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8.4.1894 Viertes Blatt
 
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Nr 81 Viertes Blatt. Sonntag den 8. April 1894

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Feuilleton.

Wochendriefe ans der Residen?

(Originalbericht für denGießener Anzeiger" )

Dansstabt, 6. April 1894. tfelwig Büchukrs 70.eburtltag. hoher Besuch. BiSmarckseier. @nra (foncert. Allerlei.

Am 29. März hat unser berühmter LandSmann Prof. Dr. Ludwig Büchner in bester körperlicher und geistiger Frische seinen 70. GeburiStag gefeiert und auS diesem Anlaß zahllose Glückwünsche auS allen Theilen Deutschlands dar- gebracht bekommen. Schon am Abend vor dem Festtage brachte die Singmannschaft unserer tüchtigen Turngemeinde ihrem Ehrenvorfitzenden, der sich so viele Verdienste um die deutsche Turnsache erworben hat, eine Serenade und am Vormittage des Geburtstage- selbst trafen in der Wohnung )e- berühmten Forschers Deputationen auS Nah und Fern «in. Eine Abordnung deS Verein- für Literatur und Kunst überbrachte einen prachtvollen Blumenkorb, der Wiesbadener Freidenke, verein sandte eine künstlerisch au-gefühne Adresse nebst einem Festgeschenk von echtrheinischer" Art. Eine gleiche Huldigung brachte der Freidenkerverein in Wien dar, während von Seiten zahlloser berühmter Gelehrten deS In- unb Auslande- Glückwunschtelegramme und Schreiben ein* Liefen. Eine besondere Feier deS Geburts agSfesteS hat die Turngemeinde in größerem Maßstabe am letzten SamStag veranstaltet und dazu sämmtliche Freunde deS greisen GeburtS- rag-kindr- eingeladen. Der herzliche Character, den auch diese Feier trug, wird Ludwig Büchner bewiesen haben, daß er in Darmstadt, für da- er ja auch so viel Gute- gethan, Allgemein beliebt ist, auch im Kreise derer, die mit vielen I einer extremen wissenschaftlichen Anschauungen nicht überein« stimmen.

Der vergangene SamStag hat der schaulustigen Residenz »ach wiederum einen hohen Besuch gebracht. Seine Majestät König Wilhelm II. von Württemberg l raf Nachmittag- hier ein und wurde von Sr. Königl. Hoheit

dem Großherzog, dem Prinzen Wilhelm und einem großen Hosstaat an der Main'Neckarbahn empfangen. Der hohe Gast nahm erst die Parade der ausgestellten Ehrcncompognie ab, dann fuhr er an der Seite unsere- Lande-Herrn, von einer Abtheilung unserer Gardedragoner geleitet, durch die festlich geschmückte Rheinstroße zum Residenzkchlosse. Um 5 Uhr fand große Galatafel statt, daran schloß sich eine Fcstvo.stellung im strahlend hell erleuchteten Hostheater, wo Messagers reizende OperLa Ba'oche" in Scene ging. DaS HauS war großemheilS von besonders geladenen Damen und Herren gefüllt und die reiche Pracht der verschiedenen Uni­formen, der gewählten Toiletten der Damen, die vom Glanze des elektrischen LichteS hcll bestrahlt waren, lieferte ein wirklich zauberhaft schöne- Bi d. Die Aufführung der Fest« oper ging flott und ohne jede Stockung von statten und be­friedigte ungemein. Schon am Sonntag nahm der König von Württemberg wieder Abschied von der hessischen Residenz.

Eine glänzrnd verlaufene Feier fand am Sonntag Nach­mittag rm städtischen Saalbau zur Feier von Bismarck- Geburt-tag start. Der rationolliberale Verein hatte die Veranstaltung inscenirt und für da- überaus günstige Gelingen gebührt ihm in erster Linie warmer Dank. Nachdem Herr Prof. Friedrich daS Hoch auf den deutschen Kaiser und unseren Großherzog auSgebracht hatte, trug Herr Hofschauspieler Edward einen schwungvollen Prolog vor, dann ergriff Herr Prof. Trümpert daS Wort zur eigentlichen Festrede. Er schilderte in klaren Worten den ganzen Entwickelung-gang deS Altreichskanzlers und verstand eS trefflich, die Bedeuiung seiner großen nationalen Thaten zu erklären und zu würdigen. DaS Hoch auf den Fürsten Bismarck, den erlauchten Ehren­bürger Darmstadts, fand jubelnden Wiederhall. Noch viele vaterländische Reden wurden gehalten; besonderen Beifall erntete unser schon beim Erscheinen laut begrüßter Reichstags­abgeordneter Dr. Osann, der aus die deutschen Frauen sprach. Seine Worte zündeten umsomehr, alS ja gerade an diesen Tagen eine Abordnung deutscher Frauen, darunter auch Ver­treterinnen Hessen«, dem Fürsten BiSmarck in FriedrtchSruh eine sinnige Huldigung darbrachten, von der an dieser Stelle ja schon öfter- die Rede war.

Einen ganz erlesenen Kunstgenuß brachte der Montag unserem musikliebenden Publikum. Der Männer chor HumanitaS" veranstaltete an diesem Tage ein großes WohlthätigkeitSconcert zum Besten der Hinterbliebenen der auf derBrandenburg" Verunglückten. Kein Geringerer als der hochberühmte bayerische Kammersänger Eugen Gura wirkte dabei mit. Er fand mit seinen unvergleichlichen Leist­ungen alS Liedersänger, speciell mit dem Vortrag Löwc'scher Balladen enthusiastischen Beifall. Auch die zweite solistische Kraft dt- Abends, ein Fräulein Engel vom Berliner Confer- vatorium, hatte großen Erfolg. Musterhaft, wie immer, hielt sich auch in diesem Concerte der Chor unter Leitung deS Herrn Mustkdirector Fritz Keifer. ES war ein voller E'folg für den rührigen Verein und ein genußreicher Abend für das zahlreich erschienene Publikum.

In dieser Woche haben auch in unserer Stadt die deutschen StandeSherren ihre einige Tage dauernde Zusammenkunft gehauen. Die hohen Herren sind in Darm­stadt gebührend gefeiert worden. Se. König!. Hoheit der Großherzog gab ihnen am DirnStag einen Ball und am Mittwoch ein großes Festmahl, dem Abend- eine Galavor­stellung im Hoftheater folgte, daS wohl noch nie so viele Festvorstellungen liefern mußte, wie gerade während der laufenden Spielzeit. Am gestrigen Tage haben die Versamm­lungen der StandeSherren geendet und die meisten Teilnehmer sind bereits hoffentlich befriedigt abgereist.

Die Zurüstungen zur BermählungSfeier deS Großherzog-, beziehungsweise zum festlichen Empfang deS hohen neuvermählten Paares sind in vollem Gange. Vielleicht findet sich Gelegenheit, Ihren Lesern darüber nochmals in besonderem Berichte eingehendere Beschreibungen zu liefern, bis jetzt bringt fast jeder Tag die Nachricht von einer neuen Ueberraschung, einem neuen Programmpunkte. Möge unS nur zum EinzugStage ein so herrliche- Frühlingswetter be- schieden sein, wie gerade jetzt, dann wird der FesleSjubel gewiß um so froher erschallen. Z.

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