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105 55
106 20
_ _
104 30
6°/o Centr. Pacff. I.Mrtg. rückzahlb. 1896 . .
—.—
—.—
6°/gPacifwfMiff ouri con- solidated I.M.i. 1920
90.70
90.30
schwung anzusehen. Die neuesten Newyorker Kabelberichte lasten erkennen, daß dem-- nächst im Senat und unter den Eongreßmitgltedern eine Einigung über die Zoll- tarifresormbtll erzielt werden wird, wovon man nicht mit Unrecht die Wiederbelebung der Lage von Handel und Industrie erhofft. In dieser Erwartung ist an der Stock-Exchange bereits eine zuversichtlichere Meinung eingezogen, welche in der höheren Bewerthung der verschiedenen Etsenbahnpaptere deutlichen Ausdruck findet. Ueberdtes haben aber die meisten Linien in der letzten Juli-Woche wieder Mehreinnahmen erzielt, woraus man schließen zu dürfen glaubt, daß die Depression allmalig verschwinden wird.
An sonstigen Einzelheiten ist auf dem Fondsmarkt noch die Bewegung der serbischen Anleihen zu erwähnen. Ursprünglich durch Realisationen um mehrere Procente geworfen, erholten sie sich rasch wieder durch die Hinweise auf die in Folge des mit Oesterreich abgeschlossenen Handelsvertrags ermöglichte Einführung neuer Monopole. Mexicaner wurden bester bezahlt, weil man mancherseits von dem Krieg zwischen Japan und Ehina einen günstigen Einfluß auf die Gestattung des Stlber- preises hoffte, eine Erwartung, die indessen auf sehr schwachen Füßen steht. Unsere einheimischen 3procentigen Anleihen büßten durch Berliner Verkäufe 30 Pfg. ein; angeblich soll die Berliner Stadtverwaltung ihre müßißen Gelder vorübergehend darin angelegt gehabt haben, durch anderweitige Ansprüche aber jetzt zur Veräußerung ihres Bestandes veranlaßt worden sein.
Unter dm Bankactien erzielten jene der ungarischen Creditbank auf Wiener Anregung 4 fl. Gewinn, da man dort wissen wollte, daß jenem Institut die Einführung einer Klassenlotterie in Ungarn übertragen worden sei. Auch österreichische Ereditactien erfuhren eine Steigerung, konnten sich aber nicht auf ihrem höchsten Stand halten. Zu Gunsten der deutschen Banken wurden verschiedene Gründe ins Treffm geführt. Bei Commandit und bet der Deutschen Bank wies man auf die Erholung der amerikanischen Werthe hin; für Darmstädter Bank stimultrte ihr Interesse an Portugal und Berliner Handelsgesellschaft waren im Zusammenhang mit serbischen Titeln fest.
Das Interesse an den deutschen Transportgesellschaften hat wieder nachgelassen. Ebenso haben sich die schweizerischen Eisenbahnen nicht voll zu behaupten vermögen, trotzdem das Heimathland als Käufer auftrat. Selbst Gotthardt find abgeschwächt, obwohl die schon mehrfach erwähnte Convertirung der 4procentigm Prioritätsschuld nunmehr greifbare Gestalt annimmt und voraussichtlich mit Beginn des nächsten Jahres zur Ausführung gelangen wird. Von den österretchischm schließen Staatsbahn nach mehrfachen Schwankungen eine Kleinigkeit höher, indem beharrlich Gerüchte in Umlauf gesetzt werden, nach denen die Verhandlungen mit dem Staat wegen Einlösung der Linien in ein actuelles Stadium getreten sein sollen. Buschtherader büßten einen Theil ihrer Avance wieder ein auf die Meldung über die bevorstehende Gründung einer Concurrenzlinie. Für die italienischm Bahnen war in Sympathie mit dem Rentencours die Nachfrage überwiegend.
Die Berichte aus den Kohlen- und Eisendistricten von Rheinland-Westfalen und Oberschlesien lauten immer noch widersprechend. Trotzdem benützen einige Speculanten jede optimische Schilderung, um eine neue Hausse in Eisen- und Kohlenactien hervorzurufen. Bei Beurtheilung dieser Werthe darf man nicht außer Acht lassen, daß ihr heutiger Preis durchaus nicht mit ihrer Rentabilität in Einklang steht; der ganze Industriezweig muß schon einen starken Aufschwung nehmen, nur um dieses Mißverhältniß zu beseitigen.
Geld ist wiederum unverändert.
(Sourfe der Frankfurter Börse.
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100 05
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36.30
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Auch während der diesmaligen Berichtsperiode hielt der feste Grundton an den deutschen Börsen an, aber der Verkehr war nicht mehr so lebhaft wie in der Vorwoche und beschränkte sich auf nur wenige bevorzugte Papiere, trotzdem sich in Bezug auf jene Momente, welche seither als Haussemotiv geltend gemacht worden waren, nichts geändert hat. Der flüssige Geldsland hält an, die Berichte über die Ernteerträgnisse entsprechen den Erwartungen und die Halbjahrsabschlüsse der Banken find anscheinend befriedigend ausgefallen. Desienungeachtet hat das Publikum seine frühere Unternehmungslust noch nicht wieder gefunden und wenn es auch angefangen bat, der Börse wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sie hin und wtede durch Kanforbres zu unterstützen, so fällt es doch nach jedem befchetdenen Vorstoße in seine reservirte Haltung zurück. Dadurch fehlt den Effectenmärkten die für eine dauernde Belebung des Verkehrs unbedingt nothwendtge Unterstützung der Kaptialisten und wird die Thatenluft der Speculatton gehemmt. Nach jeder geringen Cours- fteigetung sind die Haussiers ängstlich bemüht, die erzielten Gewinne in Sicherheit zu bringen, und andererseits wagen es auch die Baissiers nicht, ihrer Meinung durch Blankoabgaben entschiedenen Ausdruck zu geben, weil das Publikum selbst bei den hohen (Sourfen mit großer Zähigkeit an seinem Besitztum festhält, so daß nur ganz romlg effeclives Material an den Markt kommt. Unter diesen Umständen wurden die Comse einzelner Papiere bald nach oben, bald nach unten bewegt, ohne daß große Umsätze darin stattgefunden haben. Immerhin ist als Endresultat der Woche neuerdings eine wenn auch mäßige Courssteigerung zu verzeichnen.
Sehr viel trugen die von auswärts einlaufenden Notirungen dazu bei, der Tendenz ein freundliches Aussehen zu geben. Von Wien aus wurden anfänglich für r ^etchische Banken und später für schweizerische Transportwerthe Kaufordres gesandt, durch welche deren Preis anziehen konnte. Auf dem erhöhten Niveau machte sich bann Realisationsneigung geltend, die einen leichten Druck ausübte. Dagegen traten im Laufe der Woche auf verschiedene stimulirende Nachrichten die einige Zeit lang vernachlässigt gewesenen fremden Renten in dm Vordergrund. In erster Linie verdienen hier die italienischen Werthe genannt zu werden, zu deren Gunsten die Veröffentlichung der Handelsstatistik für das erste Semester 1894 und die rückläufige Bewegung des Goldagios wirkte. Mehr als dies kommt jedoch fortgesetzt das Deckungsbedürsniß der Pariser Speculation in Betracht. Ebenso war die Erholung der portugiesischen Werthe von günstigem Einfluß auf die Gesammttendenz. Wie bekannt, hat die Regierung seiner Zeit bei Decretirung der Dritlelzahlung ihrer Zinsverpfltchtungm verfügt, daß die ausländischen Gläubiger auf die Hälfte desjenigen Betrages der Zolleinnahmen Anspruch haben, um den dieselben die Summe von 11400 Kontos überschreiten. Nach den Bekanntmachungen der Junta do Credito Publico haben die Erträgnisse aus den Zöllen 800 Contos mehr gebracht, so daß für die Gläubiger ein Betrag von 400 Contos zur Verfügung ist, welcher vermulh- lich bei Einlösung des nächstfällig,n Coupons in der Weise zur Vertheilung gelangen wird, daß auf jeden Coupon einer 3procentigen Obligation von 500 Frs. Nominal eine besondere Vergütung von 52 Cts. und auf jene der 4’/2procentigen Titel eine wiche von 78 Cts. erfolgen dürfte. Selbstverständlich handelt es sich hierbei nur um eine einmalige Ausschüttung; ob auch späterhin wieder eine Aufbesserung der fck? fein wird, hängt lediglich von der Entwickelung der Zolleinnahmen mr Zeigen oder sinken können und im Jahre 1892 weit unter der vereinbarten altnia We zurückgeblieben waren. So klein die Nachtragsvergütnng an und für c ' t J*e doch erfreulich, weil damit die Aufbesserung der so stark rebucirten 3infen beginnt und ba sie beweist, daß das Versprechen der Regierung, die Gläubiger an der Besserung der Verhältnisse participiren zu lassen, nicht werthlos war.
Als ein weiteres Moment zur Rechtfertigung der festen Stimmung ist noch der auf dem Markt der amerikanischen Etsenbahnbonds eingetretene Um-


