Ausgabe 
14.12.1894 Erstes Blatt
 
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klnignng keine Mehrheit für den Antrag vorhanden sein wird. Die konservativen Mitglieder haben sich zum größten Theile auf den Standpunkt gestellt, falls nach der Ansicht der Re­gierung die Durchführung des Antrages v. Plötz-Kanitz mit einer loyalen Aufrechterhaltung der Handelsverträge vereinbart wäre, für den Antrag zu stimmen. Centrumsmitglteder sind in dle tvirthschaftliche Vereinigung noch nicht eingetretcn.

Berlin, 12. December. Die vertrauliche Be­sprechung, welche im Reichstage zwischen dem Präsidium und Abgeordneten mehrerer Parteien stattgefunden, hat daS Er- gebniß gehabt, daß die Nothwendigkeit der Verstärkung der DiSciplinarbefugnisie des Präsidenten allseitig als norhwendig anerkannt worden ist. Bestimmte Beschlüfle sind noch nicht gefaßt worden.

Berlin, 12. December. Wie dieBörsenzeitung" hört, begibt sich Fürst Bismarck in den allernächsten Tagen nach Friedrichsruhe, woselbst ihm der Reichskanzler Fürst Hohenlohe sofort nach Eintritt der Weihnachtsferien des Par­laments einen Besuch abstatten dürfte.

Berlin, 12. December. Nach einer Meldung derPost" befanden sich unter den socialdemokratischen Abgeordneten, welche bei dem Hoch auf den Kaiser sitzen geblieben waren, auch die Herren Wilhelm Schmidt (Frankfurt a. M.) und Schumacher (Solingen).

Frankfurt a. M., 12. December. Professor Dr. Gustav Gunz, köntgl. Kammersänger, früher Mitglied des Hof- theaters in Hannover, ist infolge eines Schlaganfalles plötz­lich verschieden.

KarlSrvhe, 12. December. Gestern Abend legten sämmt- liche Arbeiter der Hofmöbelfabrik Reutlinger ihre Arbeit nieder. Spät Abends tagte eine große Holzarbeiter Ver­sammlung, welche sich mit den strikenden Arbeitern solidarisch erklärte und über die Fabrik eine Sperre verhängte.

Wien, 13. December. DiePolit. Corr." meldet aus Petersburg, das Zarenpaar werde Anfangs nächsten JahreS die wichtigsten Provinzen Rußlands, besonders Polen und Südrußland, besuchen und in Warschau längeren Auf- enthalt nehmen.

Budapest, 12. December. In der kaiserlichen Cabinets- eanzlei in Wien find bis jetzt 25000 Dankdepeschen Quß Ungarn anläßlich der Sanctionirung der Kirchengesetze eingegangen.

Lüttich, 12. December. Der Anarchistenprozeß gegen den angeblichen Baron Sternberg und Genossen wird am 15. Januar 1895 beginnen. Die Anklageacten werden in deutscher und französischer Sprache abgefaßt werden, da sich unter den Angeklagten auch Deutsche befinden.

Paris, 12 December. DemEcho de Paris" zufolge will der Kriegsminister eine Gesetzesvorlage, betreffend die Umänderung der JnfanterieauSrüstung durch An- Wendung von Aluminium, etnbringen. DaS Gewicht der Aus­rüstung soll hierdurch von 26V2 auf 24 Kilo vermindert werden.

Paris, 12. December. Heute Morgen gegen 8 Uhr starb der Kammerpräsident Bürde au.

Paris, 12. December. DaS Leiden Pasteurs hat sich bedeutend verschlimmert. Jeder Besuch wurde strengstens untersagt.

London, 12. December. DaS Parlament ist für den 5. Februar einberufen worden.

London, 12. December. Aus Neu-Fundland wird gemeldet, daß die Handelsbank und andere Handelshäuser ihre Zahlungen eingestellt haben. Die Bevölkerung zog sofort ihre Depots von der Staatsbank zurück, sodaß die letztere unverzüglich geschloffen werden mußte. Die Aufregung in der Bevölkerung ist sehr groß.

London, 12. December. Wie aus Tientsin gemeldet wird, hat eine japanische Truppenabtheilung die Befestigung Kiutschow, an der Straße von Peking nach Mukden belegen, eingenommen. Bei Kinkuahow sind die Chinesen nach heißem Gefecht geschlagen worden und nach Tschenkou geflüchtet. Die Japaner hatten 40 Todte und Verwundete zu verzeichnen - auf Seite der Chinesen betrug der Verlust 100 Todte und zahlreiche Verwundete.

Petersburg, 12. December. Der Minifierrath wird demnächst über ein neues Preßgesetz in liberalem Sinne Beschluß faffen.

Konstantinopel, 12. December. Der Sultan ließ allen Vertragsmächten die Einladung zugehen, Vertreter zu der mit der Untersuchung der armenischen Vorgänge beauftragten Commission nach Saffun zu senden.

WB. Berlin, 13. December. Die GeschäftSord- nungs-Commisston deS Reichstags lehnte mit neun gegen vier Stimmen die Genehmigung zur Strafverfolgung Liebknechts und Genoffen ab.

Cocalts nnb jprovknztelle».

Gießen, den 13. December 1894.

* Empfauß. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog empfingen am 12. December u. A. den Rendanten Reitzel von Schotten, den Rendanten Stroh von Gießen, den Hauptlehrer Traber von Gießen.

* Ernennungen. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 5. December l. I. wurden die Lehramtsaccessisten Dr. Edmund Lücken in Darmstadt, Dr. Heinrich Schnell in Darmstadt, Karl Hattemer aus Bensheim, HanS Kißner in Pfungstadt, Wolfgang Textor in Gießen, Adolf Kemmer in Gießen, AloyS Matthes in Darmstadt, Ferdinand Markert in Gießen, Karl Noll in Gießen und Karl Braun in Vilbel zu LehramtSaffefforen ernannt.

Die gestrige Jahresversammlung der Organe der offenen städtischen und der freiwilligen Armenpflege im Restaurant Feidel war gut besucht. Herr Oberbürgermeister Gnauth führte den Vorsitz. Ec nahm nach Eröffnung der Versammlung zunächst>Ver- anlaffung, seinen Dank für das zahlreiche Erscheinen abzu­

statten, insbesondere aber die freiwilligen Armenpfleger, | wurden- er hob dabei die Borthetle hervor, welche (wie welche zum ersten Male zusammengetreten, zu begrüßen. AlS ! in Gießen) die vorwiegend in Naturalien gewährte Unter­wichtiges Moment bezeichnete er das Eintreten der offenen ? stützung vor der von dem Referenten auf der Kölner Armenpflege in die zweite Periode seit ihrer Umgestaltung, Verhandlung für die städtische Bevölkerung befürwortete ferner die Neueintheilung der Bezirke, die erweiterte Beweglichkeit j Geldunterstützung habe und kam auf Grund dieser und in Zutheilung der einzelnen Pflegefälle an die Armenpfleger. AlS I weiterer Darlegungen zu dem Schluffe, daß an dem besonders erfreulich bezeichnete Herr Oberbürgermeister auch den I bisher in Gießen befolgten System eine Aenderung für Umstand, daß der größte Theil der Armenpfleger aus denselben j nicht nöthig zu erachten sei. Herr Pfarrer Schlosser Herren bestehe, die bereits in der ersten Periode ihre Kraft | legte schließlich seine Ansichten über die Anrechnung der der Armenpflege gewidmet. Dem Bericht über das rechnerische I Invalidenrente, über die gemischte Unterstützung aus der Ergebniß der Armenpflege pro 1893/94, das im großen j freiwilligen und der städtischen Armenpflege und über den Ganzen als ein günstiges in Bezug auf den städtischen Zu- I Einfluß dcS in Gießen geübtenj Miethspairouats auf die Woh- schuß, auf die Rückzahlung der verschiedenen Vorlagen mit I nungSverhältnisse dar. Die Versammlung wurde hierauf hohen Beträgen u,w. bezeichnet werden konnte, entnehmen [ vom Herrn Oberbürgermeister mit dem Dank für das wir folgende Ziffern: ES wurden verausgabt an Geldunter- j Interesse an den Verhandlungen und mit der Mittheilung stützungen Mk. 27581.42, für ärztliche Behandlung und | geschlossen, daß er auch im nächsten Jahre wieder eine Ver- Arzneien Mk. 12566 10, für B.'gräbnißkosten Mk. 827.57, [ sammlung der Organe der Armenpflege veranstalten werde, für Verpflegung armer Geisteskranker Mk. 515 40, für I nach der guten Aufnahme, welche die beiden Versammlungen Unterbringung armer Kinder in Familien Mk. 5760.67, I bei den Betheiligten gefunden.

für Fürsorge verwahrloster, blinder und taubstummer Kinder I * Cigarreuverkauf in Wirthfchaften. In der am Montag Mk 2861.04, für Anschaffung von Schulbedürfniffen Mark I abgehaltenen Monatkversammlung des Vereins Leipziger I 672.99, an Lehrgeldern Mk. 65. Die oben angeführte j Gastwirthe wurde, wie daSLeipz. Tagbl." berichtet, u. A.

Summe der Geldunterstützungen vertheilt sich tote folgt: I mitgetheilt, daß vor Kurzem 26 dortige Gastwirthe zur Ver- Geldunterstützung an hiesige und auswärts befindliche Per- I antwortung gezogen wurden, weil sie an Sonn- und slwenoMk. 9461.82, Unterstützungen zur Miethe Mark I Feiertagen mehr als zwei Cigarren auf einmal au 10043.05, Kleider und Schuhe für arme Personen und für I einen Gast verkauft und sich damit einer Uebertretung deS Covfirmandenkleider Mk. 1824.47, Broduntnstiitzungen Mark I Gesetzes beziehentlich der Bestimmungen über die SonntagS- 2655.34, Brennmaterial als Unterstützung Mk. 1710.09, I ruhe schuldig gemacht haben. Man ist in gaftgewerblichen M'lch und Effen Mk. 841.56, Beiträge an Wohlthätigkeits- I Kreisen aus die schöffengerichtliche Entscheidung sehr gespannt, anstalten, Vereine rc. Mk. 1045. In der Summe für I ** Keilerei. Heute Vormittag kam es am Seltersweg ärztliche Behandlung und Arzneien ist einbegriffen die AVer- I zwischen dem Letter eines Rollfuhrwerks und einem Omnibus- sionalvergütung von Mk. 10000 an das Großh. Univ.- I kutscher zu einer Keilerei. Der Rollfuhrmann war nicht Rentamt, ferner Mk. 377.25 Kurkosten für auswärts erkrankte I rechtzeitig ausgewichen und schimpfte und schlug alsbald auf gieftflie Arme, Mk. 1554.85 für Arme, bezüglich deren Er- | den ihm Vorhalt machenden Omnibuskutscher ein. Der mit satzpflicht besteht, Mk. 204.90 für Medicamente und Brillen, I Fahrgästen stark besetzte Omnibus traf mit Verspätung am Mk. 128.10 für Hebammengebühren, Mk. 300 für Badekuren. I Bahnhof ein. Anzeige wurde erhoben.

In der nun folgenden DiScussion wurde die Höhe der I ** Rauferei. Bei einer gestern Abend in der Grünberger- Pauschalsumme (10000 Mk.) beanstandet, welche dle Stadt | straße stattgefundenen Rauferei erhielt ein junger Mann mit alljährlich für die Verpflegung armer Kranker an die Uni- | einem Messer einen Stich in den Oberarm.

versitätsklinik entrichtet- es wurde indeß entgegnet, daß diese j * Warnung vor Wafchedieben. Wäschestücke während Summe nur hoch erscheine, in Wirklichkeit aber es nicht j der Nacht in HauSgärten hängen zu lassen, haben in letzter sei, wenn man damit vergleiche die Kosten, welche der Stadt I Zeit verschiedene Hausfrauen bitter zu bereuen gehabt. Au durch Errichtung eines eigenen Krankenhauses entstehen würden - | verschiedenen Stellen der Stadt kamen Wäschediebstähle vor. es wurde neben 'der für eine Universitätsstadt bestehenden I Es ist gar nicht zu verivundern, wenn aus unverschlossenen moralischen Verpflichtung zur Ueberweisung ihrer Kranken | Gärten und Höfen, zumal in entlegenen Siadttheilen, gestohlen an die Klinik weiter darauf hingewiesen, daß die Verwaltung | wird, denn sogen. Gelegenheittdiebe finden sich jederzeit.

der Kliniken der Stadt durch Aufnahme der Frauen in die I ** Bei Frostwetter darf aus Hausern oder Hofraithea Frauenklinik, sowie dadurch entgegen gekommen, daß sie für I kein Waffer auf die Straßen abfließeu oder geschüttet werden, die Desinsection der Mobilien ihren Apparat zur Verfügung stellt. I In allen Fällen ist der Hausbesitzer verantwortlich, wenn Seitens des Herrn Pfarrer Schlosser wurde ferner her- I nicht der Thäter selbst zu ermitteln war. Die Schutzmann­vorgehoben, daß im Vergleich zu früher nicht nur die Der- I schäft hat strenge Weisung erhalten, Uebertretungen zur Anzeige pflegung in, sondern auch außerhalb der Klinik eine bessere I zu bringen- eine besondere Verwarnung tritt nicht mehr ein. geworden, in letzterer Hinsicht durch die Anstellung eines be- I Diese Weisung bezieht sich auch aus das Reinigen der Trottoirs sonderen poliklinischen Assistenten- es sei Wunsch der Herren | von Schnee und Eis, sowie auf das Streuen bei Glatteis. Professoren gewesen, den Kliniken die Kranken aus der Stadt I Bei Reinigung der Trottoirs dürfen scharfe Instrumente zu überweisen, es sei constatirt, daß man mit der Behänd- | nicht benützt werden, da bei Asphalt- und CementtrottoirS lung der Armen in den Kliniken zufrieden sein könne. | leicht Schaden entsteht, für welchen der Hausbesitzer haftet. Die weitere aus der Mitte der Versammlung gegebene An- I __________-

regung, es möge den Bezirksvorstehern das Recht verliehen I B. Borsdorf, 12. December. DaS trockene, helle, mäßig- werden, in dringenden Fällen Unterstützung bis zu einer ge- | kalte SBtnterroctter fördert die Waldarbeiten in jeder wissen Höhe nach eigenem Ermessen zu bewilligen, sowie I Weise. Es wird nicht bloS Holz gefällt, sondern es werden auch Anweisungen auf die beim Hospitalverwalter zu ent- I auch Wegbauten auSgeführt, bei welchen die Leute einen an­nehmenden Naturalien auszustellen, soll noch Gegenstand der I genehmen Nebenverdienst finden.

Berathung in der Armendeputation bezw. im Stadtvorstand | 0 Darmstadt, 12. December. Die fünfte ordent-

werden. Herr Oberbürgermeister Gnauth berichtete I liche LandeSshnode wurde heute eröffnet. Morgens um hierauf über die letzte in Köln abgehaltene Versammlung des I 10 Uhr versammelten sich die Mitglieder der Landessynode Deutschen Vereins für Armenpflege," welchem auch Gießen I in der Stadtcapelle, woselbst ein Gottesdienst stattfand. Um angehört. ES wurde dort nach Bekanntgabe des auf den j halb 12 Uhr begannen die Verhandlungen im StändehauS. Verein bezüglichen statistischen Materials und der Mit- I Oberconsistorial Präsident Goldmann eröffnete die Verhand- theilungen über die Armenpflege im AuSlande, sowie über | lung mit der Bekanntgabe eines Schreibens Sr. Kgl. Hoheit verschiedene das Inland betreffende Fragen der I des Großherzogs, in welchem derselbe die Mitglieder der offenen Armenpflege verhandelt, auch die Frage der Ein- j fünften ordentlichen Landessynode begrüßt, für deren Arbeiten deziehung Bayerns und Elsaß - Lothringens (auf welche j reichsten Segen erfleht und die fünfte Synode für eröffnet Reichsgebiete sich bekanntlich das Gesetz über den UnterstützungS- I erklärt. Nunmehr erfolgte die Vereidigung der 53 neuge- wohnsitz nicht erstreckt) erörtert und vorgeschlagen, die I wählten Mitgliedern der Synode durch Präsident Goldmann nächste Versammlung in einer bayerischen Stadt abznhalten. | und die Wahl des Alterspräsidenten. Als solcher wurde Einen weiteren wichtigen Gegenstand der Bearbeitung I Decan Staudinger ernannt. In einer trefflichen EröffnungS- burd) den Verein soll demnächst bilden die Fiage über | rede begrüßte derselbe die Mitglieder der Synode, dem den Verlust des Wahlrechts bei Armenunterstützung. Das I Wunsche Ausdruck gebend, daß Golt es geben möge, daß die Referat überEhrenamtliche und berufsamt- I Arbeiten auch dieser Landessynode mit dem Geiste der Liebe liche Thätigkeitj in der städtischen Armen- I und deS Friedens durchdrungen seien zum Segen der evan-

pflege^, über welches ebenfalls in Köln verhandelt wurde, I gelischen Kirche. Zunächst fand die Prüfung der Wahlacten

erstattete Herr Pfarrer Schlosser. Ec erläuterte eingehend I sür die Neugewählten durch 5 Commissionen statt, welche

daS sogenannte (auch in Gießen angenommene) Elberfelder I längere Zeit in Anspruch nahm. Sämmtliche Wahlen bis

System, hob besonders die Schwierigkeiten in dessen An- j auf Büdingen, Wöllstein und Oppenheim, welche beanstandet Wendung in großen Städten hervor, gab unter fachlicher I werden, finden Genehmigung. Hierauf vertagte fich die Begründung der freiwilligen Thätigkeit in der Armenpflege I Synode auf morgen früh um 9 Uhr, wo dann auch die vor der bezahlten, berufsmäßigen den Vorzug, weil erstere I Wahl des Bureaus statlfindet.

die beste Schule für den Gemeinsinn fei. Auf die An- I Mainz, 12. December. Der auf dem Bataillons- frage des Vorsitzenden, ob vielleicht irgendeine Aenderung I Bureau des m Kastel garnisonirenden 11. Pionier-Bataillons in den Einrichtungen der Armenpflege in Gießen em- I beschäftigte Zahlmeister-Aspirant Elend ist seit mehreren pfehlenSwerth sei, äußerte fich die Versammlung verneinend. I Tagen spurlos verschwunden. Seit etwa Jahresfrist ist das DaS Referat über den folgenden, in der Kölner Versamm- I bereits der zweite militärische Beamte, der von dem Kaffen- lung behandelten Punkt:Die Bestrebungen der Pri- | Bureau des 11.Pionier-Bataillons spurlos verschwunden ist. vatwohlthätigkeit in ihrer Zusammenfassung" I Der in der hiesigen Schuhfabrik der Firma Eichbaum erstattete ebenfalls Herr Pfarrer Schlosser. Referent betonte I ausgebrochene Strike hat bereits zu Straßenscenen geführt, in der Darlegung seiner Stellung zur Frage die Nothwen- I bei welchen die Polizei einschreiten mußte. Die Strikenden digkeit des Zusammenwirkens von bürgerlicher und freiwil- I versuchten nämlich mehrere von auswärts zugereiste Collegen, liger Armenpflege und erörterte die Frage, inwieweit die I die in der Fabrik in Arbeit traten, mit Gewalt von der Leistungen der freiwilligen Armenpflege aufgerechnet werden I Arbeit abzuhalten, fo daß Polizei zum Schutz der fremden könnten bei Ausmessung der von der bürgerlichen Armen- I Arbeiter nothwendig war. Ein auswärts wohnender Arbeiter pflege gewährten Unterstützung. Herr Oberbürgermeister I wurde unter polizeilichem Schutz nach dem Bahnhof gebracht, Gnauth berichtete über die Verhandlungen, welche über die I während ihm die Sinkenden unter lauten Schimpfereien das Art und Höhe der Armenunterstützung", unter I Geleite gaben.

Scheidung ländlicher und städtischer Verhältnisse, und über I Mainz 12. December. Die von der Stadt Mainz den jährlichen Mindestbetrag (Ausschlußsatz), mit welchem I dem im verflossenen Jahre verstorbenen Director des eine Familie mit denkbar bescheidensten Ansprüchen aus- I römischen-germanisch-n Central Museums, Professors Dr. fommen müsse, ehe sie der Armenpflege anheimfalle, gepflogen Lindenschmitt, in dem hiesigen Museum als bleibende Enn-