geworden und daß dieselben dies damit erklärt haben, daß das Conto Franz niedriger erscheinen sollte. Vorher hat Zeuge absolut nichts von der Franz'schen Geschichte u. bergt erfahren.
Zwanzigster Zeuge, Kaufmann W. Kunz-Siegen, war seit 1892 Mitglied der Commission (mit Schröder), welche die Kasse und Wechselbestände zu prüfen hatte- es ist dem Zeugen nichts Unregelmäßiges bekannt geworden. — Vors.: Haben Sie nichts von Schröder erfahren? — Zeuge: Nachdem der Krach schon im Gange war, sagte mir Schröder eines Tages, Brüggemann habe geäußert, wenn er auf die Anklagebank komme, dann Schröder auch, daS könne sich nur auf die Scheinwechsel beziehen. Er, Schröder, habe 1891 einige Franz'sche Wechsel in die Hände bekommen, habe Kölsch gefragt, warum die Wechsel nicht acceptirt seien und Kölsch habe geantwortet, sie seien erst gestern eingegangen. — Bors.: Hat Schröder zugegeben, daß er 1891 bereits die Wechsel als Scheinwechsel erkennt habe? — Zeuge: Nein. — Staatsanwalt: Wie haben Sie Ihre Revisionsarbeit aufgefaßt? — Zeuge: Es war mir zwar keine Instruction gegeben, allein ich betrachtete mir auch die Wechsel auf ihre Bonität- so wurde ich einmal stutzig über die zahlreichen und hohen Fuchs'schen Wechsel und meldete dies dem Aufsichtsrath. — Staatsanwalt: Würden Sie nicht auch Meldung gemacht haben, wenn Sie eine Anzahl nicht acceptirter Franz- scher Wechsel von solcher Höhe vorgefunden hätten? — Zeuge: Das kann ich nicht sagen.
IX.
Es wurden im Laufe der Vormittagssitzung noch vernommen:
Einundzwanzigster Zeuge, Kaufmann I. Vogel, seit 1888 Mitglied des Aufsichtsrathes, weiß auch nichts von auf dem Bankverein vorgenommenen Unregelmäßigkeiten, bis die Sache allgemein publik wurde.
Zweiundzwanzigster Zeuge, Lederfabrikant H. Vollmer, ist seit Bestehen des Bankvereins Mitglied des Auffichts- rathes und revidirte jedes Jahr die Kasia- und Wechselbestände, meist mit Schröder. Er hatte das Verzeichniß der Wechsel in Händen, während Schröder die Wechsel durchsah, weiß jedoch nichts davon, daß Schröder 1891 oder sonst irgend welche Ausstellungen bezüglich der Wechsel machte.
Dreiundzwanzigster Zeuge, Controlleur des Bankvereins und für einige Stunden des Tages auf dem Bankverein anwesend, C. Geller, hatte Brüggemann und Kölsch zu vertreten, täglich Kassa zu machen rc. Ihm ist niemals eine Unregelmäßigkeit bezüglich des Conto Franz ausgefallen. — Beisitzer Amtsrichter Keller: War es auf dem Bankverein üblich, nicht acceptirte Wechsel der Firma, welche sie abgegeben, gut zu schreiben? — Zeuge: Das kam wohl vor, wenn man die Firma für gut hielt. — R.-A. Lenzmann: Kam es vor, daß bet Wechseln die Accepte vom Bankverein eingeholt wurden ? — Zeuge: Allerdings - Franz'sche Wechsel hatten gewöhnlich kein Accept und wurde dieses meistens vom Bankverein eingeholt. — Staatsanwalt: Bei der kurzen Zeit, die Sie täglich auf dem Bankverein zubrachten, haben Sie wohl kaum genaue Prüfungen vorgenommen? — Zeuge: Nein, nur die Kasse habe ich gezählt und dergleichen.
Vierundzwanzigster Zeuge, Kaufmann Quack, zu Gunsten des Schröder von der Vertheidigung vorgeschlagen, weiß nichts zu bekunden.
Fünfundzwanzigster Zeuge, Kaufmann R. Schuß- Siegen auf Befragen: Ich wurde mit in die Commision gewählt, die nach Ausbruch des Kraches beim Bankverein mit der Untersachung der Sache betraut wurde. In der ersten Zusammenkunft, die wir hatten, erklärte Brüggemann, was ihm bevorstehe, wisse er, indeß wäre der große Umfang des Kraches vermeidlich gewesen, wenn die Revisions-Commission die Creditüberschreitung des Conto Franz gefunden hätte, wie sie es hätte finden müssen. Eines Tages wurde ich mit Hutsleiner nach Weidenau gerufen, wo eine Zusammenkunft im Hause des Gemeindevorstehers Sasse stattfand- anwesend waren ‘ Hutsteiner, Franz und ich. Franz erzählte, wie ihm die russische Getreidesperre ungeheure Verluste gebracht habe- die Folge sei gewesen, daß er geschäftlich 1892 so zurückgekommen war, daß er erklärte, nicht mehr weiter zu können. Schröder war es jedoch, der darauf drang, beständig weiter zu arbeiten, große Getreidekäufe zu machen und so zu Gelde zu kommen, indem Franz Accepte gab, die durch den Bankverein bei der Reichsbank discontirt wurden. Franz meinte, Schröder sei wie ein Vampyr an ihm gewesen. — Franz: So scharf habe ich mich nicht geäußert. — Zeuge: Doch, ich sagte später noch, wie der Bauer Franz zu dem Worte komme. Bezüglich der Scheinwechsel zeigte Hutsteiner mehr Jutereffe als ich, da ich weniger darauf achtete. — Dorf.: Was sagte Ihnen Franz über die Provisionen, welche Schröder und Jung jährlich von ihm hatte? — Zeuge: Franz bezifferte den Verdienst der Firma auf jährlich ca. 20-30,000 Mark.
Hiermit schließt die Vormittagssitzung.
Nach Wiedereröffnung der Sitzung wird in der Beweisaufnahme fortgefahren.
Sechsundzwanzigster Zeuge, Auctions - Commiffar I. Steu l er-Weidenau gibt über die Vermögensverhältniffe der Familien Franz und Fuchs Auskunft. Franz galt für einen sehr reichen Mann, die Wittwe Fuchs, Theilhaberin der Firma Franz u. Co., wurde auf mehrere Millionen geschätzt- sie hatte ein Jahreseinkommen (Rente) von 60 bis 80,000 Mark. Brüggemann hat den Zeugen einmal über das Vermögen der Wittwe Fuchs gefragt, und er hat die bezügliche Auskunft gegeben, zugleich aber betont, daß es sich um Jndustriepapiere handle, die der Schwankung unterworfen seien.
SiebenundzwanzigsterZeuge, I. Rothschild-Cöln auf \ Befragen: Meine mit Franz u. Co. gemachten Geschäfte f waren keinesfalls Differenzgeschäfte- bei keinem Geschäft war die Abnahme der Waare, wie die Lieferung derselben aus- '
geschlossen. Ich habe ausdrücklich dem Franz gesagt, daß ich reine Differenzgeschäfte nicht mache.
Achtundzwanzigster Zeuge, Getreideagent F. A. Berg- mann-Elberfeld, seit 1887 mit Franz u. Co. in Verbindung, bekundet, daß in keiner Weise irgend welche Differenzgeschäfte mit Franz gemacht wurden- Zeuge hat bis August 1891 mit Franz gearbeitet.
Neunundzwanzigster Zeuge, C. Bender-Freusburger Mühle auf Befragen: Wir standen mit dem Bankverein in Verbindung und 1893, als ich gerade in Siegen war, war ich im Bureau bei Kölsch, der mich zu einem weiteren Geschäft animiren wollte. Ich lehnte ab, gab zuerst einen Ausfluchtsgrund an, schrieb dann aber au den Bankverein, daß ich die Verbindung so lange abbreche, bis die Gerüchte über die Lage des Bankvereins widerlegt seien. Darauf rief mich Brüggemann in das Privatcomptoir und machte mir Vorwürfe, indem er meinte, ich hätte mich nur von Schröder aufhetzen taffen; ich antwortete ihm, daß ich nur das sage, was sich die Spatzen auf dem Dache erzählen. Jene Aeußernng Brüggemanns bezog sich auf eine Unterredung, die ich etwa vier Wochen vorher, im April 1893, mit Schröder hatte. Dieser ließ mich per Telephon rufen und als ich kam, sagte er, er müsse Jemandem einmal fein Herz ausschütten. Dann stellte er mir die Lage des Bankvereins vor und wie er gegen die Franz'schen Getreidegeschäfte sei, die jetzt nur noch gemacht würden, um Geld zu schaffen. Mir war das ganz einleuchtend, da damals es ganz widersinnig war, Getreidegeschäfte zu machen, während an jedem einzelnen Geschäfte unbedingt verloren werden mußte. Schröder erzählte, daß ihm bei der Revision die hohen Fuchs'schen Wechsel, die nicht acceptirt waren, in die Hände gekommen seien, daß er den Kölsch gefragt habe, weshalb das Accept nicht eingeholt sei und daß dieser geantwortet habe, die Wechsel seien erst gestern gekommen und das Accept würde nachgeholt werden. Dabei habe sich Schröder beruhigt. Er habe auch weiter keinen Argwohn bezüglich der Wechsel gehabt. — Vors.: Also Schröder hatte die Wechsel nicht als Scheinwechsel erkannt? — Zeuge: Nein, davon sagte er nichts. — R.-A. Lenzmann: Machte bann Schröder den Eindruck, als ob es ihm darum zu thun sei, sein schuldbeladenes Gewissen zu entlasten? — Zeuge: Ganz und gar nicht- es schien ihm nur daran zu liegen, meinen Rath zu hören, der dann dahin lautete, daß vor Allem die gefährlichen Getreidegeschäfte einzustellen seien.
Dreißigster Zeuge, Frau Menke, soll darüber bekunden, daß Schröder sie einmal zum Ankauf von Bankactien zu der Zeit veranlaßt habe, als es schon faul war mit dem Bankverein, sie kann jedoch nichts derartiges aussagen.
Einundreißigster Zeuge Kaufmann H. Bruch, Gesellschafter der Firma Fuchs & Co., giebt auf Befragen unter großer Erregung folgende Darstellung: Wie Heinrich Fuchs mir unter Thrcinen erzählt hat, spielte sich das Hineinziehen von Fuchs & Co. in den Sturz in folgender Weise ab. Es war im März 1892, als Heinrich Fuchs zu Brüggemann gerufen wurde, der ihm einen angeblich falschen Wechsel von Franz & Co. vorlegte, worüber mein Schwager so bestürzt wurde, daß er sich dazu verstand, einen neuen Wechsel für den falschen zu geben. H. Fuchs glaubte, Franz sei der Fälscher des Wechsels, der bat mich, ich solle doch darüber schweigen, sonst brächte sich Franz um. Ich antwortete, das gehe uns nichts an, jetzt handle es sich darum, unser Geld wieder zu bekommen. H. Fuchs hat auch geäußert, Franz habe mit ihm gespielt, wie die Katze mit der Maus. — Vorsitzender: Welches Resultat hatte nun schließlich die Verbindung der Firma Fuchs & Co. mit dem Bankverein? — Zeuge: Es war im April 1893, als wir erst erfuhren, daß unser Gesellschafter Heinrich Fuchs sich hatte verleiten lassen, Wechsel aus Gefälligkeit für Franz & Co. mit unserer Firma „Fuchs & Co." zu unterzeichnen - das erfuhren wir, nachdem schon überall davon gesprochen wurde. Als ich hörte, daß die Wechsel 1 800000 Mk. betrugen, lachte ich laut auf, so unmöglich erschien mir die Sache. Leider war es aber Wirklichkeit und wir sollten nun bezahlen. Wir Alle sind arm geworden, ich besitze keinen Heller mehr, aber diese horrende Summe hatten wir ja alle nicht im Vermögen - wir waren eben alle zu sehr überschätzt worden. Es kam nach langen Verhandlungen zu einem Vergleich, in welchem die ganze Summe durch ca. 800 000 Mk., die uns genommen wurden, ausgeglichen sein sollte. Ich sprach mit Brüggemann und machte ihm Vorwürfe, wie er so gewissenlos sein konnte, uns, die wir mit Franz & Co. gar nichts zu thun hatten, — ich kannte Franz nur oberflächlich, — mit in den Sturz hineinzuziehen- Brüggemann antwortete, wenn Fuchs die Wechselabgabe mit „Fuchs & Co." verantworten konnte, so hätte er es erst recht verantworten können. — Staatsanwalt: Ist Heinrich Fuchs nicht ein ängstlicher , leicht zu beeinflussender Herr? — Zeuge: Allerdings- es ist ganz sicher, daß Brüggemann eben diese Eigenschaften meines Schwagers benutzt hat, um uns systematisch auszurauben. — Rechtsanwalt Dr. Sello: Das sagt Ihr Schwager, um sich Ihnen gegenüber für seinen Leichtsinn zu entschuldigen.
Zweiunddreißigster Zeuge Kaufmann Heinrich Fuchs- Tiefenbach. Derselbe macht allerdings den Eindruck eines Mannes, dem Brüggemann zweifellos überlegen war: einerseits gewinnt man die Ansicht, daß der Zeuge durch sein beständiges, wiederholtes Betonen der Verleitung und des Druckes Brüggemanns sich selbst und seinen großen Leichtsinn seinen Gesellschaftern gegenüber weiß waschen will. Zeuge bekundet: Franz ist mein Schwager, wir haben Schwestern zu Frauen. Ich bin 51 Jahre alt. Ich bin Theilhaber der Firma Fuchs & Co., für welche ich bis Mai vorigen Jahres allein zu zeichnen berechtigt war und ich war auch Theilhaber von Franz & Co., für welche Franz allein zeichnete. Ich kam auf folgende Weise in die Geschichte hinein. Ich hatte unter der Hand erfahren, daß Franz so große Getreidegeschäfte mache und da ich beunruhigt war, ging ich zum Bankverein und wollte mich bei Brüggemann erkundigen. Brüggemann gab zu, daß ein Geschäft mit Antwerpen vor
liege, dessen Stornirung stattfinden müsse und das ist benit auch geschehen. Während ich noch bei Brüggemann war, zeigte er mir einen Wechsel von 98000 Mk. mit der Unterschrift „Fuchs L Co." und fragte, ob ich das unterschrieben habe. Ich war zuerst confternirt, antwortete dann aber verneinend. Nun fragte mich Brüggemann, ob ich einen anderen Wechsel geben wolle und da ich dachte, Franz habe den Wechsel gemacht, bejahte ich. Ich habe bann einen neuen Wechsel gegeben mit „Fuchs & Co." und das war der Anfang der Wechselreiterei- den falschen Wechsel nahm ich mit und habe ihn vernichtet. Gleich nachher kam ich zu Franz und erzählte ihm die Geschichte. Er fragte mich nur, ob ich einen neuen Wechsel gegeben hätte, ich bejahte, Franz antwortete nichts. Viel später, als es bereits zur Untersuchung gekommen war, sagte ich Franz, ich hätte dem Untersuchungsrichter die Wechselfache mitgetheilt- Franz meinte dann, er hätte den Wechsel nicht gefälscht. Ich habe s. Z. vor dem Untersuchungsrichter die Möglichkeit zugegeben, daß ich doch vielleicht den falschen Wechsel unterschrieben haben könnte, daß derselbe also echt fei; heute weiß ich ganz genau, daß der Wechsel falsch war. Mein Schwanken vor dem Untersuchungsrichter kam daher, daß ich vorher, im Februar, einen Wechsel für Franz mit „Fuchs & Co." unterschrieben hakte. Dieser Wechsel trug meine zitternde Handschrift, weil ich auf dem Tisch ohne Unterlage geschrieben hatte- nun hatte der falsche Wechsel auch dieselbe zitternde Unterschrift und das bewog mich zu meinem Zugeständniß vor dem Untersuchungsrichter - nun aber war jener Wechsel über 75000 Mk., wie ich jetzt weiß, nicht über 98 000 Mk. — Zeuge erklärt nun, wie er weiter und weiter, nachdem er erst einmal herangekriegt worden, zu Wechselhingaben gekommen sei, beständig unter dem Drohen Brüggemanns, wenn er nicht neue Wechsel gebe, so gehe Alles kaput, dagegen wenn er weiter mithalte, dann sei Franz & Co. zu halten. Er selbst habe natürlich als Gesellschafter Interesse an der Erhaltung des Franz'schen Geschäftes gehabt. Zeuge betont auch, daß ein von Brüggemann vorliegender drohender Brief, betreffend den ev. Concurs Franz, ihn zu den Wechseln bestimmt habe.
Bis 5 Uhr war das Verhör soweit gediehen. Rest der Sitzung morgen.
Südwestdeutsche Consereuz für innere Mission.
p. Karlsruhe, 7. Juni.
Gestern und heute sand hier die 30. Jahresversammlung der „südwestdeutschen Conserenz für innere Mission" statt. Begrüßt wurde die Versammlung zu Beginn durch Prälat Doll von Karlsruhe, der vom Großherzoglichen Hause die besten Segenswünsche zu bringen beauftragt war. Das badische und hessische Kirchenregiment war vertreten, letzteres durch Oberconsiftorialrath Walz von Darmstadt, das badische Ministerium durch zwei Ministerialräthe. Die erste Verhandlung betraf die Fürsorge für die verwahrloste confirmirte Jugend. Es wird für die christlichen Rettungshäuser die neue Zeit dadurch Veränderung bringen, daß nunmehr auch ins Auge gefaßt wird, die verwahrloste Jugend bis zum 18. Lebensjahre der Zwangserziehung zu übergeben- die christliche Liebe kann sich nicht dabei beruhigen, daß die Vergehen der Jugend durch Gesängniß bestraft werden, sie will die Jugend beffern durch bessere Erziehung. Es haben in der allerneusten Zeit einige Staaten, z. B. auch Baden und Hessen, entsprechende Gesetze gegeben, welche die Zwangserziehung bis zum 17. Jahre anordnen. An der intereffanten Besprechung beteiligte sich auch Ministerialrath Bothmann, dessen ausführliche Darlegungen von großer Sachkenntnis und echter christlicher Liebe zeugten und großen Beifall ernteten.
Am 2. Tage, heute, wurde verhandelt über das Thema: „Welche Forderungen stellt die innere Mission im Kampf gegen die Prostitution an Gesetzgebung und Verwaltung?" Darüber sprach der Vereinsgeistliche Philipps von Berlin. Vor etwa 3 Jahren befahl in Folge eines auf dem Boden des Zuhälterthums entstandenen Mordes in Berlin Se. Majestät der Kaiser die Ausarbeitung eines Gesetzes zur wirksamen Bekämpfung des größten Schandflecks unseres Volkes, der Prostitution. Es wurde darauf die bekannte lex Heinze vorgelegt, sie steckt jedoch noch in der Commission. Auf den Entwurf der Commission hat der Vorstand des Berliner Sittlichkeitsvereins großen Einfluß ausgeübt und fast alle feine ernsten christlichen Forderungen durchgefetzt. Der Vortrag war tief ergreifend. An denselben schloß sich um 11 Uhr der Vortrag des Vereinsgeistlichen Naumann von Frankfurt über das christliche Vereinswesen. Naumann gehört zu den hervorragendsten Männern der inneren Mission, in seinen Worten liegt etwas von der Kraft Wichern'S, des Vaters der inneren Mission, der in gewaltiger Weise 1848 die Kirche zur rettenden Liebesthätigkeit an unserem Volke ausrief. An diesen Vortrag schloß sich die hervorragendste Discussion an, die durch die Oberconsistorialräthe Walz-Darmstadt und Weiß- Berlin äußerst interessant wurde. Naumann drängt die innere Mission aus ihrem seitherigen Geleise weiter auf volkswirth- schaftliches Gebiet, besonders auf die Fürsorge für den sogenannten Arbeiterstand. Man einigte sich dahin, daß die südwestdeutsche Conserenz ihrem seitherigen Wege treu bleibe, jedoch empfiehlt sie die evangelischen Arbeitervereine.
Noch darf ich Ihnen mittheilen, daß der Gottesdienst gestern Abend überaus gut besucht war, Pastor Hafner- Elberfeld rief der inneren Mission das „Dennoch des Glaubens" zu, das bei aller Klage getrost, bei aller Schwachheit stark, bei aller Armuth reich macht.
Möchten die Früchte dieser 30. Jahresversammlung nicht ausbleiben.
DermifdHes»
• Frankfurt a. M., 6. Juni. Der 51 Jahre alte Bäckergeselle Elchner und seine 50jährige Ehefrau, er aus Calmbach und sie aus Heidingsfeld in Bayern gebürtig, haben sich gestern Abend
06 L nah-»-» •in guter sollte dt da sich Ärinenp dagegen in Culv Wlückl einiger Culwba
schäft.
Ängekla Gerichts wegen S aber ich die Antw hohen G
„Zahrin stau v.
1 letzuugen Mtwe
* 2 in seine revidirte Fleisci hält ve: Publikui Theil w oder ge| unterwoi nicht gei bezirk 1 Speisern obachtun 1. Das siihrung ihirrarzt dieser S deutsch« dem beti unter ob Schlacht einem b herrührt zweiselhi und Tr im hies auszufü scharfe Die Best uub her
1 und zug der Vor
begann gesell einiger «nterirdi hatten, und in Gertchtsl schäsügei Gestalte! eine gen ’Srömmif de Saint Haupt«, de Sam freilich > ihren ml Neben bi der mit unter dei Foscolo, Republik San Gre vrar zu s
Vatikan i Papst Vatikan >ern Abb »Us ßoig: ^onne in Mom hi Kun es t>on dem Sm
der Bi M ?llll "°d blt , N--H« $ilt eltti ^than, i 's -1° i aber der 20000 s Nte#
S n«
u»


