Ausgabe 
11.12.1894 Zweites Blatt
 
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eigener Bereitung,

Birnhonig Zwetschenhonig Apfelgelee

lager auf den Uebungsplätzen bei AryS, Senne und Münster, Garntsonlazarerh in Charlottenburg, Ankauf von 330 Pferden für die Meldereiter-DerachementS, Neubau der Kriegsschule in Potsdam, Unterosfizierschule in Greifenberg i. P., Friedens-

dar, daß in dieser Form die Sache beim besten Willen un­durchführbar war.

Spar- und Leihkasse Gießen. Doering.

Im Auftrag: Großherzogliche Oberförsterei Gießen. Block.

Warschau, 8. December. Die Czarenwittwe wird auf den Rath ihrer Aerzte nach Skiernewice übersiedeln und dort längere Zeit verbleiben. Sie wird einen eigenen Hofhalt erhalten.

Chicago, 8. December. In einem Bahnschuppen wurde in einer Kiste die von Messerstichen durchlöcherte Leiche eines vierzigjährigen Mannes vorgefunden. Der Ermordete war ein Deutsch - Amerikaner. Von dem Thäter, resp. Absender der Kiste noch fehlt jede Spur.

zu entführen. Die Residenz wird seitdem von der Polizei scharf bewacht.

Ausland.

Paris, 8. December. Die Expedit io n nach Mada- gascar soll im März von Marseiile emgeschtfft werden, um Anfangs April an der Küste von Madagascar zn landen. Von hier wird die Expedition sich sofort nach Tananarivo begeben, damit sie spätestens Anfangs October zur Küste zurückkehren kann.

Loudon, 8. December. Nach einer Meldung aus Shanghei bereite sich der chinesische Hof vor, um Peking zu ver­lassen. Ueber die Operationen der japanischen Flotte fehlt seit einigen Tagen jede Nachricht. Die chinesische Flotte ist im Hafen von Wet-hai-wei eingetroffen.

London, 8. December. Die Blätter veröffentlichen sym­pathische nekrologische Artikel über Lessep s. DieMorning- post" sagt, daß das Mißlingen des Panamaunternehmens der Gestaltung des Bodens zuzuschreiben sei. Jedenfalls sei aber der Suezcanal für ewige Zett ein Gegenstand der Be­wunderung für die ganze Menschheit. DerStandard" äußert sich: Nach der Vollendung des Panamacanals wird das Fehlen der Statue Leffeps am Canaleingang das ver- geffen machen, was beute seinen Ruhm schmälere.

London, 8. December. DieMorningpost" erfährt, daß einige Tage nach der Geburt des Sohnes des Herzogs von dem letzteren ein anonymes Schreiben zuging, wonach sich in Jork

laboratorium bet dem Arlilleriedepot in Danzig, Ersatz von Fahrzeugen für 16 Infanterie Munitionscolonnen, Wobnhäuser zur Einrichtung von 100 Familien - Wohnungen für die Arbeiter der technischen Institute in Spandau, Erwerbung eines Exerzierplatzes in Zabern, zweite Militär-Arrestanstalt in Metz, Generalcommando-Gebäude in Metz, Excerzierhäuser in Bitsch, .Straßburg i. E. und Metz. Die Et als stärke des deutschen Heeres ist für 189596 auf 22617 Offiziere, 1202 Zahlmeister - Aspiranten, 6066 Spielleute, 1922 Lazarethgehilfen, 68 791 sonstige Unteroffiziere, 479 229 Gemeine, 2072 Militärärzte, 1102 Zahlmeister u.s. w. 579 Roßärzte, 1060 Büchsenmacher, 39 Sattler und 97 280 Dienftpferde veranschlagt.

Literatur und ICunft.

Für den Selbstunterricht im Englischen und Französischen sind die besten Hlfsmittel die bereits in 43 Auflagen erschienenen und stets vervollkommneten Original-Unterrichisbriete ach der Methode Toussaint-Langenscheidt. Zn Band 14,2 der Englischen Studien (von Professor Dr. Kölbing) wird über dieselben geurthetlt wie folgt: Professor Langenscheidt selbst hat dem Ausbau der Unterrichts­briefe ein Menschenalter voll Arbeit, unermüdlicher Thättgkcit, Auf­opferung, Lehr-Erfahrung und einen riesenhaften Ftttß gewidmet, wobei ihm ebenso treffliche Helfer englischer und französischer Nation zur Seite standen. Die Unterrichtsbriefe übertreffen daher an methodischer Sicherheit, mit der sie ihr Ziel verfolgen, an Gründlich­keit und Sorgfalt auch im kleinsten Detail alle ähnlichen Lehrmittel. Es ist demnach ganz erklärlich, daß Tausende dasjenige Können und Wissen der französischen und englischen Sprache daraus gesogen haben, das ihnen die Schule vorenthtelt; daß Viele davon den Schlüssel zur Enträthselung und zum Genuß fremder Literaturschätze sanden. Viele sich mit ihrer Hilfe eine Existenz begründeten, um dann ihrem Lehrer in Tausenden von Anerkennungsschreiben ihre Dankbarkeit auszudrücken." (Verlag der Langenscheidt'schen Verlags-Buchhandlung, P.rof. G. Langenscheidt, Berlin.)

Spar- und Leihkafse Gießen.

Im Monat Decmber l. I. werden bei der unterzeichneten Kasse außer den feststehenden Zahltagen, Mittwochs und Samstags, noch au jedem Dienstag und Donnerstag Zahltage abgehalten.

Die Einleger werden ersucht, unter Vorlage der Einlagebücher ihre Zinsen in Empfang zu nehmen, oder zuschreiben zu lassen. Zinsen, -welche bis zum 1. Januar k. I. nicht erhoben sind, werden den Einlegern ohne Weiteres in den Büchern der Kasse zugeschrieben und von diesem Tage an verzinst. Es brauchen hiernach alle diejenigen Ginleger nicht zu er­scheinen, welche nur Zinsen beischreiben lassen wollen, dies kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen.

Gießen, den 28. November 1894.

Fischereiverpachtung.

Es werden die mit Ende d. I. leihfälligen fiscalischen Fischereien:

I. In der Obersörsterei Gießen incl. Treis, die Bezirke Nro. 1 die Lumda, Nro. 2 und 3 die Wieseck und Nro. 4 bis 9 die Lahn, worunter Nro. 5 bis 7 Koppelfischereien mit Preußen -

II. In der Obersörsterei Schifsenberg die Bezirke Nro. 1 der Gründel- oder Lüdtenbach, Nro. 2 der Bieberbach und Nro. 3 die Lahn, sämmtliche Bezirke übereinstimmend mit der seitherigen Eintheilung

Freitag den 14. December, Morgens 10 Uhr

im alten Rathhaus zu Gießen auf weitere 12 Jahre verpachtet.

Gießen, den 27. November 1894.

Berlin, 8. December. Der Kaiser war vom Donnerstag bis.Sonnabend der Jagdgast des Herzogs von Altenburg im Schloß Hummelshain- am Sonnabend Nachmittag traf der Kaiser von diesem Auöfluge wieder im Neuen Palais bei Potsdam ein.

Die erste Arbeit des Reichstages wird in der am nächsten Dienstag anhebenden ersten Lesung des Etats bestehen. Die Berathung hierüber wird sich, wie immer, gewiß auch diesmal zu einer umfassenden Debatte allgemeinen Characters gestalten, welche die Stimmung deS Reichstages gegenüber den seiner harrenden mannigfachen Aufgaben wie gegenüber der neuen Regierung schon hinlänglich wiederspiegeln dürfte. Letztere ihrerseits wird ebenfalls die erstmalige Etatsberathung als eine willkommene Gelegenheit benutzen, sich mit dem Parlamente auszusprechen, denn eS verlautet vestimmt, der Reichskanzler Fürst Hohenlohe gedenke die EtatSverhand- lungen mit einer längeren Rede einzuleiten, von welcher man jedenfalls eine Darlegung der Grundlinien des poli­tischen Programms desneuesten Curses" erwarten darf. Recht fraglich ist es, ob der Reichstag vor Weihnachten auch noch die Generaldebatte über dieUmsturzvorlage" erledigen wird, denn diese Berathungen würden sicherlich tief in die dritte Decemberwoche hineindauern, so lange ist aber der Reichstag schwerlich zusammenzuhalten. Eingegangen find im Reichstage ferner die in der Thronrede angekündigten Justizgesetze (Abänderung der Strasproceßordnung, Verein­fachung der Berufung, Entschädigung unschuldig Verurtheiltcr), außerdem liegen bereits an 40 Initiativanträge des ver­schiedensten Inhaltes vor.

Die einmaligen Ausgaben des dem Reichs­tage zu unterbreitenden ordentlichen Militär-Etats belaufen sich auf 36 036 603 Mk. (+ 3 540 747). Es sind torin an Neuforderungen zu verzeichnen: Magazingebäude i* Langfuhr, Ausrüstung einer Feldbäckereicolonne, Bekleidungs­amt für das Gardecorps in Berlin, für das VI. Corps in Breslau, Dienstgebäude für die Landwehr - Jnspection und 4 Bezirkscommandos in Berlin, Stabs- und Kammergebäude in Tilsit, Kaserne für 3 Escadrons in Halberstadt, für ein Cavallerie Regiment in Torgau, Garnison (Simultan-)Kirche in Düsseldorf, Militär-Arrestanstalt in Celle, KaserneinDanzig,

Bekannrwachung.

Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft haben, wollen dies spätestens bis zum 31. December d- entweder schriftlich oder mündlich in Selbsiperson bei der unterzeich- neten Stelle anzeigen, indem sonst die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgaben auch im folgenden Jahre und solange fortdauert, als diese Anzeige versäumt wird. 10008

Gießen, den 6. December 1894.

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

Gn auth.

Die Prämien sind nebst den vorgelegten Dienstbüchern Zahltage bei unserer Kasse in Empfang zu nehmen.

Gießen, den 3. December 1894.

Die Direction des Spar- und Leihkaffe-Vereins. Grüneberg.

Weißer Streusand billig und gute Abfahrt, kann zu jeder Tageszeit abgeholt und auch geliefert werden. 9941

Jakob Helfenbein Wtw.

Marburgerstraße 83.___

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Folgende Dienstboten haben mit Rücksicht auf die bei ihren Ramen bemerkten Dienstjahre bei einer und derselben Herrschaft aus hiesiger Spar- und Leihkasse die beigesetzten Prämien erhalten:

ff. Kkiiciiijinig, selbstgezüchteten und prämiirt, ver­kauft per Pfund 1 Mark, in größerem Quantum billiger

Ph. Bauer, Bienenzüchter

8830) Bahnhofstraße 57.

Ipidplo# der vereinigten Frankfurter Aadttheater Opernhaus.

Dienstag den 11. December: Armida. Mittwoch den 12. December: Obersteiger. Donnerstag den 13. December: Rtgoletto. Cavalleria rusticana. Freitag den 14. December geschlossen. Samstag den 15. December: Undine. Sonntag de« 16. December: Armida.

«chauspielhau».

Dienstag den 11. December: Wohlthäter der Mensch­heit. Mittwoch den 12. December: Kameraden. Donnerstag den 13. December geschlossen. Freitag den 14. December: Madame Sans - GZne. Samstag den 15. Dec-mber: Der Schuß. Sonntag den 16. December, Nachmittags 3«/, Uhr: Obersteiger. Abends 7 Uhr: Der Schuß. Montag den 10. December: Wohl­thäter der Menschheit.

Hose gegenüber zuzugestehen. Der Zwischenfall in der i evangelische Garnisonskirche in Graudenz, Vergrößerung des | ein Complott gebildet habe, um den ne uaebo reuen Sobrr Donnerstagssitzung des Reichstages .stellte dann zur Genüge I Artillerie-Schießplatzes Lockstedt, Erweiterungen der Baracken- I ----- *' 9

i Inner mit hpn llphnnnäHfAh»» Wi- (S->onv>» nhS <rduhHav

Apfelgelee aus Süßäpfeln, Bienenhonig, fft. weißer

Tafel-, per Pfd. Mk. I.,

empfiehlt 8776

Emil Fischbach,

Prima deutschen Cognae, Aechteu französischen dto., Marke: Henry Faber & Co., Bordeaux, Nurn, Liqueure,

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J. M. Schulhof.

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Chr. Leo

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Gold- und Silberwaaren,

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in schönster Auswahl.

Eine Parthie zurückgesetzte versilberte Waareu und Schmuck- gegeustände werden außergewöhnlich billig abgegeben.

Ord.- Nr.

Namen der Dienstboten

Wohnort

Dienst, jahre

Be­willigte Prämie

Mark

1

Müller, Wilhelm

Hofgüll

34

35

2

Lechens, Konrad

das.

32

35

3

Benner, Philipp

Gießen

26

30

4

Dönges, Peter

das.

19

25

5

Weber, Elisabethe

das.

17

25

6

Becker, Carl

Hofgüll

17

25

7

Schöck, Georg

Lohra (Friedelhausen)

16

25

8

Stumpf, Robert

Hofgüll

15

25

9

Eller, Gabriel

das.

15

25

10

Bingel, Peter

Gießen

12

25

11

Vogel, Anna Elisabethe

das.

11

25

12

Kult, Konrad

Muschenheim

U8/4

25

13

Sprankel, Alexander

Neuhof

11

25

14

Bonifer, Gottfried

Wieseck

11

25

15

Findt, Heinrich

Friedelhausen

10

20

16

Reitz, Louise

Nsider-Ohmen, jetzt hier

10

20

17

Velte, Adam

Gießen

10

20

18

Hardt, Jacob

das.

10

20

19

Wenzel, Margarethe

das.

10

20

20

Dietz, Martin

Friedelhausen

10

20

21

Wehner, Konrad

Gießen

10

20

22

Reitz, Georg

Neuhof

10

20

23

Eisenmann, Friederike

das.

10

20

24

Wehn, Emilie

Gießen

10

20

25

Fink, Wilhelm »

das.

10

20

26

Becker, Margarethe

das.

!*/

91/.

20

27

Wild, Georg

das.

20

28

Lang, Marie

das.

20

29

Ganß, Philipp

das.

9/.

20

30

Weil, Marie

Muschenheim

20

Dienstboten, welche bereits früher prämiirt sind:

31

Belten, Katharine

Gießen

15

32

Dort, Katharine

das.

15

33

Adolph, Heinrich

das.

15

34

Hisgen, Dorothea'

das.

15

35

Sommerlad, Philipp

Bersrod

15

3L

Kraufch, Kath.

Gießen

15

37

Klingelhöfer, Marie

das.

15

38

Kraft, Louise

das.

15

39

Hofmann, Ludwig

das.

15

40

Damm, Johannes

Winnerod

15

41

Bonarius, Wilhelm

Gießen

15

Summa:

860