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Rr 83 Zweites Blatt. Mittwoch den 11. "Jlpril
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Feuilleton.
In Uauheims größter Stunde.
Erzählung von Wilhelm Wagner.
(4. Fortsetzung.)
Bor EckehardS Blicken lag im trüben Lichte und Regen« »etter der junge Tag. Die Aeste der Bäume waren gebrochen vom Sturme in der Nacht. Gerade vor ihm, nach Morden zu, befand sich eine große Wiese, durch welche die l|a stoß, heute mächtig angeschwollen vom Regen. Am Ende btt Wiese stand der alte Waitz'sche Thurm,- in seiner Nähe waren zwei Quellen, eine Pumpvorrichtung, ein altes Pumprad und etwas mehr nach rechts zwei kleine alte GradiererhäuSchen, Ueberbleibsel eines längst abgebrochenen Gradierbaues.
Eckehard unterbrach das lange Schweigen und sagte: »Melie, sieh dorthin, wo die kleine Erhebung mitten auf der Viese ist- weißt Du eS noch, da haben wir einstens zu- iammen gestanden und haben miteinander gesprochen, eS war an dem Tage, als ich hierher kam und die Arbeiter die schweren Balken auf den tiefen Quellenschacht legten, weil ruö der Erde das gehoffte heilbringende Waffer nicht gekommen ist, weißt Du eS noch? — Aber — horch! WaS war das wieder für ein Dröhnen? — Die Erde bebte! — Habt Ihr nichts gehört?**
Die Anderen blickten ihn bestürzt an, diesmal sprach Eckehard wohl nicht im Fieber, denn sie hatten ebenfalls eine eigenartige Erschütterung verspürt und die Ketten der alten Ufcr klirrten leise. *)
Eckehard fuhr in großer Erregung fort: „Das war ein Erdbeben. Uud eß ist noch nicht zu Ende! — Seht Ihr, draußen — auf der Wiese — an dem Quellenschachte — die Erde hebt und senkt sich wie Wellen! — Eben wieder. — Die schweren Balken heben sich auch! — Melie, Melie, daS 'ton kein Erdbeben wehr fein, sonst würden wir es auch hier Wpfinden. — — Nein!" schrie Eckehard plötzlich jäh auf, so daß alle erschrocken zusammenfahren, „nein — baß — ist — die Quelle! — Die Quelle, — die auS der Erde ksmmt!"
•) ('ß wurden am gleichen rage auch Erdstöße von dem nahen Ufingen gemeldet.
Auch die Anderen blickten, alles Uebrige vergeffend, starr nach dem wunderbaren Schauspiel vor ihnen auf der Wiese. Sie bemerkten, wie sich erst schwer die Erde hob und senkte, dann bäumte sie sich plötzlich hoch auf, zerriß und hoch in die Luft sausten Erde, mächtige Balken, Steine und eine lange eiserne Rühre folgten im wirbelnden Tanze.
Eine Wolke hüllte daS Bild auf einige Secunden ein, danach stieg ein mächtiger Strahl, von weißem perlendem Schaum gebildet, aus dem aufgeriffenen Schachte hoch empor. Um die weiße Schaumpyramide aber wogte eine wildbewegte Waffermaffe und über ihr ballten sich heiße Dämpfe. Und daß Wunder blieb, es war kein Traum! Immer mächtiger sprudelte baß weiße Waffer auß der Erde, überfluthete die ganze Umgebung, verwandelte sie zu einem wogenden Salzsee und rann dampfend der nahen Ufa zu.
Amelie hatte Mühe gehabt, Eckehard zu stützen, so erregt war er.
Jetzt wandte sich der Kranke an seine Umgebung und rief mit lauter, vor Bewegung zitternder Stimme: „Das ist die Quelle, die ich erflehte und die ich immer gesehen im heißen Fiebertraum der Nacht."
Amelie ermahnte ihn, sich nicht zu sehr anzustrengen.
„O, Melie," rief Eckehard, „nun werde ich gesund durch diese Quelle! Ja, Melie, ich fühle, wie neues Leben in mich zieht und in meinem Herzen läutet eß Sturm vor Glück und Hoffnung! — Hörl, eilen Sie hinaus, wecken Sie ganz Nauheim! Sie sollen Sturm läuten, denn am heutigen großen Tage hat der Himmel Nauheim ein wundersames Christgeschenk gegeben !"
Der Freund eilte hinaus und bald sah man ihn in mächtigen Sätzen über die Wiese rennen. — An der Quelle angekommen, fing er ein Balkenstück auf, das immer wieder von dem Sprudel mit in die Luft gerissen wurde, schwang es hoch über seinem Kopfe und blickte nach Eckehards Fenster. Dann badete er durch die Ueberschwemmung, unbekümmert, wie tief er hineinkam, und donnerte mit dem BalkenstUck gegen die Thüren der beiden GradiererhäuSchen, daß es weithin ertönte.
Nun kam auch Leben in die Gegend - die beiden Gradierer*)
*) Kunstwörter Babel und :>iunde-Gradierer Henkel (Runde- Gradierer, von: die Runde machen, nachsehen).
erschienen und einer eilte sofort nach der Saline, während ein des Weges daher kommender Nauheimer, der über Feld gehen wollte, sogleich wieder umdrehte und ganz Nauheim mit der wunderbaren Nachricht Überraschte.
Bald kamen zahlreiche Salinenarbeiter und räumten die letzte Balkendecke hinweg.
Während sie noch im vollen Eifer damit beschäftigt waren, eilten zwei Männer an dem BadehauS vorüber. Der eine war der Saltneninspector Dunker, der andere war der Nauheimer Badearzt Dr. Bode.
Mit feinen scharfen Augen sah Eckehard, wie die beiden Manner rasch über die sogenannte Gänfewiese schritten der Quelle zu. Ein Kunstwärter kam ihnen mit Zeichen der höchsten Freude entgegen und dann standen die beiden Männer vor dem prächtigen, überwältigenden Anblick. Die weiße, dampfende, zischende und spritzende Schaumsäule war bis mehr als manneSbick angewachfen.
Auf einen Wink hin brachte ein Arbeiter ein Holzgefäß, in bem fönst bas Salzwasfer vor bem Kochen in ber Saline gemeffen wurde, ein anderer kam mit einer Soolpindel und einem Thermometer herbei und dann prüften der Arzt und der Salinenbeamte, jeder eifrigst für seine Zwecke, die natürliche Wärme unb ben Salzgehalt der Quelle.
Die Herren mußten von ihrer Untersuchung sehr besrie- digt sein, denn sie schüttelten sich herzhaft die Hände, wie man es nur bei einer recht großen Freude thut.
Hörl füllte indeffen das Gefäß von Neuem mit dem dampfenden Naß der Quelle, steckte die Instrumente hinein und rannte damit quer über die Wiese nach dem BadehauS.
Bald stürmte er die Treppe hinauf, öffnete hastig die Thür und rief jubelnd: „Freund Eckehard, die Quelle, die Quelle, die Sie immer ersehnt haben!" Und baß Gesäß bicht vor Eckeharb bringenb, fuhr er fort: „Halten Sie Ihre Hänbe hinein,- wie warm noch jetzt unb bie Messung hat baß Beste ergeben. Wenn Sie diese Bäder nehmen könnten, wie gut wäre baß."
„Ich werbe eß können," gab Eckehard fest zurück, „denn ich fühle mich so wohl und so lebensfroh, seitdem ich dieses Gotteswunder mit eigenen Augen gesehen habe."
Da warf sich Amelie im Uebermaße ihres Glückes an des Geliebten Brust. (Schluß folgt.)
Submission.
Für die Gr. neuen Kliniken zu % ließen sollen auf bem Submifsions- «ege ca. 200 (Str. gute Lpcisc fartoffelti vergeben werden.
Die Bedingungen sind auf dem Herwaltungsbureau ber neuen Kli- ; litten an den Wochentagen Vormittags ton 8—12 Uhr einzusehen.
Angebote sind verschlossen mit ent- l> recken ber Aufschrift versehen bis zum LamStag, 14. April 1S94,
Mittags 12 Uhr, ans oben erwähntes Bureau ein- l| ^senden.
Zuschlagsfrist 5 Tage.
Gießen, den 7. April 1894. 3122
Grohh. Direktion der neue»
Kliniken.
Markt-Verlegung.
Der auf den 7. Mai d. I. aus« I " chriebene Jahrmarkt zu Hungen Eiib nicht an diesem Tage, sondern n 23. April d. I. abgehalten.
Hungen, den 5. April 1894.
Großh. Bürgermeisterei Hungen. ■3055 Buttron.
Versteigerung.
Mittwoch den 11. d. MtS., Nach- ei ttagS 3 Uhr, versteigere im Pfand, Uccl, SelterSwes «r. 11, gegen Baar, jahüung:
Sc-vbas, Commode, KleiderschrSnke, 1 Glasschrank, 2 Reauloteure, 1 iLtanduhr und 1 Küchenschrank.
Gießen, den 4 April 1894.
-V?l l Rnlch, Pfandmeister.


