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hie VerwiMgong eines TbeilbetrageS von 4250 Mark zur Verbesserung de» DampfbooteS „Hasfia" betreffend- 3) die Vorlage Grohherzogl'chen MintsteriumS der Finanzen, den Gesetzentwurf, die Beschaffung weiterer Mittel für die £anbe4* * crebitfaffe im Betrage von 3 850000 Mark betreffend - 4) da- Gesuch der OrtSvorstzänbe von Steinfurth, Wtssel-iretm, Soedel, Melbach, Wölfer-Heim und Rödgen um Herstellung eines Tunnels auf der südlichen Serie des BahnbofS Bad- Nauheim- 5) das Gesuch der angefteflten älteren Steuer- commiffariatSgehilsen um Regulirung ihrer Pension-Verhältnisse; 6) die Vorlage Graßherzogl'chen Ministeriums der Aioavzen, den Gesetzentwurf, die Prorogation de- FinanzgeseyeS betreffend.
* • Aevderuag der Eiadeordnuvg. Einer der ersten Gegenstände, womit sich die in den nächsten Togen zusammen- tretende Zweite Kammer der Land stände befassen wird, dürste die Berathung des Gesetzentwurf- über die Abänderung derjenigen Artikel der Städteordnung sein, welche sich mit den Beigeordneten des Bürgermeisters beschäftigen. Wählend nach den dermalen geltenden Bestimmungen zum Bürgermeister Jeder gewählt werden kann, der 25 Jahre alt und hessischer Staats- oder deutscher Reich-angehöriger ist, besteht sür die Beigeordneten, einerlei ob besoldet oder unbesoldet, die Beschränkung, daß nur solche Personen zu diesem Amt erwählt werden können, welche die hessische Staatsangehörigkeit besitzen und in der betreffenden Stabt stimmberechtigt, beziehungsweise zu Stadtverordneten wählbar sind. Diese Beschränkung soll in Wegfall kommen. Ebenso sollen die Bestimmungen über die Betheiligung der Beigeordneten an den Geschäften der städtischen Verwaltung eine nähere Präcfsirung erfahren.
• * hessischer Turulehrertag. Am 10. März findet in Bingen die sechste Jahresversammlung der hessischen Turnlehrervereine statt, bte in allen größeren Städten des Landes und deren Umgebungen bestehen und den Zweck haben, die Methodik deS Schulunterrichts zu fördern, sowie für die Berbre tung dieses Erziehungsmittels thätig zu sein.
• * Erledigte Lehrerstellev. Erledigt ist: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bad Nauheim, Sir. Friedberg, mit einem AnsangSgehalte von 1480Mk. jährlich. Dem zu ernennenden Lehrer können die Functionen eines'Oberlehrers an gedachter Schule gegen besondere Vergütung übertragen werden. Nur solche Bewerber sollen Berücksichtigung finden, welche die erweiterte (Oberlehrer-) Prüfung bestanden haben.
• • Bon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Der erst 18jährige HauSbursche Wilhelm Di etz, gebürtig in Darmstadt, zuletzt in Mainz, von der Staatsanwaltschaft der letzterwähnten Stadt wegen Unterschlagung- Zimmermann Christian Döpp aus WeningS von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Entziehung der Mil tärpflicht- Bahnarbeiter Leopold Kempe aus Duttweiler vom AmtSanwalt in Fürth wegen Betrugs und Unterschlagung- Schashändler Heinrich Kl öS VI. aus Langd von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Betrugs; Scribent Karl Friedrich Müller, gebürtig in Mannheim, zuletzt in Mainz, von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen Betrugs- Taglöhner Johs. Schütz auS Buchkliugen vom Amtsgericht Waldmichelbach wegen desgleichen- Besenbinder Nikolaus Schuhmacher aus Unter* Schönmattenwag von derselben Behörde wegen Vollzugs von vier Monaten Gesängnißstrafe- ein angeblicher Wagner Frei von Oggersheim von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen Gelddtebstahls. D Ztg.
Butzbach, 3. März. Auf eine recht raffinirte Weife wurde am Mittwoch Abend ein hiesiger Wirth und Metzger von einem Ehepaar von hier bestohlen. Dasselbe operirte in folgender Weise. Während der Mann sich ein GlaS Bier geben ließ und so zu sagen den „Kundschafter" spielte, schnitt die Frau von den im HauSgang hängenden Schweinen beträchtliche Stücke Fleisch ab, packte ihren Korb voll, wurde aber hierbei von einem Angehörigen deS Geschäftsinhabers überrascht und erkannt. Bei der am andern Tag in der Wohnung dieses würdigen Ehepaares vorgcnommenen Durchsuchung wurde ein Theil des gestohlenen Fleisches im Beit versteckt vorgefunden und beschlagnahmt. Der gehoffte „billige" Schweinebraten dürste den Betreffenden doch etwas theuer zu stehen kommen.
W. Ans her südlichen Wetterau, 4. März. Unsere Wetterauer Gänsezüchter sind bereits in voller Thätigkeit, denn der Handel in jungen Gänsen ist lebhaft geworden. Da sich die Witterung in den letzten Tagen mild anließ, sieht man schon junge Gänse im Alter von 10 bis 14 Tagen unter Führung der Brutgänse hinaus auf die Rasenplätze treiben, was in so früher Zeit einen allerliebsten Anblick gewährt. Eine Schaar junger Gänse, die mit weichem gelbem Flaum bedeckt sind, eifrig die ersten Grasspitzchen abzupft und dabei ununterbrochen mit seinen Stimmchen schnattert und piepst, macht sogar auf einen halben Misanthropen einen heiteren Eindruck. Junge Gänse, welche kaum aus dem Ei geschlüpft sind, werden gegenwärtig mit 1.20 Mk. bi- 1.30 Mk. bezahlt. Große schöne Gänseeier, zur Brut geeignet, gelten 40 bis 50 Pfg. pro Stück. — Die Wetterauer Gäus ezucht ist noch bedeutender Verbesserungen dadurch fähig, daß bessere Rassen, die sowohl in der Fleisch- wie in der Frderproduction Besseres leisten, ein» geführt werden. Die Sache müßte aber von einem land- wirthschaftlichen Bezirksverein in die Hand genommen werden, wie dies auch bei der Hühner- und Ziegenzucht geschehen ist. Das Capital, welches in der Gänsezucht steckt, ist sehr bedeutend. Jeder kann sich davon überzeugen, wenn er im Sommer durch die Wetterauone spaziert und in die Nähe der Gänseweiden kommt. Hunderte und aber Hunderte von Gänsen, an größeren Orten 1000 bis 1500, werden hier gehütet. Taxtrt man das Stück zu 3 Mk., so ergibt sich sofort eine bedeutende Summe für diesen Nebenzweig der Landwirthschast. Nun find aber unsere Landrassen nicht viel
werth. Mit derselben Arbeit und dem gleichen Futter läßt sich ebenso gut eine Gans erziehen, die 12 bis 14 Pfund schwer wird, als eine von schlechter Rasse, die nur 8 bi» 9 Pfund schwer wird. Hieraus ergibt sich, daß man alle Ursache hat, für Hebung der Gänsezucht ebenso cinzutreten, wie eS für die Hühner- und Ziegenzucht geschehen ist.
Lauterbach, 6. März. Gestern entleibte sich hier ein älterer Arbeiter.
Darmstadt, 5. März. Ein höchst interessanter Rit t wurde am letzten Donnerstag von Herrn Major WwSloe vom Großh. Garde-Drag.-Regt. Nr. 23 mit den Offizieren Prem. Lieutenant Graf zu Castell Rüdenhausen und Lieutenant v. Jage- mann sowie mit 20 Unteroffizieren und Mannschaften feiner EScadron auf ihren Dienstpferden unternommen. DaS Detachement ritt hier Morgens 2 Uhr bei noch vollständiger Dunkelheit ab und traf um 6 Uhr früh in Kastel ein, wo kurze Raft gehalten wurde, bann ging es weiter über Biebrich, Schierstein, Eltville, Hattenhüm, Geisenheim nach RüdeSheim, das man um 10 Uhr erreichte. Die Pferde wurden daselbst in Stallungen eingestellt und nahmen die Reiter das Mittagessen ein. Nachdem fich Mann und Roß gestärkt hatten, wurden um 1 Uhr die Pferde gesattelt und um 1 Uhr 15 Min. verließen die Reiter RüdeSheim, um aus demselben Wege nach Darmstadt zurückzukehren, wo sie um 9 Uhr AbendS wieder in ihre Kaserne einritten, ohne daß äußerlich irgend welche Ermüdung an den Pferden zu bemerken war. Ebenso waren die Reiter noch sehr frisch. Der an diesem Tage zurückgelegte Weg betrug ca. 140 Kilometer und konnte Major WinSloe om nächsten Morgen (am Freitag) sämmt- liche Pferde zum Dienst satteln lassen. Es war kein Pferd durch Gedrücktfein ober Lahmheit verhindert, seinen Dienst zu versehen. Daß besonders trainirte Pferde von edler Zucht derartiges auszuführen im Stande sind, weiß Jedermann, in vorliegendem Falle handelte es sich jedoch um völlig unvorbereitete Dienstpferde. Was aber auch solche bei richtiger Behandlung zu leisten im Stande sind, zeigt der hier angeführte Ritt, welcher einen erfreulichen Beweis von der Leistungsfähigkeit unserer Eavallerie liefert. Die hierbei zur Verwendung gekommenen Dienstpferde entstammen sämmtlich westpreußischen Remonte-Depots.
Offenbach, 5. März. In der verftossenen Nacht machte die Arbeiterin Katharina Amrhem auf ihren seitherigen Geliebten, einen hier bediensteten Kutscher, einen Mordversuch, indem sie ihn in seinem Bette überfiel und ihm mehrere Wunden am Kops beibrachte. Alsdann schnitt sie ihrem Kinde den Hals durch und versuchte sich durch Oeffnen der Pulsadern selbst zu tödten, waS ihr aber nicht gelang. Die Verletzungen der Amrhein und des Kutschers sollen nicht schwer sein.
PA. Mainz, 5. März. Elftes deutsches Bundesschießen. Die Anmelcungen zum Schützenfeste laufen auS dem AuSlanbe bereits zahlreich ein. So liegen die Anmeldungen aus Belgien und Frankreich vor- verschiedene Schützenvereine zu New - Aork wollen Delegationen schicken und der Wiener Schützenverein meldet, daß eine besonders große Anzahl von Theilnehmern aus sOesterreich bei dem elften deutschen Bundesschießen zu erwarten fei, in Anbetracht der herzlichen Sympathieen, welche Mainz von früherer Zeit her dett Oesterreichern bewahrt habe. Der Wiener Schützen- Verein wird auch die bewährteste österreichische Musikcapelle, diejenige des HauSregimeuiS „Hoch- und Deutschmeister", 52 Manu stark, mitbringen. Ferner wird der Schützenrath zu Landeck von einer Tyroler Capelle sich begleiten lassen. Beide spielen selbstredend, abwechselnd mit den trefflichen Militärcapellen von Mainz, auf dem Festplatz. — Mit Genehmigung des Kriegsministeriums ist der Abbruch des Neu- thorS in Angriff genommen worden und cs wird dadurch bis zum Schützenfest eine schöne, offene Straße aus dem Herzen der Stadt nach dem Stadtpark und dem Schützenscstplatz hergestellt. Dieselbe wird auf der Grenze der Altstadt vom südöstlichen Bezirksverein durch einen mächtigen Triumphbogen Überbrückt.
* Würzburg, 6. März. DaS Schwurgericht verurtheilte 'den Metzger Walter, der feiner Schwester in mörderischer Absicht einen mit Arsenik gefüllten Kuchen geschickt hatte, zu sieben Jahren Zuchthaus.
♦ Stettin, 6. März. Acht Eifenbahnschaffner wurden heute vorn Landgericht wegen Vergehens im timte durch Schwindeleien mit Fahrkarten zu Gefängnißstrasen von 14 Tagen bis zu 9 Monaten verurtheilt.
* Etwas von de« Eskimofrauen. Die Gattin des amerikanischen Polarforschers Peary, die diesen auch auf feiner vorigen Reise nach Nordgrönland begleitete, hatte über ihren Aufenthalt unter den Eskimos ein „arktisches Tagebuch" ge- führt, das, wie die „Boss. Ztg." mittheilt, jetzt in England im Buchhandel erschienen ist. Während der Uebertointerung an der Mac Cormickbucht, die etwa in der Mitte zwischen dem nördlichen Wendekreis und dem Nordpol liegt, hatte Frau Peary, die überhaupt die erste weiße Frau war, die diese Gegenden betreten, die beste Gelegenheit, die Gewohnheiten der Emgedorenen kennen zu lernen, besonders aber die Eskimofrauen zu studiren, die ihr behülflich waren, die Pelzkleidung fertig zu stellen, die Peary bei seiner großen Schlittenreisc durch d n Norden Grönlands tragen sollte. Höchst eigentümlich ist bie Art und Weise, wie die Eskimofrauen die Felle ^bereiten, aus denen die Pelzkleidung Pearys zusammengenäht werden sollte. Diese Felle wurden zuerst, wie Frau Peary beschreibt, vom Fett gereinigt, nach allen Seiten gestreckt und an der Luft getrocknet. Hierauf machten sich die Eskimofrauen an die wenig appetitliche Arbeit, die Felle zu durchkauen und auSzusaugen, um in
dieser Art die letzten ;nodj anhaftenden Fettbeftanbtheile zu entfernen. Diese Arbeit ist außerordentlich anstrengend, daß
die damit beschäftigten Eskimofrauen ihre Kinnbacken jeden
zweiten Tag auSruhen lassen mässen. Die Männer geben sich mit dieser Arbeit nicht ab. Ans eine eigentümliche Bitte unter den Wittwen der ESkimoS läßt eine Stelle tm Tage- burhc der Frau Peary schließen. Eines TageS half ihr bei der Ausrüstung zu der bevorstehenden Schlittenreife u. A. auch eine SBtttroe mit drei Kindern. Als Frau Peary diese Eskimowittwe fragte, ob sie noch mehr Kinder habe oder gehabt habe, lief diese weinend aus der Hütte, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Nachdem sich Frau Peary an eine der anderen anwesenden Esk.mosratten gewandt, um Auskunft über dieses sonderbare Gebühren zu erhalten, wurde ihr in vorwurfsvollem Tone geantwortet, daß sie der Eskimowittwe mit der Frage Unrecht jugefügt und diese in Beiübniß gesetzt habe. Vor wenigen lagen nämlich erst hätte jene ihr jüngstes Kmd, das noch nicht laufen konnte, umgebracht. Die» könne ihr aber Niemand verargen, denn so lange eine Wittwe solche kleine Kinder habe, die sie aus dem Rücken tragen müsse, könne sie niemals darauf rechnen, noch einmal zu heirathen. Während die Eskimofrauen im Allgemeinen eine recht unter- geordnete Stellung Haden und geplagte Geschöpfe sind, haben sie wenigstens vor anderen Frauen eine Freiheit voraus. Sie haben nämlich das Recht, nach einjähriger Ehe ihren Mann zu verlassen, wenn sie zu der Etkenntniß gelangt sind, daß der Betreffende nicht so ist, wie sie sich ihn vorgcstellt Haden. Sie gehen bann ohne Weiteres von ihm und kehren zu ihren Eltern zurück, um die Gelegenheit zu einem neuen Ehedündniß abzuwarten. In einer Hinsicht geben sich die Eskimomänner und Frauen ffichts nach, nämlich im Schmutz. Die Gesetze der Reinlichkeit sind ihnen völlig fremd und gegen den Gebrauch des Wassers haben sie unüberwindlichen Abscheu. Daher ist eS wohl begreiflich, wenn Frau Peary wahrend einer achttägigen Schlittenfahrt mit ihrem Manne vorzog, statt in den aller Beschreibung spottenden schmutzigen Hütten der ESkimoS im Freien zu schlafen. Ihre warme Pelzbekleidung gewährte ihr trotz der niedrigen Temperatur genügenden Schutz.
* Der Zufall als Detektive. Aus Paris, 25. Februar, schreibt man der „K. Ztg.": Vor Kurzem wurde durch einen großen Einbruchsdiebstahl aus der Benedictinerabtei Föcamp eine Summe von 300,000 Francs in Banknoten und auf den Inhaber lautenden Werthpapieren ausgeräumt, lieber den Thäter fehlte jeder Anhaltspunkt. Die Pol-zet suchte vergebens feine Spur, bis vor einigen Tagen ein Reifender an einem der hiesigen Haupibahnhöfe feinen Koffer au« der Gepäckniederlage entnahm, irrthümlicher Weife einen fremden, aber ganz ähnlichen erhielt, öffnete, in diesem den Raub vorfand und den Behörden außlleferte. Nach dieser Entdeckung sah man mit Spannung dem unrechtmäßigen Besitzer deS verwechselten Gepäckstückes entgegen, der sich auch in der Person eines sehr elegant gekleideten englischen Reifenden meldete. Man verhaftete ihn sofort und sucht Näheres über feine Person zu ermitteln. Er will John Harris heißen und behauptet, Ingenieur zu fein. Die Polizei sieht in ihm ein Mitglied einer weitverzweigten internationalen Verbrecherbande.
kirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde.
Mittwoch den 7. Mär», Abends 6 Uhr, in der Stadtkirche: PaffionSandacht. Pfarrer Schlosser.
Eingesandt.
Sietzen, 5. März 1894.
Ein Hauptschmuck unterer neuen Iohanneskirche ist ihre Orgel und es ist eine freute für die versammelte Gemeinde, wenn der ordnungsmäßig berufene Organist sie spielt. Glücklicherweise fehlt es auch unterer mit Schulen wohl verfehenen Stadt nicht an tüchtig ausgebildeten Hilfskräften, die tm Nothfall für den verhinderten Organisten eintreten können. Da ist »s denn ein Mißstand, der entstehen getadelt werden muß, daß mehrfach, sicher ohne Wissen des gerade fungierenden Geistlichen, unberufene Hände zum Schaden des Gottesdienstes sich des Orgelspiels bemächtigt haben. Merkwürdigerweise scheut dieser Spieler offenbar baS Anfehn des ersten Geistlichen; er wagt efl nicht, seine Klänge ertönen zu lassen, wenn Herr Pfarrer Dr. Naumann predigt. Wir möchten die berufenen Instanzen dringend ersuchen, dieser Störung des öffentlichen Gottesdienstes fernerhin vorzubeugen.
«inet für viele.
Wöchentliche lleberficht der T-deSsalle in Gießen.
9. Woche. Dom 25. Februar bis 3. März 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (tncl. 1600 Mann Militär. Sterblichkeitsziffer: 18,82°/« dezw. 14,11 nach Ausschl. der Ortsfremden.
Kinder
Es ftarben en: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
Dtphtherttis 2 (1) - - 2 M
Lungentuberkulose 2 2 —
Sonstige benannte
Krankheiten________4 (1) 4 (1)—~~
Summa: 8 (2) 6 (1) — 2 (1)
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben en, wie viele bet Todetzsälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Berechtigtes Aufsehen Sodener Mineral- Pastillen durch ihre Heilerfolge. In tbrer Wirkung auf Beruht gung und Heilung bei oatirrhalleohee Entzündungen, fei eS des Hälfe?, der Brust ober der Lungen, sind sie unerreicht und können als das bette diesbezügliche Heilmittel gelten. Beim Einkauke von FAY’s ächten Lodener Mineral-Pastillen beachte man, daß die Schachteln nut dem Zeuanitz des Sorener Bürgermeister- Amtes umdüUt sind. Nur solche sinh äcvt. Erhältlich 85 Pstn die Schachtel? ” vT)
Bkdeutend^Betriebsersparnisse in maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes ober der Landwirthschast durch Aufstellung einer Wolf'fchen Locomoblle als BetriebSrnaschive erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschmen- fabrik von R. Wolf in »agdebnrg-BnLan seit mehr als SO 3abren als SpeciaUtät gebauten halbstationärrn und fahrbaren La comobtlen nvit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Spar s am- fielt des Brennmaterialverbrauchs, Dauerhafttgkeit urw «i- stungSsähiakeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u- hoben aus allen ! deutschen Loc?mobU-Eoncurrevzen den Sieg davongetragen. Iwo


