▼ Fritz Nowack, Wäsche-Mik empfiehlt sein großes Lager in fertiger Wäsche für Damen, Herren und Kinder.
Anfertigung sämmtlicher Wäsche-Artikel
k in solider und seiner Ausführung, 3188 A
1894
Freitden 20 April
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Zlints- und Zlnzeigeblatt für drn Kreis <Sief$en
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Künftigen Samstag den $81. April d. I. soll die erste auswärtige Erhebung von Freiherrltch v. Rabenau'fchen Holzgeldern
Mtschiist.
1894.
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»ins Garten,
in der Wirthschaft von Herrn Karl Ranft in Beuern, von Mittags 1 bis 3 Uhr in der Wirthschaft des Hrn. Ferdinand (tzuntrum in Reiskirchen. Londorf, 17. April 1894.
Der Rentmeister.
Dienstag den 1. Mai,
Nachmittags 3 Uhr,
Aeilgeöotenes.
Hirsespreu empfiehlt die Adler-Drogerie von 3261 vtto Eck,ackf.
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ir’Undmann, :r Wilhelm, unter wisse.
Mendelssohn. Land. Ikslieder, ton Weher.
Texte mit Programm olphi Nachf.) und au
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Thema berührend, und die Eifrigsten folgten sogar^noch dem abfahrenden Zuge ein Stück Wege«, *■' '
Beine mit der Dampfkraft deS Zuges
Solche Tage waren Festtage für die Kadetten. Meistens kam der Kronprinz deS deutschen Reiches ganz überraschend, er war plötzlich da und wohnte dem Unterricht bei, ohne sich vorher irgendwie anzumelden. Er schien die Vorbereitungen, die zu einem Empfang getroffen wurden und die in einer nervösen Unruhe der Lehrer gipfelten, nicht gern zu sehen, wobei ich nicht behaupten will, daß Se. Kaiser!. Hoheit jemals von den kleinen Hilfsmitteln Kunde erhalten hat, mit denen die Lehrer das geistige Niveau ihrer Klaffe möglichst hoch hinaufzuschrauben suchten.
Plötzlich hieß es in einer der Zwischenpausen: „Der Kronprinz ist da!" und wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Gerücht. Besonder- beliebt aber war wohl der Kronprinz, weil er niemals in seiner Eigenschaft als militärischer Vorgesetzter kam oder diese Eigenschaft wenigstens hintansetzte, sondern weil er stets in seiner jovialen, leutseligen Art mit den Kadetten verkehrte. Da standen denn die jungen Kadetten in den Pausen in dichten Trupps um Se. Kaiserl. Hoheit geschaart und jedes Wort deffelben, welches meist die Lustig- feit anregte, wurde mit lautem Beifall ausgenommen.
In der Klasse selbst war der Kronprinz ein stiller Zu- Hörer. Aber wie oft erzählt man sich, daß er einen „Rein- gefallenen", der wohl sein Tagespensum nicht ordentlich „intus“ hatte, durch ein unvermutheres Gespräch aus der Verlegenheit geriffen habe. Den größten Triumph aber gab eS, wenn Se. Kaiserl. Hoheit die Anstalt wieder per Wagen verließ. Die Freude der Kadetten, welche manchmal wohl in etwas unmilitärische Zudringlichkeit ausartete, hatte Anlaß zu dem Befehl gegeben, kein Kadett dürfe bei der Abfahrt deS Kronprinzen die AnstaltSmauern wieder verlaffen. Auf Neber- schreitung deS Befehls stand hohe Strafe. Und so kam es denn wieder einmal, daß Se. Kaiserl. Hoheit abfuhr und hinterher ein getreuer Schwarm von Kadetten, die sonst alle dem Wagen das Geleit bis zum Bahnhof zu geben pflegten, ohne sich durch die scharfe Gangart der Pferde, wie durch die Weite deS Weges abhalten zu lasten. Diesmal stutzte alles am Ausgang, denn die Furcht vor Strafe hielt wohl jeden zurück. Da beugte sich der Kronprinz, dem wohl eine Ahnung des wahren Sachverhalts kam, aus dem Fenster und sein „Kommt nur mit, Jungen-!" bewirkte, daß alle guten Mahnungen und drohenden Strafen wie der Wind verflogen und der ganze Schwarm mit lautem Hurrah dem Wagen nacheilte. Teilweise ohne Mütze, die Schulbücher noch unter dem Arm, folgten die Kadetten im edlen Wettlauf dem Wagen ! bis auf den Bahnhof. Hier scherzte Se. Kaiserl. Hoheit nut | ihnen noch bis zur Abfahrt des Zuge-, bald dieses, bald jenes
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9 Uhr:
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Erb.
2. Dividendenver-
stattfinden und zwar:
von Vormittags 8 bis 11 Uhr
Wegen Erneuerung der Eisenbahnbrücke bei Dorlar, über die Strecke Wetzlar — Lollar (Wegeübersichrung Dorlar—Waldgirmes) ist der Weg daselbst bis aus Weiteres gesperrt.
Krofdorf, 18. April 1894. 3510 Das Bürgermeisteramt.
Mehener Anzeiger
Henerat-Mnzeiger.
sofort unbl.Naiburd) ittfntr, LowtMilc d, . iGlastroielster scheiff. zuvcrl. vertb I. alt iudjt irgend rtramnspoften nbrik oder (jrö= chäst unter sehr n Ansprüchen.
che Kaution Jt werden. Cfr in die Exped.
Unvergeßlich werden jedem diese miterlebt hat, unvergeßlich wie die Tempelhoser Felde zu Berlin, bei denen die Kadetten als bic ersten an Sr. Majestät vorbeiparadtrten. ES war dteS dte Zeit der letzten Regentenjahre Seiner Majestät Kaiser Wil- Helms I. TheilS noch zu Pferde, theils im Wagen stehend, hielt er die Parade über die Truppen ab, während in unmittelbarer Nähe Se. Kaiserl. Hoheit der Kronprinz der Truppenschau beiwohnte. Da standen zu Beginn der Parade die jungen Kadetten in Compagniefront unter präsentinem Gewehr, während die heiße Augustsonne herzlich wohlmeinend auf die Helmbüsche und UnisormSröcke herabbrannte, so daß mancher „Schlappe" vor der Zeit in den Schatten der Bäume getragen werden mußte. Aber endlich kam der kaiserliche Zug. Die Regimentsmusiken am rechten Flügel begannen ihr Spiel, die ganze Front herunter wurde es ausgenommen, die Fahnen und Standarten senkten sich und Kaiser Wilhelm- „Guten Morgen, meine Herren," wurde mit einem donnernden Guten Morgen, Majestät," von den Kadetten erwidert. Wieder gingen die Augen rechts, denn schon solgte der Kronprinz, der mit prüfendem Blick die Front entlang ritt. „Guien Morgen, Kadetten!" — „Guten Morgen, Kaiserliche Hoheit. Wohl keinem kam dies Wort nur rein mechanisch von den Lippen. Dann folgten der damalige Prinz Wilhelm, jetzige Kaiser Wilhelm II., Ihre Majestät die Kaiserin und bk Äron. Prinzessin, Prinz Heinrich und Gemahlin, kurz, fast allexAngehörigen des kaiserlichen Hauses, während der dicke Staub des Tempelhofer Feldes, aufgewirbelt von den anreitenden Cavallerieregimentern, in dichten Walken in der Luft lag. Die Cüraste blitzten, die schwarz-weißen Fähnchen flatterten und während noch am linken Flügel die RegimentSmusiken spielten, das „Guten Morgen, Majestät," weiterhallte, kam bereit- der f Befehl: „Das Kadettencorps aufstellen zum Parademarsch. I Mit Augen rechts und angefaßtem Gewehr marschirten dann ! die Kadetten in Compagniesront an Sr. Majestät und den Kaiserl. Hoheiten vorüber, im Ai.schluß daran das 1^ Garde- Regiment z. F. u. s. w, während die m"; —« — ** Garde Infanterie-Regimenter im Spiel
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Verdingung.
Die Anlieferung von jährlich ca. 300 cbm Wasserbau- steinen zur Unterhaltung der Uferdputcn an der Lahn zwischen Gießen und der Landesgrenze bei Heuchelheim soll für die Zeit vom 1. April 1894 bis 31. März 1897 in einem Loose öffentlich vergeben werden.
Die Bedingungen sind bei (tzrosth. Kreisbauamt Gießen in den Dienstftunden zur Einsicht offen ge- legt und sind Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, bis längstens Mittwoch, 25. April l, Js., Bormittags 10 Uhr au die unterzeichnete Behörde einzusenden. 3431
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Mainz, den 16. April 1894.
Großh. Wafferbauantt Mainz.
I. E.: Schmitt.
Eberhard^eufier Eheleüttn in Gießen 12jährige Specialität. >->- 1200 duetriezweigen.
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3497
Asterweg ^WÖlt AßOStCl
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ablösten, bis Helle Trompetensavfaren verkündeten, daß vte . rr.Anritt sei.
Aus dem Ksdettenleden.
(htniKtung an Kaiser Friedrich von A. v. Sommerfeld.
(Nachdruck verboten)
Kadettenlust, Kadettenleid I Wer jemal- den bunten kabettenroef getragen, dem werden diese Tage, in denen sich ftfi und Leid so wechselvoll mischen, nie wieder au- dem tzedächtniß kommen. Innerhalb der „rothen Mauern" — idj spreche von der Kadettenanstalt Groß-Lichterfelde bei Ser- Itn — liegt die Welt de-Kadetten. Darüber hinan-schweifen ‘tinr seine Wünsche und vielleicht an einem dunklen Abend seine fjüfce, wenn die drohende Arreststrafe den jugendlichen Uebel- t eter nicht mehr zurückzufchrecken vermag. Sonst sind eß »obl hauptsächlich die Sonntag-Nachmittage und die lang- eisehnten Ferien, die den Kadetten au6 seiner roth umbauten heimath frei und offen am Hellen, lichten Tag hinausführen I! die große Welt, der er sich mit ganz besonderem Stolze ii des Königs Rock präfentirt. Die Kadettenanstalt ist eben eine kleine Colouie für sich. Fährt man mit der Eisenbahn oon Berlin nach der Station Groß-Lichterselde, so bemerkt mvn, au- dem Fenster sehend, kurz vor derselben in einiger Cnfernung die vielberühmte „Kadettenfabrik", wie der Der- Itner sich ausdrückt. Rothe, massige Steinbauten ragen gen Fimmel, in Gestalt eines Rechteckes, gekrönt von dem kleinen skchthurm, den die Kadettenanstelt zugleich mit einer schmucken Mrdje ihr Eigen nennt. In diesen rothen Umfaffung-mauen, tit so streng monoton im Kasernenstyl über 800 junge Ge- mluher bewachen, liegt alle-, wa- gemeinhin ein Kadettenherz 1 erfreut und nicht erfreut. Hier befindet sich ein Exercirplatz, ltzvf dem schon der jungt Soldat lernt, was er eigentlich in spateren Jahren zu lernen braucht, hier befindet sich die
Schule" oder — wie der Kadett sagt, der prinzipiell den Ausdruck Schule wie den Tod haßt — das Lehrgebäude, in tem Eivil- und Militärlehrer die Weisheit des Leben- lehren, hier befinden sich Turnplatz und Garten, Speisesaal und aller- taub andere gemeinnützige Einrichtungen, an denen ein Kadetten- ter* mehr oder weniger Gefallen findet. „
Namentlich war es nun der damalige Kronprinz, spatere Kaiser Friedrich, welcher der Hauptkabettenanstalt Groß-Lichter- ielbc seine Aufmerksamkeit gewidmet hatte. Es verging nicht ein Jahr, in dem Se. Kaiserl. Hoheit nicht mehrere Male tn ben rothen Mauern weilte und mit den Kadetten auf dte leutseligste Art verkehrte.
lernet
e an in der Wohnung lebet offen. 3519 und Lehrling
>iger, Sptnglttmtlfitr, Ntborstraßr 43- tlebrlmg! Leib, Wra§t 2
Ausgebot.
Für die Menage de- 3. Bataillons ;nftr. Negts. Kaiser Wilhelm soll nachstehende Lieferung im Wege öffentlichen Au-gebotü vergeben wer- den: I
Für die Zeit vom 1. Mai 1894 bis 31. Juli 1894 der Bedarf an frischem Ochsen- und Kalbfleisch und Nierenfett.
Die Lieferungsbedingungen können n Kaserne II., Zimmer Nr. 66, ein zesehen und daselbst Abschrift gegen Irstattung der Schreibgebühren belogen werden.
Angebote sind mit der Aufschrift Angebot auf Lieferung von Fleisch, geschloffen und portofrei bis spätestens L5. April 1894 an die unter- rc.chnete Commission einzureichen.
Gießen, den 18. April 1894.
Menage-Commission 3506_______III. Kaiser Wilhelm.
Sroßhrrzoglich Bberhessische
Eisenbahnen.
Die Lieferung von 108=341 m Weichen- fdraußen auS Eichenbolz ist zu vergeben, Bedingungen mit Verzeichnis find bei irnferer MagazinSoenoattung, sowie den Stationen Alsfeld, Lauterbach und Hungen eßnzusehen, auch gegen frantirte Sinsen- b«n6 oon 25*f6. turdbunfttSetTttariat iu «»alten, «ngeboit mit bejü8hd>er MlsschrM oerfeien, «8 ium 25. d. » o.abier einjureiäen. 0410
Gießen, den 16. April 1894.
er. Direktion.
Licht- und Kran-Anlagen.
Wi. suchen für unsere überall vorzüglich -inerten F- bricate geeignete Herren als


