind die Gestalten der Unglücklichen aufgefaßt, scharf das Leidep gekennzeichnet, das den Geisteszustand in Verwirrung gebracht hat. In demselben Hefte finden wir einige anmuthig illustrtrte Artikel, von denen wir die Plauderet über eine Fahrt mit dem Schnellzug Berlin-Mailand von Alfred Friedmann, sowie eine Charactertstik der französischm Ltederfängertn Aoette Gutlbert von Ferry Büraton hervorheben. Baronin Wedel-Wedel gibt eine Schilderung des Ctrkus Malier, des bekannten Sports-Rendezvous Pariser aristokratischer Akrobaten und Schulreiter. Im Zick-Zack erfreut uns der Anblick einer ganzm Anzahl interessanter Porträts und zeitgeschichtlicher Illustrationen. Dem Lesebedüifntß kommt die lustige Novelle Franz HerczegsTerkas Tagebuch" entgegen.

ICird^lidtc Anzeiger* -er? Sta-t Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Charfreitag den 23. März:

A« der JohanneSkirche.

Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde.

Ostersonntag, 25. März:

Vormittags 9'/r Ubr: Pfarrer Dr. Naumann.

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Besonderer Gottesdienst für die, welche zum Empfang der Schott'ichen Stiftung zugelassen sind: im Anschluß an den Gottesdienst Ver- Iheiluna der Stiftung-zinsen.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Nach den Go tesdtensten Collecte für die Armen.

Ostermontag, 26. März:

Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann

Vorstellung und Prüfung der Confirmanden aus der Johannesgemeinde.

Nach den Gottesdiensten Collecte für die Kirchenkasse zur Vermehrung des Capttaloermögens der Gemeinde.

Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft-

Freitag Abend 6" Uhr, Samstag Vormittag Uhr, SamStag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abend 780 Uhr.

Witterungsanssichten

Wetterhäuschen, Südanlage.

Barometer:

Tbermometer: Hygrometerstand

21. März,^M'tk. 12 Um min. 752 mm, max.754 mm + 40 R. + 110R. Trocken und schön.

22. Mäiz, Moral 8 Uvr min. 751 mm, max. 753 mm

10R. + 20R.

Trocken und schön.

MUllerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm.