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Karlsruhe, 7. Juni.
30. Jahresversammlung innere Mission^ statt.
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in der allerneusten Zeil ind Hessen, entsprechende ziehung bis zum 17. Jahre sprechung betheiiigte sich testen aussiihrliche Dar- „d -ch>°r christlich» A°b°
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um« Leben gebracht, indem sie zuerst Gift. (Phosphor) nahmen und sich dann erschossen. DaS Ehepaar lebte früher in guten Verhältnissen, kam aber durch Krankheit zurück und sollte dieser Tage per Schub nach Eulmbach gebracht werden, da sich die dortige Stadtbehörde weigerte, die der hiesigen Armenpflege erwachsenden Kosten fernerhin zu bestreiten, sich dagegen bereit erklärte, das Ehepaar im Versorgungshaus in Culmbach unterzubringen. Hiergegen sträubten sich die Unglücklichen in falschem Stolze- sie erklärten schon vor einiger Zeit, daß sie der zwangsweisen Ueberführung nach Eulmbache den Tod vorziehen würden.
• Frankfurt a. M., 6. Juni. Auch eine Verwandtschaft. „Sind Sie verwandt oder verschwägert mit dem Angeklagten?" fragte der Vorsitzende in einer der letzten Gerichtsverhandlungen einen Zeugen, der in einer Sache wegen Körperverletzung vernommen werden sollte. „Nein, aber ich bin der, wo die Schmiß gekriegt hat," lautete die Antwort, welche nicht bloS die Zuhörer, sondern auch den hohen Gerichtshof erheiterte.
* Karlsruhe, 6. Juni. Gestern stürzte im Hotel ,/Zähringer Hof" tn Baden-Baden die hochbetagte Frei« frau v. Freystedt, Mutter deS Hofwarschalls beim Groß. Herzog, aus dem Personenauszug, wobei sie sich schwere Der« Setzungen zuzog, denen sie heute erlegen ist. Sie war die Wlttwe des Generallieutenanls v. Freystedt.
* Weimar, 4. Juni. Der Gemeinderath von Weimar hat in seiner heutigen Sitzung den ersten Thetl eines neu- revidirten OrtsstatutS über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau angenommen. DaS neue OrtSstatut ent- hält verschiedene verschärfte Bestimmungen zum Schutz deS Publikums in hygienischer Beziehung. Der angenommene Thetl weist z. B. folgenden § 2 auf: „Frisches, geräuchertes oder gepökeltes Fleisch, welches von dem Schlachtzwange unterworsenen, aber im Schlachthose der Fleischerinnung hier nicht geschlachteten Thieren herstammt, darf in den Stadtbezirk Weimar, um hier feilgeboten oder in Gast- und Speisewinhschaften verwendet zu werden, nur unter Beobachtung folgender Vorschriften eingeführt werden: 1. DaS betreffende Fleisch muß sofort nach erfolgter Einführung in den Schlachthos der Fleischerinnung hier zur thierärztlichen Untersuchung vorgenommen werden. 2. Bet dieser Vorlegung muß gleichzeitig durch Zeugniß eines im deutschen Reiche approbirten ThierarzteS oder durch den auf dem betreffenden Fleisch befindlichen Stempel eines öffentlichen, unter obligatorischer thierärztlicher Controlle stehenden deutschen Schlachthouses nachgewiesen werden, daß dieses Fleisch von einem bei der Untersuchung als gesund befundenen Thtere herrührt. 3. Bei Einführung von Schweinefleisch muß unzweifelhaft nachgewiesen werden, daß dasselbe auf Finnen And Trichinen untersucht ist, widrigenfalls diese Untersuchung im hiesigen Schlachthofe durch die Trichinenbeschauer noch auszuführen ist." Der § 6 des Entwurfs enthielt sehr scharfe Bestimmungen über Einführung von Wurslwaaren. Die Beschlußfaffung hierüber wurde aber wegen dieser Schärfe und der daraus resultirenden Belästigung der mit Wurst- «aarcn handelnden Kaufleute sowie der Gastwirthe vertagt und zugleich der Paragraph mit dem ganzen folgenden Thetl der Vorlage nochmals an die Commission verwiesen.
* Rom, 1. Juni. Vor der römischen Strafkammer begann gestern der Prozeß gegen die Schwindler- g e s e l l s ch a f t, die im vergangenen Herbst auf Kosten einiger französischer Thoren den echten Papst aus feinem unterirdischen Verließ im Vatikan zu befreien unternommen hatten. Der Prozeß erregt in Rom das lebhafteste Interesse und in der Thal hat sich auch wohl selten einmal ein Gerichtshof mit einem so absonderlichen Vorfälle zu be schästigen gehabt. Auf der Anklagebank sitzen 5 fragwürdige Gestalten, die aber allesammt in den klerikalen Kreisen Roms eine gewiffe Rolle gespielt haben und in dem Gerüche großer Frömmigkeit standen. Da ist zunächst die „Gräfin" Carolina de Saint-Arnaud. Diese schon etwas angejahrte Dame behauptet, eine Nichte des berühmten franzöfischen Marschalls de Samt-Arnaud zu sein. Legitimationspapieie besitzt sie freilich nicht, aber der Polizei ist es auch nicht gelungen, ihren wirklichen Namen und ihre wahre Herkunft zu ermitteln. Neben der „Gräfin" sitzt ein junger, unbedeutender Mensch, der mit der Dame zusammen lebte. Die zweite Hauptperson unter den Angeklagten ist der „Herzog" Giovanni de Bustellt- Foscolo, angeblich General a. D., Gesandter a. D. der Republik Honduras am Vatikan, Commendatore des Ordens San Gregorio il Grande rc. :c. Der Gräfin und dem Herzog war zu Ohren gekommen, daß sich in Rom zwei Franzosen aushielten, die von der fixen Idee beseffen seien, der im Vatikan residirende Papst fei ein Betrüger und der wirkliche Papst werde in einem unterirdischen Verließ deS Vankan gefangen gehalten. Dieses Geheirnniß war dem Abb6 Josef lae und dem Notar LouiS Glenard, betöe tuö Loigny in Französisch-Lothringen, von einer weiffagenden Nonne in ihrem HeimathSort enthüllt worden. Ihr Aufenthalt in Rom hatte sie in ihrem Verdachte nur noch bestärken können, denn eS war ihnen trotz aller Bemühungen nie gelungen, von dem angeblichen Papst im Vatikan empfangen zu werden. Die Gräfin und der Herzog erboten sich, den beiden Franzosen bei der Befreiung des cchicn heiligen Vaters und dem Sturze deS heiligen Papstes behilflich zu fein. Dic Gräfin ver- pfändete alle ihre Juwelen, der Herzog alle seine Renten, und die ungeheuren Summen, die sie erlösten, wurden zur Bestechung der Kerkermeister des echten Papstes verwendet. Mit einigen Taufendlire - Scheinen war da freilich nichts zethan, denn zum Oberkerkermeister hatte sich kein Geringerer s 18 ein österreichischer Erzherzog hergegeben. Schließlich war aber der Besreiung8plan doch so weit gediehen, daß nur noch 20 000 Francs zu seiner Durchführung fehlten. Diese Summe brachten die beiden Franzosen auf. Eine8 Abend8 führte der Herzog die beiden Papstbefreier in die Keller de8 Vatikans hinab, nach dem Kerker deS armen heiligen Vaters. Dort wurde um Mitternacht, bei Fackelschein, die letzte Vereinbarung mit dem „Erzherzoge" in Person getroffen. Der
Papst freilich blieb unsichtbar, doch sandte er seinen Getreuen wenigsten- einige Worte, die er aus ein Blatt seines Meßbuches geschrieben hatte. Er empfahl ihnen, vorsichtig zu handeln, um Krieg und Anstoß zu vermeiden. Der „Erzherzog" übte Berrath. Er batte wohl die 20 000 Franc- genommen, gab aber sein Opfer nicht frei. Da beschloffen die Verschworenen, den Kaiser von Oesterreich in da- Ge- hennniß einzuweihen. Die Gräfin reiste nach Wien. Doch die Hand der Freimaurer reicht weit. ES gelang der Gräfin nicht, vom Kaiser empfangen zu werden, nicht einmal einen Brief fonntc sie ihm in die Hände spielen. Immerhin hatte diese Wiener Reise den „Erzherzog" so in Schrecken gesetzt, daß er sein Kerkermeisteramt an einen seiner Spießgesellen abtrat und nach Amerika flüchtete. Die Verschworenen suchten jetzt Hülfe bei dem Könige von Italien. Sie verfaßten ein Schreiben, das ßcm Könige Verzeihung für die Eroberung RörnS zusicherte, wenn er nur den Betrüger auf dem Stuhle Petrt entlarve. Aber ehe dieser Brief abgesandt werden konnte, mischte sich — auf Befehl der Freimaurer natürlich — die Polizei in die Angelegenheit und verhaftete die Gräfin, den Herzog und drei Helfershelfer deS würdigen Paare«. Die ganze Geschichte ist gewiß schon abenteuerlich genug, aber die Prozeßverhandlungen scheinen sie noch überbieten zu sollen. Die fünf Angeklagten behaupten mit unerschütterlicher Ruhe, daß sie ihre französischen Freunde durchaus nicht betrogen hatten. Die Gefangenschaft deS wahren Papstes sei eine Thatsache. Die Mutter Gottes habe daS Geheimniß der Nonne Maria Genoveva in Loigny enthüllt, und sie, die Angeklagten, würden sich doch nicht der Todsünde schuldig machen, an den Worten der Madonna zu zweifeln! Abbö Lav und Notar Glenard, die beiden Franzosen, die der Befreiung des PapsteS 20 000 Francs opferten, sind ebenfalls auf keine Weise von ihrer fixen Idee abzubringen.
* Der Wagen deS Kaiser«. Der Kaiser bereitete seinem Gaste, dem König Albert von Sachsen, am Dienstag-Abend eine ganz eigenartige Überraschung, die ebenso neu, wie originell ist. Der Wagen, mit dem der Kaiser den König vom Bahnhof Friedrichstraße in Berlin abholte, war im Innern sowohl, als nach Außen hin durch electrische Flammen tageShell erleuchtet. Aber nicht nur die Equipage, auch die Pferde, die sie zogen, erstrahlten von electrischem Licht, daS an den Geschirren angebracht war. Die Fahrt durch die belebten Straßen machte auf die dichtgedrängten Zuschauer einen festlich • märchenhaften Eindruck. Die Erleuchtung geschah mittelst Accumulatoren.
* Eine Aerzte Erifis im Hospital. Peinliches Aufsehen erregt in Kiel und namentlich in den dortigen academischen Kreisen ein Vorgang am Anschar-Krankenhause. Gegen den dirigierenden Arzt dieses Krankenhauses, den außerordentlichen Profeffor Dr. Ferd. Petersen, war von der Oberin Fräulein W. Gräff eine seine Privat- und Berufsehre angreifenbe Erfindung verbreitet worden, die zugleich andere dort fungierende Aerzte verunglimpfte. Sofort hat Profeffor Petersen ein Ehrengericht aus den angesehensten seiner Universitätscollegen einberuse» und die völlige Grundlosigkeit der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen nachgewiesen. Da eS ihm nicht ferner möglich war, gedeihlich nut einer Dame zusammenzuwirken, die ihn in dieser Weise ohne jede Ver- anlaffung beschimpft hatte, forderte Profeffor Petersen die Entlaffung der Oberin, widrigenfalls er sein Amt niederlegen wolle. Der Vorstand deS Krankenhauses, an dessen Spitze die Oberhofmeisterin der Prinzessin Heinrich, Freifrau von Seckendorff steht, entschied jedoch, daß eine Entlaffung der Oberin nicht geboten erscheine, sondern eine Abbitte genüge. Hierauf legte Profeffor Petersen sein Amt als Oberarzt des Anschar-KrankenhauseS nieder, ebenso der zweite Arzt des Krankenbauses jammt elf der bewährtesten und ältesten Schwestern. In seinem Colleg gab Profeffor Petersen seinen Schülern Aufklärung über die Amtsniederlegung und diese brachten ihrem Lehrer am Montag Abend im Verein mit 400 Studenten einen solennen Fackelzug dar. Als der Krankenhaus-Vorstand den erwähnten Mehrheitsbeschluß faßte, traten die Professoren Bockendahl und Quincke aus dem Vorstände aus. Der Kieler Aerzteverein machte die Sache des Profeffor Petersen zu der {einigen und ließ demselben durch seinen Vorstand seine herzlichen Sympathien ausdrücken. Ferner haben die Aerzte, welche Panenten dem Anschar-Krankenhause zu überweisen pflegten, beschloffen, dies nicht mehr zu thun. Herrn Professor Petersen, der sich in medicmischen und academischen Kreisen ebenso wie in der Kieler Bürgerschaft großer Sympathien erfreut, wurde auch noch von der Kieler Liedertafel ein Ständchen dargebracht.
♦ Schöne Ovation! Wiener Blätter melden: Als am Freitag Abend Ministerpräsident Wekerle von Wien nach Budapest zurückkam, wurden ihm von einigen begeisterten Anhängern die Pferde auSgespannt. AIS dann die Deichfel deS Wagens brach, blieb der Wagen auf der Straße stehen. Der Wagen ist seither verschwunden — er ist gestohlen worden und alle Bemühungen, ihn wieder zu finden, sind bisher ersolgSlos geblieben.
• Die entbehrliche Post. Aus Preßburg schreibt man der „Wiener MontagSrevue": Ja den Gemeinden Egy- hazgelle und Pered des Preßburger ComitateS wurden die Postämter, die bisher dort bestanden, aufgelöst, weil in den beiden Gemeinden feit Wochen kein Bries angenommen und aufgegeben wurde. Man kann also auch ohne chinesische Mauer recht ruhig und abgeschlossen leben.
* Bei einer Schulprufuug fragte der Schulinspector auch, wie viele Füße ein Maikäfer habe. Diese Frage erschien den anwesenden Gemeinderäthen so seltsam, daß sie meinten, der Herr Jnspector sei närrisch geworden und als derselbe trotzdem mit ernster Miene Antwort zu erhalten suchte, rief ihm ein Bauer zu: „Desderwege schicke mer unsere Kinner net in d' Schul, daß sie solle derlei ZeigS lerne; deß hawe mir friher och net g'hatt; d' Maikeser gehern auf de Seern und net in d' Schul'!"
* Ein gewissenhaftes Kind. Die Tante Sophie hat dem
kleinen Karl, der bei ihr auf Besuch ist, Chocolade gekocht. Gerührt verspricht er ihr, wenn er einmal groß ist, wolle er sie dafür heirathcn. Zu Hause angekommen, fällt ihm aber ein, daß er daS Gleiche schon vier anderen Tanten versprochen. Getrieben von Gewissensbissen, geht er daher zur Tante Sophie zurück und sagt: „Liebe Tante, ich kann Dich doch nicht heirathen, eS wird mir zu viel!"
• Schwierige Arbeit. Theaterdirector: „Was macht Ihr versprochenes Stück, die Compagnie Arbeit?" — Dichter: „Die wird noch lange dauern! Wir vertragen unfl nicht recht; wa« er schreibt, streiche ich, und was ich schreibe, streicht er wieder!"
liniücrjität* < Nachrichten.
Leipzig. 4. Juni. Ter berühmte Rattonalöconom Profeffor Wilhelm Roscher (geboren in Hannover 1817) ist heute gestorben.
— Die Universität Berlin hat in diesem Sommer 4025 tmmatricultrte Studenten, die sich aus die einzelnen Faculiäten folgendermaßen vertheiten (die in den Klammern siedenden Ziffern geben die Zeh! aus dem Sommer 1893 an): ideologische 389 (457), lurtstische 1125 (1107), mcdicintfche 1059 (1116), philosophische 1452 (1430). Im Ganzen ift allo eine kleine Abnahme zu consiaiiren, da im Sommer 1893 4110 Studenten waren. Die stärkste Abnahme zeigt die theologische Facultät, dann die medtcinische; die luristffche und die philosophische haben kleine Vermehrungen auszuweisen. Die Zahl der Berliner Studenten ist im Sommer stet« erheblich kleiner alS im Winter , im letzten Winter 1893/94 zählte man 4979 im matrlculirte Studenten, also fast 1000 oder */* mehr al« in diesem Sommer!
Literatur unb Knnft.
— Da« Journal für moderne Möbel (Verlag von W. Kohlhammer in Stuttgart), hcrau-gegeden von practischen Fachmännern, hat vor Kurzem feine neunie Abtbeilung begonnen, von welcher un« da« erste Heft (Preis nur 1.50 Mk.) vorliegt. Dasselbe enthält eine vollständige ^chlaszimmereinrichtung, drei- thetltgen Kleiderschrank, Spiegelschrank, Kleiderschrank, verschiedene Waschcommoden, Bettladen und Nachttische in einfacher, schöner Ausführung und dem modernsten Geschmack entsprechend. Wir können nur rathen, in einer beliebigen Buchhandlung sich da« Heft einmal zur Einsicht vorlegen zu lasten; auch können wir die neunte Abtheilung, welche sechs Hefte A 1.50 Mk. umfassen wird, jedem Tischler warm zum Abonnement empfehlen.
— „Wiener Mode" vom 1. Juni. Wieder elue« jener reizenden Hefte, welche durch künstlerischen und zugleich pracitschen Inhalt bad Entzücken jeder Dame Hervorrusen. Wie wenige Blätter versteht e« die „Wiener Mode", die Ansorberungen der Eleganz mit ben Sparsamkertsrücksichten in Einklang zu bringen. Die „Wiener Mobe" ermöglicht e« durch ihre vortrefflichen Silber, drnen sie bekanntlich gratis Schnitte nach Maß beigtbl, auch brr sparsamsten Hausfrau, sich unb ihre Angchörtgen elegant zu kleiben; dies ist ble Ursache ber sortwährenb steigenben Beliebtheit, beten sie sich überall erfreut, wo beutsche Frauen walten.
— Aus bem reichen Inhalt des un« vorliegenden 20. Hestetz der beliebten Zeitschrift »Universum* heben wir hervor einen von H. Haase reich ifluftrirten Artikel „Dic Schulstadt Halle an der Saale". Außerdem enthält die Nummer außer btn Fortsetzungen de« Roman« „Die Erbschleicherinnen" von Frhr. v. Wolzogen unb von Cmpttba« Reiterbilb „Unser Regiment" eine Novelle von E. Lenbach „Die graue Frau" unb eine überaus humoristische Nooellctte „Windbeuiel" von Eufemia Ablersfelb-Ballestrem. An actuellen Begebenheiten behandelt Dr. Bergmann in einem Aussatz die Erdbeben in Griechenland, während E. Günther in einem mit Abbildung der Luetochhöhle geschmückten Artikel über Höhlenforschungen und ihre Gesahreo berichtet. Von ben bem Hefte in bekannter künstlerischer Vollendung beigegebenen Illustrationen verdient namentlich die KunstbeUage „bei neue ReichStagSgedLube in Berlin" in seiner jetzigen äußerlich vollenbeten Gestalt heroorragenb Erwähnung. Der Preis be« Heftes, welches burch jebe Buchhanblung zu beziehen ist, beträgt nut 50 Pfg. _____________
— Erinnerungen einer Schwiegermutter. So betitelt sich ber neueste Roman, der soeben in „Engelhorns Allgemeiner »omanUbliotNet* in Stuttgart erschienen ist. Wir haben selten eine so erfrrschend humoristische Erzählung gelesen, ble mit lustiger Laune unb feinem Spott ble Schwiegermutter persiflirt, ohne tnbessm in ben Ton einer groben Witzhascherei zu verfallen. Jnbem ber Autor, der rühmlichst bekannte englische Schriststeller George R. Sims, eine Schwiegermutter selbst ihre Erlebnisse erzählen läßt, erkennt man leicht, daß im Wesentlichen unsere socialen Verhältnisse daran schuld sind, daß die Schwiegermütter nicht ihrem vollen Werthe nach gewürdigt werden unb baß ihre besten Absichten verkannt werben. Der Humor, ber in tiefer amüsanten Erzählung zur vollen Geltung gelangt, ist so sasctnirenb, datz sich jeher Leser, unb wäre er auch ber schlimmste Hypochonber, demselben auf Knabe unb Ungnade ergeben muß. Die vortreffliche Uederitagung ins Deutsche von F. Mangold liest sich wie ein Original.
— Für die bevorstehende Sommer- unb Herbst-Saison sind mit Rücksicht auf den Fremdenbesuch im Frankfurter Cpertu und Schauspielhause, umfassende Vorbereitungen getroffen worben für ein möglrchst reichhaltige«, interessantes unb abwechslnngsvolled Repertoir — Im Opernhause werben sämmtlicheOpern RicharS WagnerS, stcts in kurzen Zwischenpausen auf dem Spielplan erscheinen, unb zwar: DeS MerstetS „Lohengrin", sowie „Tannhäuser" in gänzlich neuer Jnscenirung und Ausstattung; ferner ber „Ring der Nibelungen (Rheingold", „Walküre", „Siegfried" und „Götterdämmerung"); endlich „Rienzi", „Ter rttegenbe Holländer" und „Tie Meistersinger". Neben den lebensfähigsten Opern der alten italienischen Schule, neben Verdis „Aida" und „Othello", werden die jungen Italiener mit ihren prägnantesten Schöpfungen vertreten sein: Mascagnie mit „Cavalleria ruuticana“, „Freund Fritz" u. f. w Leoncavallo mit „Bajazzo" unb den „Medici". — Neu einftubhi wird für die Fremden - Saison Glucks „Armida", unb jene Opern Mozarts, welche in letzter Zeit nicht gegeben worden sind, wodurch sämmlliche Opern des deutschm Meisters, neben Beethoven und Weber im Repertoir sein werben, ebenso sämmtliche Opern Meyerbeer« Auch das musikalische Märchenspiel „Hänsel und Gretel" von Humpeidink, wirb wieberholt angesetzt werben. Von großen AuS- stattungS-Balleten werben biescs Jahr „Flick unb Flock« unb Amor", unb „(hxelfter“ abwechfelnb zur Avnhürung kommen. — Im Schauipielhaufe werben zahlreiche Novitäten oorbereitet, bie in rafcher Auseffianberfolge neben den hervorragenden Zugstücken ber ablaufenben Spielzeit („Madame SanS-G-'ne,“ ,A Sasso Porto“ u.f.w.) schon zu Beginn der neuen Saison herauskommen sollen. Es sind hierfür folgende Dramen in Aussicht genommen: „Die Webet von Gerhardt Hauptmann, „Das Recht zu lieben" von Mar Nordau, „Ottllie" von Triefch, „Die gelehrten Frauen" von Molise in deutscher Uebertragung von Fulda „Hagas Sohn" von I. I. David „Da« Recht auf Glück" von Olga Wohlbrück, „Der Riegnitzer Bote" von Hugo Lubliner, „Die goldene Lüge" von Faber; ferner ein neues Drama von Ferdtnand von Saar unb ein solches von Martin Greis unb endlich ein Schwank von Adolf Stoltze „Fatale Geschichten". Im Genre der Operette wird der „Obersteiger" von Zeller vorbereitet


